DE768116C - Glimmentladungsroehre fuer elektrische Zeitschalter - Google Patents

Glimmentladungsroehre fuer elektrische Zeitschalter

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DE768116C
DE768116C DES116180D DES0116180D DE768116C DE 768116 C DE768116 C DE 768116C DE S116180 D DES116180 D DE S116180D DE S0116180 D DES0116180 D DE S0116180D DE 768116 C DE768116 C DE 768116C
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discharge tube
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Siemens and Halske AG
Siemens Corp
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Siemens and Halske AG
Siemens Corp
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    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01JELECTRIC DISCHARGE TUBES OR DISCHARGE LAMPS
    • H01J61/00Gas-discharge or vapour-discharge lamps
    • H01J61/02Details
    • H01J61/30Vessels; Containers
    • H01J61/302Vessels; Containers characterised by the material of the vessel
    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01JELECTRIC DISCHARGE TUBES OR DISCHARGE LAMPS
    • H01J17/00Gas-filled discharge tubes with solid cathode
    • H01J17/02Details
    • H01J17/04Electrodes; Screens
    • H01J17/06Cathodes
    • H01J17/066Cold cathodes
    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01JELECTRIC DISCHARGE TUBES OR DISCHARGE LAMPS
    • H01J2893/00Discharge tubes and lamps
    • H01J2893/0064Tubes with cold main electrodes (including cold cathodes)
    • H01J2893/0065Electrode systems
    • H01J2893/0066Construction, material, support, protection and temperature regulation of electrodes; Electrode cups

