DE7177C - Closetofen mit Abdampfapparat - Google Patents

Closetofen mit Abdampfapparat

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DE7177C
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DE
Germany
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oven
closet
evaporator
pipe
urine
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Expired
Application number
DENDAT7177D
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English (en)
Original Assignee
A. SCHEIDING in Berlin, Urbanstr. 4
Publication date
Application granted granted Critical
Publication of DE7177C publication Critical patent/DE7177C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C05FERTILISERS; MANUFACTURE THEREOF
    • C05FORGANIC FERTILISERS NOT COVERED BY SUBCLASSES C05B, C05C, e.g. FERTILISERS FROM WASTE OR REFUSE
    • C05F3/00Fertilisers from human or animal excrements, e.g. manure
    • C05F3/04Fertilisers from human or animal excrements, e.g. manure from human faecal masses
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
    • Y02ATECHNOLOGIES FOR ADAPTATION TO CLIMATE CHANGE
    • Y02A40/00Adaptation technologies in agriculture, forestry, livestock or agroalimentary production
    • Y02A40/10Adaptation technologies in agriculture, forestry, livestock or agroalimentary production in agriculture
    • Y02A40/20Fertilizers of biological origin, e.g. guano or fertilizers made from animal corpses
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
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    • Y02PCLIMATE CHANGE MITIGATION TECHNOLOGIES IN THE PRODUCTION OR PROCESSING OF GOODS
    • Y02P20/00Technologies relating to chemical industry
    • Y02P20/141Feedstock
    • Y02P20/145Feedstock the feedstock being materials of biological origin

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Heat Treatment Of Water, Waste Water Or Sewage (AREA)

