DE75684C - Sturmsicheres Falzziegeldach - Google Patents

Sturmsicheres Falzziegeldach

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DE75684C
DE75684C DE189375684D DE75684DA DE75684C DE 75684 C DE75684 C DE 75684C DE 189375684 D DE189375684 D DE 189375684D DE 75684D A DE75684D A DE 75684DA DE 75684 C DE75684 C DE 75684C
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roof
strips
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tile roof
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Expired
Application number
DE189375684D
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English (en)
Original Assignee
S. HAUSSEN in Nürnberg, Gostenhofer Schulgasse 20
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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E04BUILDING
    • E04DROOF COVERINGS; SKY-LIGHTS; GUTTERS; ROOF-WORKING TOOLS
    • E04D12/00Non-structural supports for roofing materials, e.g. battens, boards

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Architecture (AREA)
  • Civil Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Roof Covering Using Slabs Or Stiff Sheets (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 37: Hochbauwesen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 7. März 1893 ab.
Die Falzziegeldächer unterliegen infolge der unebenen Form der Falzziegel, sowie der bedeutenden Fugen zwischen den Ziegeln, sowie wegen ihres geringen Gesammtgewichtes der Gefahr des Abdeckens durch Wind oder Sturm bedeutend mehr als die übrigen Dachbedeckungsarten.
Die bisherigen Mittel, diese Unvollkommenheit der Falzziegeldächer durch Anbinden der Ziegel an die Dachlatten und durch Dichtung der Fugen mittelst Mörtels zu beseitigen, reichten nicht aus, daher wurde in vorliegender Patentschrift zu einer Combination des Falzziegeldaches mit einem Unterdach aus anderen Theilen geschritten.
Das wesentlich Neue der Combination bezw. Construction liegt darin, dafs solche Theile zur Bildung des Unterdaches herbeigezogen wurden, welche nicht blos die unebenen inneren Falzziegelfiächen verkleiden und dadurch die innere Dachfläche nur eben machen, sondern welche auch gleichzeitig die Fugen der Falzezu dichten vermögen. Die inneren Verkleidungsmaterialien, so weit sie sich nicht in die Fugen legen müssen, werden durch Hinzuziehung anderer constructiver Elemente versteift, damit sie dauernd eine möglichst gerade Fläche bilden und so den Versteifungstheilen ebenso wie der Verkleidung noch eine Doppelwirkung zukommt, welche darin besteht, dafs die Ziegel in Verbindung mit dem Dachgebälk gebracht werden.
Die zur Erfüllung dieser Bedingungen ausgeführte Construction des Unterdaches ist auf beiliegender Zeichnung dargestellt:
Zur Erzeugung der inneren ebenen Dachfläche werden Dachpappenstreifen a, Fig. 1 bis 10, in der Richtung der Dachlatten b gezogen und mit der oberen Längsseite an diesen festgemacht. Die Streifen α müssen so breit sein, dafs sie mit der nicht zu befestigenden unteren Längsseite lose auf die Kopffalze der nächst unteren Ziegelreihe zu liegen kommen. Die Abdichtung der vom Verkleidungsmaterial a dann bedeckten Falze wird erreicht, indem man die darüber liegenden Falzziegel mit ihren unteren inneren Leisten in die oberen Kopffalze der nächst unteren Ziegel drückt und dadurch die dazwischenliegende Dachpappe a in die genannten Falze einbiegt und spannt.
Die auf diese Weise durch die Verkleidung a gebildete innere ebene Dachfläche, deren Ma-.terial wegen der Einbiegung in die Falze eine gewisse Geschmeidigkeit besitzen mufs, würde sich wegen der grofsen freitragenden Länge allmählig durchbiegen, weshalb sie durch die Federn c, Fig. 1 und 2, versteift ist und dadurch erst dauernd ihre ebene Fläche behält. Die bereits angedeutete Doppelwirkung der Versteifungstheile wird erreicht, indem man die Federn mit ihren oberen Enden so an den Dachlatten befestigt, dafs sie mit ihren unteren, gewöhnlich umgebogenen Enden die Ziegel auf ihre Stütz- oder Aufhängelatte drücken.
