DE752271C - Verfahren zur Gewinnung von fettreichen Hefen und hefeaehnlichen Pilzen - Google Patents

Verfahren zur Gewinnung von fettreichen Hefen und hefeaehnlichen Pilzen

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DE752271C
DE752271C DEZ26736D DEZ0026736D DE752271C DE 752271 C DE752271 C DE 752271C DE Z26736 D DEZ26736 D DE Z26736D DE Z0026736 D DEZ0026736 D DE Z0026736D DE 752271 C DE752271 C DE 752271C
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fat
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yeasts
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Karl Ludwig Dr Rer Nat Schulze
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Zellsloff Fabrik Waldhof AG
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Zellsloff Fabrik Waldhof AG
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C12BIOCHEMISTRY; BEER; SPIRITS; WINE; VINEGAR; MICROBIOLOGY; ENZYMOLOGY; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING
    • C12NMICROORGANISMS OR ENZYMES; COMPOSITIONS THEREOF; PROPAGATING, PRESERVING, OR MAINTAINING MICROORGANISMS; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING; CULTURE MEDIA
    • C12N1/00Microorganisms; Compositions thereof; Processes of propagating, maintaining or preserving microorganisms or compositions thereof; Processes of preparing or isolating a composition containing a microorganism; Culture media therefor
    • C12N1/24Processes using, or culture media containing, waste sulfite liquor

