DE748447C - Verfahren und Vorrichtung zur Destillation unter Vakuum stehender, insbesondere alkoholhaltiger Fluessigkeiten - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Destillation unter Vakuum stehender, insbesondere alkoholhaltiger Fluessigkeiten

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DE748447C
DE748447C DEJ71950D DEJ0071950D DE748447C DE 748447 C DE748447 C DE 748447C DE J71950 D DEJ71950 D DE J71950D DE J0071950 D DEJ0071950 D DE J0071950D DE 748447 C DE748447 C DE 748447C
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distillation
liquids
under vacuum
vacuum
alcohol
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D3/00Distillation or related exchange processes in which liquids are contacted with gaseous media, e.g. stripping
    • B01D3/001Processes specially adapted for distillation or rectification of fermented solutions

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Distillation Of Fermentation Liquor, Processing Of Alcohols, Vinegar And Beer (AREA)
  • Vaporization, Distillation, Condensation, Sublimation, And Cold Traps (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zur Destillation- unter Vakuum stehender, insbesondere alkoholhältiger Flüssigkeiten Verfahren zur Herstellung alkoholfreier, die Aromastaffe von.' Naturwein enthaltender Getränke aus Wein in luftverdlünn@tem Ramm, wie überhaupt die Destillation unter Vakuum stehender, insbesondere alkoholhaltiger Flüssigkeiten sind bereits bekanntgeworden.
  • Bei den bisherigen Verfahren ist es üblich, den aus der dem Kühler nachgesch,altetein-Vorla,ge abfließenden Alkohol in Zwischensammeläefäßen aufzufangen, .die während des Betriebsvorganges unter Vakuum gehalten und nach Beendigung des Betriebs in größere Sammelgefäße unter. amtlichem Zellversch@luß entleert werden müssen. Diese Verfahrensweise hat u. a. den wesentlichen Nachteil im Gefolge, daß der gewonnene Alkohol erst nach Abnahme und Alkoholfeststellung durch die Zollverwaltung und nur unter Einhaltung bestimmter längerer Abnahmefristen zur Verfügung steht.
  • Es isst weiter ein Destillations- und: Verdampfungsapparat bekanntgeworden, «#obei die Destillation und Verdampfung von Flüssigkeiten in üblicher Wise unter verminderbem geschieht und die Vorrichtung infolge gesonderter Absaugung der Destillate aus den einzelnen Retorten die Trennung verschieden flüchtiger Körper ermöglicht. Hierbei, sind Vakua von verschiedener Spannung in .den einzelnwl Retorten notwendig. Die Erzeugung derselben ist eine Folge der besonderen Anordnung, nämlich der Übereinanäerschaltung der Retorten bzw. des s@elbsttätigen Absaugens .der Flüssigkeit nach dem Heberprinzip. Diese Einrichtung bezweokt somit, die in bestimmter Höhe angeordneten Retorten ,in ein dier jeweiligen Saughöhe des Hebers :entsprechendes Vakuum zu verset'rren, um dadurch eine fraktionierte Destillatien ztt ermöglichen. Für di.e Arbeitsweise der betreffenden Apparatur ist wesentlich, daß ein Absaugen -der Luft nur Tu Beginn des Arbeitsvorganges und nur bis zu einem gewißsen Grade, hauptsächlich zu dem Zwecke erfolgt, die nach dem physikalischen Gesetz des Heberprinzips vorgeschriebene Fließwirkung ab.-erbeizuführen. Für die Entgeistung von Flüssidkeiten, bei denen eine Abscheidung von verdampfharen Stoffen im Wege der fraktionierten Dephlegma.tion unter bestimmten Wärme- und Druckverhältnissen angestrebt wird, isst das Verfahren umgeeignet. da eine Verflüssigung der flüchtigeren Aromastoffe sich durch fraktianierte Destillation nur in sehr unvollkommener Weise durchführen läßt. Dazu kommt, daß die Destillation z. B. von Alkohol und Aromabestandtei.len .aus vegetabilischen Gärungsstoffen ein hohes Vakuum erfordert, um die bei Entwicklung höherer Wärmegrade etitst,ehetiden Schädigungen des Brennguts und Destillats zu vermeiden. Die Apparatur liefert nur Vakua, deren Wirkungsgrad einerseits durch die stufemvvise angesetzte Saugkraft der Heberwi,rkung und andererseits durch die schädlichen Einflüsse bedingt wird, die auf gel-egentliche Undichtigkeit der Appara.tu.r und des während der Destillation auftretenden Kohlensäure-, Luft- und Dampfdrucks beruhen. Unter Berücksichtigung aller dieser Be"-#leitums,tänd-e stellt die Apparatur lediglich eine Vorrichtung zur Erzielung einer fraktionierten Destillation dar, die durch Anwendung des Heberprinzi;ps selbsttätig und kontinuierlich gestaltet ist.
