DE74528C - Vorrichtung zum Befeuchten und Schliefsen von Briefumschlägen - Google Patents

Vorrichtung zum Befeuchten und Schliefsen von Briefumschlägen

Info

Publication number
DE74528C
DE74528C DENDAT74528D DE74528DA DE74528C DE 74528 C DE74528 C DE 74528C DE NDAT74528 D DENDAT74528 D DE NDAT74528D DE 74528D A DE74528D A DE 74528DA DE 74528 C DE74528 C DE 74528C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
envelope
envelopes
rollers
moistening
pair
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Lifetime
Application number
DENDAT74528D
Other languages
English (en)
Original Assignee
Fräulein j. schefzky in Kelheim a. D
Publication of DE74528C publication Critical patent/DE74528C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B43WRITING OR DRAWING IMPLEMENTS; BUREAU ACCESSORIES
    • B43MBUREAU ACCESSORIES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B43M5/00Devices for closing envelopes
    • B43M5/02Hand devices for both moistening gummed flaps of envelopes and for closing the envelopes

Landscapes

  • Toilet Supplies (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Für gröfsere Geschäfte, Zeitungsexpeditionen u. s. w. ist das Schliefsen der vielen abgehenden Briefe immer von einer Menge Umständlichkeiten begleitet (Befeuchten des Klebstoffes, Umbiegen und Anpressen des Briefumschlages), abgesehen von der Mühe, die ein richtiger Verschlufs erfordert, und dem hierdurch bedingten Zeitverlust. Vorliegender Apparat ermöglicht es, bei einiger Uebung 350 bis 360 Briefcouverts in der Stunde auf einfache und sichere Weise zu verschliefsen, und ist es selbstverständlich bei Anwendung desselben ausgeschlossen, dafs durch Verletzung der Finger oder der Lippen beim Befeuchten Blutvergiftungsfälle vorkommen.
In der Zeichnung stellt dar:
Fig. ι einen Schnitt durch den Apparat nach der Linie x-x,
Fig. 2 eine Oberansicht des Apparates,
Fig. 3 einen Schnitt durch den Schenkel s.
Ein Schemel a, Fig. 1 und 2, ruht auf vier Füfsen, die man passend mit je einem vorstehenden Stift versieht, um durch festes Hinstellen zu erreichen, dafs sich derselbe nicht leicht verschiebt. Zu beiden Seiten seiner Längsräder sind auf der oberen Seite desselben zwei schmale Schienen b und c befestigt, auf welche eine mit einem Schlitz versehene Platte d so aufgeschraubt wird, dafs zwischen ihr und dem Schemel ein Spielraum von etwa 3 bis 5 mm entsteht. Der bereits genannte, gleich breite Schlitz der Platte d ist etwas breiter als der gummirte Rand des Briefumschlages und ist auch bezüglich seiner Form diesem angepafst, d. h. er besteht aus zwei schräg zu einander stehenden Theilen. Unmittelbar an die Platte d anschliefsend, geht quer über den Schemel eine Schiene e,' die zu beiden Seiten an die Schienen b und c angeschraubt ist und in der Mitte eine kleine Säule/ als Führung für die Anfeuchtevorrichtung besitzt. Letztere ist nämlich an einer an der inneren Seite oben mit einem Ring g versehenen Hülse h befestigt, wobei eine Feder f, die sich einerseits gegen einen Absatz der Säule / andererseits gegen den Ring g der Hülse h legt, bestrebt ist, letztere und damit die Anfeuchtevorrichtung nach oben zu drücken. Eine auf die Säule / oben aufgeschraubte Mutter k begrenzt die Hebung nach oben, beim Abwärtsbewegen mittelst eines aufgeschraubten hölzernen Knopfes m kommt die Anfeuchtevorrichtung auf den Schemel α zum Anliegen, und aufserdem bewirkt eine Stellschraube η ein verticales Auf- und Abwärtsbewegen, indem sie in eine verticale Nuth der Säule / greift.
