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Die Erfindung bezieht sich auf eine Dacheindeckung mit nebeneinander angeordneten Tafeln, insbesondere aus Blech, mit nach unten offenen Hohlprofilrippen an den Längsrändern, wobei die
Hohlprofilrippen benachbarter Tafeln einander überdecken und Haltebügel vorgesehen sind, die einen auf der Tragkonstruktion des Daches befestigbaren Mittelstreifen mit an beiden Enden auf- tragenden Halteschenkeln, die in den Hohlprofilrippen der Tafeln verankert sind, aufweisen.
Eine derartige Dacheindeckung ist beispielsweise aus der DE-AS 2256584 bekannt.
Wird das von den Tafeln gebildete Profilblech auf einer Unterkonstruktion verlegt, die von
Trapezblechen gebildet wird, so müssen die Haltebügel versetzt montiert werden, damit das Eigen- gewicht der Tafeln und der'Haltebügel und eventuell einer Dämmschichte, und insbesondere das
Gewicht von Schnee im Winter nicht auf einer einzigen Querrippe des Trapezbleches lastet.
Nach dem bekannten Stand der Technik werden, um einen Lastenausgleich zu schaffen, in der Regel Kanthölzer od. ähnl. diagonal zum Giebelverlauf auf das Trapezblech der Unterkonstruk- tion gelegt und verschraubt. Erst auf diesen Kanthölzern werden spezielle Haltebügel befestigt, wobei sich bei den bekannten Haltebügeln, die horizontal, also parallel zu den Trapezblechen montiert werden müssen, immer Montageschwierigkeiten ergeben.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Dacheindeckung der eingangs erwähnten Art derart zu verbessern, dass eine rasche und schnelle Montage der Haltebügel bei einer Dachunterkonstruktion mit schräg verlaufenden Bügelträgern möglich ist.
Dies wird erfindungsgemäss dadurch erreicht, dass die an die Halteschenkel anschliessenden
Endabschnitte der Mittelstreifen der Haltebügel in der Ebene der Mittelstreifen abgewinkelt sind, und dass die Mittelstreifen im Bereich der Endabschnitte an der Tragkonstruktion des Daches be- festigt sind.
Vorteilhaft ist vorgesehen, dass der Winkel zwischen den abgewinkelten Abschnitten des Mit- telstreifens und dem Mittelabschnitt des Mittelstreifens mindestens 450 beträgt.
Um eine Hinterlüftung des Daches zu erreichen, werden in der Regel Distanzlatten oder Pro- file an der Unterkonstruktion montiert, welche einen Zwischenraum zwischen der Unterkonstruktion und der Dachhaut bewirken. Dies bedingt einen hohen Material- und Arbeitsaufwand.
In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung ist daher vorgesehen, dass an den abgewinkelten Abschnitten des Mittelstreifens Abstandhalter angeordnet sind, die die Haltebügel von der Tragkonstruktion des Daches distanzieren. Bei diesem erfindungsgemässen Ausführungs- beispiel wird bei der Verlegung der Haltebügel im gleichen Arbeitsgang die Aufständerung mon- tiert. Gegenüber herkömmlichen Latten- oder Kantprofilen, die zwischen Haltebügeln und Unterkon- struktion eingelegt werden, hat die erfindungsgemässe Ausführung noch den Vorteil, dass die Luft ungehindert unter der Dachhaut nach oben streichen kann, wodurch auch bei geringerer Dachnei- gung ein Luftaustausch der Hinterlüftung gegeben ist.
Die Abstandhalter sind vorteilhaft den Haltebügeln gegenüber entgegengerichtete Bügel.
Um bei der erfindungsgemässen Dacheindeckung erheblich verbesserte Windwogwerte zu erzie- len, ist in einem weitern Ausführungsbeispiel vorteilhaft vorgesehen, dass die Haltebügel im Kantenbereich zwischen den Halteschenkeln um den abgewinkelten Abschnitten der Mittelstreifen Versteifungssicken aufweisen.
Nachführend wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung an Hand der Zeichnungen eingehend beschrieben : Fig. 1 zeigt ein schematisches Schaubild einer erfindungsgemässen Dacheindeckung mit teilweise verlegter Dachhaut, und die Fig. 2 bis 4 zeigen Schaubilder verschiedener Ausführungen erfindungsgemässer Haltebügel.
Die erfindungsgemässe Dacheindeckung besteht aus einem Trapezblech --1--, darauf verlegten Kanthölzern --2--, die unmittelbar die Haltebügel --3-- tragen, und in die Haltebügel --3-- eingesetzten Tafeln --4-- aus Blech, die die Dachhaut bilden.
Die Kanthölzer --2-- ragen vom First zur Traufe und sind in einem Winkel von 450 zu First und Traufe verlegt.
Wie beispielsweise aus Fig. 2 ersichtlich, weist jeder Haltebügel --3-- einen Mittelstreifen --5-- mit abgewinkelten Abschnitten --6-- auf. Der Winkel zwischen den abgewinkelten Abschnitten --6-- und dem restlichen Teil-5'-des Mittelstreifens beträgt im Ausführungsbei- spiel 450.
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Befestigungslöcher-7-für Befestigungsschrauben od. dgl.können.
An die Abschnitte --6-- schliessen die Halteschenkel --11-- an, an denen in Montagelage die Tafeln --4-- unmittelbar gehalten sind. Zu diesem Zweck sind die Halteschenkel --11-- mit hakenartigen Rändern --8-- versehen.
Eine mögliche Art der Verankerung der Tafeln --4-- in den Haltebügeln --3-- ist beispielsweise in der bereits erwähnten DE-AS 2256854 beschrieben.
Um die Steifigkeit der Haltebügef --3-- zu verbessern, sind weiters an den Übergangskanten zwischen den Halteschenkeln --11-- und den Abschnitten --6-- Versteifungssicken --9-- vorgesehen.
In den Ausführungen nach den Fig. 3 und 4 sind die Haltebügel --3-- mit Bügeln --10-- versehen, die im Bereich der Abschnitte --6-- mit den Haltebügeln --3-- verbunden, beispielsweise punktgeschweisst sind. Die Bügel --10-- dienen als Abstandhalter und erlauben so beim Verlegen der Haltebügel --3-- eine gleichzeitige Aufständerung des Daches.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Dacheindeckung mit nebeneinander angeordneten Tafeln, insbesondere aus Blech, mit nach unten offenen Hohlprofilrippen an den Längsrändern, wobei die Hohlprofilrippen benachbarter Tafeln einander überdecken und Haltebügel vorgesehen sind, die einen auf der Tragkonstruktion des Daches befestigbaren Mittelstreifen mit an beiden Enden auftragenden Halteschenkeln, die in den Hohlprofilrippen der Tafeln verankert sind, aufweisen, dadurch gekennzeichnet, dass die an die Halteschenkel (11) anschliessenden Endabschnitte (6) der Mittelstreifen (5) der Haltebügel (3) in der Ebene der Mittelstreifen abgewinkelt sind, und dass die Mittelstreifen im Bereich der Endabschnitte an der Tragkonstruktion des Daches befestigt sind.