DE78948C - Hebelwerk zum Einschalien zwischen Winde und Last behufs Ausübung stärkeren Zuges beim Anheben - Google Patents

Hebelwerk zum Einschalien zwischen Winde und Last behufs Ausübung stärkeren Zuges beim Anheben

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DE78948C
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load
lifting
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Application number
DENDAT78948D
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MASCHINENFABRIK GKEVENbroich, Aktien-Gesellschaft, Grevenbroich, Rheinpr
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Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B66HOISTING; LIFTING; HAULING
    • B66CCRANES; LOAD-ENGAGING ELEMENTS OR DEVICES FOR CRANES, CAPSTANS, WINCHES, OR TACKLES
    • B66C1/00Load-engaging elements or devices attached to lifting or lowering gear of cranes or adapted for connection therewith for transmitting lifting forces to articles or groups of articles
    • B66C1/10Load-engaging elements or devices attached to lifting or lowering gear of cranes or adapted for connection therewith for transmitting lifting forces to articles or groups of articles by mechanical means
    • B66C1/22Rigid members, e.g. L-shaped members, with parts engaging the under surface of the loads; Crane hooks

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Load-Engaging Elements For Cranes (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAM
PATENTSCHRIFT
KLASSE 35: Hebezeuge.
Anheben.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 22. Mai 1894 ab.
Beim Lastenanheben kommt es oft darauf an, den ersten, gröfseren Widerstand der ruhenden Last zu überwinden; ist dieser einmal überwunden, so kann das weitere Anheben mit geringerer Kraft erfolgen.
Da Weg und Geschwindigkeit bei solcher Lastenbewegung in directem Verhältnifs zu einander stehen, so wird es sich bei anfänglich entgegenstehendem gröfseren Widerstände darum handeln, bei Anwendung einer bestimmten Kraft das erste Anheben langsamer zu bewirken und, sobald der gröfsere Widerstand überwunden ist, die durch die vorhandene Kraft zu erzielende volle Geschwindigkeit in der Lastenbewegung eintreten zu lassen. Als ein Beispiel dafür, dafs eine Last ihrer Anhebung zunächst einen erhöhten Widerstand entgegensetzt, sei auf die Adant-Schleudermaschine hingewiesen.
Beim Schleudervorgang in dieser Maschine setzt sich durch erstarrte Zuckermasse die heraushebbare Trommel in dem umgebenden Gehäuse so fest, dafs sehr oft ein Zerreifsen der Anzugsseile' eintritt, ehe eine Lösung der fest mit dem Gehäuse durch Zuckermasse verbundenen Trommel erfolgt.
Es wird sich hier also darum handeln, die Trommel mit sehr langsamer Bewegung loszurücken. Ist dies erfolgt, so läfst sich die gefüllte Trommel mit derselben Kraft leicht und schnell vollends herausheben.
Zu diesem Zwecke des Anhebens der Trommel mit differentialer Bewegung kommt ein Hebezeug zur Anwendung, bei welchem das Anzugsseil (Kette etc.) mit der zu hebenden Trommel durch Hebel von verschiedener Armlänge verbunden wird, welche Hebel je einen Stützpunkt am Ende ihres kurzen Armes aufserhalb der Trommel finden, während am Ende des langen Armes angezogen wird und am Drehpunkt zwischen langem und kurzem Arm die Verbindungspunkte mit der Trommel sich befinden.
Der Stützpunkt aufserhalb der Trommel kann durch directes Aufsetzen oder durch Unterfassen gefunden werden.
Ist das Losrücken unter Benutzung des Stützpunktes und der verschiedenen Hebellängen erfolgt, so wirken die Hebel unter Aufgabe dieses Stützpunktes einfach als Theile des Hebezeuges zur beschleunigten Anhebung.
Ausführungsarten nach diesen Angaben sind beispielsweise in den Fig. 1 bis 3 angegeben.
Es können die verschiedenartigen Hebel aber auch einen gemeinschaftlichen Stützpunkt haben und durch Gelenke mit einer Traverse verbunden sein, an welche die zu hebende Last angehängt ist.
Eine Ausführungsform nach dieser Angabe ist in Fig. 4 und 5 angegeben.
Die Fig. 1 und 2 zeigen das beispielsweise an einer Adant'schen Schleudermaschine angebrachte Hebezeug mit durch directes Aufsetzen erhaltenem. Stützpunkt im Längenschnitt und in Draufsicht.
