DE75985C - Schachtofen mit Doppelrost zum Verbrennen von Unrath u. dergl - Google Patents
Schachtofen mit Doppelrost zum Verbrennen von Unrath u. derglInfo
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F23—COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
- F23G—CREMATION FURNACES; CONSUMING WASTE PRODUCTS BY COMBUSTION
- F23G5/00—Incineration of waste; Incinerator constructions; Details, accessories or control therefor
- F23G5/24—Incineration of waste; Incinerator constructions; Details, accessories or control therefor having a vertical, substantially cylindrical, combustion chamber
- F23G5/245—Incineration of waste; Incinerator constructions; Details, accessories or control therefor having a vertical, substantially cylindrical, combustion chamber with perforated bottom or grate
Landscapes
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- Incineration Of Waste (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 24: Feuerungsanlagen.
Vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen Ofen, in welchem die Verbrennung von Unrath,
namentlich von menschlichen Excrementen bewirkt werden soll.
Diese Verbrennungsmethode hat den Vortheil, dafs bei derselben die betreffenden Theile selbst
brennen und ihre eigene Verbrennung unterhalten, nachdem einmal der Ofen angezündet
ist. Diese Verbrennung wird bei Excrementen erreicht, indem man
1. den Koth vom Urin trennt und trocken
2. eine bestimmte Menge zerschnittenes Stroh, Kraut oder trockene Blätter oder auch von der
durch die Verbrennung erzeugten Asche beimischt, wenn der Koth zu flüssig sein sollte,
und dafs man
3. möglichst bald nach der Zusammenhäufung den so gemischten Koth in den Ofen
bringt, um die Gährung, welche einige Stunden nach der Entleerung eintritt, und den Niederschlag
von Erde, welcher in den Bottichen enthalten ist, zu verhindern. .
Ein der Erfindung gemäfs construirter Verbrennungsofen
wird in Fig. 1 bis 7 veranschaulicht.
Fig. ι und 2 sind zwei rechtwinklig zu einander stehende Verticalschnitte,
Fig. 3 und 4 Horizontalschnitte,
Fig. 5 und 6 die Verticalschnitte eines ähnlichen Ofens, welcher mit einem blechernen
Rauchfang überdacht ist, und
Fig. 7 zeigt den Horizontalschnitt desselben.
Der Verbrennungsofen ist vorfheilhaft auf einer schrägen Böschung1 angebracht, um die
Ausgaben für einen Transport des Unrathes bis zur FüllthUr zu vermeiden. Die Herdöffnung
O und die gröfsere Oeffnung .M des Aschkastens sind der gewöhnlichen Windrichtung
zugekehrt.
In bestimmter Entfernung über dem Boden des Aschkastens sind an den Mauern zwei
lange Eckbeschläge α und c (Fig. 3) angebracht, um die Eisenstäbe des Rostes G zu tragen,
durch dessen Spalten der in Kohle und Asche verwandelte Koth in den Aschkasten fällt.
Wie aus den Fig. 1, 2 und 3 ersichtlich, führen von der Rückseite des Herdes aus zwei
Oeffnungen und von der dem Abfall entgegengesetzten Seite vier Oeffnungen χ in's Freie.
Der Zweck dieser Oeffnungen ist, den Zug zu verstärken und das.Herabstofsen der Asche vermittelst
eines Feuerhakens zu ermöglichen.
Ueber dem Rost, entgegengesetzt der Herdöffnung, ist ein Schauloch S, etwa von der
Gröfse eines Ziegelsteines, angebracht, welches geschlossen ist, so lange sich der Ofen in
Thätigkeit befindet.
Der Zweck dieses Schauloches ist, sich gegen schädliche Zufälle, wie z. B. die Bildung von
Schlacke, zu schützen, welche durch das Zerfliefsen der Erde oder durch die Cohäsion
feuchten Kofhes veranlafst werden kann. In diesem Falle wird der Ziegelstein fortgenommen
und ein leichter Hebel oder ein kräftiges Bambusrohr eingeführt, um das Hindernifs zu beseitigen
oder zu zerstören.
In den Herd, welcher durch die Oeffhung O
angezündet wird, ist oberhalb des-Rostes G ein starker, auf den Lagern A A1 ruhender
Rost G1 eingesetzt, der das Herabfallen der verbrennenden Stoffe bis auf den Grund des
Herdes verhindert und dessen Stäbe an der oberen Seite gewölbt sind.
