DE77472C - Selbsttätig wirkende Bremsvorrichtung für Eisenbahnfahrzeuge - Google Patents
Selbsttätig wirkende Bremsvorrichtung für EisenbahnfahrzeugeInfo
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- DE77472C DE77472C DENDAT77472D DE77472DA DE77472C DE 77472 C DE77472 C DE 77472C DE NDAT77472 D DENDAT77472 D DE NDAT77472D DE 77472D A DE77472D A DE 77472DA DE 77472 C DE77472 C DE 77472C
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B61—RAILWAYS
- B61H—BRAKES OR OTHER RETARDING DEVICES SPECIALLY ADAPTED FOR RAIL VEHICLES; ARRANGEMENT OR DISPOSITION THEREOF IN RAIL VEHICLES
- B61H11/00—Applications or arrangements of braking or retarding apparatus not otherwise provided for; Combinations of apparatus of different kinds or types
- B61H11/02—Applications or arrangements of braking or retarding apparatus not otherwise provided for; Combinations of apparatus of different kinds or types of self-applying brakes
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- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Braking Arrangements (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT; Yl
KLASSE 20: /Ϊ Eisenbahnbetrieb.
Vorliegende Erfindung betrifft eine selbstthätige Bremse, welche im Fälle der Noth
Eisenbahnunfälle abwenden oder abschwächen soll. Es ist dieselbe in Fig. 1 in Seitenansicht,
in Fig. 2 in Vorderansicht dargestellt; Fig. 3 zeigt an einem Buffer eine andere Einrichtung
zur Bethätigurig der Bremsvorrichtung, während
Fig. 4 zwei Wagenräder auf den Schienen (wobei der eine Bremsklotz in Thätigkeit, der
andere gehöben ist) und Fig. 6 und 7 Einzeltheile darstellen.
Die Bremsung der Wagen erfolgt im vorliegenden Falle durch Bremsklötze α (s. Fig. 5),
welche vor den Rädern särrimtlicher Wagen, dicht unter den jetzigen Bremsklötzen, freihängend angeordnet sind j und zwar so, dafs
dieselben möglichst nahe am Rad und ca. ι ο cm
über dem Geleise (für je zwei Räder einer Achse an gemeinsamer Verbindungsstange c)
angebracht sind.
Die zum Rad gekehrte Rückseite dieser Bremsklötze α entspricht in ihrer Form genau
der Peripherie des betreffenden Rades und ihrer Stärke (Breite), ebenso der Rad- (Fahrflächen-)
breite,- während die Bodenfläche genau der oberen Form des Schienenkopfes nachgebildet
ist (Fig. 4).
Die Spitzen der Bremsklötze α sind auf 8 bis 10 cm schräg abgehackt, um beim
Functioniren das Hinäuflaufen der Wagen zu verhüten und damit dieselben beim Zusammentreffen
mit den Rädern von letzteren in ihrer ganzen Bremsfläche (von oben schräg nach unten druckend) gepackt werden müssen, wodurch
der erste Haupt-Gewaltstofs auf diese Bremsklötze bezw. auf die Schienen abgeleitet
wird.
Von ganz besonderem Werth dürfte es seih;
wenn die Boderifläche der Bremsklötze, welche genau der oberen Flächenform des Schienenkopfes
entspricht, mit weicherem Metall (Blei, Kupfer, Gompositiönen) ausgegossen wäre, wodurch
die Bremsklötze in die Schienen eingedrückt würden und besonders aber dädurcH
der Gewaltstofs auf die Schiene bezw. der Rückstofs nicht ganz unvermittelt erfÖlgeri
könnte und daher bedeutend abgeschwächt werden rriüfste. Aufserdem würde die untere
Fläche der Klötze so länge auf der Schiene fortschleifen, bis die lebendige Kraft des Wagens
durch Reibung vernichtet ist. Auch für die Lokomotiven ist die Anbringung der Bremsklötze
an den Vorder- und Hinterrädern von besonderem Werth; es können zudem hier;
wie besonders auch an allen jetzt »leer«, d. K. ohne Bremse laufenden Wagen, die betreffendefi
Sicherheitsbremskiötze bedeutend stärker (höher) gemacht werden.
