DE744656C - Verfahren zur Herstellung von cellulosehaltigen Futtermitteln - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von cellulosehaltigen FuttermittelnInfo
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Classifications
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- A23—FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
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Description
- Verfahren zur Herstellung von cellulosehaltigen Futtermitteln Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von cellulosehältigen Futtermitteln durch mechanische Zerkleinerung von nicht aufgeschlossener, trockner Cellulose und Vermischung der zerkleinerten Masse mit anderen bekannten Futtermitteln. Sie besteht darin; daß die Cellulose vor Vermischung mit den anderen Futtermitteln durch Bearbeitung mit Sägen oder Raspeln in Sägemehl öder raspelartige Teilehen aufgeteilt wird, die weder faserige, wattige noch papierstreifenähnliche Beschaffenheit aufweisen.
- Verfahren zur Herstellung von Cellulos°-futter sind in letzterer Zeit mehrfachbekanntgeworden. Die ,Hauptschwierigkeit bei der Verwendung von Cellulos:e. als Futtermittel liegt in der Technik heure- darin, dieselbe in eine Form zu bringen, in der. sie von Tieren in größeren Mengen gefressen wird.
- Wird nämlich Cellulose in üblichen Zerkleinerungsvorrichtungen,--wie, Schlagmühlen, Reißmühlen, Holländern u::däl. Zerkleinerungsvorrichtungen, mechanisch zerkleinert, so .entstehen Erzeugnisse wattiger Beschaffenheit, ,die von den Tieren nicht aufgenommen werden. Neuerdings ist es einem deutschen Forschergelungen, durch Naßmahlen von Cellulose unter besonderen Bedingungen Zustandsformen der Cellulose zu erhalten, die grießähnlich sind und von Tieren, heispiels-,,veise in Mischung mit Melasse und Sojaextraktionsschrot. aufgenommen werden.
- Diese bekannte mechanische Zerkleinerung ist aber. technisch unbefriedigend aus dem Grunde, weil die Cellulose wieder naßgemacht werden muß und ein Naßmahlerzeugnis anfällt, das erst wieder besonderen Trocknungsmaßnahmen unterworfen werden muß. Es muß vor allem vermieden werden, daß es sich hierbei um lvatteühnlictie Zustandsformen handelt, es müssen Späne sein, die man im Verkehr als Raspeln bezeichnet.
- Erfindungsgemäß ist es möglich; aus Cellülose auf trockenem Wege durch mechanische Bearbeitung -unnxittelbar zu.. einer Cellulose Zu' ktiminen, .welche- ohne weiteres vom Tier als Nahrung -aufgenommen wird, ohne daß einerseits die technischen
Durch das Verfahren der Erfindung -,verden Futtermittel erhalten, die gegenüber den bisher bekanntgewordenen, auf Cellulosegrundlage fußenden Futtermitteln eine Reihe maßgeblicher Vorteile aufweisen. Sie sind auch bei zier V erfütterung in großen Mengen den Tieren bekömmlich und rufen keinerlei Verdauungsstörungen hervor. Demgegenüber 'führt der erzwungene Verzehr von größeren Mengen faserig--,vattig aufgeteilter Cellulose zu schweren V erclauun.gsstörungen, und zwar dadurch, daß die Fasern im Verdauungskanal verfilzen. Das nach dein Verfahren der E rfindung gewonnene Erzeugnis wird von den Tieren leicht gefressen bei normaler Kauarbeit, während die faserig-wattige Masse eine überaus schwereKauarbeit verlangt; sie wird daher von den Tieren nur ungern aufgenommen.Schwierigkeiten auftreten wie beine Na ftinah- len, oder andererseits die physiologischen, die der Aufnahme watteähnlicher Cellulose ent- gegenstehen. Erfindungsgcmür wird derart vorgegangen. daß trockene Cellulose in Pappenform mecha- nisch zersägt oder geraspelt wird, so dal. hierbei Sägespäne- oder raspelspäneartige Teilchen anfallen, überraschenderweise nicht Klumpen, und sowohl in diesem Zustand als auch in an sich grundsätzlich bekannten Ver- in°ngungen mit Zusatzfuttermitteln, wie Me- lasse, Weizenkleie, Sojaettraktionsschrot, Biertrüber u. dgl., gemischt als Futtermittel Pferden, Wiederkättern und Schweinen ge- geben werden können. - Das nach dein Verfahren der Erfindung gewonneneErzeugnis hat ein verhältnismäßig geringes Volumen. während die faserig-wattige Masse überaus voluminös ist. Des großen Volumens wegen können die Tiere von der faserig-wattigen Cellulose nur einen Bruchteil der zur Deckung ihres Nährstoffbedarfs nötigen Menge aufnehmen (nach den Untersuchungen von Schmidt und Kliescli Pferde höchstens i kg pro Tag). Demgegenüber Izönneii die Tiere, volumemnäßig gesehen, von dein erfindungsgemäß hergestellten Erzeugnis ohne weiteres die 'Menge aufnehinen, die zur Deckung ihres gesamten \Tährstoffbedarfs nötig ist (Pferde z. B. bis zu 1o kg pro Tag).
