DE758477C - Loeschrohranordnung fuer UEberspannungsableiter - Google Patents
Loeschrohranordnung fuer UEberspannungsableiterInfo
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- DE758477C DE758477C DES137035D DES0137035D DE758477C DE 758477 C DE758477 C DE 758477C DE S137035 D DES137035 D DE S137035D DE S0137035 D DES0137035 D DE S0137035D DE 758477 C DE758477 C DE 758477C
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01T—SPARK GAPS; OVERVOLTAGE ARRESTERS USING SPARK GAPS; SPARKING PLUGS; CORONA DEVICES; GENERATING IONS TO BE INTRODUCED INTO NON-ENCLOSED GASES
- H01T1/00—Details of spark gaps
- H01T1/02—Means for extinguishing arc
- H01T1/08—Means for extinguishing arc using flow of arc-extinguishing fluid
- H01T1/10—Means for extinguishing arc using flow of arc-extinguishing fluid with extinguishing fluid evolved from solid material by heat of arc
Landscapes
- Arc-Extinguishing Devices That Are Switches (AREA)
Description
- Löschrohranordnung für Uberspannungsableiter Die Erfindung bezieht sich auf eine Löschrohranordnung für Überspannungsableiter unter Verwendung eines den Lichtbogen längs umbebenden, vergleichweise lang gegenüber seinem Innendurchmesser bemessenen rohrförmigen Schaltraums mit unter Lichtbogeneinwirkung gasabscheidenden isolierenden Wandungen. Das Lösch- und Schutzvermögen solcher selbstlöschenden Schutzfunkenstrecken ist vor allem vom Abstand der beiden Elektroden abhängig. So wird die .Schutzwirkung um so günstiger, je kleiner der innere Elektrodenabständ ist. Im Gegensatz dazu ist jedoch die Löschwirkung um so kräftiger, je größer -der innere Elektrodenabstand ist.
- Eine grundsätzliche Lösung des sich hieraus ergebenden Problems der Vereinigung einer guten Schutzwirkung und eines weiten Löschstrombereichs bis herab zu sehr kleinen Werten des nachfolgenden Betriebsstroms ist im Hauptpatent angegeben. Danach wird der rohrförmige Schaltraum mit einem Ventil versehen, welches erst nach Erreichen eines Drucks geöffnet wird, der auch bei einer im Verhältnis des zu erfassenden Bereichs zu löschender Stromstärken vergleichsweise geringen Länge des rohrförmigen Schaltraums eine wirksame Löschung sicherstellt.
- Eine weitere Ausbildung solcher Löschrohrableiter besteht nach der vorliegenden Erfindung darin, daß in Verbindung mit der Steigerung des Gasdrucks eine Vergrößerung des Elektrodenabstands beim Ansprechen bewirkt wird, insbesondere indem eine Elektrode in Form einer unter Einwirkung einer Rückstellkraft (Gewicht, Feder od. dgl.) stellenden Klappe ausgeführt ist, die zugleich als Ventilkörper das offene Rohrende verschließt. Es wird somit in Abhängigkeit vom Druck die Länge der Lichtbogenbahn beim Ansprechen vorübergehend geändert, so daß auch bei Allwendung des kürzesten möglichen Elektrodenabstands die Löschwirkung noch mehr verstärkt werden kann, sei es durch Erzeugung einer zusätzlichen Gasmenge aus zusätzlich zur Wirkung gebrachten Rohrteilen, sei es dadurch, daß der Lichtbogen teilweise aus dem Rohrinnern heraus ins Freie gezogen wird.
- In den Zeichnungen sind mehrere Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstands veranschaulicht. Es zeigen Fig. i und 2 eine selbstlöschende Funkenstrecke mit einer als eine Klappe ausgebildeten Elektrode, und zwar beim Ansprech- und beim Löschvorgang; , Fig. 3 zeigt eine Ausführungsform mit zwei beweglichen Elektroden.
- Nach den Fig. i und 2 ist in einem aus insbesondere gasabgebendem Isolierstoff bestehenden Löschrohr i eine feststehende Elektrode 2 vorgesehen, die an Hochspannung liegt. Die geerdete Gegenelektrode 3 der Funkenstrecke ist beweglich angeordnet. Diese Elektrode kann als eine um einen Drehzapfen .l schwenkbare Klappe ausgeführt werden, die den Löschkanal 5 abschließt. Die als Gegenelektrode 3 dienende Klappe kann hierbei mittels einer Feder 6, die z. B. als eine Spiralfeder ausgeführt sein kann, in der Schließlage gehalten werden.
- Im Augenblick des Ansprechens ist der Abstand zwischen den Elektroden .2 und 3 klein, so daß die Ansprechspannung niedrig bzw. die Schutzwirkung günstig ist. :`ach dem Ansprechen wird die Klappe 3 durch den Druck der im Innern des Löschrohres i entwickelten Lichtbogengase geöffnet. Hierdurch wird der Elektrodenabstand vergrößert und der teilweise ins Freie gezogene Lichtbogen bei gleichzeitiger Auspuffwirkung sicher gelöscht.
