DE77569C - UmStellvorrichtung für Weichensicherheitsschienen - Google Patents

UmStellvorrichtung für Weichensicherheitsschienen

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DE77569C
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switch
safety rail
lever
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changeover
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT77569D
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Original Assignee
W. WÖLLE RT, Berlin N., Chausseestr. 113
Publication of DE77569C publication Critical patent/DE77569C/de
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Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61LGUIDING RAILWAY TRAFFIC; ENSURING THE SAFETY OF RAILWAY TRAFFIC
    • B61L11/00Operation of points from the vehicle or by the passage of the vehicle
    • B61L11/02Operation of points from the vehicle or by the passage of the vehicle using mechanical interaction between vehicle and track
    • B61L11/04Trailable point locks

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Railway Tracks (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
A, KLASSE 20: Eisenbahnbetrieb.
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Umstellvorrichtung für 'Weichensicherheitsschienen, welche sich den für diese Zwecke bisher bekannt gewordenen Einrichtungen gegenüber dadurch kennzeichnet, dafs sie bei aus irgend welchen Zufälligkeiten in einer beliebigen Zwischenstellung (von der Mittellage ab) stehengebliebener Weiche unter dem Einflufs des in die Weiche einfahrenden Zuges selbstthätig die Weichenumstellung vollendet und dieselbe auch vollkommen sicher verriegelt. Es ist dies erreicht worden durch eine Umstellvorrichtung, welche die bei jeder Weichenumstellung eintretenden beiden Bewegungsphasen der Sicherheitsschiene in unmittelbarer Aufeinanderfolge herbeiführt, im Gegensatz zu den bisher üblichen Umstellvorrichtungen, bei welchen die eine Bewegungsphase der Sicherheitsschiene mit der Entriegelung der Weiche, die zweite mit der Verriegelung der letzteren zusammenfällt, während der eigentlichen Umstellung der Weiche dagegen infolge Leerlaufs des Verbindungsgestänges zwischen Weiche und Sicherheitsschiene ein Stillstand der letzteren stattfindet.
Dieser letztere Umstand macht die Wirkung der bisher üblichen Sicherheitsschienen völlig illusorisch. Bleibt nämlich die Weiche aus irgend welchen Zufälligkeiten während dieser Stillstandslage der Sicherheitsschiene so stehen, dafs sich das Verbindungsgestänge in einer Zwischenstellung des Leerlaufs befindet, so kann die dann in der Bahn der Radkränze stehende Sicherheitsschiene nicht ausweichen. Dieselbe würde vielmehr durch das Fahrzeug zertrümmert werden, und das Fahrzeug würde, weil die Weiche nicht geschlossen ist, in der Weiche entgleisen.
Die zur Vermeidung dieses Uebelstandes herbeigeführte unmittelbare Aufeinanderfolge der beiden Bewegungsphasen der Sicherheitsschiene wird mittelst der vorliegenden Umstellvorrichtung nun in der Weise erreicht, dafs in das Verbindungsgestänge zwischen Weiche und Sicherheitsschiene ein Hebel eingeschaltet ist, welcher bei der Bewegung des Verbindungsgestänges nach einander zweierlei Bewegungen vollzieht:
1. eine Drehung um eine bestimmte Achse während der einen Hälfte der Weichenumstellung,
2. eine Parallelverschiebung zu sich selbst während der zweiten Hälfte der Weichenumstellung.
Je nach der Stellung der Weiche tritt bei der Umstellung derselben zuerst die Drehung und dann die Parallelverschiebung bezw. umgekehrt erst die Parallelverschiebung und dann die Drehung ein.
Fig. ι und 2 der beiliegenden Zeichnung veranschaulichen eine Ausführungsform dieser Umstellvorrichtung in Verbindung mit der Weiche in Seitenansicht bezw. Grundrifs.
Fig. 3, 4 und 5 zeigen den Hebel in den beiden Endlagen und in der Mittelstellung.
Fig. 6 ist ein Querschnitt durch die Schiene und die von Kurbeln b getragene, beim Ausschlag der letzteren sich hebende bezw. senkende Sicherheitsschiene a.
