DE77812C - Elektrischer Wärmemelder - Google Patents

Elektrischer Wärmemelder

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DE77812C
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DENDAT77812D
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RENNERT & ZETZSCHE, Leipzig, Kochstr. 4
Publication of DE77812C publication Critical patent/DE77812C/de
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Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • GPHYSICS
    • G08SIGNALLING
    • G08BSIGNALLING SYSTEMS, e.g. PERSONAL CALLING SYSTEMS; ORDER TELEGRAPHS; ALARM SYSTEMS
    • G08B17/00Fire alarms; Alarms responsive to explosion
    • G08B17/06Electric actuation of the alarm, e.g. using a thermally-operated switch

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  • Business, Economics & Management (AREA)
  • Emergency Management (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Measuring Temperature Or Quantity Of Heat (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Verbesserung derjenigen elektrischen Wärmemelder, bei denen durch ein Metallthermometer beim Ueberschreiten einer gewissen Temperaturgrenze ein · Stromschlufs unterbrochen oder geschlossen und dadurch ein elektrisches Läutewerk, ein Stromanzeiger oder eine sonstige Meldevorrichtung in Thätigkeit gesetzt wird/ Die bisher benutzten Ausführungsformen zeigten den Uebelstand, dafs sie entweder nur für Ruhestrom oder nur für Arbeitsstrom verwendet werden konnten. Da es aber je nach der Natur der Betriebe, in denen Temperaturschwankungen ' überwacht werden sollen, wünschenswerth ist, die elektrische Meldevorrichtung entweder mit Arbeitsstrom oder mit · Ruhestrom zu betreiben, so liegt das Bedürfnifs nach einer Vorrichtung vor, die nach Belieben sowohl für die eine als für die andere Art des Betriebes verwendet werden kann.
Dieser Zweck soll nun durch den nachstehend beschriebenen elektrischen Wärmemelder erreicht werden. Das Wesen desselben besteht darin, dafs man die Thermometerfeder, welche den elektrischen Stromkreis zu schliefsen bezw. zu unterbrechen hat, im Gegensatz zu den bisher bekannten Ausführungsformen so' anordnet , dafs sie umgelegt werden kann, d. h. dafs sie sich gegen das dazu gehörige Stromschlufsstück das eine Mal mit ihrer einen Seite (bei einer Eisensilberfeder beispielsweise mit der Silberseite) , das andere Mal mit der anderen (Eisen-) Seite anlegt. Es wird also in1 einem Falle eine Krümmung der Thermometerfeder nach dem Stromschlufsstück hin und im anderen Falle eine Krümmung vom Stromschlufsstück fort stattfinden. Man wird also im ersteren Falle die Vorrichtung mit Arbeitsstrom, im anderen Falle mit Ruhestrom betreiben können.
In der beiliegenden Zeichnung sind in den Fig. ι bis 6 drei verschiedene Ausführungsformen dargestellt.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 1 und 2 ist eine Thermometerfeder A von rundem Querschnitt gewählt, welche in einem Lagerbock b um ihre Längsachse drehbar angeordnet ist und mittelst einer Stellschraube c festgestellt werden kann.
Ueber (bezw. unter) dem vorderen Ende der Feder befindet sich ein Stromschlufsstück d, welches durch Drehung der Schraube e in seiner Höhenlage verstellt werden kann. Der mit der Schraube e verbundene Zeiger f läfst durch seine Stellung gegenüber der Scala g die jeweilige Höhenlage des Stromschlufsstückes d erkennen und dient so zur Bestimmung des Temperaturgrades, bei welchem der Stromschlufs bezw. die Stromunterbrechung erfolgt.
