DE77875C - Mehrnadel - Nähmaschine - Google Patents

Mehrnadel - Nähmaschine

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DE77875C
DE77875C DENDAT77875D DE77875DA DE77875C DE 77875 C DE77875 C DE 77875C DE NDAT77875 D DENDAT77875 D DE NDAT77875D DE 77875D A DE77875D A DE 77875DA DE 77875 C DE77875 C DE 77875C
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DE
Germany
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needle
needle bars
crosshead
sewing machine
bars
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT77875D
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English (en)
Original Assignee
F. O. JERRAM, Coventry, 24 Craven Str., Grfsch. Warwick, Engl
Publication of DE77875C publication Critical patent/DE77875C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D05SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
    • D05BSEWING
    • D05B3/00Sewing apparatus or machines with mechanism for lateral movement of the needle or the work or both for making ornamental pattern seams, for sewing buttonholes, for reinforcing openings, or for fastening articles, e.g. buttons, by sewing
    • D05B3/06Sewing apparatus or machines with mechanism for lateral movement of the needle or the work or both for making ornamental pattern seams, for sewing buttonholes, for reinforcing openings, or for fastening articles, e.g. buttons, by sewing for sewing buttonholes

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Sewing Machines And Sewing (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 52: Nähmaschinen.
Mehrnadel - Nähmaschine.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 25. Februar 1894 ab.
Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet eine Nähmaschine, mittelst welcher gleichzeitig zwei oder mehr parallele Nähte in beliebigem Abstand von einander hergestellt werden können. Die Nadelstange bezw. die Nadelstangen können dabei in oder aufser Eingriff mit einander gebracht werden, um das Wenden an Ecken zu erleichtern oder um nur eine einzige Naht herzustellen.
Auf den beiliegenden Zeichnungen zeigt Fig. ι eine derartige Maschine in Seitenansicht, theilweise im Schnitt.
Fig. 2 ist eine untere Ansicht der Maschine,
Fig. 3 ist ein verticaler Schnitt durch den Kopf der Maschine.
Fig. 4 zeigt . in gröfserem Mafsstabe einen Theil der Nadelstange.
Fig. 5 bis 11 zeigen Einzeltheile der Maschine.
Fig. 12 und 13 zeigen in Seitenansicht die Anordnung mehrerer Nadelstangen zur Herstellung mehrerer paralleler Nähte.
In ihrer allgemeinen Form weicht die vorliegende Nähmaschine nicht von den bekannten ab.
Auf der Grundplatte A der Maschine ist der Arm B' zur Aufnahme der über dem Tisch D liegenden Nadelstangen C C1 angeordnet. In dem Arm B ist die Antriebswelle E für die im Kopf F angeordneten Nadelstangen ■ gelagert. Der Antrieb der Nadelstangen erfolgt durch die auf der Welle E befestigte Kurbelscheibe G mittelst der Schubstange g, welche an dem die Nadelstangen tragenden Querhaupt H angreift. Die Nadelstange C ist so angeordnet, dafs sie stets in derselben Stellung auf- und niederbewegt wird, wie die Nadelstange, einer Einnadel-Nähmaschine, während die zweite Nadelstange C1 verschiebbar angeordnet ist, so dafs sie der Nadelstange C nach Belieben genähert oder von derselben entfernt werden kann, um eine Naht in beliebiger Entfernung von der Naht der Nadelstange C herzustellen. Die Führung /, in welcher die Nadelstange C1 geführt wird, ist zu diesem Zweck verschiebbar angeordnet und dabei im rechten Winkel an dem Ende einer nicht drehbaren Stange J angebracht, welche in geeigneten Führungen des Armes B horizontal verschiebbar ist. Das Ende der Stange J ist mit einem Muttergewinde versehen, in welches das mit einer entsprechenden Schraube versehene Ende einer fest gelagerten drehbaren Welle K eingreift, die durch Kegelräder von der verticalen Welle L in Umdrehung versetzt werden kann. Durch Drehen der Welle L mittelst eines Handrades oder eines auf das vierkantige Ende der Welle gesetzten Schlüssels kann die Stange J in horizontaler Richtung verschoben werden, wodurch die Nadelführung /, je nach Wunsch, von der festen Nadelstange C entfernt oder derselben genähert wird. Das Querhaupt H, welches in Fig. 6 und 10 in oberer Ansicht dargestellt ist, wird
mittelst der Kurbel G und der Schubstange g in auf- und niedersteigende Bewegung versetzt und dabei durch die Führungsstange h L geführt. Das Querhaupt H ist mit dem Zapfen h für die Schubstange, einer Oeffnung für die Führungsstange Zi1 und den Oeffnungen /i2 und h3 zur Aufnahme der Nadelstangen C C1 versehen.
