DE78219C - Auslafs-Vorrichtung an Behältern für Senf und andere dickflüssige Massen - Google Patents
Auslafs-Vorrichtung an Behältern für Senf und andere dickflüssige MassenInfo
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Vorliegende Auslafs-Vorrichtung soll es ermöglichen,
aus einem Senfgefäfs jede beliebige Menge Senf in appetitlicher Form zu entnehmen
und zugleich das Eintrocknen des Inhaltes möglichst zu verhindern.
Fig. ι beiliegender Zeichnung ist ein Verticalschnitt
durch das Gefäfs sammt Auslaufrohr, Fig. 2 eine Ansicht des Auslaufrohres von
unten; Fig. 3 bis 8 zeigen drei andere Ausführungsformen . des Auslaufrohres.
Die Vorrichtung besteht aus einem beliebig verzierten Gefäfs a, in welches der mit dem
Deckel c verschlossene eigentliche Senf behälter b eingelassen ist. In letzterem ist eine
an die Gefäfswand dicht anschliefsende Scheibe d mittelst des in entsprechenden Bohrungen des
Deckels e Und des am Gefäfs α befestigten Querstückes c geführten Kolbens f, event, mit
Hebel oder Blasebalg oder dergl. auf- und niederbeweglich angeordnet. Das Auslaufrohr
besteht aus drei über einander geschobenen Theilen: einer inneren ' Gefäfsröhre g, einer
darüber gestülpten Gummihülse h und einer über letztere geschobenen äufseren Hülse i
von hartem Material; die äufsere und innere Hülse besitzen an ihrer Unterseite kreisförmige
Oeffnungen k, Fig. 2, an welche sich bei der äufseren Hülse das verticale Rohrstück / anschliefst,
welches dazu dient, den Ausflufs zu maskiren. Die über die innere Metallhülse g
gespannte Gummihülse h besitzt an der Stelle, wo sie zwischen den über einander liegenden
Oeffnungen der beiden Metallhülsen g und i hindurchgeht, einen Längsschlitz m, dessen
Endpunkte etwas erweiterte Oeffnungen bilden.
Drückt man nun auf den Knopf η des Kolbens f, so bewegt sich die Kolbenscheibe d
nach abwärts und treibt den Senf durch Rohr g und den Gummischlitz m auf einen
darunter gestellten Teller oder dergl. Am Gummi allenfalls hängenbleibende Tropfen
werden durch das Rohrstück / verdeckt; auch kann innerhalb des letzteren eine Vorrichtung
zum Wegsaugen angebracht werden.
Eine zweite Ausführungsform des Auslaufrohres zeigt Fig. 3 bezw. 4. Es ist dies eine
aus einem Gummistück hergestellte Röhre, welche an ihrer Unterseite durch eine Doppelwand
r vermittelst Nietung oder dergl. zusammengehalten wird. Die Leiste kann zwischen
ο und ρ entweder eine Ausbiegung erhalten oder auch federnd hergestellt sein, um den
Austritt von Senf bei entsprechendem Druck, auf den Kolben f zu ermöglichen. Auch hierbei
ist die Gummihülse von einer äufseren Hülse aus Metall, Glas oder dergl. umschlossen und
letztere mit einer fingirten Auslaufröhre versehen.
In den Ausführungsformen Fig. 1 bis 4 kann
die äufsere Hülse derart eingerichtet sein, dafs sie sich bei voraussichtlich längerer Nichtbenutzung
des Senf behälters um ihre Längsachse drehen läfst, wodurch die Oeffhung in der
Gummihülse dicht verschlossen wird.
Eine weitere Ausführungsform des Auslaufrohres zeigt Fig. 5 bezw. 6. Hierbei ist an
der Unterseite der inneren Metallhülse eine Oeffnung r eingeschliffen, in welche eine
Kugel s eingepafst ist; der Kranz dieser Oeffnung besitzt mehrere Einschnitte if ί1..., durch
welche der Auslauf des Gefäfsinhaltes erfolgen
kann. Ueber diese innere Hülse g1 ist auch
hier eine mit entsprechender Austrittsöffnung versehene Gummihülse h x gestülpt, welche
durch eine weitere Hülse mit fingirter Auslauföffnung verdeckt ist.
Endlich ist noch in Fig. 7 und 8 eine Ausführungsform des Auslaufrohres zur Darstellung
gebracht, welche darin besteht, dafs über die. mit einer kreisförmigen Oeffnung versehene
Unterseite des Metallrohres g2 ein Gummifleck h?
oder ein das Rohr ganz umschliefsendes Gummistück mit Auslauföffnung geschoben und durch
eine aus federndem Metall bestehende Rohrschelle i\ die durch Oese χ und Stift y verschlossen
wird, festgehalten.
Behufs Neufüllung des Gefäfses wird der Stöpsel ν an der oberen Seite des Auslaufrohres
entfernt, wonach der Kolben f in die Höhe gezogen und mit der Scheibe d aus dem
Senf behälter entfernt werden kann, da auch Deckel c und Quersteg e abgenommen werden
können.
