AT115417B - Röntgenröhre, insbesondere für sehr niedrige Spannungen. - Google Patents
Röntgenröhre, insbesondere für sehr niedrige Spannungen.Info
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Description
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Röntgenröhre, insbesondere für sehr niedrige Spannungen.
Die Erfindung betrifft eine Röntgenröhre, die besonders für verhältnismässig niedrige Spannungen geeignet ist.
Bei Röntgenröhren für niedrige Spannungen ist ein Fenster nötig, welches für Röntgenstrahlen durchlässiger ist als das gewöhnliche Kalkglas. Es wurde bereits sogenanntes Lindemann-Glas vorgeschlagen, es ist aber schwer, aus solchem Glas ein Fenster von dem erforderlichen Durchmesser und gleichförmiger Dicke von weniger als etwa 0'3 mrn Dicke herzustellen. Es wurde nun gefunden, dass ein dünnes Metallblättchen aus einer Chrom-Eisen-Legierung als Fenster sehr geeignet ist.
Ein solches Fenster ist bei einer Dicke von ungefähr 0'012 mm fÜr Röntgenstrahlen bei 8000 Volt etwas durchlässiger als ein Fenster aus Lindemann-Glas von einer Dicke von 0'3 mm, und für Röntgenstrahlen bei 4000 Volt ist es bedeutend durchlässiger als dasjenige aus Lindemann-Glas.
Ein Metallfenster hat im allgemeinen den Vorteil, dass es auf eine bestimmte und gleichförmige Dicke gewalzt werden kann, so dass die damit hergestellten Röhren gleichförmige Ausbeute an Röntgenstrahlen ergeben. Metallfenster haben jedoch den Nachteil, dass durch ihre Erhitzung infolge des Bombardements der von der Antikathode reflektierten Elektronej) die zulässige Leistung der Röhre beschränkt \\gird. Gemäss der Erfindung gelingt es, das Fenster gegen das Bombardement durch reflektierte Elektronen zu schützen.
EMI1.1
u. zw. in Fig. 1 und 3 in Längsansicht mit teilweise weggebrochener Gehäusewand und in Fig. 2 in einem Längsschnitt.
Die in Fig. 1 dargestellte Röntgenröhre besteht aus einem Glasteil 1 und einem Metallteil 2.
EMI1.2
hat. Im Metallteile der Röhre ist die Glühkathode 4 und eine Anode untergebracht, die mit einem Brenn- scheibchen 5 versehen ist. Beim Betrieb der Röhre werden von diesem Brennscheibchen die von der Glühkathode ausgehenden Elektronen zum Teil nach dem Fenster 3 reflektiert und erhitzen es, wodurch die Leistung der Röhre beschränkt wird. Zur Behebung dieses Übelstandes ist zwischen der Anode bzw. der Brennscheibe 5 und dem Metallfenster 3 ein Metallgitter 6 vorgesehen. Dieses kann mit der Kathode leitend verbunden oder von dieser und von der Anode isoliert sein.
Im letzteren Falle wird das Gitter bei Inbetriebsetzung der Röhre zunächst durch Elektronen bombardiert, bis es hiedurch auf Kathodenpotential aufgeladen ist. Von da an verhindert es elektrostatisch, dass Elektronen nach dem Fenster wandern, und verursacht, dass die Elektronen, die sonst durch das Gitter hindurchtreten'würden, daselbst abgelenkt werden, so dass sie einen andern Teil des Metallgehäuse 2 treffen oder zur Anode zurückfliegen.
Dieselbe Wirkung tritt von vornherein und vollkommen ein, wenn das Gitter mit der Kathode metallisch leitend verbunden ist.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 2 ist das Metallfenster J an den Metallteil 7 des Gehäuses angeschweisst und durch einen Leiter 9 mit einem der Stromzuführungsdrähte 8 der Kathode verbunden.
Da sich das Fenster 3 infolgedessen auf Kathodenpotential befindet, ist es gleichfalls elektrostatisch gegen das Elektronenbombardement geschützt. Der metallische Gehäuseteil 7 ist mit zwei konisch verlaufenden Hälsen 10 und 11 in der Nähe der Enden der Röhre versehen. Diese sind in die isolierenden
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EMI2.1
Fig. 3 zeigt eine Röntgenröhre mit Glasgefäss 16 und dünnem Metallfenster 3. Letzteres wird durch die Elektronen bis auf Kathodenpotential aufgeladen und ist dann wieder elektrostatisch gegen das weitere Elektronenbombardement geschützt. Wegen der ausserordentlichen Dünne des Metallfensters 3 bereitet seine Verbindung mit dem Glasgehäuse Schwierigkeiten. Zur Vermeidung dieser Schwierigkeiten kann man zunächst den Rand des Metallfensters mit einem Glasring versehen, welcher den Rand vollständig umgibt und an ihn angeschmolzen wird. Das Fenster wird dann zwischen zwei polierte Stahlbleche geklemmt, die es eben halten und genügend Rauminhalt haben, um Hitze vom Fenster abzuleiten. Während das Fenster in dieser Weise gehalten wird, wird sein Randteil erhitzt, um ihn an den Glasteil des Röhrengehäuses anzuschmelzen.
Infolge der guten Wärmeableitung durch die polierten Stahlbleche wird eine hohe Temperatur vom Fenster 3 ferngehalten und vermieden, dass es sich wirft. Erforderlichenfalls kann bei jeder der dargestellten Ausfühmngsformen das dünne Metallfenster durch ein als Stütze dienendes Stück Drahtgaze oder durch ein durchlochtes Metallblech verstärkt werden.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Röntgenröhre, insbesondere für sehr niedrige Spannungen, gekennzeichnet durch ein Fenster aus Chromeisen von sehr geringer Dicke (Grössenordnung 0-01 mm).
Claims (1)
- 2. Röntgenröhre nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das dünne Metallfenster isoliert oder mit der Kathode leitend verbunden und hiedurch oder durch ein besonderes isoliertes-oder mit der Kathode leitend verbundenes Gitter gegen Elektronenbombardement geschützt ist.3. Verfahren zum Einschmelzen von dünnen Metallfenstern nach Anspruch 1, dadurch gekenn- zeichnet, dass das Fenster während des Einschmelzens zwischen polierte Metallkörper (Stahlbleche) gespannt ist. EMI2.2
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US115417XA | 1927-10-18 | 1927-10-18 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| AT115417B true AT115417B (de) | 1929-12-27 |
Family
ID=21750847
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| AT115417D AT115417B (de) | 1927-10-18 | 1928-10-15 | Röntgenröhre, insbesondere für sehr niedrige Spannungen. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| AT (1) | AT115417B (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE750420C (de) * | 1938-11-09 | 1944-12-21 | Kontaktanordnung fuer Kathodenstrahlroehren zur Stromzufuehrung zu einem leitenden Wandbelag | |
| US8926553B2 (en) | 2000-12-22 | 2015-01-06 | Christopher Nigel Langley | Pen-type injector having an electronic control unit |
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1928
- 1928-10-15 AT AT115417D patent/AT115417B/de active
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| US8926553B2 (en) | 2000-12-22 | 2015-01-06 | Christopher Nigel Langley | Pen-type injector having an electronic control unit |
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