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Selbstverkäufer für Elektrizität, Gas o. dgl. mit einem Münzwerk für
eine oder mehrere " Münzsorten und einem Kraftspeicher Die Erfindung betrifft einen
Selbstverkäufer für Elektrizität, Gas o. dgl. mit einem Münzwerk für eine oder mehrere
Münzen und einem Kraftspeicher, der beim Betätigen zuerst aufgeladen wird und nach
seiner Freigabe die Verstellung des Vorgabewerkes, die Durchschleüsung der Münze
und Einschaltung des Verbrauchsmittelschalters,falls dieser sich noch in Ausschaltstellung
befindet, bewirkt, nach Patent 740 553.
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Bei der Einrichtung nach dem Hauptpatent ist für das Eindrücken der
Münze in den Selbstverkäufer in der Wandung des Gehäuses ein Schlitz vorgesehen,
in den die Münze, zwischen den Fingern gehalten, eingeschoben werden muß.
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Vorliegende Erfindung bezweckt, ein vorteilhafteres Einbringen der
Münze zu erreichen. Gemäß der Erfindung wird dieses Ziel durch eine in der Münztrommel
verschiebbare, im Ruhezustand des Münzeinwurfes unter dem Einfluß einer Feder aus
dem Gehäuse herausragende Münztasche erreicht, die bei ihrem Eindrücken in das Gehäuse
von Hand einen die Vorgabeeinstellung vorbereitenden Schieber "über eine zwischen
diesen und ihre Taschenwandung eingeworfene Münze deren Wert entsprechend verstellt
und infolge ihrer Verbindung mit dem. Kraftspeicher. diesen hierbei selbst auflädt.
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Die Zeichnung zeigt ein Ausführungsbeispiel der Erfindung, und es
ist Fig. i ein Aufrißschnitt und _ Fig. z ein Querschnitt.
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In der Zeichnung ist besonders in Anlehnung
an das
Hauptpatent nur das dargestellt, was cum Verständnis der Erfindung gehört.
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1n dem Gehäuse i, ia ist die Münztrommel 2 i drehbar. ist der bekannte
Schieber, welcher unter der Wirkung einer Feder 3a steht und an seiner Unterkante
mit einer Schlitzung versehen ist, die nach dem Beispiel aus drei Ausschnitten 9,
t o und i oa besteht. 5 ist die Nase eines quer zum Schieber 3 beweglichen, in der
Münztrommel 2 geführten Schiebers, der Stifte;, 8, 8a aufweist, die im Zusammenwirken
mit einem Zahnrad i i der Vorgabewelle 12 zur Einstellung des Selbstverkäufers auf
den Vorrat des Verbrauchsmittels dienen. Mit dem nicht gezeigten Kraftspeicher ist
in der Arbeitsrichtung, d.li. in der Richturig, in der der Schieber 3 beim Betätigen
des Münzeinwurfes zurückgedrängt wird, ein Zahnrad 17 gekuppelt, das lose
drehbar auf der Achse 15 der Münztrommel 2 sitzt und sich in einem schlitzartigen
Ausschnitt .lo des Schiebers befindet, aber mit dein Schieber 3 nicht gekuppelt
ist. 36 ist ein Stift des Schiebers 3, der mit einer Gleitbahn 38 des Gehäuseteils
izusammenwirkt.
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Der Schieber 3 liegt in einer Münztasche 41, die die Gestalt eines
Flachschiebers aufweist, und hat an seiner Unterseite eine feine Sperrzahnung 4.2.