Einige weitere Ausführungsformen des Gefäfsauslaüfes sind in den Fig. 9 bis 19 beiliegender
Zeichnung dargestellt. Bei ersterer besitzt das innere Auslaufrohr (Fig. 9) zwei
oder mehrere Schlitze m1 m2 und die' darüber
geschobene Gummihülse (Fig. 10) einen derart angeordneten Schlitz m3, dafs er zwischen die
Schlitze des inneren Äuslaufrohres zu liegen kommt, wie aus Fig. 11 (untere Ansicht) ersichtlich
ist.
Fig. 12 und 13 zeigen in Querschnitt und
Grundrifs eine Form des Gefäfsauslaufs, bei welcher von der Verwendung eines Äuslaufrohres
Abstand genommen ist. In den Gefäfsboden A ist ein mit einer ringförmigen Oeffnung C versehener
Scheibendeckel B eingelassen, über welchen eine Gummimembrane D mit Schlitz E
zum Auslauf des Gefäfsinhalts gespannt ist.
Die in Fig. 14 im Schnitt und in Fig. 15 in
unterer Ansicht dargestellte Ausführungsform des Gefäfsauslaufes besteht aus einem mit Auslauföffnung
versehenen Rohr g3, über welches ein Gummistreifen h3 geschlagen wird, dessen
Säume unterhalb der Auslauföffnung zusammenstofsen
und hier mittelst des aus zwei Theilen bestehenden, mit Klemmbacken % ^1 versehenen
fingirten Auslaufes Z1 gegen einander geprefst werden, während der mittlere, unter der Oeffnung
des Auslaufrohres befindliche Theil des Gummistreifens behufs Ermöglichung des Austrittes
von Senf oder dergl. frei bleibt.
Die Anordnung des Auslaufes mittelst über einander gelegter Gummistreifen kann natürlich
in den denkbar verschiedensten Arten erfolgen; Fig. 16 bis 19 stellen zwei in dieser Weise
hergestellte Formen dar, und zwar sind in Fig. 16 und 17 die zum Aufeinanderlegen bestimmten
Gummistreifen mit Schlitzen versehen, die um einen rechten Winkel gegen einander verstellt sind, während die in Fig. 18
und 19 dargestellten Gummistreifen eine kreisförmige
Oeffnung bezw. einen Längsschlitz besitzen.
In den Fig. 20 bis 23 beiliegender Zeichnung sind drei weitere Abänderungen des Gefäfsauslaufes
zur Darstellung gebracht, bei welchen die Gummimembrane die Auslaufvorrichtung (Röhre, Scheibe oder dergl.) von innen bedeckt,
was den Vortheil bietet, dafs sich kein Senf zwischen Gummi und Röhre bezw. Scheibe
drücken kann.
Fig. 20 und 21 entsprechen den Fig. 12
und 13, welche in Querschnitt und Grundrifs die mit geschlitzter Gummimembrane überspannte
Auslauföffnung im Deckel des Gefäfsbodens darstellen. In Fig. 20 und 21 ist die
Gummimembrane D1 von innen über den Deckel B1 gespannt, der Schlitz E1 befindet
sich somit auf der Innenseite des Gefäfsbodens^.1,
während die Membrane an der Unterseite des Deckels einen der ringförmigen Oeffnung C1'
entsprechenden kreisrunden Ausschnitt besitzt.
Fig. 22 und 23 zeigen zwei Ausführungsformen des Rohrauslaufes, bei welchen ebenfalls
die Gummimembrane h* bezw. h5 im Innern des
Auslaufrohres angeordnet ist. Infolge festen Anliegens an die innere Röhrenwandung wird
sich die Gummihülle durch Druck auf den Senf nicht verschieben, event, kann die Röhre
oben eine Durchlochung zum Feststecken mittelst eines Stiftes O1 aus Horn oder ähnlichem
Material bekommen. Die äufsere Hülse V2 bezw. is reicht über einen Theil, am besten
aber über die ganze Länge der Röhre.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:An einem Behälter für Senf und.andere dickflüssige Massen mit durch Pressung (Niederdrücken) des Gefäfsinhalts . bethätigtem Auslauf eine Auslaufvorrichtung in der Art, dafs sie aus einer mit Ablauföffnung versehenen Röhre, Scheibe oder dergl. mit darüber gestülpter bezw. gespannter, behufs Auslaufes entsprechend geschlitzter, einfacher oder mehrfacher Lage aus elastischem Material, wie Gummi oder dergl. besteht, wobei die Schlitze in letzterem durch zweckmäfsige Lagerung des elastischen Materials oder durch künstliche Einschnitte hergestellt werden können.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE78219C true DE78219C (de) |
Family
ID=350958
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT78219D Expired - Lifetime DE78219C (de) | Auslafs-Vorrichtung an Behältern für Senf und andere dickflüssige Massen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE78219C (de) |
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