Von der Mitte erwähnter Vef bindungsstange c,
Fig. 2 und 7, führt eine" Tragkette (Drahtseil) b
zum Wagenboden bezw. auf die daselbst ifri
Lagergehäuse g sitzende Tragrolle (Radscheibe)^
mit welcher axial zu beiden Seiten die Sperrscheiben i und z1 angeordnet sind, in welche
die zugehörigen Sperrhebel / und Z1 eingreifen. Aufserdem sind seitlich vom Wagenboden frei
herabhängende sogen. Leitstangen / (s. Fig. 1 und 2) angebracht, in deren zum Rade geneigten
Enden Einschnitte (Schlitze), Fig. 6, angeordnet sind, in welche die oben erwähnte Verbindungs-
stange c der Bremsklötze α ca. 6 cm tief eingreift.
Dadurch wird jedes Vor- oder Rückwärtsschwanken, sowie durch die Ansätze d
und d1 auch jedes seitliche Ausweichen der Bremsklötze vermieden, und besonders aber
wird den letzteren beim Herabgehen hierdurch auch genaue Richtung gegeben.
An den unteren Hebelarmen der oben erwähnten rechtwinkligen Sperren I sitzen Kugeln
oder Kugelscheiben n, die durch ihr Eigengewicht die Sperren schliefsen, wodurch jede
Feder entbehrlich ist.
Hier sind die zwei Zug- oder Auslösestangen ο (die auch mittels gabelförmiger Enden in eine
vereinigt sein können) eingelassen, welche mit der an der inneren Stirnseite des Wagens
(zwischen den beiden Buffern) angeordneten Querstange ρ verbunden sind. Letztere ist an
ihren Enden mit den beiden zweiarmigen, um Bolzen r in Lagern s drehbaren Verticalhebeln q
verbunden. Diese Verticalhebel q sind direct hinter den Bufferbolzen (als zweiarmige Hebel)
so angeordnet, dafs ihre oberen Arme einen genauen Abstand von 8 cm vom Ende der zutreffenden
Bufferbolzen haben.
■ Die im Innern der Buffer am Bufferbolzen sitzenden Scheiben haben bekanntlich den Zweck, das Zusammendrücken der Bufferfedern zu vermitteln. Hier sind nun im genauen Abstand von 8 cm von dieser Scheibe seitlich in die Wandung der Bufferbüchse drei oder vier Stifte ν ι eingeschraubt, welche bei entsprechender Stärke ca. 4 bis 5 cm frei hineinreichen (s. Fig. 1), oder es sind, wie Fig. 3 zeigt, vier mit einwärts gebogenen Zinken versehene Hebel w am inneren Theil des Wagens befestigt, zugleich ist in beiden Fällen das Ende der Bufferbolzen mit der sogen. Stofsscheibe u versehen.
■ Die im Innern der Buffer am Bufferbolzen sitzenden Scheiben haben bekanntlich den Zweck, das Zusammendrücken der Bufferfedern zu vermitteln. Hier sind nun im genauen Abstand von 8 cm von dieser Scheibe seitlich in die Wandung der Bufferbüchse drei oder vier Stifte ν ι eingeschraubt, welche bei entsprechender Stärke ca. 4 bis 5 cm frei hineinreichen (s. Fig. 1), oder es sind, wie Fig. 3 zeigt, vier mit einwärts gebogenen Zinken versehene Hebel w am inneren Theil des Wagens befestigt, zugleich ist in beiden Fällen das Ende der Bufferbolzen mit der sogen. Stofsscheibe u versehen.