Diese Münztische ragt im Ruhezustand des Münzeinwurfes unter dem Einfluß einer in
der Zeichnung nicht dargestellten Feder durch einen Schlitz .1 des Ge-
häuseteils
i- aus dein Gehäuse heraus und ist vorn im oberen Teil offen und mit Öffnungen
Z,
.I3 an ihren beiden Seiten versehen, die einerseits als Schauöffnungen
zur Beobachtung, ob sich eine Münze in der arbeitsbereiten Münztasche befindet,
aber anderseits während des Durchschleusens dem Tasten eines im Trommelinneren vorgesehenen
Münzkontroll-* organs bekannter Art dienen. Die Münztasche ,I1 hat in ihren inneren
Seitenwandungen schlitzartige Öffnungen :1.1, die in ihren untenliegenden Partien
zu Zahnstange1145 ausgebildet sind, in die das Zahnrad i 7 eingreift. Die Münztasche
41 hat von unten her eine Ausnehmung 4.6, die mit der Nase 5 zusammenwirkt. .17
ist eine Rolle an der Gehäusestelle, an der der Schlitz a oben in den Innenraum
des Gehäuses i, ia übergeht, und 39 ist der Auswurfkanal für die durchgeschleuste
'.Münze. Der Innenraum des Gehäuses i_, ia ist anschließend an den Gehäuseschlitz
4. erweitert.
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Der beschriebene Münzeinwurf ist, wie aus den drei Ausschnitten 9,
i o, i oa hervorgeht, für .einen Selbstverkäufer für .drei verschiedene Münzwerte
bestimmt, wobei angenommen ist, daß die größte, a, der drei '.Münzen den ' kleinsten,
die mittlere, &, den größten und die. ; ' kleinste, e, den mittleren Wert habe.
Wir, nun beispielsweise eine Münze a des kleinste ' Wertes in die aus dem Gehäuse
i, i° heraus ragende Münztasche.li eingelegt und dann die Münzfasche in den Schlitz
.l hinein"c drückt. so kommt zunächst die Münze ar Tasche .I i und Schieber ; zur
Anlage, und e5 wird zusammeil mit der Münztasche Ir dei Schieber ; verschoben bztv.
zurückgedrängt I-Iierbei gleitet äüLter der -Münztasche .I t in;, Schlitz. 4. zunächst
auch der Stift ;< an der Gleitbahn 38, wird aber von dieser frei. bevor die abgerundete
Vorderkante der -liiirztasclrc^ an die -Rolle 47 gelangt. Bei dieser Bewegung wird
über die Zahnstangen ,I5 der -Münztasche 41 und das Zahnrad 17 der Kraftspeicher
geladen und gleichzeitig der Ausschnitt o der Schlitzung des Schiebers 3, dieser
also auf die -'orgalle entsprechend dein Wert der -Innre, so«-ie die Atisnellmun
,; .16 über die Nase eingestellt.
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In dieser Stellung der 'Münztasche 41 tritt unter dem Beginn der Entladung
des Kraftspeichers die Vorderkante der Miinztasclie .Ni, über die Rolle 4.; gleitend,
in den Raum, in dem die Münztrommel liegt, und der Kraftspeicher dreht die Münztrommel
2 mit dein Schieber ; und der Tasche ,Ir. Hierbei wird gemäl.> der bekannten Anordnung
einer feststehenden, mit einem Stift des unter Federwirkung stehenden Schiebers
6 zusiitrrnr<-nwirkcnden Nockenscheibe nach einer Drehung et«-a von 3o der Schiebei.-6
freigegebeil, sog daß er unter dem Einfluh der Feder in der Trommel 2 verschoben
wird und seitre Nase 5 in den Ausschnitt 9 und die Ausnehmung .1() tritt. Nach einer
weiteren Drehung von Wenigen Graden kommt die Vorderkante der Münztasche 41 in die
Erweiterung des Gehäuseraumes zu liegen, so daß der Kraftspeicher die Münztasche
.Ir nach atil.len zurückbewegt. Diese Betregung ist aber durch die Ausnehmung ,I6
auf ein sehr kleines -htl@ beschränkt und macht zuzüglich des Spiels des Ausschnittes
cl an der Nase 5 nur die Diiicrenz der Anschlagkanten von e? und .I6 gegenüber der
Nase 5 aus, und sie hat zur Folge, daß die Münze von der Anlage an der Münztasche
und dem Schieber ; gelöst die Vorderkante der Tasche jedoch nicht an die Gehäusewandung
anzuliegen kommt. Hierdurch Wird die Münze für den Ausfall aus der Tasche frei,
und es wird eine Reibum, der Tasche am Gehäuse bei der weiteren Drehung der Münztrommel
-2 vermieden. Hat sich die Münztrommel um etwa ho gedreht, so kommt der Stift ,^
mit dem Zahnrad i r in Eingriff und dreht die Vorgabewelle 12 entsprechend dem Wert
der Münze. Im weiteren Verlauf der Drehung der Münztrominel2 fällt die Münze d in
den Auswurfkanal 39, der
Schieber 6 wird mit seiner Nase 5 durch
die Benannte Nockenscheibe wieder in seine ursprüngliche Lage in der Münztrommel
2 zuriickbewegt, und im Augenblick der Vollendung einer ganzen Umdrehung der Münztrommel
2 kommt der Stift 36 wieder an die Gleitbahn 38 zu liegen und wird die Münztasche
,11 zum Schlitz ¢ aus dem Gehäuse herausbewegt, um in ihre ursprüngliche Lage zurückzugelangen.