Die Anfeuchtevorrichtung selbst besteht aus zwei hohlen Schenkeln s und s1 (s. Fig. 3), die zu einander in demselben Winkel stehen wie die gummirten Ränder des Briefumschlages. Ihr Querschnitt wird passend rechteckig gewählt, und durch je zwei Querwände sind sie auch vorn und hinten geschlossen. Die nach oben gewendeten Längsseiten besitzen je eine durch einen kleinen Deckel verschliefsbare Oeffnung 0 und o1, während die nach unten liegenden sowie die beiden Querwände mit einem Docht bekleidet sind, der bis in das Innere der Schenkel fortgeht. Die Schenkel selbst werden durch" eine mit ihnen fest verbundene Platte ρ in ihrer gegenseitigen Lage
erhalten und stehen durch diese und einen passend geformten Ansatz der Hülse h mit letzterer in fester Verbindung.
In geringer Entfernung von der Schiene e ist eine kürzere, etwa unter 45° abfallende Querschiene q am Schemel befestigt, und unmittelbar hinter ihr ist ein Walzenpaar w W1 angeordnet, wovon die eine Walze w in zwei am Schemel α befestigten Walzenstühlen r und r1 läuft, während die andere ^1 sich auf- und niederbewegen kann und' gegen die erstere mittelst Federn u und u1 gepreist wird; letztere sind mit dem Schemel fest verbunden.. Die Drehung der einen Walze n> erfolgt von einer Handkurbel t aus direct, oder man kann auch ein Zahnräderpaar ^ und ^r1 mit einer UebersetzUng ins Schnelle einschalten, wie es die Zeichnung zeigt.
Soll nun der Apparat in Gebrauch kommen, so füllt man zuerst die beiden Schenkel s und s1 mit Wasser, worauf der in das Wasser tauchende Docht Wasser ansaugen und allmälig überall gleich feucht werden wird. Bis letzteres erreicht ist, vergehen das erste Mal etwa 2 bis 3 Stunden, für den späteren Gebrauch jedoch ist der Apparat stets für sofortige Benutzung fertig, und ist, es nur nöthig, täglich ein geringes Quantum Wasser nachzufüllen. Nun schiebt man das zu schliefsende Briefcouvert, mit dem aufgeklappten Briefumschlag voran, so in den Apparat, dafs der gummirte Rand nach oben und direct unter den Schlitz der Platte d zu , liegen kommt. Drückt 'man hierauf mittelst des Knopfes m die beiden mit dem befeuchteten Docht bedeckten Schenkels unds' nieder, so wird der Docht den gummirten Theil des Briefumschlages befeuchten und letzterer kann an das Couvert angeklebt werden. Dazu wird der ganze Brief von Hand vorwärts geschoben und nun stöfst der Umschlag gegen die schiefe Fläche der Schiene q, wobei er zurückgeschlagen wird j und der Brief gelangt so zwischen das Walzenpaar ww\ Sollte das Zurückschlagen des Briefumschlages nicht vollständig von selbst erfolgen, so mufs durch Hand nachgeholfen werden. Zwischen den Walzen erfolgt ein vollständiges Schliefsen des Briefes einerseits durch den Druck der einen Walze gegen die andere, andererseits, da der zwischen die Walzen gelangte Brief jene ganz passiren mufs, infolge der durch Hand erfolgten Rotation der einen Walze. Man wird auch praktisch die Walzen bezüglich ihrer Höhenlage so anordnen, dafs die Kante, um welche der Umschlag gebogen wird, von der schiefen Fläche der Schiene q direct auf die Berührungslinie der beiden Walzen geführt wird.
Sollte der Apparat einige Zeit aufser Gebrauch kommen, so dürfte es sich empfehlen, unter die Platte d ein Stück Pappendeckel einzulegen, um zu verhindern, dafs etwa durch den feuchten Docht das darunter liegende Holz Feuchtigkeit anziehe und dadurch beschädigt würde. ■