Wenn nun beim gewöhnlichen Betrieb (Rangiren u. s. w.) die Wagen bezw. die Buffer
zusammenstofsen, so übt die Scheibe w1, nachdem
die Bufferfedern auf das nöthige Mafs (8 cm) zusammengedrückt sind, den weiteren
Druck entweder, wie in Fig. 1, auf die seitlichen Stifte ν und dadurch auf den Wagen
selbst aus, oder es wirkt, wie in Fig. 3, die Stofsscheibe u auf die Zinken der Hebel n>
und dadurch auch auf den Wagen. Hierzu müssen nun die betreffenden Seitenstifte bezw.
die Zinken entsprechend stark sein. In Fig. 1 ist einerseits die Bufferfeder im nicht gespannten
Zustand gezeichnet, wobei Scheibe m1 von den
Stiften v, wie auch Scheibe u von den Hebeln q
denselben Abstand besitzen; andererseits sind auch die Federn in zusammengedrücktem Zustand
gezeichnet, also wenn die Druckkraft durch die Stifte ν übertragen wird, wobei
Scheibe u1 an diese drückt, während andererseits
die Stofsscheiben u an die Hebel q sich anlegen.
Sobald aber im Unglücksfall ein verheerender Gewaltstofs erfolgt, müssen zuerst die Enden
der Seitenstifte ν bezw. (bei der zweiten Construction) die Zinken an den Hebeln w zerbrochen,
d. h. abgesprengt werden und erfassen dadurch aber (in beiden Fällen) die Stofsscheiben
u sofort die davor stehenden Verticalhebel q, dieselben nach vorn stofsend, wodurch
aber im gleichen Moment die Sperren / angezogen, d. h. ausgelöst, und dadurch sämmtliche
Bremsklötze gleichzeitig auf die Schienen und unter die Räder der Wagen gesetzt werden.
Es mufs hierbei hauptsächlich der erste Gewaltstofs von den Wagen auf die Räder
derselben und dadurch auf die Schienen abgeleitet werden; und da zudem alle Räder sich
zugleich selbst bremsen, so werden die Wagen in ihrem Lauf gebannt und dadurch das Aufeinanderprallen
derselben absolut verhindert.
Da zugleich aber auch alle nachrollenden oder gegen einander stofsenden Fahrzeuge sich
im gleichen Moment ebenso selbst bremsen und da sämmtlichen Rädern durch die zugehörigen
Bremsklötze von beiden Seiten unüberwindliche Hindernisse in ihren Weg gesetzt werden, so kann unmöglich' eine Zerstörung
der Wagenkasten, besonders ein Eindrücken der Wagenwandungen mehr vorkommen. Es dürften daher durch diese Bremsvorrichtung
(besonders wenn dabei, vielleicht auch nur im letzten Moment, die Bremsen zugleich noch in
Function gesetzt werden könnten) Unglücksfälle verhindert werden.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:. Eine selbstthätig wirkende Bremsvorrichtung für Eisenbahnfahrzeuge, gekennzeichnet durch die Anordnung je zweier hinter den Bufferstangen stehender doppelarmiger Hebel q, durch welche mittels einer oder zweier Zugstangen ο zwei bezw. vier durch Winkelhebel I mit ihr verbundene Sperrhaken m zur Auslösung gebracht werden können, so dafs es den Bremsklötzen α möglich ist, nachdem sich jetzt die im Gehäuse g gelagerten Sperrscheiben i nebst der Drahtseilrolle f drehen können, in Führungen gegen die Schienen zu gleiten und wobei die Bethätigung der Hebel q durch eine Stofsplatte u erfolgt, wenn eine auf die Bufferstange t aufgesetzte Platte u1 vier Schrauben (event. Zinken) abgesprengt hat, was nur bei zu grofsem Stofsdruck möglich ist.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE77472C true DE77472C (de) |
Family
ID=350278
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT77472D Expired - Lifetime DE77472C (de) | Selbsttätig wirkende Bremsvorrichtung für Eisenbahnfahrzeuge |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE77472C (de) |
-
0
- DE DENDAT77472D patent/DE77472C/de not_active Expired - Lifetime
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