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  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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  • General Health & Medical Sciences (AREA)
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  • Micro-Organisms Or Cultivation Processes Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Gewinnung von fettreichen Hefen und hefeähnlichen Pilzen In der Hefeindustrie ist es bekannt, daß man Hefen und Pilze in kohlenhydrathaltigen Lösungen, wie Melasse, Zuckerwürzen, Zellstoffablaugen oder Zellstofvorhydrolysaten, durch Zugabe von Nährsalzen und intensive Belüftung in Bottichen zu raschem Wachstum anregen kann. Es ist weiterhin bekannt, daß man diesen Prozeß durch , kontinuierliche Arbeitsweise besonders wirtschaftlich gestalten kann.
  • Die gewonnenen Produkte enthalten viel Eiweiß, etwa 5o% der Trockensubstanz, dagegen nur etwa 3 bis 5 % Fett.
  • Für die Gewinnung von fettreichem Hefen-oder Pilzmaterial wurden bisher fast durchweg Oberflächenverfahren, wie das Tennen-oder Schalenverfahren, angewandt, denen jedoch große technische und wirtschaftliche Mängel zukommen. In neuerer Zeit wurden auch Verfahren bekannt, nach denen im Bottich unter Belüftung und Rühren fettreiches Pilzmaterial gewonnen werden kann. Diesen Verfahren haftet aber der große Nachteil an, daß die Fettgewinnung nicht im kontinuierlic,hen Betriebe durchgeführt wird..Das Pilzmaterial macht vielmehr zunächst eineWachstumsphase, bei der nur wenig Fett vorhanden ist, und anschließend eine Verfettungsphase durch. Dazu ist verhältnismäßig viel Zeit nötig, etwa 2 bis 7 Tage.
  • Demgegenüber wurde nun gefunden, daß man durch Verwendung von Hefen und hefeähnlichen Pilzen unter Belüftung und/oder Rühren in kohlenhydrathaltigen Nährlösungen die beiden genannten Phasen vereinigen kann, indem die Mikroorganismen unter die Fettbildung begünstigenden Bedingungen, insbesondere in an Phosphaten und stickstoffhaltigen Verbindungen armen Nährlösungen, unter Anwendung der in der Hefeindustrie bekannten Durchlaufverfahren gezüchtet werden. So findet z. B. bei einem gegenüber den bekannten Verfahren um etwa 75 bis 8o % verringerten Phosphatgehalt. und einem um 3o bis 400/0 verminderten Stickstoffgehalt der zulaufenden Nährsalzlösung eine Umstellung im Stoffwechsel der Hefe statt, so daß Wachstum und Fettbildung gleichzeitig erfolgen. Damit ist eine kontinuierliche Gewinnung fettreichen Organismenmaterials ermöglicht. Das mikroskopische Bild der Hefe ist dadurch charakterisiert, daß die jungen Sproßzellen bereits Fetttröpfchen enthalten, die sich mit dem Wachstum derselben gleichzeitig vergrößern. Dieser Vorgang läuft so rasch ab, daß bereits nach io Stunden eine Verdoppelung der vorhandenen fettreichen Hefe stattgefunden hat. Die so gewonnenen Hefen enthalten 15 % und mehr Rohfett bei etwa 3o bis 35 % Rohprotein, auf Trockensubstanz bezogen. Demnach ist die Erfindung im weiteren Sinne darin zu sehen, daß unter veränderten Lebensbedingungen für die Pilze eine Umsteuerung in deren Stoffwechsel gegenüber dem normalen Stoffwechselablauf möglich ist.
  • Es ist natürlich, daß die einzelnen Arbeitsbedingungen, wie Zusammensetzung, pH-Wert, Temperatur und Lüftung der Nährlösung, der jeweils verwendeten Mikroorganismenart, wie z. B. Torula, Torulopsis, Pseudomonilia oder Candida, angepaßt sein müssen.. Der Grad des erforderlichen Phosphor- und Stickstoffmangels kann verschieden sein.
  • Die Vorteile des neuen Verfahrens liegen vor allem darin, daß nach ihm kohlenhydrathaltige Lösungen bedeutend rascher zu fettreicher Hefe umgesetzt werden als bislang und daß das fettreiche Material im kontinuierlichen Betriebe gewonnen wird.
  • Beispiel Eine- Buchensulfitablauge mit etwa 3,5 0/0 Gehalt an reduzierender Substanz wird auf einen Säuregrad entsprechend einem pH-Wert von -etwa 4,o abgestumpft und pro Kubikmeter mit 41 25 %iger Ammoniaklösung, 0,5 kg Diammonphosphat, 0,5 kg Kaliumchlorid und o,i kg Magnesiumsulfat versetzt. Von dieser Lösung läßt man stündlich 1/4 bis 1/2 cbm in eine mit Torula utilis beimpfte Züchtungsapparatur von 5 cbm Maischeinhalt zulaufen. Dabei werdenstündlichetwa ioocbm Luft durch die Apparatur geleitet. Der Ablauf aus dem Reaktionsgefäß wird so geregelt, daß ebenfalls stündlich 1/4 bis 1/2 cbm verhefte Maische abgezogen werden. Man gewinnt so laufend pro Kubikmeter zugesetzter Nährlösung i2 bis 13 kg Trockenhefe mit einem Gehalt von etwa 15 % Rohfett und 3o bis 350/0 Eiweiß, auf Trockensubstanz bezogen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Gewinnung von fettreichen Hefen und hefeähnlichen Pilzen unter Belüftung und/oder Rühren in kohlenhydrathaltigen Nährlösungen, dadurch gekennzeichnet, daß die Mikroorganismen unter die Fettbildung begünstigenden Bedingungen, insbesondere in an phosphat-und stickstoffhaltigen Verbindungen armen Nährlösungen, unter Anwendung der in der Hefeindustrie bekannten Durchlaufverfahren gezüchtet werden. ZurAbgrenzung des Erfindungsgegenstands vom Stand der Technik sind im Erteilungsverfahren folgende Druckschriften in Betracht gezogen worden: Osterreichische Patentschrift Nr. 92 o82; italienische Patentschrift Nr. 381 76q.; Nord-Weidenhagen, Handbuch der Enzymologie, z. Band., S. i i 15 bis i i 16; Methoden der Fermentforschung, z. Bd., S. 1314 bis 13i6; Industrial and Engineering Chemistry, i934 S. 575, i935 S. 68i ff., i938, S. 782 ff.
DEZ26736D 1941-11-09 1941-11-09 Verfahren zur Gewinnung von fettreichen Hefen und hefeaehnlichen Pilzen Expired DE752271C (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE933443C (de) * 1949-11-01 1955-09-29 Backhefe G M B H Verfahren fuer gleichzeitige Gewinnung von Hefe und Spiritus
DE936384C (de) * 1942-09-02 1955-12-15 Gustav Dr-Ing Butschek Verfahren zur Zuechtung eines an Fett und Kohlehydraten reichen Eiweisspilzes aus den Ablaugen der Zellstoff-Fabrikation

Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
AT92082B (de) * 1917-11-26 1923-04-10 Leopold Protheim Verfahren zur Umwandlung von Kohlenhydraten in Fett.

Patent Citations (1)

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