DE74358C - Metallkarde für Rauhmaschinen und Kardenwalzert - Google Patents
Metallkarde für Rauhmaschinen und KardenwalzertInfo
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- DE74358C DE74358C DENDAT74358D DE74358DA DE74358C DE 74358 C DE74358 C DE 74358C DE NDAT74358 D DENDAT74358 D DE NDAT74358D DE 74358D A DE74358D A DE 74358DA DE 74358 C DE74358 C DE 74358C
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Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D06—TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- D06C—FINISHING, DRESSING, TENTERING OR STRETCHING TEXTILE FABRICS
- D06C11/00—Teasing, napping or otherwise roughening or raising pile of textile fabrics
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- Engineering & Computer Science (AREA)
- Textile Engineering (AREA)
- Treatment Of Fiber Materials (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Metallkarde, bei welcher die einzelnen Häkchen
derart geformt und derart auf dem Bande der Trommel angeordnet sind, dafs allen bisherigen
beim Rauhen der Tuche vorkommenden Uebelständen, Verkürzen und Ausreifsen der aufgerauhten
Faserenden, Verschmälerung der Tuche, lange bezw. vertheuerte und geschädigte Bearbeitung
derselben abgeholfen werden soll, wodurch die gerauhte Tuchseite besser gedeckt wird und ein gleichmäfsigeres Aussehen erlangt.
Um diesen Zweck zu erreichen, sind folgende Punkte zu beobachten:
Die einzelnen Häkchen werden aus einem Draht hergestellt, der einen gespitzt elliptischen
oder ähnlichen Querschnitt hat, wodurch seitwärts an dem Drahte bezw. an dem Häkchen
eine scharfe Kante entsteht.
Die Spitze wird gebildet, wie Fig. 1 2 bis 17
zeigen, durch eine verticale Schnittebene des Drahtes parallel zur Kante des Kratzenbandes.
Die Spitze entsteht an der Drahtkante und an die Spitze schliefsen sich zwei gleichfalls gebildete
Schneiden, die Contour der Schnittfigur an. Eine solche Spitze greift die aufzurauhenden
Faserschichten vermittelst der zwei in verticaler Ebene liegenden Schneiden scharf an, dringt
leicht in dieselben ein, bricht sie mit Schnelligkeit und hebt sie mit Sicherheit durch die beziehungsweise
Stellung der drei Drahtkanten aus dem Tuche heraus. Die Oberseite des Häkchens dagegen kann mit ihrer elliptischen Rundung
leicht die aufgerauhten Faserenden durchstreichen, ohne sie zu verletzen, abzureifsen u. s.w.
Da der Bruch der aufzurauhenden Fasertheile schnell vor sich geht, wird der Zug an den
angerissenen Fäden (am Eintrag an gewebten Stoffen) unendlich ,vermindert, was deren
Emporziehen aus dem Stoffe bezw. Verschmälerung oder Eingehen desselben verhindert.
Durch Vorhergehendes bezw. durch die eigenartige Gestalt der seitlichen Schnittform
der Häkchen entstehen also Mehrproduction, verminderte Fabrikationskosten und verbesserte
Rauhung der Tuche.
Die einzelnen Häkchen erhalten eine nach Gebrauch variable Form; die Krümmungen
können einen beliebigen Radius haben. Es ist nur zu beachten, dafs der Fufs des Häkchens
nach den Zeichnungen stets rechts von der Senkrechten liegt, welche durch die Spitze der
Häkchen geht.
Durch die je nach Gebrauch veränderliche Form und die eigenartige Lage des Fufses
wird die Elasticifät des Häkchens willkürlich mehr oder weniger, aber sicher erhöht. Die
übliche Methode, dickere oder dichtere Kratzentuche zu diesem Zwecke zu verwenden, macht
die Häkchen steif und schadhaft in ihrer Anwendung.
Aufserdem sinken bei der elastischen Zurückbiegung der Häkchen die Spitzen nach dem
Kratzentuch, welches den schnellen Bruch der Fasern aufserordentlich begünstigt und gestattet,
die Häkchenspitzen tiefer eingreifen zu lassen als üblich, und dadurch vollkommenere, schnellere
und ökonomischere Rauhung zu veranlassen.