Die Oeffnung h3 ist in einem auf dem Querhaupt H verschiebbaren Schlitten angebracht, um der Verschiebung der beweglichen Nadelstange folgen zu können. Die Nadelstangen sind auf ihrer ganzen Länge mit senkrechten Nuthen c c zur Aufnahme der an ' dem Querhaupt angebrachten, in die Oeffnungen h'2 h3 hineinreichenden Stifte c5 versehen. Am oberen Ende einer jeden Nadelstange ist rechtwinklig zu der Längsnuth ein Einschnitt c2 angebracht (Fig. 4). Dieser Einschnitt dient bei der Nadelstange C1 dazu, gewünschtenfalls den in der Nadelführung / angebrachten feststehenden Stift c3, Fig. 3 und 5, aufzunehmen, und bei der Nadelstange C zur Aufnahme eines im Kopf angebrachten festen Stiftes. An den unteren Enden der Nadelstangen werden ähnliche Einschnitte c4 rechtwinklig zur Längsnuth angebracht, jedoch auf entgegengesetzten Seiten, wie die Einschnitte c2. . Aus dieser Einrichtung geht hervor, dafs durch eine kleine Drehung der Nadelstangen C oder C1 die in dem Querhaupt angebrachten Stifte c5 sich in die Einschnitte c4 der Nadelstangen legen, so dafs diese mit dem Querhaupt gekuppelt werden und an der auf- und niedergehenden Bewegung desselben theilnehmen müssen. Wenn die Verbindung zwischen einer der Nadelstangen mit dem Querhaupt gelöst werden soll, genügt hierzu eine kleine Drehung der Nadelstange in entgegengesetzter Richtung, wodurch der betreffende Stift c5 aus dem Einschnitt c4 herausgebracht wird. Um diese Bewegung zu erleichtern, sind am oberen Ende der Nadelstangen kleine Hebel M angebracht, welche mit einem Stift versehen sind, der in die Längsnuthen der Nadelstangen eingreift (Fig. 8). Mittelst dieser Hebel M kann jede Nadelstange um einen "Winkel von 45° gedreht werden, wodurch sie von dem Stift c5 des Querhauptes frei wird, während gleichzeitig der feste Stift c3 in den am oberen Ende der Nadelstangen angebrachten Einschnitt c2 eintritt. Hierdurch wird die betreffende Nadelstange festgestellt und das Querhaupt bewegt sich allein auf und nieder, wobei der Stift c5 des Querhauptes in der Längsnuth der Nadelstange gleitet. Nach Wunsch können auf diese Weise entweder beide Nadelstangen festgestellt werden oder nur eine, während die andere durch das Querhaupt bethätigt wird.
Die beiden Schiffchen sind in irgendwelchen geeigneten Schiffchenführungen geführt. Bei der auf den Zeichnungen dargestellten Maschine sind kreisförmige Schiffchenbahnen NN1 vorgesehen mit inneren Randnuthen nnl zur Aufnahme der am Schiffchen angebrachten Führungsstücke. Die eine Schützenbahn N ist an dem Rahmen A fest angebracht, während die andere N1 an einem Halter O befestigt ist, der in Führungen 0 rechtwinklig zur Naht verschoben werden kann. Die Verschiebung dieser Schützenbahn erfolgt zweckmäfsigerweise durch eine drehbare Welle P, die durch Kegelräder von der verticalen Welle L in Umdrehung versetzt wird und mit ihrem mit Schraubengewinde versehenen Ende in eine an dem Halter O angebrachte Mutter eingreift. Durch Drehung der Welle P wird daher der Halter O mit seiner Schützenbahn verschoben.
Da sowohl die Welle P als auch die Welle K. durch gleiche Kegelräder mit der verticalen Welle L verbunden, sind, so erfolgt die Verschiebung der Nadelstange und der zügehörigen Schiffchenbahn stets gleichzeitig und im gleichen Sinne, so dafs Nadelstange und Schiffchenbahn ihre relative Stellung zu einander stets beibehalten.
Die Nadelplatte (Fig. 1 und 11) besteht aus zwei Theilen, von denen der eine. Theil R fest ist, während der andere Theil R1 verschiebbar ist. In .dem Theil R ist in der üblichen Weise das Stichloch r angebracht, durch welches die Nadel hindurchreicht. Der andere Theil R1 ist in dem Schlitz s der Nadelplatte R verschiebbar in der gleichen Richtung wie die verschiebbare Nadelstange C1, und ist mit einem Stichloch r1 versehen. Der Theil R1 der . Nadelplatte bildet einen Theil der verschiebbaren Schiffchenbahn 2V1, so dafs er an der Verschiebung der letzteren theilnimmt und daher stets seine richtige Lage zu der Nadelstange beibehält. , . :
Anstatt die Nadelstange, wie in Fig. 6 dargestellt, mit einer Nuth c zu versehen, kann man' auch eine Feder c, Fig. 7, auf ihr anbringen. Bei der in Fig. 7 dargestellten Anordnung ist in dem Querhaupt H der Schlitz H1 zur Aufnahme der verschiebbaren Nadelstange C1 angebracht. Bei der dargestellten, Stellung sind die Nadelstangen mit dem Querhaupt gekuppelt, indem dasselbe in einen Ausschnitt der Federn c hineingreift, die Nadelstangen nehmen daher an der auf- und niedergehenden Bewegung des Querhauptes Theil. Durch Drehen einer oder beider Nadelstangen um 450 werden die Federn aufser Eingriff mit dem Querhaupt gebracht, gleichzeitig werden die Nadelstangen jedoch von den Stiften c3 der Nadelführung und . des Kopfes festgestellt, so
dafs sie an der auf- und niedergehenden Bewegung des Querhauptes nicht theilnehmen.
Anstatt zwei Nadelstangen zu verwenden und mittelst derselben zwei parallele Nähte zu erzeugen, kann man auch drei oder mehr Nadelstangen an der Maschine anbringen.
In Fig. 12 und 13 sind zwei derartige Beispiele dargestellt. Die vier Nadelstangen C1 werden durch das Querhaupt H angetrieben und sind in den Führungen P geführt, die auf den verschiebbaren Stangen J1 angebracht sind. Zwei dieser Stangen liegen vor dem Arm B, die anderen beiden hinter demselben. Die an den Führungen angebrachten Hülsen zur Aufnahme der Stangen J1 sind zu zweien rechts und zu zweien links angeordnet. Jede Stange J1 ist mit der zugehörigen Schiffchenbahn in der oben beschriebenen Weise verbunden, so dafs mit der Verschiebung der Nadelstangen gleichzeitig auch die Schiffchenbahnen verschoben werden. Bei der in Fig. 12 gezeichneten Stellung stehen die Nadelstangen dicht neben einander, so dafs parallele Nähte mit kleinen Zwischenräumen hergestellt werden. In Fig. 13 sind die Nadelstangen dargestellt, wie sie von einander entfernt sind, so dafs vier parallele Nähte mit grofsen Zwischenräumen entstehen. Die Antriebsmechanismen und sonstigen Theile sind bei diesen Viernadel-Maschinen natürlich dieselben wie bei den Zweinadel-Maschinen und bedürfen daher keiner weiteren Darstellung.

