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Die Erfindung betrifft eine Sävorrichtung mit einem Samenbehälter, aus dem Samen über einen Kanal zur Saatstelle gelangen kann.
Mit derartigen Sävorrichtungen lässt sich die Aussaat sehr einfach durchführen, indem die Sävorrichtung nach Art eines Spazierstockes gehoben und gesenkt wird, wobei sie in den Boden eingedrückt wird.
Sävorrichtungen der eingangs angegebenen Art sind z. B. in der österr. Patentschrift Nr. 189828 beschrieben.
Bei dieser Sägvorrichtung fallen Samenkörner aus einem Samenbehälter beim Zusammenschieben der Vorrichtung in ein unterhalb des Samenbehälters angeordnetes Rohr, das mit seiner Spitze auf dem Boden aufgestützt wird.
Mit Hilfe einer im Rohr vorgesehenen Stange wird nämlich ein Samenschieber derart betätigt, dass er beim Zusammenschieben der Vorrichtung geöffnet wird. Bei zusammengeschobener Vorrichtung fällt also Samen aus dem Samenbehälter über das Rohr und den geöffneten Samenschieber aus der Sävorrichtung heraus. Ähnlich funktioniert die Sävorrichtung nach der österr. Patentschrift Nr. 205786. Wieder muss beim Säen die Vorrichtung zunächst auf dem Boden aufgesetzt werden, wobei von einer Spitze ein kleines Loch im Erdboden hergestellt wird. Hierauf wird die Vorrichtung teleskopartig zusammengeschoben, wobei Samen aus dem Samenbehälter über eine rohrartig ausgebildete, obere Verlängerung eines Spornes in einen Trichter fällt.
Wird nun der Druck auf die Vorrichtung aufgehoben, so drücken die verschiedenen in der Vorrichtung angeordneten Federn den Sporn nach oben, wobei die untere Öffnung des Trichters freigegeben wird und Samen in das vorher gebildete Loch im Erdboden fällt.
Bei beiden bekannten Vorrichtungen fällt das Saatgut frei auf den Erdboden. Dies ist insofern von Nachteil, als ein sicheres Aussäen nicht immer gewährleistet ist und die Samenkörner nicht in den Boden gedrückt werden.
Die Erfindung stellt sich die Aufgabe, eine händisch zu betätigende Sävorrichtung der oben beschriebenen Art zu schaffen, die eine genau lokalisierte Aussaat leicht ermöglicht, indem sie einfach auf den Boden gedrückt und zugleich die Aussaat eines Saatkornes vorgenommen wird. Dies wird dadurch erreicht, dass im Kanal ein oben mit einer Handhabe versehener Stab bis durch eine unten liegende, die Saatstelle bildende Öffnung des Kanals verschiebbar ist, so dass beim Verschieben des Stabes nach unten Samen aus dem Kanal ausgestossen wird.
Die erfindungsgemässe Sävorrichtung kann auch für eine Aussaat im kleinen Umfang, wie beispielsweise in Gärten oder bei der Aufforstung, Verwendung finden.
Ein wesentlicher Vorteil der Erfindung besteht darin, dass das Saatgut beim Sävorgang vom Stab aus der Sävorrichtung ausgestossen und zugleich in den Erdboden gedrückt wird. Auf diese Weise sind Verstopfungen des Säkanales ausgeschlossen und das ausgebrachte Saatgut ist, da es in den Boden eingedrückt ist, Witterungseinflüssen, z. B. Wind oder Sonneneinstrahlung, nicht ausgesetzt.
Weitere Merkmale und Einzelheiten der Erfindung werden im folgenden an Hand der in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiele näher erläutert. Es zeigt : Fig. 1 im Schnitt eine Sävorrichtung in einer ersten Ausführungsform, Fig. 2 die Sävorrichtung aus Fig. 1 im zusammengeschobenen Zustand, Fig. 3 in Seitenansicht eine weitere Ausführungsform einer Sävorrichtung, Fig. 4 die Sävorrichtung aus Fig. 3 im Schnitt, Fig. 5 eine Einzelheit der Sävorrichtung aus Fig. 3, Fig. 6 die Spitze der Sävorrichtung aus Fig. 3 beim Sävorgang, Fig. 7 eine weitere Ausführungsform einer Sävorrichtung, Fig. 8 im Schnitt längs der Linie Y-Y der Fig. 3 eine Einzelheit einer Sävorrichtung und Fig. 9 im Schnitt längs der Linie X-X der Fig. 7 eine Einzelheit einer Sävorrichtung.
Die in den Fig. 1 und 2 wiedergegebene Sävorrichtung besteht aus einem als Rohr ausgebildeten Kanal mit konischer Spitze, die unten eine Öffnung --2-- besitzt, an der eine Anschlagscheibe--3-befestigt ist. Ferner ist im Kanal --1-- eine Blattfeder --4-- vorgesehen, welche die Auslassöffnung des Rohres--l--verschliesst. Beim Ausschieben eines Samenkorns wird die Feder-4--von einem Stab --16-- zur Seite gedrückt.