Bei der in der Fig. 2 veranschaulichten Stellung ist beispielsweise angenommen, dafs der Wärmemelder mit Ruhestrom betrieben wird. Die Feder1 A legt sich also mit ihrem Stromschlufsstück h unter Druck an das Stromschlufsstück d an, und wenn die Temperatur soweit gestiegen (bezw. gefallen) ist, dafs die Feder A sich durch Krümmung nach unten hin von
dem Stromschlufsstück d abhebt, so wird durch , Stromunterbrechung das elektrische Läutewerk oder ein sonstiger Melder in Thätigkeit gesetzt. Will man umgekehrt den Wärmemelder mit Arbeitsstrom betreiben, so schraubt man den Stellstift empor, dreht an der Handhabe i die Feder A um i8o° herum, so dafs das Stromschlufsstück h1 oben und das Stromschlufsstück h unten zu liegen kommt.
Beim Steigen der Temperatur (bezw. beim Sinken derselben) krümmt sich dann die Feder nach oben und schliefst, sobald der zu meldende Temperaturgrad erreicht ist, den Stromkreis. Es empfiehlt sich, auf der Scala g zwei verschiedene Theilungen, eine für Arbeitsstrom und eine für Ruhestrom, anzubringen. Bei sorgfältiger Construction der Thermometerfeder kann man es jedoch auch so abpassen, dafs mit einer Scala die Einstellung des Stromschlufsstückes d für die verschiedenen Temperaturgrade sowohl bei Arbeits- als auch bei Ruhestrom erfolgen kann.
Bei der in den Fig. 3 und 4 dargestellten Ausführungsform ist die Thermometerfeder so angeordnet, dafs bei Temperaturschwankungen Krümmungen in einer zur Grundplatte parallelen Ebene stattfinden, und die Umlegung der Thermometerfeder erfolgt nicht durch Drehung um ihre Achse, sondern durch Herumschwingen derselben um ihren Befestigungspunkt um etwa 360°.
Die Thermometerfeder kommt dadurch ebenso, wie im vorigen Falle, das eine Mal mit der einen, das andere Mal mit der anderen Seite zur Anlage an das Stromschlufsstück d und wird sich das eine Mal beim Steigen (bezw. Sinken) der Temperatur nach diesem Stromschlufsstück hin, das andere Mal von demselben abbewegen, so dafs auch hier Betrieb mit Arbeits- und Ruhestrom möglich ist.
gestalteten Oeffnung des Lagerbockes b
liegen kommt.
Zum Feststellen der Thermometerfeder kann man eine Klammer k anordnen. Die Scala g wird bei dieser Anordnungsweise der Feder A senkrecht gestellt und das Stromschlufsstück d nicht in senkrechter, sondern in wagerechter Richtung bewegt.
Eine dritte Ausführungsform des vorstehend beschriebenen Wärmemelders ist in den Fig. 5 und 6 dargestellt. Hier geschieht das Umlegen der Thermometerfeder dadurch, dafs man dieselbe ' mit gut eingepafsten Auflageflächen oder Justirungsstücken / P in den Bock b einsetzt und durch eine Schraube m befestigt. Beim Umlegen ist es nur erforderlich, die Schraube m zu lösen, die Federet von dem Lagerbock α abzuheben und so wieder einzusetzen, dafs an Stelle des Justirungsklotzes U der Klotz I in der entsprechend l Of d Lg b zu
Die relative Lage der Federspitze gegenüber dem Stromschlufsstück wird dadurch aufs Genaueste bestimmt. Das Stromschlufsstück d, die Scala g und die dazugehörigen Theile sind in den Fig. 5 und 6 der Einfachheit halber fortgelassen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Ein elektrischer Wärmemelder, bei dem durch die Krümmung einer Metallthermometerfeder der Stromkreis eines elektrischen Meldeapparates geschlossen oder unterbrochen wird, dadurch gekennzeichnet, dafs diese Metallthermometerfeder durch Drehung um ihre Längsachse, durch Schwingung um ihren Befestigungspunkt oder durch Umlegen nach Wunsch entweder mit ihrer einen oder anderen Seite dem festen Stromschlufsstück gegenübergestellt werden kann, zum Zwecke, sowohl Betrieb mit Arbeitsstrom als auch mit Ruhestrom zu ermöglichen.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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