DE76076C - Hohlsaum- und Zierstich-Nähmaschine - Google Patents
Hohlsaum- und Zierstich-NähmaschineInfo
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- DE76076C DE76076C DENDAT76076D DE76076DA DE76076C DE 76076 C DE76076 C DE 76076C DE NDAT76076 D DENDAT76076 D DE NDAT76076D DE 76076D A DE76076D A DE 76076DA DE 76076 C DE76076 C DE 76076C
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- DE
- Germany
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- needle
- drill
- hemstitch
- sewing machine
- fabric
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- Expired - Lifetime
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Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D05—SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
- D05B—SEWING
- D05B3/00—Sewing apparatus or machines with mechanism for lateral movement of the needle or the work or both for making ornamental pattern seams, for sewing buttonholes, for reinforcing openings or for fastening articles, e.g. buttons, by sewing
- D05B3/04—Sewing apparatus or machines with mechanism for lateral movement of the needle or the work or both for making ornamental pattern seams, for sewing buttonholes, for reinforcing openings or for fastening articles, e.g. buttons, by sewing with mechanisms for work feed
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D05—SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
- D05B—SEWING
- D05B73/00—Casings
- D05B73/04—Lower casings
- D05B73/12—Slides; Needle plates
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Textile Engineering (AREA)
- Sewing Machines And Sewing (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 52: Nähmaschinen.
Die den Gegenstand vorliegender Erfindung bildende Hohlsaum- und Zierstich-Nähmaschine
ist in beiliegender Zeichnung durch Fig. 1 in der Vorderansicht und durch Fig. 2 theilweise
im Grundrifs dargestellt. Fig. 3 bis 5 zeigen in etwas gröfserem Mafsstabe Detailansichten
der Maschine und Fig. 6 und 7 in vergrößertem Mafsstabe den mittelst der Nähmaschine erzeugten
Hohlsaum- bezw. Zierstich auf der Ober- und Unterseite des Stoffes.
Die Nadelstange A, Fig. 1, 3 und 4, ist an ihrem unteren Ende mit einem nach vorn gerichteten
Arm A1 versehen. In der Nadelstange A und im Arm A1 ist je ein Bohrer B
festgeschraubt, welcher beim Abwärtsgang der Nadelstange A ein Loch in den Stoff bohrt.
Die Spitzen der Bohrer B liegen in der Transportrichtung des Stoffes genau hinter einander
und sind um ein Vielfaches der Stichlänge von einander entfernt. Es mufs demnach, vorausgesetzt,
dafs die Stoffschaltung eine ganz genaue ist, der hintere Bohrer genau in die vom
vorderen Bohrer gestochenen Löcher eintreten. Der Bohrer B ist in der einmal fixirten Lage
unbeweglich und macht nur die Bewegung der Nadelstange A mit. In den an der Nadelstange
A und dem Arm ΑΛ befestigten Scheiben a,
Fig. 4, sind die in Kniehebelform gebildeten Nadelträger C drehbar befestigt, von welchen
jeder eine Nadel D trägt. Infolge der drehbaren Lagerung des Trägers C kann die Nadel D
eine vom Bohrer B weg- und gegen ihn zu schwingende Bewegung ausführen und so zwei
Stichreihen bilden, wie das später näher beschrieben ist. In der Grundstellung der Nadel D,
Fig. ι und 3, kommt deren Spitze in eine Aushöhlung b des Bohrers B zu liegen, so dafs in
dieser Stellung nur die Bohrerspitze den Stoff durchsticht. Die Lanzettform des Bohrers wird
hierbei durch die Nadel, die etwas kürzer ist als der Bohrer, vervollständigt, so dafs das
beim Abwärtsgang des Bohrers gebildete Loch im Stoff gleichmäfsig ausgeweitet wird. Die
vordere Nadel macht ihre Schwingungen nach rechts (s. strichpunktirte Stellung, Fig. 3), die
hintere Nadel nach links, oder umgekehrt. Der die seitliche Bewegung der Nadeln D herbeiführende
Mechanismus hat folgende Beschaffenheit:
Auf der Hauptwelle E ist das Rad F befestigt, welches das im Support G gelagerte
Stirnrad H in Drehung versetzt. Auf der gegen die Stirnplatte der Maschine gerichteten Seite
des Rades H ist ein Curvenkamm h angebracht, gegen welchen die im Support G und in der
Oese g geführte horizontale Schubstange / infolge der auf ihr angeordeten Spiralfeder i geprefst
wird. Das ösenartige Ende z1 der Stange /
umfafst das freie Ende der mit dem drehbaren Nadelträger C fest verbundenen Stange K und
setzt mittelst derselben den Nadelträger C und dadurch auch die Nadel in schwingende Bewegung.
