DE75368C - Maschine zur Herstellung verzierter Holzleisten sowie geprefster Fourniere - Google Patents
Maschine zur Herstellung verzierter Holzleisten sowie geprefster FourniereInfo
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B27—WORKING OR PRESERVING WOOD OR SIMILAR MATERIAL; NAILING OR STAPLING MACHINES IN GENERAL
- B27M—WORKING OF WOOD NOT PROVIDED FOR IN SUBCLASSES B27B - B27L; MANUFACTURE OF SPECIFIC WOODEN ARTICLES
- B27M1/00—Working of wood not provided for in subclasses B27B - B27L, e.g. by stretching
- B27M1/02—Working of wood not provided for in subclasses B27B - B27L, e.g. by stretching by compressing
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- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
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- Wood Science & Technology (AREA)
- Forests & Forestry (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Den Gegenstand vorliegender Erfindung bildet eine Walzvorrichtung zur Herstellung
verzierter Holzleisten, die ihrem Aussehen nach den geschnitzten Holzleisten genau
gleichkommen.
In beiliegender Zeichnung ist:
Fig. ι eine Seitenansicht,
Fig. 2 eine Längsansicht bezw. ein Längsschnitt des in Verwendung kommenden Walzwerkes,-
Fig. 3 zeigt einen Schnitt nach der Linie χ χ durch die Blindprofilwalze sowie die Einzelanordnung
der Blindprofile selbst.
Die Walze A trägt die auf das Holz einzupressenden Profile α α und ist in den Lagern LL
sicher und fest, jedoch leicht auswechselbar gelagert, was durch die massiven Lagerdeckel U,
deren Feststellung durch Schrauben Vl1, sowie Keile Z2Z2 gesichert wird, erfolgt. Mit dieser
Walze A zusammen arbeitet eine zweite Walze B, . welche die sogenannten Blindprofile b b trägt,
die zur Führung und gleichmäfsigen Fortbewegung des zu pressenden Holzstabes dient.
Diese Walze B ist nun, um verschiedene Holzstärken bearbeiten zu können, nach oben und
unten leicht verstellbar, und zwar in der Weise, dafs ihre Lager L1L1 in den Rahmen
RR der Walzenständer C C, welch letztere gegenseitig durch Zugstangen DD versteift sind,
verschoben und durch Schraubenspindeln SS auf- und niederbewegt werden können. Das
Hoch- oder Niederschrauben der Spindeln S S wird durch Handräder HH bewirkt, in deren
Naben sich die Muttern befinden und durch deren Drehung sich die Spindeln bewegen.
Der Antrieb der Walze A erfolgt von den Kurbeln KK, welche Bewegung auf die
Zahnräder ^ 1^1 übertragen wird und die
Profilwalze in Bewegung setzt. Damit nun der Holzstab gleichmäfsig fortbewegt wird,
d. h. der Einzug in die Walzen gleichmäfsig erfolgt, sowie die Prefsverzierung an Schärfe
gewinnt, ist es nöthig, auch der unteren Blindwalze B genau dieselbe Geschwindigkeit zu
ertheilen, vorausgesetzt, dafs die Profilwirkungskreise der beiden Walzen genau denselben
Durchmesser besitzen. Zur Erreichung dieser gleichmäfsigen Bewegung sind die Zwischenräder
ς'2ζ3 eingeschaltet, welche die Bewegung
auf die Zahnräder ^4 ^4 der Walze B in der
Weise übertragen, dafs die Drehungsrichtung A und B, wie die Pfeilrichtung zeigt, entgegengesetzt
wird — also ein Einzug erfolgt —, jedoch die Geschwindigkeit derselben gleich
bleibt, da die Zahnräder \λ und ^4 gleiche
Zähnezahl besitzen. Damit nun bei einer eventuellen Verstellung der Walze B die Zahnräder
\λ %2 ^3 und ^4 immer in richtigem Eingriffe
bleiben, sind einerseits die Lager der Zahnräder ^3^3 in den Rahmen R1R1 der
Walzenständer C C und anderseits die Lager der Zahnräder ^2^2 in den kreisbogenförmigen
Prismenführungen FF verschiebbar angeordnet.