Der obere Theil der Häkchen wird seitlich abgebogen von der senkrechten Ebene, welche
durch die Reihe der Häkchenfufspunkte geht. Diese Abbiegung dient dazu, die Kratzenspitze
normal auf die Fadenlagen und in der Drehrichtung der Rauhtrommel auftreffen zu lassen,
was zur Schnelligkeit und Vollkommenheit der Rauhung aufserordentlich beiträgt. Dadurch
steht auch die seitliche, schräge, die Spitze bildende Fläche am oberen Theil der Häkchen
aus der Reihe der Häkchenstiele hervor, wodurch die Schärfung der Spitze und sonstige
Nachbesserung wesentlich erleichtert wird.
Die Häkchen werden auf dem Kardenbande entweder ganz gleichmäfsig oder in einzelnen,
ein Parallelogramm bildenden Abtheilungen angeordnet, welche periodisch durch gegenseitig
schräg verlaufende Zwischenräume getrennt sind. Letztere bilden beim Aufziehen des Bandes auf
die Rauhtrommel von der Mitte der Trommel ab gegenseitig verlaufende, schraubenförmige
Zwischenräume.
Die Abtheilungen auf dem Kardenbande können auch so angeordnet sein, dafs die
Zwischenräume auf der Rauhtrommel parallel zu deren Achse laufen.
Auf dem Kardenbande kann in den parallelogrammartigen Abtheilungen der Abstand der
einzelnen Häkchenreihen progressiv abnehmen, und es können in jeder Abtheilung Häkchenreihen
am Obertheil von verschiedener Neigung gegen das Kratzentuch verwendet werden.
Beiliegende Zeichnungen veranschaulichen die neue, eigenartige Gestalt und Anordnung der
Häkchen auf dem Kardenbande und der Rauhtrommel.
Dadurch werden die zerbrochenen Fasertheile mit Schonung aufgerichtet, und durch die
in entgegengesetzten Schraubenlinien verlaufenden Zwischenräume auf dem Kardenbelage
der Rauhtrommel entsteht unter anderem im Tuche eine in der Breite desselben gegenseitige
Streckung, welche jeden Breiteverlust gänzlich verhindert.
Durch die im Vorhergehenden bezeichnete Neuerung an Metallkarden soll Beschleunigung,
Erleichterung und Oeconomie im Rauhprocesse, Schonung der aufgerauhten Fasern, Verhinderung
von Breiteverlust am Tuche und eine bessere Qualität Rauhung erreicht werden.
Fig. ι stellt eines der Häkchen in Seitenansicht,
Fig. 2 ein Doppelhäkchen in der Vorderansicht und
Fig. 3 dasselbe im Aufrifs dar.
Fig. 5, 6 und 7 stellen ein in der Form abweichendes Häkchen dar.
Fig. 8 und 9 zeigen zwei neben einander angeordnete Häkchen von verschiedener Gestalt.
Fig. 10 zeigt die Anordnung der Häkchen auf einem Kardenband.
Fig. 11 zeigt eine mit der neuen, schraubenförmig
gegenseitig laufende Zwischenräume bildenden Metallkarde versehene Rauhtrommel.
Fig. 12 bis 17 zeigen Einzeldarstellungen der
Häkchen in verschiedenen Ansichten und Schnitten.
Fig. 12 ist eine Vorderansicht,
Fig. 17 eine Hinteransicht von Häkchen
dreieckigen Querschnitts.
Fig. 13 stellt den Schnitt e-f dar.
Fig. 14 ist eine Oberansicht.
Fig. 16 stellt den Schnitt a-b, Fig. 15 den Schnitt c-d dar.
Die Form der Häkchen kann ihrer Verwendung entsprechend innerhalb der in Fig. 1
und 5 veranschaulichten Grenzen beliebig verändert werden.
Der Winkel, welchen in der Seitenansichtder Obertheil der Häkchen mit dem Kardenbande
bildet, kann verschieden sein, wie es als Beispiel in Fig. 8 und 9 die mit χ χ' bezeichneten
Winkel zeigen. In allen Fällen mufs sich der Fufs c c'. rechts von der Senkrechten yy' befinden,
welche durch die Spitze a a' des Häkchens geht.