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Description

  • Glimmentladungsröhre für elektrische Zeitschalter Die Erfindung betrifft ein Glimmentladungsrohr für elektrische Zeitschalter für Sprengladungen im Bergbau, bei Geschossen oder Bomben.
  • Es wurde schon früher darauf hingewiesen, daß Glimmentladungsrohre für elektrische Zeitzünder für Geschosse eine sehr hohe mechanische Festigkeit mit Rücksicht auf die hohe Beanspruchung, der sie ausgesetzt werden, besitzen müssen. Außerdem werden aber auch von solchen Glimmentladungsrohren bei Verwendung als elektrische Zeitzünder sehr hohe elektrische Eigenschaften verlangt.
  • Um den vorerwähnten Forderungen gerecht zu werden, wurde bereits vorgeschlagen, Eisen- oder Nickelelektroden zu verwenden, die mit einem Überzug aus Kalium versehen werden. Diese früher vorgeschlagenen Eisenelektroden erwiesen sich jedoch aus dem Grunde als nachteilig, weil infolge der auf dem Eisenkörper beim Einschmelzen stets auftretenden Oxydschicht eine verhältnismäßig starke Verunreinigung der Rohre eintrat, durch welche die elektrische Konstanz in Frage gestellt wurde. Namentlich die Kathodenoberfläche stand unter der Einwirkung chemischer Einflüsse, die die Ausbildung homogener metallischer Überzüge verhinderten. Wesentlich besser erwiesen sich Nickelelektroden mit Kaliumüberzügen, da NickelelektroiCen in wesentlich geringerem Maße oxydieren. Diese Elektroden, die zwar einen größeren Reinheitsgrad aufwiesen, wurden jedoch unter dem Einfluß des Kaliums brüchig, so daß sie namentlich bei Stoßbeanspruchung infolge mechanischer Deformation praktisch unbrauchbar wurden.
  • Gemäß der vorliegenden Erfindung «-erden die erwähnten Schwierigkeiten vermieden. wenn man dafür sorgt, daß die Elektroden des Entladungsrohres von je einem Kernkörper getragen werden und aus nichtmetallischem Werkstoff bestehen. Dieser Kernkörper kann aus Spezialglas, keramischen Massen, wie feuerfestem Porzellan, oder aber aus Oxyd, wie 1l agnesiumoxvd, Thoriumoxvd, Zirlonoxvd, Aluminiumoxyd, das gegebenenfalls gebrannt oder gesintert ist, bestehen. Mitunter ist es ratsam, den Kernkörper aus dem gleichen Werkstoff herzustellen, aus dem das Entladungsgefäß besteht. Das Gefäß und die Elektrodenkernkörper können auch vorteilhaft aus magne:sli.umoxydha-ltig2n heramisclien Massen mit Specks.terincharakter bestehen. An die Oberfläche dieses Kernkörpers schließt sich dann ein Körper an, der als Unterlage für den Überzug, beispielsweise für Isalium, dient. Während also der Kernkörper ausschließlich zur Aufnahme magnetischer Kräfte dient, dient der Unterlagkörper bzw. Zwischenkörper anderen physikalischen Beanspruchungen. Der Überzug, der auf dem Unterlagkörper aufgebracht wird und vorzugsweise aus einem Alkalimetall oder aber aus einem Erdalkalimetall besteht, dient als Oberflächenüberzug der elektrischen Beanspruchung. Besonders vorteilhaft erweist sich hier ein Überzug aus Kalium, da dieser ohne stärkere thermische Beanspruchung der Rohre leicht aufgebracht und durch thermische Beeinflussung an die richtige Stelle gebracht werden kann.
  • An Stelle des Unterlagkörpers kann man natürlich auch mehrere Zwischenkörper verwenden, deren Eigenschaften so liegen, daß sie zwischen d,-,n Eigenschaften des. Kernkörpers und des Überzugstoffes in physikalischer und chemischer Hinsicht vermittelnd wirken. Es können als Unterlagkörper nicht nur Metalle oder Legierungen von Metallen, sondern auch Verbindungen von Metallen mit lichtmetallen oder aber nichtleitenden Werkstoffen allein, beispielsweise die bereits oben erwähnten Spezialgläser oder keramischen Werkstoffe oder Oxyde verwendet werden.
  • Zur Erzielung elektrischer Konstanz ist es wesentlich. die Elektro:denoberfläche, namentlich die Katho:denob°rfläc:lie, metallisch vollkommen rein zu halten. Alle Fremdkörper, ,vie Gasspuren und Dämpfe, insbesondere den außerordentlich schädlichen Wasserdampf, muß man von der -Metalloberfläche fernhalten. Eine vollkommen homogene gashautfreie Kathodenoberfläche erreicht man durch Aufdestillieren von metallischem Kalium oder einem Metall mit ähnlichen Eigenschaften im Hochvakuum auf die erwähnte, beispielsweise plattierte Elektrode. Da sich der Kaliumüberzug während des Aufdestillierens in flüssigem Zustand befindet, werden die letzten Gasspuren innerhalb der Röhre durch verdampfende Kaliumatome und im Gasraum erzeugte Ionen chemisch und physikalisch gebunden. Durch