Claims (3)

Patent-Ansprüche:
1. Eine Mehrnadel-Nähmaschine, bei welcher die der Zahl der Nadeln entsprechende Anzahl von Nadelstangen in einem einzigen Kopf untergebracht ist und in diesem einzeln oder zusammen durch eine gemeinsame Antriebsvorrichtung bethätigt und in horizontaler Richtung gegen einander verschoben werden kann.
2. Bei der zu 1. gekennzeichneten Nähmaschine die Anordnung von Längsnuthen (c) und rechtwinkligen Einschnitten (c2 C4J an den Nadelstangen, sowie Stiften (c%) arr-dem Querhaupt (H) und Stiften (c3j an dem Kopf der Maschine, um die Nadelstängen durch Drehen um ihre Achse nach Wunsch mit dem Querhaupt kuppeln bezw. von demselben lösen und mittelst der letzteren Stifte (c%) feststellen zu können.
3. Bei der zu 1. gekennzeichneten Nähmaschine die Anordnung von Stichplatten an den gleichzeitig mit den Nadelstangen verschiebbaren Schiffchengehäusen in der Weise, dafs dieselben in einem Schlitz der festen Stichplatte gleichzeitig mit den 'Nadelstangen verschoben werden.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
DENDAT77875D Mehrnadel - Nähmaschine Expired - Lifetime DE77875C (de)

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