Description

1879.
Klasse- 37.
AUGUST SCHEIDING in BERLIN. Ciosetofen mit Abdampfapparat.
Patentivt im Deutschen Reiche vom 7. Januar 1879 ab.
Das ■ hier angewendete Verfahren beruht auf dem Princip, die Auswurfstoffe des Menschen sofort nach dem Freiwerden auf möglichst einfache Weise zu entfernen und ihre in sanitärer Beziehung bedrohliche Wirkung durch Feuer zu vernichten, ohne deren Vortheile für die Bodencultur zu verlieren.
Die Anwendung ist folgende: Im Souterrain eines jeden von Menschen bewohnten Gebäudes wird unmittelbar an der Stelle, über welcher in den höher liegenden Etagen der Abort eingerichtet wird, der Ciosetofen, Fig. 1 bis 4, aufgestellt. Das durch alle Etagen zu leitende Abfallrohr von Gufseisen oder anderem Metall, innen emaillirt, etwa 0,16 bis 0,20 m lichte Weite, dient zur Ueberführung der festen Stoffe, welche nach jeder Entleerung vermittelst eines im Closet liegenden trichterförmigen Ansatzes vom Abfallrohr aufgenommen und unmittelbar durch Fall dem Verbrennungsapparat zugeführt werden.
Der Urin gelangt durch die am oberen Theil des Trichters befindliche Fangschale, welche mit einem Siebe versehen und behufs Reinigung leicht herauszunehmen ist, seitlich nach dem Urinabflufsrohr, um von hier seinen Weg nach dem neben den Ciosetofen befindlichen, mit diesem zusammenhängenden, Abdampfapparat zu nehmen. Beide Cylinder münden auf dem Dache des Gebäudes aus, sind auf dem Boden des Hauses durch eine angebrachte Rohrthür zugänglich und wird ihnen durch einen an der Stelle der Thür liegenden Deckel, der auf einem im Innern des Rohres befestigten Ring ruht, der Zutritt der Luft entzogen.
Während bei einer etwa erforderlich werdenden Reinigung der mit einem Griff versehene Deckel entfernt wird, werden Wasserdämpfe, welche sich in einem hermetisch verschlossenen Gefäfs bilden, jenen beiden Cylindern mittelst Zuleitungsrohr bei c, Fig. 2, nach Bedarf zugeführt und letztere damit von Schmutztheilen und Gasen gereinigt. Eine kaum denkbare Verstopfung würde ebenfalls durch diese Oeffnung vermittelst Kugel etc. zu beseitigen sein.
Die Verbindung im Closet mit dem Abfallrohr wird durch ein eisernes, innen emaillirtes, trichterförmig gegossenes und mit dem Abfallrohr zusammengepfropftes, zur Aufnahme der festen Stoffe bestimmtes Stück hergestellt, Fig. 5 und 6. Die daran befindliche Klappe g, Fig. 5, ist vermittelst einer Kette, welche bewirkt, dafs bei eintretender Benutzung des Closets mit dem Aufschlagen des oberen Deckels sich die untere Klappe hebt und an den Punkt A, Fig. 5, herangezogen wird, verbunden. Beim Herablassen des oberen Deckels geht die Klappe in ihre verschliefsende Lage zurück. Zur leichteren Reinigung dieses trichterförmigen Ansatzes, welcher zu dem Rohr einen Winkel von 35° bildet, befestigt man innerhalb desselben eine leicht abzunehmende Bekleidung von Zink, von welcher dann leicht etwaige Rückstände ab und zu zu entfernen sind. Neben dem Closetdeckel auf dem Sitzbrett befindet sich ein kleinerer Deckel, worunter die offene Urinfangschale angebracht ist, die hier noch als Pissoir für das masculinum dienen kann. Das am Abfallrohr unmittelbar über dem Ofen befindliche, hermetisch schliefsende Verbindungsstück c', Fig. 2, hat den Zweck, bei einer event. Verstopfung oberhalb der Aufnahmeroste, die Beseitigung derselben durch Haken, Schaufel etc. zu bewirken. Während dieser Reinigung wird unter das obere Rohrstück ein Deckel geschoben, welcher an den leer gewordenen Schraubenlöchern für das Verbindungsstück durch eingesteckte Stifte χ χ gehalten wird (s. Fig. 2).
Der Ciosetofen zerfällt in den-. Verbrennungsofen für die festen Stoffe und in den Abdampfapparat für den Urin, wie aus Fig. 1 und 2 näher ersichtlich. Beide Theile sind durch einen hohlen Raum von 0,05 m Breite getrennt, welcher von zwei Wänden senkrecht begrenzt wird und den Zweck hat, den beim Verbrennen der Abfälle entstandenen Rauch nach dem Abdampfofen überzuführen. Die Abfälle werden beim Austritt aus dem Abfallrohr von einer Sternwippe d, Fig. 2, auf die darunter befindlichen Roste vertheilt und von diesen, von Rost zu Rost fallend, in das Feuer übergeführt.
Wie aus der Zeichnung, Fig. 2 und 4, ersichtlich, wird das Brennmaterial seitlich durch 'den Trichter in den mit Chamottemörtel gefütterten Ofen geschüttet und das Feuer von oben angelegt. Diese trichterförmige Heizthüröffnung gestattet den Ofen bis oben herauf zu füllen, um die Flamme dicht unter die Roste zu bringen. Die verbrannten Stoffe fallen mit der Asche durch, den Rost über dem Aschkasten in denselben.
Durch das in den Abdampfapparat führende Zuflufsrohr k, Fig. 2, fiiefst der Urin zuerst auf die oberste Pfanne und tropft, nachdem er die Höhe des am Rande desselben befindlichen Absatzes erreicht hat, auf die zweite Pfanne u.s.w. Der vom Verbrennungsofen kommende und von unten .heraufströmende Rauch wird den auf den Pfannen befindlichen Urin in Dampf verwandeln und werden beide, Rauch und Dampf, durch den Abzugskanal in den Schornstein geführt. Etwa nicht in Dampf verwandelter Urin wird, nachdem er seinen Weg über sämmtliche Pfannen gemacht, sich unten im Ofen sammeln, um bei hohem Wasserstande durch das Rohr i, Fig. 2, nach dem Wasserkasten geführt zu werden; von hier ist derselbe bei Ueberfüllung zu entfernen.
Auf der Decke des Abdampfapparates ist eine und an der äufseren Seite desselben sind vier verschliefsbare Oeffnungen angebracht, um es leicht zu ermöglichen, dafs die Pfannen von den sich vom Urin ansetzenden Salzen gereinigt werden können.
Die wesentlichen Vorzüge einer solchen Einrichtung bestehen in folgendem:
a) Die Sammelgruben, welche in den meisten Fällen den Herd ansteckender Krankheiten bilden, werden vollständig beseitigt.
b) Die Excremente werden sofort nach dem P'reiwerden unschädlich gemacht, die Rückstände derselben als Guano in Verbindung mit der ebenfalls Dungstoff enthaltenden Asche für die Bodencultur erhalten und können in Bezug auf Transport ihrer Bestimmung leicht zugeführt werden.
c) Die den Gebäuden keineswegs zur Zierde dienenden Abtrittsanlagen auf den Höfen werden entbehrlich. Die Aborte in unmittelbarer Verbindung mit den Wohnungen gewähren den Benutzenden eine wesentliche Erleichterung.
d) Die Kanalisation der Städte, wenn überhaupt noch erforderlich, wird bedeutend geringere Dimensionen annehmen. Die Schwierigkeit bei Bewältigung der Massen auf den Rieselfeldern wird, verschwinden.
e) Der andauernd functionirende Ciosetofen wird nebenbei wirtlischaftlichen Zwecken dienen und weiter zur Trockenerhaltimg der in der Regel feuchten Souterrainräume wesentlich beitragen.
f) Die Kosten des ganzen Verfahrens werden besonders in den Städten gegen alle bisherigen Einrichtungen eine Erleichterung gestatten.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Die dargestellte Neuerung im Verfahren, die Excremente der Menschen unmittelbar nach dem Freiwerden zu zersetzen und zwar mittelst Ciosetofens oder -Herdes und Abdampfapparates durch Feuer, ohne die Benutzung der Rückstände für die Bodencultur zu verlieren.
    Hierzu I Blatt Zeichnungen.
DENDAT7177D Closetofen mit Abdampfapparat Expired DE7177C (de)

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