Abziehen der Röhre unter Belastung ist es möglich, die beim Erhitzen des Pumpstengels frei werdenden Fremdgase durch Ionisation mit Kaliumdampf zu verbinden. Der außerordentlich günstig liegende Schmelzpunkt des Kaliums erlaubt einerseits Destillation durch Erhitzen des Glaskörpers mit Hilfe elektrisch erwärmter Heizspiralen, andererseits besteht keine Gefahr, daß sich der Kaliumüberzug der Kathode selbst bei den höchsten Außentemperaturen in seiner Form und Lage verändert. Auf diese leichte @Iöglichkeit, durch örtliche Beheizung den Kaliumüberzug in die richtige Form und Lage zu bringen, wurde bereits oben hingewiesen. Die leichte Destillierbarkeit des Kaliums ermöglicht es, den Isolationsfehler zwischen den Elektroden außerordentlich niedrig zu halten. da der innere Widerstand unmittelbar vor der Zündung etwa iol() bis soll Ohm beträgt.
  • Die Reinheit des Kaliums muß, wie bereits oben angedeutet wurde, so groß sein. daß das Niederschlagen von Gashäuten auf der Kathode unter allen Umständen vermieden wird. Dies erreicht man beispielsweise dadurch, daß die Kathode während des Formierprozesses und während des Abziehens durch Glimmbelastung in flüssigem Zustand gehalten wird und daß damit Gasreste durch die Getter-,virkung des Alkalidampfes gebunden und von der Kathodenoberfläche ferngehalten werden. Der Kaliumüberzug hat hierbei also nicht nur die Funktion, die Austrittsarbeit herabzusetzen, sondern er hat auch die Aufgabe, die Röhre während des Herstellungsvorganges zu gettern. Bei anderen Metallen mit tieferem Schmelzpunkt, wie Cäsium oder Rubidium. kann dies zur Folge haben, daß die Elektrodenoberfläche auch im Bereich normaler Außentemperaturen noch flüssig ist und infolgedessen Veränderungen in der Oberfläche, d. h. Abstandsänderungen am abgezogenen Rohr, vorkommen können. Bei 11etallen mit höherem Schmelzpunkt, beispielsweise Barium, kann man in erster Linie nur das Rohr gettern, wenn die Elektrode verhältnismäßig stark erhitzt wird. Hierbei geht aber die mechanische Festigkeit der Gefäßwerkstoffe verloren.
  • In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel dargestellt. Nach der Abbildung besteht das Gefäß aus einem keramischen Rohr io, beispielsweise einem magnesiumhaltigen Tonerdesilikat, das Specksteincharakter aufweist. Die Stirnseiten des Rohres sind mittels Platten i i und 12 aus dem gleichen Werkstoff abgedeckt und tragen je einen Sockel 13 und 1q.. Auf diesen keramischen Sockeln ist dann der Elektrodenüberzug entweder unmittelbar oder mittelbar aufgebracht. Die Elektrodenüberzüge sind mit 15 und 16 bezeichnet. Der Elektrodenüberzug 16 besteht aus einer Blechkappe der obenerwähnten Art, während der Überzug 15 aus auf den Sockel 13 aufgespritztem Unterlagstoff, beispielsweise Nickel, besteht, auf den der Kaliumüberzug aufgebracht ist.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Glimmentladungsröhre für elektrische Zeitschalter für Sprengladungen im Bergbau, bei Geschossen und Bomben, dadurch gekennzeichnet, daß der Kernkörper für die Elektroden aus nichtmetallischem Werkstoff besteht. .
  2. 2. Entladungsrohr nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Kernkörper aus Spezialglas, keramischen Massen, wie feuerfestem Porzellan, oder aber aus Oxyd, wie Magnesiumoxyd, Thoriumoxyd, Zirkonoxyd, Aluminiumoxyd, das gegebenenfalls gebrannt oder gesintert ist, besteht.
  3. 3. Entladungsrohr nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Kernkörper aus diem gleichen Werkstoff b,estelht wie das Entladungsgefäß. q.. Entladungsrohr nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Gefäß und die Elektrodenkernkörper aus magnesiumoxydhaltigen keramischen Massen mit Specksteincharakter bestehen. Zur Abgrenzung .das Erfindungsgegenstands vom Stand der Technik sind im Erteilungsverfahren folgende Druckschriften in Betracht gezogen worden: Deutsche Patentschriften Nr. 524 970, 593 1q.2#
DES116180D 1934-11-23 1934-11-23 Glimmentladungsroehre fuer elektrische Zeitschalter Expired DE768116C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0237103A1 (de) * 1986-03-11 1987-09-16 Koninklijke Philips Electronics N.V. Verbundkörper

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE524970C (de) * 1927-04-07 1931-05-16 Julius Von Bosse Dr Gasentladungsroehre
DE593142C (de) * 1927-01-03 1934-02-22 Westinghouse Lamp Co Edelgasgefuellte Entladungsroehre

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