- Infolge der Massenträgheit eilt die Elektrodenbewegung dem Verlauf des auf die bewegliche Elektrode wirkenden Drucks nach. Diese Nacheilung kann durch die die Klappe 3 gegen die Öffnung des Löschrohres i pressende Feder 6 bzw. ein Gegengewicht oder eine beliebige andere Hemmvorrichtung vergrößert werden. Dadurch wird der insbesondere bei kleinen Strömen mit verhältnismäßig geringer Gasentwicklung bedeutungsvolle Vorteil erreicht. daß der Druck im Innern des Löschrohrs i ansteigt, ohne daß die Klappe 3 den Löschkanal zunächst öffnet. Erst nach Überwindung des Gegendrucks bzw. der Massent ägheit bzw. mit dem Ablauf der Hernmi-orr.
- richtung öffnet sich die Klappe 3; die Lichtbogengase expandieren nunmehr und bewirken dadurch im Zusammenwirken mit der vorstehend beschriebenen Vergrößerung des Elektrodenabstands nach Fig.2, die wegen der oben erwähnten Nacheilung während einer ausreichend langen Zeit bestehenbleibt, eine sichere Löschung des Lichtbogens mit sichtbarer Unterbrechungsstrecke.
- Die feststellende Elektrode 2 kann ebenfalls durch eine schwenkbare Klappe oder eine ähnliche bewegliche Vorrichtung ersetzt werden, die den Löschkanal abschließt. Auf diese Weise entsteht somit eine Anordnung, bei der das Löschrohr an beiden Enden mittels Klappen geschlossen ist.
- Eine oder beide klappenförmigen Elektroden können ein in den Fig. i und 2 dargestelltes Zählwerk oder eine Anzeigevorrichtung betätigen. Die Anzeigevorrichtung kann eine Ratsche bzw. ein Zahnrad 7 mit einem Zeiger 8 enthalten, der an einer Skala 9 die Anzahl der durch die selbstlöschende Funkenstrecke herbeigeführten Löschvorgänge erkennen läßt. Zum Betätigen des Zahnrads kann an der Klappe oder ihrem Drehzapfen ein Hebel i i vorgesehen werden, der das Zahnrad bei jedem Ansprechen um einen Zahn weiter dreht.
- Es kann vorteilhaft sein, die Rückstellbewegung der beweglichen Elektrode durch eine Hemmvorrichtung oder durch entsprechende Wahl der -lassen der beweglichen Teile oder der Federkräfte gegenüber der Ansprechbewegung zu verzögern.
- Die in Fig. 3 dargestellte Ausführungsform des Erfindungsgegenstands weist eine unter der Wirkung der Feder 15 stehende, im Löschrohr i verschiebbare Elektrode 12 und eine als schwenkbare Klappe ausgebildete Gegenelektrode 3 auf. Die Zähl- bzw. Anzeigevorrichtung kann hierbei ebenso bzw. ähnlich wie bei der Ausführungsform nach Fig. i, 2 ansgeführt werden.
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Lösclirohranordnung für Überspannungsahleiter unter Verwendung eines den Lichtbogen längs umgebenden, vergleichsweise lang gegenüber seinem Innendurchmesser bemessenen rohrförmigen Schaltraums mit unter Lichtbogeneinwirkung Gas abscheidenden, isolierenden Wandungen, und mit einem Ventil, welches erst nach Erreichen eines vorbestimmten Drucks im Schaltraum geöffnet wird, nach Patent 7og7ii, dadurch gekennzeichnet, daß in Verbindung mit der Steigerung des Gasdrucks eine Vergrößerung des Elektrodenabstands beim Ansprechen bewirkt wird, insbesondere indem eine Elektrode in Form einer unter Einwirkung einer Rückstellkraft (Gewicht, Feder od. dgl.) stehenden Klappe ausgeführt ist, die zugleich als Ventilkörper das offene Rohrende verschließt.
- 2. Löschrohranordnung für Überspannungsableiter, dadurch gekennzeichnet, daß bei der, Vergrößerung des Elektrodenabstands die Lichtbogenbahn aus dem Rohrinnern herausgezogen wird.
- 3. Löschrohranordnung für Überspannungsableiter nach den Ansprüchen i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine Elektrode innerhalb .des Löschrohrs gegen den Druck einer Feder verschiebbar angeordnet ist. q.. Löschrohranordnung für Überspannungsableiter nach den Ansprüchen i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Elektrodenbewegung eine durch eine Hemmvorrichtung oder durch entsprechende Wahl der Massen der beweglichen Teile oder der Federkräfte .vergrößerte Nacheilung gegenüber dem Verlauf des auf die bewegliche Elektrode wirkenden Drucks aufweist. S. Löschrohranordnung für Überspannungsableiter nach den Ansprüchen i bis .4, dadurch gekennzeichnet, daß durch die bewegliche Elektrode eine Anzeigevorrichtung oder ein Zählwerk betätigt wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES137035D DE758477C (de) | 1939-05-11 | 1939-05-11 | Loeschrohranordnung fuer UEberspannungsableiter |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES137035D DE758477C (de) | 1939-05-11 | 1939-05-11 | Loeschrohranordnung fuer UEberspannungsableiter |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE758477C true DE758477C (de) | 1953-01-19 |
Family
ID=7540480
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES137035D Expired DE758477C (de) | 1939-05-11 | 1939-05-11 | Loeschrohranordnung fuer UEberspannungsableiter |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE758477C (de) |
-
1939
- 1939-05-11 DE DES137035D patent/DE758477C/de not_active Expired
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