Die Achsen der Kurbeln b sitzen an der auf den Schwellen befestigten Platte p. Die eine Kurbel b1 ist auf ihrer Achse festgekeilt und letztere trägt einen zweiten Kurbelarm b2, Fig. 3 und 6, welcher durch Gelenkstangen i P mit dem einen Ende des oben erwähnten Hebels h verbunden ist.
Dieser Hebel führt sich mittelst einer Rolle/ und eines Zapfens g in zwei parallelen Schlitzen d bezw. d1 einer mit der Platte ρ in fester Verbindung stehenden Umstellplatte c. Der Schlitz d1 der letzteren, in welchem sich der Zapfen g führt, geht an dem einen Ende in einen Kreisbogenschlitz e über.
Das zweite Ende des Hebels h ist durch das Gestänge k mit Winkelhebel / mit dem Weichenschlofs verbunden.
Hat die Weiche die in Fig. 2 dargestellte Stellung, so befindet sich der Zapfen g des Hebels im Bogenschlitz e; die Rolle / liegt dann in dem vom Bogenschlitz e abgewendeten Ende des Schlitzes d. Uebrigens ist der Bogenschlitz e aus dem bei genannter Stellung der Rolle/ von der Achse derselben eingenommenen Punkt als Mittelpunkt geschlagen.
Wird die Weiche umgestellt, so findet während der ersten Hälfte der Umstellung eine Drehung des Hebels h um die Rolle / als Achse statt. Durch diese Drehung wird die Doppelkurbel bl &2 nach aufwärts gedreht und die Sicherheitsschiene α aus der Ruhelage bis in die in Fig. 1 und 6 punktirt. angedeutete Stellung gehoben. Gleichzeitig durchläuft der Zapfen g den Bogenschlitz e und gelangt bis an den Uebergang in den geraden Schlitztheil d\ Fig. 4. Im unmittelbaren Anschlufs an diese Drehung des Hebels h tritt nun während der zweiten Hälfte der Umstellung der Weiche eine Parallelverschiebung des Hebels ein, indem sich Rolle / und Zapfen g in gleichem Mafse in den beiden geraden gleich gerichteten Schlitzen d und d1 bewegen (Fig. 5). Diese Parallelverschiebung des Hebels bewirkt mittelst der Gelenkstangen i i1 eine Rückdrehung der Doppelkurbel i>3 b'2 um das Mafs der vorhergegangenen Aufwärtsdrehung und damit wieder ein Senken der Sicherheitsschiene bis auf Schienenoberkante, so dafs sie wieder aufserhalb des Bereiches der Räder steht.
Bleibt nun aus irgend welchen Umständen die Weiche während dieser zweiten Hälfte der Umstellung stehen, so kommt auch die Sicherheitsschiene nicht in ihre Ruhelage zurück, sondern verbleibt in solcher Stellung, dafs sie von dem ersten Rad des gegen die Weichenspitze fahrenden Zuges getroffen wird. Das Rad drückt nun die Sicherheitsschiene nieder. Hierdurch wird die Doppelkurbel bl b"1 zurückgedreht, durch das Gestänge i il die Parallelverschiebung des Hebels h herbeigeführt und damit durch das Gestänge k I die Umstellung und Verriegelung der Weiche vollendet, so dafs der Zug in eine richtig gestellte und sachgemäfs verriegelte Weiche einfährt und jede Entgleisungsgefahr beseitigt ist.
Die Art der Bewegung, in welcher die Sicherheitsschiene bei der Weichenumstellung während der ersten Hälfte in die Bahn der Räder gebracht und während der zweiten Hälfte wieder aus der Bahn der Räder entfernt wird, ist durchaus gleichgültig; so könnte beispielsweise die Sicherheitsschiene a, wie dies Fig. 7 veranschaulicht, an Armen b3 befestigt sein, welche an einer zum Gleis parallel gelagerten Welle sitzen, die durch eine mit. dem Hebel h geeignet verbundene Kurbel ö4 in erforderlichem Mafs in Drehung versetzt wird.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Eine Umstellvorrichtung für Weichensicherheitsschienen, gekennzeichnet durch einen in das die Sicherheitsschiene (a) mit dem Weichenschlofs verbindende Gestänge eingeschalteten Hebel (h), welchem durch eine doppelte Führung (f d und g dl e) während der Dauer der einen Hälfte der Weichenumstellung eine Drehung, während der Dauer der anderen Hälfte eine, sein die Sicherheitsschiene beeinflussendes Ende in entgegengesetztem Sinne bewegende, Parallelverschiebung ertheilt wird, zum Zweck, die beiden entgegengesetzt gerichteten Bewegungen' der Sicherheitsschiene in unmittelbarer Aufeinanderfolge auszuführen und beim zufälligen Stehenbleiben der Weiche in einer Zwischenstellung den vollen Weichenschlufs beim Befahren der Weiche selbstthätig herbeizuführen.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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