  • Vom Bekannten unterscheidet sich das Verfahren nach der Erfindung dadurch, daß durch fortlaufende Einwirkung der Luftpumpe in gleichmäßig hohes Vakuum in der gesamten Apparatur erzeugt wird, das die in entsprechend angeordnetten Abfallrohren abfliieße;tide Flüssigkeit auf einer bestimmten Druekh@öhre erhält, während eine durch ständiigiti Zuflul.1 hervorgerufene Überbclastuntg der Flüssigkeitssäule durch einen ebensolchen Abfluli in die freie Atmosphäre ausgeglichen wird.
  • Die unter Einwirkung des Vakuumas verursachte barometrische Saughöhe beruht auf einem allbekanntieti physii:kalischen Gesetz und ist daher nichts Neues. Neu ist lediglich, daß die durch das Vakuum bestimmten statischen Druckverhältnisse in den Abfallrohren so gestaltet sind, daß unter Zuhilfenahme eines Siphons ein Abfließen der unter hohem Vakuum stehenden Flüssiglc,eitssäule in die freie Atmosphäre ermögl@i.cht wird. Diese Arbeitslveise b:ed-eu:tet imi Anwendung auf im Vakuum verdampfbare Flüssigkeiten einen technischen Fortschritt insofern, als sie bekäninte Verfahren, nämlich fraktioniterte Destillation. unter Eintvir.kun g der Saugkraft des Hebers, dadurch erweitert, daß sie an Stelle des unzulänglichün Vakuums der Hebertvirkung die konstante Luftleere des künstlich ,e-rze-ttgten Hochvakuums setzt. Dadurch ist es möglich geworden, die fraktionierte Destillation durch die technisch leistungsfähigere. fraktionierte Depflegmation nach Patent 204 595 zu ersetzen und diese unter Hochvakuum ohne Beeinträchtigung durch den Druck der äußeren. Atmosphäre I;ont.inu.ierlicli zu gestalten, derart, daß die durch andauernden fiberdruck belastete Flüssi.gkei,tssäule in den Abfallrohren die Flüssiglkeitstnetrgett in die freie Atmosphäre erntläßt, auf deren soforti-c @-crtcendbarlceit zu Meß-, Prüf- und Verarbeitungszwecken besonderer Wert gelegt u-ird. Eine solche Einrichtung ist für den Hersteller z. B. al:ko-holischer @esti.llatiansprodukte ttnd im Vakuum cntgeateter Flüssigkeiten .insofern von großem Nutzen, als snwohl die durch die Branntweintnonopolbestiaiitnungen vorgeschriebene Kontrolle des Al'koliol,ge!halts als auch der 1)estillationst-organg selbst auf einfachste Weise sofort und unmittelbar durchgeführt werden können. Sofern für die Herstellung ent-eisteter alkoholfreier Getränke die- bei der Vakuumdestillation frei werdenden Gärungsaromastofie der alkoholbefreiten Flüssigkeit wieder zugeführt werden, ist in weiterer Folge die Mi:schkolanne ebenfalls mit einet' entsprechend tief gelagerten Meßah r mit Siphon und Sammelgefäß verbunden, in welches die mit den AromastO,lien des Ausgangsmaterials verschnittene Mischflüssigkeit ständig abfließt.
  • Bei der Gewinnung solcher entgeisteter alkoholfreier Getränke sind die erreichten Vorteile noch weit größer. Nach der bisherigen Arbeitsweise mußte die Mischflüssigkeit in einem unter Vakuum stehende-ti Hilfssammel@gefäß aufgefangen und nach beendigtem Abtrieb in einen zollsicher rersclilossene-n Lagerraum überführt werden. Die in dem Lagerraum angesammelte Mischtlf.issigkeit konnte nur in bestimmten Perioden durch die Zollbehörde abgefertigt und nach rorlieriger chemischer Untersuchung in de» freien Verkehr übergeleitet werden. Die längere Lagerung der Flüssigkeit in. Gefäßen, die nur zeitweise bzw. s.tikresa:ire befüllt werden, bedingt eine wesentliche Erschuerung der Reinhaltung deT betreffenden Gefäße. und damit eine besondere Gefahr für die Haltbarkeit der Mischflüssigkeit. Durch die neue Anordnung erhält der Hersteller die sofortige Verfügung über die Mischflüssigkeit, so dalt er jederzeit in der Lage ist, dieselbe sofort zu verarbeiten bzw. sachgemäß zu lagern und damit vor dem Verderben zu sichern. Auch in dieser Anordnung wird demnach Apparatur, Lagergerät und umständliche und kostspielige Lagerhaltung erspart, was von einer nicht gering zu schätzenden wirtschaftlichen Bedeutung ist, zumal. das heue Verfahren und die Apparatur eine Kontrolle über die lrer7este.llteti A1lkoliolmengen während des Betriebsvorganges zulasPsen. Das neue Verfahren findet sinngemäß bei der Destillation anderer Flüssigkeiten im luftverdünnte:n Raum Anwendung.
