DE754155C - Verfahren zur Herstellung von superpolyamidhaltigen Kunststoffen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von superpolyamidhaltigen Kunststoffen

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DE754155C
DE754155C DEI68437D DEI0068437D DE754155C DE 754155 C DE754155 C DE 754155C DE I68437 D DEI68437 D DE I68437D DE I0068437 D DEI0068437 D DE I0068437D DE 754155 C DE754155 C DE 754155C
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DE
Germany
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formaldehyde
production
phenol
plastics containing
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DEI68437D
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English (en)
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Gordon Theodore Vaale
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IG Farbenindustrie AG
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IG Farbenindustrie AG
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08LCOMPOSITIONS OF MACROMOLECULAR COMPOUNDS
    • C08L77/00Compositions of polyamides obtained by reactions forming a carboxylic amide link in the main chain; Compositions of derivatives of such polymers
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08LCOMPOSITIONS OF MACROMOLECULAR COMPOUNDS
    • C08L2205/00Polymer mixtures characterised by other features
    • C08L2205/02Polymer mixtures characterised by other features containing two or more polymers of the same C08L -group

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Description

  • Verfahren- zur Herstellung von superpolyamidhaltigen Kunststoffen Es wurde gefunden, daß man neue faserbildende Kunststoffe erhält, wenn man Superpolyamiden während oder nach ihrer Herstellung nicht härtbare Phenolformaldehydharze einverleibt.
  • Geeignete Superpolyamide _ sind die fadenbildenden. hochpolymeren linearen polypeptid-. artigen Produkte, die man aus co-Aminocar-Bonsäuren öder ihren ämidbildenden Derivaten oder Lactamen oder durch Umsetzung von Diaminen mit Dicarbönsäuren oder- ihren amidbildenden Derivaten erhält oder aus Mischkondensationsprodukten aus Gemischen solcher polyamidbildenden Verbindungen; auch hochpolymere Esteramide .können verwendet werden.
  • Geeignete härtbare Phenolformaldehydharze sind die Kondensationsprodukte des Formaldehyds mit solchen Phenolen, die mindestens eine, aber .höchstens zwei freie o- bzw. p=Stellungen zur phenolischen Hydroxylgruppe besitzen. Besonders geeignet sind die Kondensationsprodukte des Formaldehyds mit solchen Phenolen, die in p-Stellung zur Hydroxylgruppe einen Kohlenwasserstoffrest von mindestens q. Kohlenstoffatomen tragen, welcher an dem direkt mit dem Phenolkern verbundenen Kohlenstoffatom verzweigt ist, z. B. p-Oxydiphenyl, p-tert:-Butylphenol, p-Diisobutylphenol, p-Cyclohexylphenol, p=tert.-Amylphenol, p-tert.-Hexyl- und -Heptylphenol und Di-(4-Oxy-3-methylphenol-) dimethylmethan. Diese Harze werden auch durch mehrstündiges Erhitzen auf eine Temperatur von i8o° C und darüber nicht unschmelzbar.
  • Die nicht hartbaren Phenolformaldehydharze der genannten Art sind in jedem Verhältnis mit Polyamiden verträglich. Besonders vorteilhafte Produkte erhält man, wenn. man dem Superpolyamid i bis 30°/0, am besten io bis i5% seines Gewichtes an Phenolformaldehydharzen einverleibt.
  • Die Zumischung der Phenolformaldehydharze erfolgt entweder in der Weise, daß man die beiden Anteile in Lösungsmitteln gelöst oder durch Zusammenschmelzen miteinander vereinigt oder daß man das Superpolyamid in Gegenwart des vorteilhaft gepulverten Phenolformaldehydharzes herstellt.
  • Durch den Zusatz des Phenolformaldehydharzes wird im allgemeinen eine Erniedrigung des Erweichungspunktes des Superpolyamids erreicht, ohne daß dessen Festigkeit nennenswert herabgesetzt wird. Bei Zusatz nicht zu großer Mengen, im allgemeinen nicht mehr als 3o %, an Phenolharz erhält man Produkte, die sich auf Fäden und Filme verarbeiten und in der Kälte durch Ausziehen orientieren lassen. -_ Die erhaltenen Produkte lassen sich sehr leicht aus dem Schmelzfluß zu Fäden ausziehen oder durch Verformen-z. B. zu Borsten, Filmen, Bändern, Stäben oder Rohren verarbeiten. Sie besitzen eine größere Wasserbeständigkeit und sind wesentlich steifer als gewöhnliche Superpolyamide.