Wird die Walze B durch die Spindeln SS
gehoben oder gesenkt, so heben oder senken sich auch die Lager JSiN der Zahnräder ^3£3,
da sie durch die Spindeln S1S1, welch letztere
durch die Zahnräder ^5 und ^6 bethätigt werden,
wobei die Naben der Zahnräder £6^6 die
Muttern der Spindeln S1S1 enthalten, sich be-
wegen. Selbstverständlich müssen die Spindeln 5 und S1 entgegengesetzte Gangrichtung haben,
da sich die Zahnräder ^6 und ^6 einander
entgegengesetzt drehen. Hebt man durch die Spindeln SS1 die Zahnräder ^3 und ^4, natürlich
auch zugleich die Walze B, so bleiben sie immer in richtigem Eingriffe und man gebraucht
nur das Lager des Zahnrades ^2 in demselben Mafse, als erforderlich, in der Prismenführung
F zu verschieben, um immer eine Theilkreistangirung der Zahnräder ^1 ^2 und ^3
zu erhalten, da der Mittelpunkt des Kreisbogens F mit dem Mittelpunkt der Walze A,
somit auch des Zahnrades \{ zusammenfällt.
Um die Walze b für die folgend beschriebene Herstellung der sogenannten Füllstücke brauchbar,
d. h. glatt zu machen, sind die Blindprofile bb abnehmbar angeordnet, und zwar
derart, dafs, wie Fig. 3 zeigt, jedes Blindprofil einen nach einem Durchmesser getheilten Ring
darstellt und die beiden Ringhälften bx und
b2 durch Lappen ee bezw. Schrauben ff zusammengehalten
werden.
Sollen nun mit dieser Maschine geprefste Holzleisten hergestellt werden, so nimmt man
einen genau gehobelten oder gefrästen Holzstab, dessen Profil mit dem Walzprofil übereinstimmt,
stellt die Walzen A und B auf die richtige Entfernung ein, worauf die Seite des
Holzstabes, welche mit der Pressung versehen werden soll, mit Wasser eingelassen, oder auch
der Holzstab selbst so lange in Wasser gelegt wird, bis sich dasselbe gänzlich eingesogen hat
und auf der Holzoberfläche nur eine leichte Feuchtigkeitsschicht fühlbar bleibt. Vorerst
wird nun der so vorbereitete Stab zwischen die Walzen gelegt und hierauf durch langsames
Drehen der Kurbeln KK das Walzwerk in Bewegung gesetzt und so lange die Walzen
einander genähert, bis die Pressung und Zeichnung die nöthige Tiefe und Schärfe erreicht
hat. Ist einmal die richtige Entfernung der Walzen A und B eingestellt, so arbeiten die
Profile, deren Anzahl auf den Walzen beliebig ist, in gleichmäfsiger Weise fort und entspricht
ein gewalzter Stab genau dem anderen. Bei sehr spröden und harten Hölzern ist es nöthig,
ihre Oberfläche mit concentrirter Salzsäure zu bestreichen, um die erforderliche Geschmeidigkeit
hervorzubringen. Damit die Metallwalzen bezw. die Profile aa von der verwendeten
Säure nicht angegriffen werden, werden die Profile nach der Pressung mit Ammoniakflüssigkeit
bestrichen >und nach Abstumpfung der Säure letztere mit Wasser abgespült..
Um den Wälzeindruck zu erleichtern, sowie die Schärfe der Pressung, als auch die Festigkeit
des Holzes zu vermehren, können die Walzen A und B von aufsen und von innen
erhitzt werden. Bei Fournierpressung oder Herstellung von sogenannten Füllstücken wird
die obere Walze A ausgehoben, von der Walze B die Blindprofilringe b b durch Lösen
der Schrauben// abgenommen und nach Einsetzung einer neuen, entsprechend den Füllstücken
gravirten Walze genau wie früher beschrieben verfahren.
Bei verschiedener Erwärmung der oberen und unteren Walze können auch gebogene
Arbeiten hergestellt werden und bei schrägem Einzug des Stabes in die Walzen kann selbst
eine schraubenartig gewundene Form des Stabes hervorgebracht werden.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Eine Maschine zur Herstellung verzierter Holzleisten sowie geprefster Fourniere, gekennzeichnet durch die mit den Prefsprofilen (aa) und den abnehmbaren Blindprofilen (bb) versehenen, sowie zur Erzeugung gebogener Stäbe erhitzbaren Walzen (A und BJ, welche durch ein Zahnradgetriebe fo1 ^2 \Ά ^) verbunden sind, welches bei gleichbleibender Geschwindigkeit eine Verstellung der Walze (B) dadurch gestattet, dafs mit der Walze (B) die Zahnräder (^ %*) durch entgegengesetztgängige Schrauben (SS1J gleichmäfsig gehoben und gesenkt werden, wobei Zwischenrad (1^J in einer Führung (F) sich verschiebt.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE75368C true DE75368C (de) |
Family
ID=348336
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT75368D Expired - Lifetime DE75368C (de) | Maschine zur Herstellung verzierter Holzleisten sowie geprefster Fourniere |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE75368C (de) |
-
0
- DE DENDAT75368D patent/DE75368C/de not_active Expired - Lifetime
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