Claims (3)

Patent-Ansprüche:
1. Eine Vorrichtung zum Befeuchten und Schliefsen von Briefumschlägen, gekennzeichnet durch, die Combination einer An-
. feuchtevorrichtung mit einem Walzenpaar, derart, dafs die Umschlagklappen nach dem Befeuchten der Klebflächen bei ihrem weiteren Durchgang durch die Vorrichtung umgelegt und die Briefumschläge durch das Walzenpaar fest geschlossen werden.
2. Bei einer unter 1. beanspruchten Vorrichtung zum Umlegen der Umschlagklappen eine Querschiene q zwischen der Anfeuchtevorrichtung und dem Walzenpaar, welche bewirkt, dafs die Klappe des Umschlages umgelegt wird und der Umschlag von den Walzen aufgenommen werden kann.
3. Bei einer unter 1. beanspruchten Vorrichtung zum Schliefsen von Umschlägen die Walzenpaare τνη>Λ, wobei die obere Walze w^ in Schlitzen verstellbar angeordnet ist und durch Federn auf die untere Walze w niedergedrückt wird, damit Briefumschläge mit verschieden starken Einlagen geschlossen werden können.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT74528D Vorrichtung zum Befeuchten und Schliefsen von Briefumschlägen Expired - Lifetime DE74528C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE74528C true DE74528C (de)

Family

ID=347564

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT74528D Expired - Lifetime DE74528C (de) Vorrichtung zum Befeuchten und Schliefsen von Briefumschlägen

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE74528C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1285449B (de) Vorrichtung zum Ineinanderlegen von Heften, gefalzten Bogen od. dgl.
DE1924499U (de) Reinigungsgeraet.
DE74528C (de) Vorrichtung zum Befeuchten und Schliefsen von Briefumschlägen
DE563497C (de) Behaelter, insbesondere fuer Schminkstifte, kosmetische, pharmazeutische und andere Gegenstaende
EP0025547A1 (de) Vorrichtung zum Einfalten der Bodenklappen einer Faltschachtel
DE876386C (de) Schneidvorrichtung fuer Papiere aller Art, insbesondere zum Beschneiden von Lichtpauspapier u. dgl.
DE906058C (de) Handgeraet zum Auftragen von Farben, Lacken, Leim od. dgl. auf Papier, Pappe, Holz usw.
DE7416282U (de) Bremsklappen- bzw. -deckelhalter
DE472561C (de) Deckelstuetze, insbesondere fuer Sprechmaschinengehaeuse
DE680120C (de) Plattenfoermiges Durchschreibegeraet
DE2063022A1 (de) Gerat zum Zeichnen, Schneiden, Anreißen oder dergleichen
DE7815239U1 (de) Geraet zum heissiegeln und/oder trennschweissen von duennen kunststoff- folien
DE30503C (de) Taschen-, Breloque- und Bleistift-Stempel, bei welchem der das Farbekissen tragende Theil die Stempelplatte während des Stempeins unbeweglich macht
DE427548C (de) Einspannvorrichtung fuer Durchschreibe-Blaetter
DE385449C (de) Briefhuellenschliessvorrichtung
DE294598C (de)
DE435830C (de) Dosenoeffner
DE234717C (de)
DE427515C (de) Schreibvorrichtung mit fortschaltbarer Papierbahn
DE532039C (de) Hocker mit unter den Sitz einschiebbarem Schuhbock
DE710398C (de) Klammer zum Halten von Buchungsblaettern
DE57367C (de)
DE955227C (de) Vorrichtung fuer des fadenlose Binden von Schriftstuecken
AT163264B (de) Banderoliermaschine, insbesondere für Zigarettenpapier
DE819009C (de) Zapfenlagerung fuer den Abdeck- oder Loescharm eines Steinfeuerzeuges