Die Häkchen besitzen eine elliptische Querschnittform und haben bei g eine scharfe Kante.
Sollte in vorkommenden Fällen angenommen werden, dem Häkchen eine dreieckige Querschnittform
zu geben, Fig. 7, so mufs ebenfalls die Achse ij derselben dem Kardenbande
parallel liegen.
Die oberen Theile b α oder b' a' der Häkchen
in der Aufsicht sind entweder nach rechts oder nach links gedreht (Fig. 3 und 6).
Die Spitze der Häkchen wird durch einen schrägen, seitlichen Schnitt l-a (Fig. 3) oder
m-a' (Fig. 6) gebildet, welcher auf beliebige Weise vorgenommen werden kann. ;
Man kann die schräge Stellung des oberen Theiles der Häkchen auch dadurch erhalten,
dafs man den Verbindungstheil dd (Fig. 2) der Doppelhäkchen in einem schrägen Winkel zur
Längsrichtung des Kardenbandes anbringt.
Wie aus Fig. ι ο ersichtlich, sind die in Form
eines Parallelogramms angeordneten, mit den Häkchen besetzten Abtheilungen A der Kardenbänder
durch schräg verlaufende Zwischenräume B von einander getrennt. Die Schräge
der Zwischenräume und die Länge der Abtheilungen sind so gewählt, dafs, wenn das Kardenband
auf die Trommel der Rauhmaschine aufgewickelt ist, sich auf der Trommel schraubenförmige
Zwischenräume, aber in jeder Hälfte entgegengesetzter Neigung bilden, welche die
Häkchen parcellenartig eintheilen.
Die Anordnung der Abtheilungen A kann auch so getroffen werden, dafs die Zwischenräume
geradlinig und parallel zur Trommelachse verlaufen.
In den Abtheilungen können Häkchen von verschiedener Form zusammengestellt werden,
und die Zwischenräume zwischen den einzelnen Reihen einer Abtheilung können beliebig von
ungleicher Theilung angenommen werden. So können z. B. die Zwischenräume am Anfang
weiter, am Ende enger genommen werden. Diese Anordnung kann auch im Vollbande stattfinden.
Die Neuerung kann ohne Weiteres an allen in der Textil- und Spinnerei-Industrie gebräuchlichen
Tambours und Kardenwalzen angebracht werden.
Claims (1)
- Patent-Ansprüche:i. Eine Metallkarde für Rauhmaschinen und Kardenwalzen, gekennzeichnet durch Häkchen, welche S-förmig gebogen, aus Draht von gespitzt elliptischem Querschnitte hergestellt, am oberen Theil seitlich abgebogen und durch einen seitlichen verticalen Schnitt, welcher parallel der Kante des Kardenbandes liegt, zugespitzt sind.i. Eine Karde der unter ι gekennzeichneten Art, bei welcher die seitliche Abbiegung der Häkchenspitze dadurch entbehrlich gemacht ist, dafs der Verbindungstheil eines Doppelhäkchens schräg zur Kardenkante gelagert ist.Eine Karde der unter ι. bezeichneten Art, bei welcher die Häkchen auf dem Kardenbande . parallelogrammartige, durch zur Längsrichtung desselben schräg verlaufende Unterbrechungen getrennte Abtheilungen bilden, derart, dafs auf der Kardentrommel das aufgewundene Band in parcellenartige Häkchenabtheilungen getheilt wird, welche von der Mitte der Trommel aus durch gegenseitig verlaufende, schraubenförmige Unterbrechungen getrennt sind.
Eine Karde der unter i. bezeichneten Art, bei welcher die Häkchen in den Häkchenabtheilungen auf dem Kardenbande ungleich entfernte Reihen bilden und event, verschiedene Neigungen ihres oberen Theiles gegen das Kardenband haben.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE74358C true DE74358C (de) |
Family
ID=347410
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT74358D Expired - Lifetime DE74358C (de) | Metallkarde für Rauhmaschinen und Kardenwalzert |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE74358C (de) |
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0
- DE DENDAT74358D patent/DE74358C/de not_active Expired - Lifetime
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