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Wird eine Münze U mittlerer Größe, also des größten Wertes, in die
Münztasche 41 eingelegt, so -wird beim Eindrücken der Tasche in das Gehäuse zusammen
mit der - Ausnehmung 4.6 der Ausschnitt i o über der Nase 5 eingestellt. Dann kommen-
im Verlauf -der Durchschleusung ' der Münze b alle Stifte 7,8
und 8a
auf das Zahnrad i i zur Einwirkung, und die Vorgabewelle 12 wird im Maße des Wertes
dieser Münze um den höchsten Betrag gedreht. Wird eine Münze c des mittleren Wertes
verwendet, so kommt der Ausschnitt i oa mit der Ausnehmung 46 über der Nase 5 zur
Einstellung, und heim Durchschleusen bewirken die Stifte ; und 8 ein Drehen der
Vorgabewelle 12 entsprechend dem Wert dieser Münze.
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Wird eine Münze anderen Durchmessers, als ihn die für den Einwurf
bestimmten aufweisen, in die Münztasche 4.1 eingelegt, so greift beim -Durchschleusen
der Münze, falls dieses überhaupt möglich ist, die Nase 5 in die feine Verzahnung
42 des Schiebers 3 ein und bewirkt auf diese Weise die Sperrung des Schiebers 3
gegen Rücklauf und Lösung der Münze von der Tasche 4.1 und dem Schiebers 3, so daß
auch diese unrichtige Münze aus der ivlünztasche 4i herausfällt und der Selbstverkäufer
nach dem Durchschleusen für den Einwurf einer neuen Münze frei ist. -Die beschriebene
'Einrichtung hat die Vorteile, daß die Münze beim Eindrücken in das Gehäuse nicht
für sich mit den Fingern gehalten werden muß und daß beim Eindrücken einer Münze
der Kraftspeicher - stets im gleichen, höchsten Maß geladen wird. Da nämlich die
Münze nur in die Tasche eingelegt zu werden braucht, also die Führung der Münze
in das Gehäuse hinein durch mechanische Mittel festgelegt ist, kann die ganze von
Hand aufgewendete Kraft auf die Einbringbewegung zur Wirkung kommen, weil ein Verkanten
der Münze im Einbringschlitz des Selbstverkäufers ausgeschlossen ist. Da ferner
die Ladebewegung für den Kraftspeicher nicht von der Größe der jeweils zur Verwendung
gelangenden Münze abhängig ist, sondern stets einer maximalen Ladung entspricht,
ist auch bei einer Münze kleinen Durchmessers die Bereitstellung der- zur Ausübung
der geschilderten Funktionen notwendigen Kraft gewährleistet.
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Wie die Münztrommel 2 und andere Teile dis. beschriebenen Münzeinwurfes
aus Kunstpret.')stoli- bestehen können, kann auch die Münztasche aus solchem Stoff
gebildet sein, wobei noch die Möglichkeit besteht, durch Verwendung von durchsichtigem
Preßstolf die Beobachtung hinsichtlich des Befindens einer Münze in der aus dem
Apparat herausragenden Münztasche zu erleichtern.
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Statt der Münztasche 4.1 eine lachschieberartige Form zu geben, könnte
diese auch -Zylindrische Gestalt erhalten, so daß sie druckknopfartige Form hat.