α sind die das Anheben bewirkenden zweiarmigen Hebel, welche in am Deckel b sitzenden Stützen c (s. auch Fig. ia) bei c1 ihren
Stütz- und Drehpunkt finden, während an die freien Enden der Hebel α bei d Gelenke dl angeschlossen sind, die andererseits mit dem Hebeseil oder der Kette e geeignet verbunden sind.
Die paarweise angeordneten Hebel α tragen in der Nähe ihres Stütz- bezw. Drehpunktes cl zwischen sich beweglich die nach unten hängenden Haken /, welche in von der Schleudertrommel g abstehende Oesen h eingehängt werden, wenn die Trommel angehoben bezw. ganz aus ihrem Gehäuse herausgehoben werden soll.
Zu diesem Zwecke wird das Hebezeug mit den Stützen c bei i auf den Rand des die Trommel g umgebenden Gehäuses aufgesetzt, wobei die Anhebepunkte d der Hebel α in der punktirt angegebenen Stellung d* sich befinden. Es ergiebt sich hieraus, dafs beim Anziehen des Seiles oder der Kette e infolge der verschiedenen Hebelarmlängen c1 f und / d das erste Anheben bezw. Losrücken der Trommel g mit verhältnifsmäfsig geringem Kraftaufwand und in langsamem Tempo so lange erfolgen wird, bis die< Hebel α unter Mitnahme der Trommel in die in Fig. ι gezeichnete Stellung gelangen, worauf dann die Hebel unter Aufgabe ihres Stützpunktes bei i einfach als- Theile des Hebezeuges zur beschleunigten Anhebung der Trommel wirken.
Nach Fig. 3 können die ungleicharmigen Hebel α ihren Stützpunkt statt durch Aufsetzen der Stützen c auch durch Zugstangen k und Hebel I in der Weise finden, dafs die Hebel I smit ihrem freien Ende bei il unter den festtehenden Gehäuserand fassen.
Die dritte oben angeführte Ausführungsform des vorliegenden Hebezeuges ist in Fig. 4 und 5 dargestellt.
Hier sind die verschiedenarmigen Hebel zu Segmenten a1 ausgebildet, welche bei m an eine Stütze η schwingbar angeschlossen sind und so einen gemeinschaftlichen Stützpunkt finden, welcher innerhalb der centralen Bodenaussparung der loszurückenden und anzuhebenden Schleudertrommel g liegt. Letztere wird behufs Anhebens wieder von in die Oesen h greifenden Haken / erfafst, welche hier an einer kreuzförmigen Traverse ο sitzen. Die Traverse ο sitzt auf der Stütze η verschiebbar und ist durch Zugstangen ρ mit den Segmenten a1 verbunden. Die Segmente a1 sind an ihrer Aufsenfläche mit einer Rille versehen, in welche sich die an den unteren Segmentenden befestigten Zugseile s einlegen. Die freien Enden der Seile s sind mit dem Anzugsseil e (oder Kette etc.) so verbunden, dafs durch Anziehen des Seiles e ein Drehen der Segmente α1 und demzufolge ein Losrücken und Anheben der Trommel g so lange in langsamem Tempo stattfinden wird, bis die Segmente al mit ihren Anschlagflächen a1 zusammentreffen, worauf dann unter Aufgabe des Stützpunktes für die Stütze η das Anheben des gesammten Hebezeuges mit der Trommel in beschleunigtem Tempo erfolgt.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι . Hebelwerk zum Einschalten zwischen Winde und solche Lasten, welche ihrem Anheben zunächst einen gröfseren Widerstand als ihr Eigengewicht entgegensetzen, dadurch gekennzeichnet, dafs das Hebeseil (Kette etc.) mit der anzuhebenden Last durch eine Mehrzahl von Hebeln (a) verbunden ist, deren kürzerer Arm beim Anziehen je einen Stützpunkt (i) aufserhalb der anzuhebenden Last findet, wodurch das erste Anheben (bezw. Losrücken) der Last langsam erfolgt, bis die genannten Hebel mit ihren längeren Armlängen an Anschlägen (b) an der Last antreffen, worauf unter Aufgabe der Stütz-_ punkte ein schnelleres Anheben der losgerückten Last erfolgt (Fig. 1 bis 3).
  2. 2. Eine Ausführungsform der im vorstehenden Anspruch gekennzeichneten Vorrichtung, bei welcher die Anzugshebel als Segmente (al) ausgebildet sind, die einen gemeinsamen Stützpunkt (n) aufserhalb der anzuhebenden Last haben und durch das Anzugsseil behufs langsamen Losrückens der Last in Drehung versetzt werden, bis sie gegen einander antreffen (a2), worauf dann unter Aufgabe des gemeinsamen Stützpunktes ein schnelleres Anheben der losgerückten Last erfolgt (Fig. 4 und 5).
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT78948D Hebelwerk zum Einschalien zwischen Winde und Last behufs Ausübung stärkeren Zuges beim Anheben Expired - Lifetime DE78948C (de)

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