Ein Kippen der Ziegel um die Aufhängelatte, was vielleicht durch zu starken Druck der Feder c eintreten könnte, wird durch Kopfstützen d, Fig. ι und 2, 5 und 6, 7 und 8, vermieden, welche an den Dachsparren unter den Ziegeln befestigt werden. Die Ausbildung dieser Kopfstützen d, welche sich dem unteren Kopfprofil des Falzziegels anschliefst, ist eine Vervollkommnung, welche eine nahezu unverrück-
12. Auflage, ausgegeben am 4. Mär\ igo2.)
bare Lage des Falzziegels hervorruft. Letzteres wird besonders dann erreicht, wenn diese Stützen an Latten mit dem soeben gekennzeichneten Querschnitt über die ganze Dachbreite gehen.
Durch die innere Verkleidung werden die AngriffssteUen für den Wind an der inneren Falzziegelfläche beseitigt und die Fugen gedichtet. Ferner wird durch den Druck der Versteifungstheile auf die Ziegel das Gewicht der Falzziegel vermehrt und durch die entsprechend ausgebildeten Kopfstützen eine nahezu unverrückbare Lage der Falzziegel bewerkstelligt.
Zum Schlufs wird noch auf einige Variationen des als neu zu betrachtenden Unterdaches für Falzziegel und in der Gestaltung der einzelnen Theile desselben hingewiesen.
Man kann nach Fig. 6 und 9 auf den Dachsparren entsprechend profilirte Unterlagen e anbringen, welche zugleich die Kopfstützen ersetzen, d. h. der Kopf der Falzziegel stützt sich auf die Profilleiste e; dieselbe kann auch, wie gezeichnet, zur Befestigung der Feder_/, welche an Stelle der freitragenden Feder c tritt, benutzt werden.
Versieht man die Dachlatten b mit Nuthen (Fig. 3 und 4), so kann man Profilleisten g ähnlich den soeben genannten e einschieben und auf diesen, ebenso wie auf den Leisten e, Federn f und h kürzer befestigen, damit sie widerstandsfähiger werden.
Die gröfsere Widerstandsfähigkeit der Befestigungsfedern wird auch erreicht, wenn zwischen die gewöhnlichen Dachlatten eine Zwischenlatte z, Fig. 5 und 6, 7 und 8, eingesetzt wird, an welcher die eben erwähnten Federn oder solche von kürzerer Form k befestigt werden. Befestigt man die Dachpappe a auch noch an der Zwischenlatte, so nimmt erstere die Wirkung des Windes auf der ganzen Fläche von Zwischenlatte i bis nächst oberer Dachlatte b auf, ohne sie auf die Ziegel zu übertragen.
Die Zwischenlatten kann man so profiliren, dafs sie an den Dachpappen anliegen (Fig. 5), oder man verwendet eine gewöhnliche Dachlatte (FigJ. 7), welche an den Dachsparren entsprechend zu unterlegen ist.
Die Zwischenlatte kann auch, durch einen Blechstreifen /, Fig. 10, ersetzt werden, wenn Profilleisten m ähnlich den in Fig. 9 mit e bezeichneten verwendet werden.
Zum Anpassen als Kopfstützen, entsprechend dem unteren Profil der Ziegelköpfe, eignen sich am besten die Unterstützungsleisten g, Fig. 3, e, Fig. 9, und m, Fig. 10.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:,
1. Ein Falzziegeldach, dessen Sturmsicherheit dadurch . erhöht 'ist, dafs auf den Dachlatten Streifen α aus Dachpappe oder einem ähnlichen schmiegsamen Material befestigt sind, welche sich mit ihren unteren Längsseiten in die Kopffalze der Ziegel einlegen und durch Metallfedern c unterstützt werden, die sich mit ihrem freien umgebogenen Ende gleichfalls in die Kopffalze der unteren Ziegelreihe einlegen und in Verbindung mit auf den Sparren befestigten Kopfstützen d, Fig. ι und 2, die sichere Lage der Ziegel bewirken.
2. Ausführungsformen des unter 1. gekennzeichneten Falzziegeldaches mit Einschubleisten g, Fig. 3, an Stelle der Kopfstücke d, oder mit Aufsatztheilen e, Fig. 9, bezw. m, Fig. 10, oder Zwischenlatten f, Fig. 5 bis 8, oder Bändern/, Fig. 10, welche Theile sowohl zur Unterstützung für die Verkleidung a, als auch zur Befestigung für die Federn h kf dienen können.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DE189375684D 1893-03-07 1893-03-07 Sturmsicheres Falzziegeldach Expired DE75684C (de)

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DE75684T 1893-03-07

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DE75684C true DE75684C (de) 1894-06-23

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