DE760740C - Verfahren zum Betrieb von Kochern in der Zuckerindustrie - Google Patents

Verfahren zum Betrieb von Kochern in der Zuckerindustrie

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DE760740C
DE760740C DES143090D DES0143090D DE760740C DE 760740 C DE760740 C DE 760740C DE S143090 D DES143090 D DE S143090D DE S0143090 D DES0143090 D DE S0143090D DE 760740 C DE760740 C DE 760740C
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DE
Germany
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walls
cooker
juice
cookers
liquid
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Expired
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DES143090D
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English (en)
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Hellmuth Dipl-Ing Bayha
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Siemens Schuckertwerke AG
Siemens Corp
Original Assignee
Siemens Schuckertwerke AG
Siemens Corp
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Publication date
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Application granted granted Critical
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Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C13SUGAR INDUSTRY
    • C13BPRODUCTION OF SUCROSE; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED THEREFOR
    • C13B30/00Crystallisation; Crystallising apparatus; Separating crystals from mother liquors ; Evaporating or boiling sugar juice
    • C13B30/002Evaporating or boiling sugar juice

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Crystallography & Structural Chemistry (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Cookers (AREA)

Description

  • Bei der Gewinnung von Zucker in Zuckerfabriken wird der aus den Zuckerrüben oder dem Zuckerrohr gewonnene Dünnsaft in den Verdampfern erhitzt, um ihn durch Verdampfen des überschüssigen Wassers einzudicken. Der so erzielte Dicksaft kommt in den Kocher, wo er zunächst durch weiteres Verdampfen noch mehr eingedickt und für die Kristallbildung eingekocht wird.
  • Erfindungsgemäß wird dieses Verdampfen dadurch ganz erheblich verbessert, daß der in dem Verdampfer bzw. dem Kocher zum Zwecke des Eindickens in an sich bekannter Mreise erhitzte Saft der Einwirkung schneller Schwingbewegungen, beispielsweise von einer Frequenz von 5o bis 5o ooo oder mehr Schwingungen in der Sekunde, ausgesetzt wird, die beispielsweise auf die Wandungen des Kochers einwirken oder von in den Saft eingetauchten, vorzugsweise unterhalb der Dampfrohre angeordneten SchwingUngserzeugern hervorgerufen «-erden.
  • Zur Erläuterung der Wirkungsweise des Verfahrens nach der Erfindung ist in der Zeichnung die Anwendung des Verfahrens bei einem Zuckerkocher dargestellt. Als Heizeinrichtung des Kochers wird im allgemeinen ein Röhrensystem 14. verwendet. Zwischen den Röhren befindet sich der Heizdampf i@, der durch die Rohrleitung 16 zugeführt wird und durch die Rohrleitung 17 als Kondensat wieder abläuft. Durch das Rohr 18 wird der Dünnsaft zugeführt, während bei z9 derDicksaft abfließt. Die Wärme wird durch die Rohrwandungen auf den Saft übertragen, der bis zu etwa 1f2 bis i m über den Röhren steht. Beginnt der Saft nun zu kochen, so entstehen in ihm Dampfblasen, die in den Röhren aufsteigen und die Flüssigkeit zum Teil mit hochreißen. Wenn die Dampfblasen sehr groß werden, verdrängen sie die Flüssigkeit, besonders im oberen Teil der Röhren, derart, daß der Wärmeübergang vom Dampf auf die Flüssigkeit stark eingeschränkt wird. Wird jedoch in den Kocher erfindungsgemäß ein Schwingungserzeuger 2o eingebaut, so gelingt es, die Dampfblasen klein zu verteilen, so daß bis zu den höchsten Stellen der Röhren noch eine genügende Benetzung der Rohrwandungen gesichert ist. Die mechanischen Schwingungen bewirken auch, daß sich die Dampfblasen sehr rasch von den Rohrwandungen ablösen, so daß vermieden wird, daß sich an diesen Wandungen eine isolierende Dampfschicht bildet. Insbesondere sind sehr große Schwingungsfrequenzen, z. B. Ultraschallfrequenzen, vorteilhaft, da ja ein Interesse besteht, die Dampfblasen so schnell wie möglich aus der Flüssigkeit zu entfernen.
  • Zur Erzeugung der Schwingungen kann man bei der Durchführung des Verfahrens nach der Erfindung, das an sich auch zur Verbesserung anderer Kristallisationsvorgänge, beispielsweise bei der Salzgewinnung, verwendet werden kann, beliebige Schwingungserzeuger benutzen, beispielsweise elektromagnetische oder elektrodynamische Schwingungserzeuger oder auch rein mechanische Rüttler, z. B. solche, die auf der Wirkung rotierender Unbalancen beruhen. Bei höheren Frequenzen wird man zweckmäßig auf die für Ultraschallerzeugung üblichen Methoden übergehen, d. h. man wird z. B.
  • agnetostriktionsstäbe oder Piezokristalle in 2 hochfrequenten elektrischen Spulen- bzw. Kondensatorfeldern zum Schwingen bringen.

Claims (3)

  1. PATE.'; TANSPRLCHE: i. Verfahren zur Förderung des Verdampfens in Verdampfern und Kochern in derZuckerindustrie, dadurch gekennzeichnet, daß der in dem Verdampfer bzw. Kocher zum Zwecke des Eindickens in an sich bekannter Weise erhitzte Saft der Einwirkung schneller Schwingbe-,vegungen, beispielsweise von einer Frequenz von 5o bis 5o ooo oder mehr Schwingungen in der Sekunde, ausgesetzt wird, die beispielsweise auf die Wandungen des Kochers einwirken oder von in den Saft eingetauchten, vorzugsweise unterhalb der Dampfrohre angeordneten Schwingungserzeugern hervorgerufen «-erden. :
  2. 2. Einrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß an den Wandungen des die zu behandelnde Flüssigkeit enthaltenden Behälters, vorzugsweise an der Außenseite des Behälters, Schwingungserreger angebracht sind, welche die Wandungen zu schnellen Schwingbewegungen erregen.
  3. 3. Einrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch i, gekennzeichnet durch in die zu behandelnde Flüssigkeit ganz oder teilweise eingetauchte, beispielsweise stab- oder plattenförmige Schwingkörper.
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