- Das nach dem Verfahren der Erfindung gewonnene Erzeugnis läßt sich m.it Rücksicht auf seine sehrot- bzw. grießartige Struktur sehr leicht, gleichmäßig und innig mit anderen bekannten Futtermitteln vermischen, während die faserig-wattige Masse nur unter großen Schwierigkeiten in den bekannten Miscliapparattiren finit anderen Futtermitteht vcrniisclit werden kann; ferner läht :.ich dic faserig-wattige Cellulose niemals gleicluiiäßig ini Mischfutter verteilen. sondern es bilden sich faserige Klutipen, die beim Verzehr zu Verdauuiigsscli«-ierigkeiteii führen.
- Ein weiterer technischer Fortschritt der Arbeitsweise geniäl@ der Erfindung ergibt sieh daraus, dali es möglich ist, aus handelsübliclier Cellulose auf trockenem Wege ohne notwendige Anfeuchtung und dalurch bedingte Zwischentrocknung 'ein lagerfähiges, unbegrenzte Zeit haltbares 7'roclkenftitter Herzustellen, «-elches sich ohne technische Schwierigkeiten leicht mit anlcr"n Futterinitteln mischen läßt.
- _@usführungsbeispiele t. 3o kg Cellulose in Form von #-:ellulosc#-pappen werden erfindu.ngsgentäß zu Zellmelil verarbeitet. Das gewonnene Zellinehl wird mit 2o kg Hafer, 13 kg zerkleinerten Zuckerschnitzeln und 131.g Melasse in einer 'Mischmaschine oder Mischschnecke ining unteinande.r vermischt.
- =. 4o kg Cellulose in Form von Cellulosepappen werden erfindungsgemäß zu Zellmehl verarbeitet. Das gewonnene Zellinehl «vird finit 2o kg einer 70° warmen Melasse-Harnstoff-Lösung (Verhältnis Melasse zti Harnstoff wie 3 : 1) in einer Mischmaschine oder Mischschnecke innig vermischt. Das auf diese Weise gewonnene Erzeugnis wird nach dein Erkalten unter Zusatz von 40 kg Ölkuchenmehlen oder örlsaatextraktionsrückständen zu Fertigfuttermitteln weiterverarbeitet.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von celltilosehaltigen Futtermitteln durch mechanische Zerkleinerung von nicht aufgeschlossener, trockener Cellulose und Verm.ischung der zerkleinerten Masse mit anderen bekannten Futtermitteln, dadurch gekennzeichnet, daß die trockene Cellulose mit Sägen und/oder Raspeln in Sägemehl oder raspelartige Teilchen aufgeteilt wird, die weder faserige, wattige noch papierstreifenähnliche Beschaffenheit atif@N-c isen. Zur Abgrenzung des Anmeldungsgegenstandes vom Stand der Technik sind im folgende Druckschriften in Betracht gezogen worden: deutsche Patentschriften . , . . :\ r. 677 99;, 505 738, 322 918, 30=1331 , 301 2o7, 143 368, 1 35 578, 131 o22 und 13o 1o2; Forschungsdienst:, Bd.io, Hefte (io4o), S. 37o und 571.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DEG103139D DE744656C (de) | 1941-03-07 | 1941-03-07 | Verfahren zur Herstellung von cellulosehaltigen Futtermitteln |
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
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| DE744656C true DE744656C (de) | 1944-01-22 |
Family
ID=7141687
Family Applications (1)
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| DEG103139D Expired DE744656C (de) | 1941-03-07 | 1941-03-07 | Verfahren zur Herstellung von cellulosehaltigen Futtermitteln |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE744656C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2813793A (en) * | 1953-06-23 | 1957-11-19 | Harry E Drennan | Poultry feed |
Citations (9)
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| DE677997C (de) * | 1935-07-24 | 1939-07-07 | Walter Herbst Dr | Verfahren zur Herstellung von Futtermitteln oder Zusatzmitteln zu diaetetischen Naehrmitteln |
-
1941
- 1941-03-07 DE DEG103139D patent/DE744656C/de not_active Expired
Patent Citations (9)
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