Da das Rad H die dreifache Zähnezahl des Rades F hat, so kommt auf je drei
Stiche eine Schwingung der Nadel D. Um der hinteren Nadel gleichzeitig mit der vorderen
eine analoge, jedoch in der Richtung entgegengesetzte Bewegung zu ertheilen, ist auf einem
im Arm L befestigten Stift / ein doppelarmiger Hebel M drehbar angeordnet, dessen eines
Ende m in die Schubstange J für die vordere Nadel und dessen anderes Ende m1 in die Schub-·
stange J1 für die hintere Nadel greift (s. Fig. 2.)
Es ist nun klar, dafs, wenn sich die Stange J nach links bewegt und die Schwingung der
vorderen Nadel nach rechts bewirkt, sich die Stange J1 nach rechts bewegen und die Schwingung
der hinteren Nadel nach links bewirken mufs. Es lassen sich aufser der als Beispiel
angeführten noch andere Vorrichtungen zur Nadelbewegung, welche anstatt der schwingenden
auch eine horizontale Gleitbewegung sein kann, anwenden.
Um zu bewirken, dafs der hintere Bohrer genau in die vom vorderen Bohrer gestochenen
Löcher des Stoffes eingreift, ist die Maschine mit einem sehr genau und absolut sicher functionirenden
Stoffschieber zu versehen.
Die Wirkungsweise der vorliegenden Nähmaschine ist folgende:
Die Maschine arbeitet mit zwei Nadeln und zwei Schiffchen und ist die Art der Stichbildung
und der Verschlingung der Nadelfäden mit den Schiffchenfäden dieselbe, wie bei allen Langschiffchen-Nähmaschinen.
Zwischen zwei auf einander folgenden Stoffschaltungen erfolgen drei Einstiche jeder Nadel. Da die Wirkungsweise
beider Nadeln ganz analog ist, ist die Darlegung derselben auf die vordere Nadel und den vorderen
Bohrer beschränkt. Beim ersten Einstich liegt die Nadel -D am Bohrer B an (s. Fig. 1),
so dafs nur die Bohrerspitze den Stoff durchsticht, Bohrer und Nadel jedoch mit einander
das Loch ausweiten. Bei diesem Einstich findet bei I, Fig. 6, welche mit Fig. 7 die Stichbildung
schematisch darstellt, die erste Bindung des Nadelfadens χ durch den Schiffchenfaden y
statt. Vor dem zweiten Einstich hat die Nadel D ihre Seitenbewegung gemacht (s. Fig. 3, punktirte
Stellung), so dafs sie bei dem nun erfolgenden Einstich den Seitenstich \ erzeugt.
Bei II erfolgt die zweite Bindung zwischen χ und y. Vor dem dritten Einstich hat die
Nadel D ihre Zurückbewegung zum Bohrer B ausgeführt. Bei diesem zusammen mit dem
Bohrer B ausgeführten Einstich wird der Seitenstich ^1 gebildet und bei III die dritte Bindung
zwischen χ und y bewirkt. Jetzt erfolgt die Fortschaltung des Stoffes und es wiederholt
sich der Vorgang in der beschriebenen Art und Weise. Der über die Fäden St laufende Längsstich
^2 erhält die Längsfäden in ihrer vom
Bohrer und von der Nadel seitlich gedrängten Stellung. Fig. 6 zeigt den Saum auf der Oberseite
des Stoffes und Fig. 7 auf der Unterseite desselben. In ganz analoger Art vollzieht die
hintere Nadel die Säumung der linken Saumseite, wobei der hintere Bohrer ganz genau in
die vom vorderen gebildeten Löcher einsticht. Man kann auch anstatt je zwei Nadeln, Bohrer
und Schiffchen nur eine Nadel, einen Bohrer und ein Schiffchen anwenden, erhält dann aber
nur einen einseitig gebundenen Saum. ;
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Eine Hohlsaum- und Zierstich-Nähmaschine, gekennzeichnet durch zwei seitlich bewegliche, hinter einander an der Nadelstange angeordnete Nadeln und zwei unbeweglich an der Nadeistange befestigte Bohrer mit seitlicher Aus- . höhlung, derart, dafs jede Nadel am Bohrer anliegen und mit ihrer Spitze in die Aushöhlung des letzteren greifen, sowie sich vom Bohrer in seitlicher Richtung wegbewegen kann, zum Zwecke, im Verein mit dem Bohrer das Loch im Stoff auszuweiten und seitliche Stiche zur Bindung der seitwärts geschobenen Stofflängsfäden auszuführen.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE76076C true DE76076C (de) |
Family
ID=348993
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT76076D Expired - Lifetime DE76076C (de) | Hohlsaum- und Zierstich-Nähmaschine |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE76076C (de) |
-
0
- DE DENDAT76076D patent/DE76076C/de not_active Expired - Lifetime
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