Durch diesen Rost wird erreicht, dafs man den Ofen wieder anzünden kann, für den Fall,
dafs er erloschen sein sollte, indem man durch die Thür das zum Wiederentzünden des Ofens
erforderliche Holz einführt.
Um den Ofen zu füllen, wird der Theilj^
(Fig. ι und 2) abgenommen, der Herd bis zum oberen Roste gut mit Holz gefüllt und
darüber eine Schicht Blätter und Stroh gepackt. Der mit Stroh, trockenen Kräutern u. s. w. gemischte
Unrath wird dann von oben in den Ofen geschüttet und bis zur Höhe % % aufgefüllt.
Der Ofen wird darauf durch die Oeffnung O entzündet, und man läfst ihn brennen, bis
der Inhalt des Ofens eine grofse trockene Masse bildet, welche allmählich weiterbrennt,
brennend auf den Rost herabsinkt und in Staub zerfällt.
Wenn der Luftzug vermehrt werden soll, wird die Oeffnung N des Aschkastens geschlossen.
Je mehr Regelmäfsigkeit man in das Auffüllen des Unrathes, in das Zerstreuen und
Verbrennen desselben bringen kann, um so besser wirkt der Ofen und um so weniger
Brennmaterial ist erforderlich.
Bedienung wird nur in sehr geringem Mafse nothwendig, da alle Theile leicht zugänglich angeordnet
sind. Auch die Thür j/- ist leicht genug,
so dafs sie ein Mann bequem herausziehen oder wieder an ihren Platz stellen kann.
Zum ersten Anzünden des Ofens ist eine bestimmte Menge Holz erforderlich. Ist der
Ofen aber erst einmal im Betrieb, so braucht fast gar kein Brennmaterial weiter hinzugefügt
zu werden, mit Ausnahme von etwas Strohabfall, Streu, Kuhmist oder dergl., um das
Feuer zu unterhalten.
Jeder unangenehme Geruch, welcher von diesem Verbrennungsprocefs entstehen könnte,
wird vermieden, sobald der Ofen richtig in Betrieb gesetzt ist.
Die Querschnittsform und Gröfse des Ofens ist beliebig.
Der Vortheil der viereckig geformten Oefen den anderen (z. B. runden) gegenüber besteht
darin, dafs eine Aneinanderreihung von mehreren Oefen für eine entsprechend gröfsere Bevölkerung,
bei verhältnifsmäfsig geringem Platzbedarf möglich ist.
Mitunter wird es empfehlenswerfh sein, nicht mehrere Oefen neben einander, sondern dieselben
einzeln an verschiedenen Stellen der betreffenden Stadt aufzustellen, um die Transportkosten
für den Unrath möglichst gering zu gestalten.
Die erzeugte Asche dient nach bestimmter Zeit zum Düngen oder auch dazu, mit neuem
Koth vermischt und nochmals verbrannt zu werden.
Diese Verbrennungsöfen können auch derart gebaut werden, dafs sie ihren Rauch mit verbrennen;
derselbe wird dann unter den oberen Rost des Herdes zurückgeführt, indem er in eine
gewölbte Kammer gelangt, welche an der Seite gegenüber der Thür O angebracht ist.
Nach demselben Princip können auch Oefen mit beschränkteren Dimensionen und metallischer
Verbrennungskammer hergestellt werden, zu dem Zweck, sie transportabel zu machen, damit sie
überall dort verwendet werden können, wo gröfsere Menschenansammlungen stattfinden.
Der in den Fig. 5 bis 7 veranschaulichte Ofen dient genau denselben Zwecken; er ist
infolge seines Rauchfanges aber auch eben so gut dazu geeignet, den Strafsenschmutz, Skelette
von todten Thieren und dergl. zu verbrennen.
Claims (1)
- Patent-Anspruch: ;Schachtofen zum Verbrennen von Unrath und dergl., dadurch gekennzeichnet, dafs über dem Rost (G) noch ein zweiter kleinerer Rost (G1) angebracht ist, zum Zweck, beim Erlöschen des Feuers dieses wieder entzünden zu können, ohne dafs der im Ofen noch befindliche, noch zu verbrennende Unrath zuvor entfernt werden mufs.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE75985C true DE75985C (de) |
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ID=348910
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT75985D Expired - Lifetime DE75985C (de) | Schachtofen mit Doppelrost zum Verbrennen von Unrath u. dergl |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
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