Am Kanal--l--ist ferner ein Samenbehälter --5-- vorgesehen. über das
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--7-- versehenen Stab --8-- und--6-- am Kanal--l--begrenzt. An der Hülse--13--ist ein Handgriff--15--über einen Bügel --14-- befestigt.
Sowohl im Kanal--l--als auch in der Hülse--13-sind Löcher--10 bzw. 9--vorgesehen, durch die Saatgut in das Innere der Sävorrichtung eingeschleust werden kann. Das Eintreten von Saatgut wird von einem über einen Arm--11--an der Hülse --13-- gelenkig befestigten, sich hin-und herbewegenden Mischarm--12--unterstützt.
Zur Ausführung des Sävorganges wird der Kanal--l--der Sävorrichtung einfach dort auf den Boden gedrückt, wo man ein Saatgutkorn einbringen will.
In der in Fig. l gezeigten, angehobenen Stellung verschliesst die Feder --4-- den Austritt des Kornes. Der Stab--16--ist angehoben und die Löcher--9 und 10--fluchten miteinander, so dass ein Saatgutkorn in das Innere des Kanals--l--fällt.
In der zusammengedrückten Stellung gemäss Fig. 2 drückt der Stab--16--das Saatgutkorn gegen die Feder und in der Folge in den Boden, während zugleich ein weiteres Saatgutkorn in das Loch --9-- eintritt, wobei das Eintreten vom Mischhebel --12-- unterstützt wird. Das Loch-9--verläuft zum Inneren der Vorrichtung schräg, so dass beim Anheben der Handhabe--15--und damit der Hülse-13--das Korn in den Kanal--l--fällt, sobald das Loch--9--mit dem Loch--10--fluchtet.
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Die in den Fig. 3 und 4 gezeigte weitere Ausführungsform der erfindungsgemässen Sävorrichtung besteht aus einem behälterförmigen Kanal--17--, der unten in eine Spitze mit Öffnung --18-- ausläuft, in deren Bereich eine Anschlagscheibe--19--, welche die Eindringtiefe der Spitze begrenzt, angeordnet ist. Die Öffnung--18--in der Spitze wird von einer Blattfeder--20--verschlossen. Am Kanal--17--ist ferner ein zylindrischer Samenbehälter --21-- über einen Träger --32-- befestigt.
Zwischen der Unterseite des Behälters --21-- und dem Träger --32-- ist eine Lochscheibe--22-- (Fig. 9), die auf einer Achse--23--drehbar ist, vorgesehen. Die Lochscheibe--22--besitzt mehrere Verteilerlöcher--24--und Zähne--25--, über die das schrittweise Verdrehen der Lochscheibe--22-erfolgt. Der Samenbehälter --21-- besteht einstückig aus Kunststoff und besitzt Verstärkungen --21'-- und einen Flansch-21"-, der auf der Lochscheibe --22-- aufliegt.
Im Inneren des Samenbehälters--21--ist noch eine Bürste --26-- vorgesehen, welche die Verteilung des Saatgutes regelt. Die ganze Anordnung ist mit einer Schraube--33--im Bereich der Achse--23-befestigt.
Im Inneren des Kanals--17--ist verschiebbar ein Stab--27--vorgesehen, mit dem ein über eines der Löcher --24-- in der Lochscheibe--22--und das Loch--37--in das Innere des Kanals--17-gelangtes Samenkorn in den Boden eingedrückt werden kann. Die Lochscheibe--22--wird schrittweise von geneigten Steuerflächen--28 und 29-- (Fig. 8) weiterbewegt. Die Steuerflächen--28 und 29--sind am Stab--27--befestigt, so dass die Steuerscheibe--22--durch Auf-und Abbewegen desselben weitergedreht
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Am Stab--27--sind zwei, seine Bewegung begrenzende Anschläge--30 und 31--vorgesehen. Ferner wird der Stab--27--in seiner oberen Stellung von einer Feder--34--, die in eine Ausnehmung desselben eingreift, gehalten. Durch Ausüben von Druck auf die Handhabe--38--wird dank der Feder-34-- zunächst nur die Spitze des Kanals--17--in den Boden gedrückt und erst später verschiebt sich der Stab --27-- nach unten.
Die Blattfeder--20--verhindert ausserdem, dass Bodenmaterial in das Innere des Sammelbehälters --17-- eindringt und bewirkt darüberhinaus zugleich die Reinigung der unteren Teile des Stabes-27--.
Fig. 7 zeigt eine abgeänderte Ausführungsform der Sävorrichtung mit auswechselbarem Unterteil--35-des Kanals--17--, der mit Schrauben --36-- befestigt wird. Zusammen mit dem Unterteil--35--wird der untere Teil des Stabes--27--ausgetauscht, so dass die Sävorrichtung an verschiedenartiges Saatgut angepasst werden kann.
Die voranstehende Beschreibung und die Zeichnungen dienen nur zur Erläuterung des Wesens der Erfindung, ohne diese auf die gezeigten Ausführungsbeispiele zu beschränken.