  • Inder Zeichnung ist in schematischer Dars-telliuig eine Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens dargestellt.
  • Die #l'aluumblase 2 wird mit Wein od r einer anderen destillierbaren Flüssigkeit gefüllt. Die ständig tätige Luftpumpe 3 erzeugt die notwendige Luftverdünntmg innerhalb der ganzen Anlage, und wird die Verdampfung des Alkohols bei niedriger Siedetemperatur ermöglicht. Die Kühlschlange q. führt zu einer Vorlage 5, an deren tiefstem Punkt ,eilnie Abfalleitung 6 zu einer etwa. i o m tiefer ge- lagerten Meßuhr mit Siphon 7 anschließt. Von hier aus ist ein ständiges Abfließen des Alkohols in das Sammelgefäß 8 unter normalem Luftdruck und unter Kontrolle ermöglicht. Die im Kühler 4. nicht kondensierten Aromadämpfe gelangen über die Vorlage 5 tmd Leitung 9 zur Mischkolonn ie i z, wo sie sich aL#eders-chlagen und mit der aus dem Behälter 13 angesaugten Mischflüssigkeit verb:indien. Von der Mischkolonne 12 führt dann gleichfalls eine Ableitung 6a zu einer etwa i o m tiefer gelagerten Meßtihr mit Siphon 7a, von wo aus wiederum ein ständiges Abffließen dier Mischflüssigkeit unter normalem Luftdruck und Kontrolle in das Sammelgefäß 8a ermöglicht ist. Die in den Gefäßen 8 und 8a anfallenden- Flüssigkeiten können sogleich weiterverarbeitet weiden.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: -i. Verfahren zur Destillation unter Vakuum stehender, insbesondere alkoholhaltiger Flüssigkeiten, dadurch gekennzeichnet, daß bei Einhaltung eines gleichmäßig hohen Vakuums in der gesamten Anlage die in bekannter Weise während der Destillation in entsprechend angeord'n@eten Abfallrohren abfließende Flüssigkeit auf einer bestimmten Druckhöhe (bekannte, durch Vakuumeinwirkung verursachte barometrische Saughöhe) gehalten wird, während die durch ständigen Zufluß hervorgerufene Überbelastung der Flüssi:glceitssäule durch einen ebensolchen Abfluß in die freie Atmosphäre ausgeglichen wird.
  2. 2. Vorrichtung zur Ausübung- des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß von der innerhalb der unter Vakuum stehenden Anlage an den Kühler (4.) anschließenden Vorlage (5), wie auch vom tiefsten Punkt der Mischkolonne (12) ein Abfallrohr (6, 6a) zu einer .etwa iom tiefer liegenden Meßtihr mit Siphon (7, 7a) mit anschließendem Sammelgefäß (8, 8a) führt. Zur des Antneldungsbegenstandes vom Stand der Technik ist im folgende Druckschrift in Betracht gezogen worden: deutsche Patentschrift .... Nr. 140 373.
DEJ71950D 1942-04-01 1942-04-01 Verfahren und Vorrichtung zur Destillation unter Vakuum stehender, insbesondere alkoholhaltiger Fluessigkeiten Expired DE748447C (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE974997C (de) * 1952-10-14 1961-07-20 Metallgesellschaft Ag Verfahren und Einrichtung zum Eindampfen von Sulfitablauge vor der Vergaerung und zurVorwaermung der vergorenen Ablauge
DE1195258B (de) * 1955-01-15 1965-06-24 Dr Carl Jung Vorrichtung zur kontinuierlichen Gewinnung von Aromastoffen aus alkoholischen Gaerungs-getraenken, wie Wein, durch Vakuumdestillation

Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE140373C (de) * 1902-02-23 1903-04-16

Patent Citations (1)

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DE1195258B (de) * 1955-01-15 1965-06-24 Dr Carl Jung Vorrichtung zur kontinuierlichen Gewinnung von Aromastoffen aus alkoholischen Gaerungs-getraenken, wie Wein, durch Vakuumdestillation

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