  • Die in den folgenden Ausführungsbeispielen angegebenen Teile sind Gewichtsteile. - Beispiel i Ein inniges Gemisch aus 678 Teilen adipinsaurem Hexamethylendiamin und 146 Teilen eines in bekannter Weise hergestellten harzartigen Kondensationsproduktes aus Formaldehyd und; p-Oxydiphenyl wird in einem Autoklav aus rostfreiem Stahl im Laufe von 2 Stunden auf 27o° C erhitzt, wobei der Druck auf etwa 17 at steigt. Dann läßt man binnen 1/z Stunde das gebildete Wasser entweichen, wobei man auf gewöhnlichen Druck entspannt, und erhitzt das Reaktionsgemisch noch eine weitere Stunde auf 27o° C. Das erhaltene Harz wird aus der Schmelze zu Borsten ausgezogen.
  • Man erhält gelbe Borsten vom Erweichungspunkt Zoo bis 23o° C, die nur etwa 5,76/o ihres Gewichtes an Wasser adsorbieren können und in diesem Zustand den Elastizitätsmodul 0,37 - io6 zeigen; eine Borste aus nicht mit dem Phenolaldehydharz modifiziertem Superpolyamid nimmt dagegen bis zu 7,6 % Wasser auf und zeigt in diesem Zustand den Elastizitätsmodul 0,17 # 1o6.
  • Beispiel e Ein Gemisch aus 95 Teilen eines aus adipinsaurem Hexamethylendiamin hergestellten Superpolyamids und 5 Teilen. eines harzartigen Kondensationsproduktes aus Formaldehyd und p-Oxydiphenyl wird unter Kohlendioxyd 2 Stunden auf 275° C erhitzt. Man erhält ein hellbraunes, homogenes Produkt vom Erweichungspunkt 25o bis 26o° C. Es läßt sich zu Borsten verspinnen, die, kalt gezogen, einen Elastizitätsmodul von 0,30 # los und ein Wasseraufnahmevermögen von 7,4°/o zeigen, während die entsprechenden Werte für das reine Superpolyamid bei 0,17 - 106 bzw. 7,6'% liegen.
  • Beispiel 3 524 Teile adipinsaures Hexamethylendiamin und 5o Teile eines durch Kondensation von Formaldehyd mit p-tert.-Butylphenol hergestellten Harzes werden in einer Kugelmühle innig gemischt. Man behandelt das Gemisch, wie im Beispiel i angegeben und, erhält ein hellgelbes Produkt vom Erweichungspunkt 245 bis 25o° C, das man zu Borsten verspinnen kann.- Die Borsten zeigen den Elastizitätsmodul o,26 ' io6 und vermögen 6,8% Wasser zu adsorbieren.
  • Beispiel 4 Ein Gemisch von 105 Teilen adipinsaurem Hexamethylendiamin und io Teilen eines harzartigen Kondensationsproduktes aus Formaldehyd und o-Cyclohexylphenol wird 2 Stunden im Vakuum auf 21O° C, dann 2 Stunden in einer Kohlensäureatmosphäre auf 275° C erhitzt. Man erhält ein schwach rötliches Produkt vom Erweichungspunkt 254 bis 250° C, das sich zu einem Film gießen läßt, - der nur 5,86/o Wasser zu adsorbieren vermag. Borsten, die man aus dem Produkt herstellen kann, besitzen den Elastizitätsmodul 0,31 - los.
  • Beispiel s Ein nach dem im Beispiel i beschriebenen Verfahren aus etwa 8o Teilen adipinsaurem Hexamethylendiamin und 2o Teilen p-Oxydiphenyl-Formalde4yd-Kondensationsprodukt hergestelltes Erzeugnis läßt sich auf einer üblichen Spritzgußmaschine bei etwa 26o° C zu Kämmen verarbeiten. Diese besitzen eine gute Festigkeit und Steifheit und wesentlich hellere Farbe als die aus den üblichen Phenolaldehydharzen hergestellten Kämme. Beispiel 6 Ein Gemisch von. 6o Teilen adipinsaurem Hexamethylendiamin, qo Teilen a-Aminocaprolactam und i i Teilen eines harzartigen Kondensationsproduktes aus Formaldehyd und p-Oxydiphenyl wird 5 Stunden in einem Autoklav auf 25o bis 26o° C erhitzt. Man hält das Reaktionsgemisch dann weitere 2 Stunden bei etwa 2 mm Druck auf -der gleichen Temperatur. Das erhaltene hellfarbige Erzeugnis schmilzt bei i5o bis i6o° C und nimmt 9,2°/a seines Gewichtes an Wasser auf, während ein ohne Zusatz des Phenolaldehydharzes hergestelltes Mischsuperpolyamid 14,5 % Wasser aufnimmt.
  • Beispiel 7 5 Teile einer heißen butylalkoholischen Lösung eines aus Hexamethylendiamin, Dekamethyleildiamin, Adipinsäure und Sebacinsäure hergestellten Mischsuperpolyamids werden mit 3 Teilen einer 2o°/a-igen heißen butylalkohölischen Lösung eines Kondensationsproduktes von Formaldehyd und p-Oxydiphenyl vermischt. Die klare Lösung wird auf heißen Platten zu Filmen vergossen, die man durch istündiges Erhitzen auf ioo° C vom Lösungsmittel befreit.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von superpolyamidhaltigen Kunststoffen, dadurch gekennzeichnet, daß man Superpolyamiden während oder nach ihrer Herstellung nicht härtbareKondensationsprodukteaus Formaldehyd und solchen Phenolen einverleibt, die mindestens eine, höchstens aber zwei freie o- bzw. p-Stellungen zur phenolischen Hydroxylgruppe besitzen.
DEI68437D 1939-12-18 1940-12-12 Verfahren zur Herstellung von superpolyamidhaltigen Kunststoffen Expired DE754155C (de)

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