DE7779C - Neuerungen an Strafsenbahnen mit Seilbetrieb - Google Patents

Neuerungen an Strafsenbahnen mit Seilbetrieb

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DE7779C
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G. O. CHODYLSKI in Graz
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61BRAILWAY SYSTEMS; EQUIPMENT THEREFOR NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B61B9/00Tramway or funicular systems with rigid track and cable traction

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Transportation (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Working Measures On Existing Buildindgs (AREA)

Description

1879.
Klasse 81.
GAETAN OSTOYA CHODYLSKI in GRAZ. Neuerungen an Straßenbahnen mit Seilbetrieb.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 9. März 1879 ab.
Vorliegende Einrichtung der Bahn und des Wagens erlaubt den Drahtseilbetrieb auf öffentlichen Strafsen in Anwendung zu bringen, ohne dadurch den Verkehr zu stören.
Für eine doppelspurige Drahtseilbahn legt man ein z. B. 5000 m langes, in sich geschlossenes Drahtseil in zwei eiserne, in den Boden eingelassene Kanäle zwischen den Schienen.
In den Kästen A A, Fig. 1 bis 3, befinden sich die liegenden Rollen α α, welche das Drahtseil/tragen, und die stehenden Rollen bb, die es in der Bahnrichtung leiten.
Die gufsstählernen Deckel c c lassen die Spalte d genau in der Mitte zwischen den Schienen, in der sich die zwei Zugstangen tt, mittelst welcher das Fuhrwerk an das Drahtseil angehängt wird, bewegen. Von den zwei Zugstangen tt ist die vordere mit dem Fahrzeug fest verbunden, während die hintere beweglich ist. Beide Zugstangen sind von den zwei eisenblechernen Balken p p, die an den Seiten des Wagens unabhängig von dessen Kasten angebracht sind, getragen.
Das untere Ende der beweglichen Zugstange, welches hakenartig gebildet ist, kann über oder unter das Drahtseil gebracht werden; wenn es sich unter dem Drahtseile befindet, kann man mit einer halben Umdrehung der Kurbel m und des Getriebes η die bewegliche Zugstange heben. Wenn man dann noch die Schraube υ einmal umdreht, so wird das Getriebe η und mit ihm die Zugstange t noch gehoben, und das Drahtseil gegen den hölzernen Klotz c der festen Zugstange festgeprefst vtnd durch das sich in Bewegung befindende Seil auch der Wagen mitgezogen.
Will man den Wagen aufhalten, so dreht man die Schraube υ los; das Drahtseil gleitet dann wieder in dem Haken des unteren Endes der Zugstange und der Wagen bleibt stehen, sobald man die Bremse anzieht.
Um die Zugstange von dem Drahtseile ganz loszumachen, läfst man sie durch eine halbe Umdrehung der Kurbel m sinken und schiebt sie sammt dem Getriebe seitwärts in die in Fig. 3 punktirte Lage. Dann kann die bewegliche Zugstange wieder gehoben werden und es kommt dann der Haken ohne das Seil unter den Holzklotz e zu stehen.
Die stehenden Rollen b b, welche das Seil in der Bahnrichtung festhalten, sind nach oben zu verjüngt; dadurch gewinnt man Raum für die Passage des seilträgenden Hakens.
Die Kästen, welche das Seil und die Rollen einschliefsen, sind ganz aus Eisen construirt; die Wände und der Boden sind aus Blech, die Ständer aber aus Gufseisen; die Schwellen, auf welchen die Ständer festgeschraubt sind, sind ebenfalls aus Gufseisen. An den beiden Enden der Schwellen befinden sich die Träger hh, in welchen die hölzernen Langschwellen aufliegen. Mittelst der Schrauben i i wird die Spurbreite regulirt.
Damit die Zugstange 11 nicht an die Kanten der Spalte d anstofsen können, ist der Holzblock c in einen eisernen Rahmen eingekeilt. Dieser Rahmen läuft mittelst der Rollen k k an den zwei Schienen / /, die an die Kästen A A angeschraubt sind.
An einem Ende der 2500 m langen Strecke werden unter dem Strafsenniveau zwei grofse senkrechte Transmissionsrollen aufgestellt, das in sich geschlossene Drahtseil um sie gewunden und dieselben durch Dampfkraft gedreht.
Die zwei Tragbalken p p, welche unabhängig von dem Wagenkasten von den Axen getragen werden, sind unter einander durch mehrere Querbänder 0 0 verbunden. Die äufsersten tragen den Zugstangenkasten B sammt dem Getriebe und der Schraube v.
Die zwei kleinen Räder rx und r2, die aufsen an den Tragebalken / befestigt sind, dienen zum Schienenwechsel. Wenn man von einer Abzweigung den Weg nach rechts einschlagen will, so drückt man das Rad r, auf die Schienen nieder. Der Radkranz dieses Rades bleibt an der äufseren Seite der Schienen und verhindert so den Radkranz des correspondirenden grofsen Rades, die innere Kante des rechts liegenden Schienenstranges zu verlassen und führt auf diese Weise den Wagen in die gewünschte Abzweigung der Bahn.
Will man im Gegentheil in die linke Abzweigung hineinfahren, so drückt man das linke Rad r2 auf die Schienen.
Um den Wagen von der Bahn ganz wegzubringen, werden die zwei zusammengehörigen Deckplatten c c weggenommen, die Zugstangen mittelst des Hakens w verbunden, die 16 Schrauben q q. . gelöst und das Zugband ζ ζ abgenommen. Dann werden durch die Umdrehung der Kurbel m die beiden Zugstangen aus den Kästen A A gehoben und der Wagen kann von der Bahn weggeschoben werden.

Claims (3)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Die Anwendung stehender, nach oben verjüngter Rollen zur Führung des freien Seiles in den Krümmungen der Bahn.
  2. 2. Die Construction der hier beschriebenen Zugstangen, mittelst welcher das Seil an jedem beliebigen Punkte der Bahn von unten gefafst oder losgelassen werden kann.'
  3. 3. Die freihängenden Räder, welche zum Wechsel der Schienen dienen, nachdem man das eine oder das andere '$όη ihnen herunterläfst. X
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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