DE7430833U - Ausgleichskupplung - Google Patents
AusgleichskupplungInfo
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Description
Akten-Nr. 21 997 S/H. in der Antwort bitte angeben
HEIMTT HARTZ, 4680 WANNE-EICKEL, HEDWIGSTRAßE 24
"AUSGLEICHSKUPPLUNG"
Die Erfindung betrifft eine Ausgleichskupplung, zwischen deren treibenden und getriebenen Teil sich mindestens ein elastisches
Verbindungsglied befindet, welches aus einem Ring besteht, welcher zwei Ringscheiben besitzt, von denen die eine
am treibenden und die andere am getriebenen Teil der Kupplung befestigt ist und zwischen denen ein elastischer Ring angeordnet
ist.
Ausgleichskupplungen lassen entweder axiale bzw. radiale, winklige
oder gleichzeitig parallele und winklige Wellenverlagerungen zu. Verschiedene Typen sind in der Drehrichtung unelastisch, andere
sind durch Verwendung elastischer Elemente so drehnachgiebig gestaltet, daß Drehmomentstoße gedämpft und bei auftretenden
Schwingungen Resonanzerscheinungen vermieden werden können.
Zur Gruppe der drehnachgiebigen Ausgleichskupplungen gehören a3,le Kupplungen, die zwischen beiden Kupplungsteilen elastische
Verbindungsglieder aus Leder, Gummi, Kunststoff, Stahlfedern ud.dgl. besitzen, dadurch geringfügigen Parallelen
und/oder WinkelVerlagerungen nachgeben können und kleine Relativdrehungen
beider Wellen gegeneinander zulassen, wodurch auch Stöße zwischen An- und Abtrieb gemildert werden. Dabei
kann die Stoßminderung durch Energiespeicherung, aber auch durch Energieumsetzung erreicht werden.
Bei drehnachgiebigen Ausgleichskupplungen beschränkt man sich üblicherweise auf die Dämpfungseigenschaften der elastischen
Verbindungsglieder. Dies hat aber den Nachteil, daß zur Erzielung einer möglichst hohen Dämpfung ein elastischer Werkstoff
mit möglichst hohen Dämpfungswerten Verwendung finden muß. Dieses Erfordernis führt jedoch bei Übertragung entsprechender Schwingungsfrequenzen
und -amplituden oder bei vorhandener Radialverlagerung zur schnellen Erwärmung und Zerstörung des elastischen
Werkstoffes der Verbindungsglieder.
Durch die Verwendung von elastischen Werkstoffen mit niedrigen Dämpfungswerten kann zwar die frühzeitige Erwärmung verhindert
werden, jedoch ergeben sich beim Durchlaufen von Resonanzen infolge der verminderten Dämpfung zu große Amplituden, die wiederum
zur Zerstörung der elastischen Verbindungsglieder führen.
Von diesem Stand der Technik ausgehend liegt der Erfindung die
Aufgabe zugrunde, eine Ausgleichskupplung der eingangs genannten
Art zu schaffen, welche in einfacher Weise aufgebaut ist und eine vergleichsweise hohe Lebensdauer besitzt,
wobei insbesondere die Dämpfungseigenschaften der Kupplung bo einstellbar sind, daß sie unter Berücksichtigung einer
hohen Lebensdauer den in der Praxis anfallenden Bedingungen ohne weiteres anpaßbar sind.
Gemäß der Erfindung wird dies dadurch erreicht, daß zwischen dem treibenden und dem getriebenen Teil der Kupplung eine
oder mehrere Reibzonen vorgesehen sind. Hierdruch wird entsprechend dem Coulombschen Reibungsgesetz ein derartiges
Reibmoment erzeugt, daß sich das maximale Reibmoment beim Durchfahren von Resonanzen ergibt, d.h. wenn positive und negative
Momente auftreten, während das ■■■ 'zeugte Reibmoment bei
Übertragung höherer Drehmomente zunehmend absinkt. Der wesent-•liche
Vorteil besteht darin, daß bei großen Amplituden und. kleinen Frequenzen ein großes Reibmoment vorhanden ist, während
bei kleinen Amplituden und hohen Frequenzen eine zu große Reibungswärme vermieden wird.
Die Reibzone bzw. die Reibzonen können von einem Reibring gebildet
werden, welcher zwischen die relativ zueinander beweglichen Teile der Kupplung eingeschaltet ist bzw. sind. Es ist
jedoch auch möglich, daß sich die Reibzone bzw. Reibzonen auf der bzw. den Ringscheiben der elastischen Verbindungsglieder
befinden.
Vorteilhaft ist bei einer Ausführung eine Ausgleichskupplung mit zwei elastischen Verbindungsgliedern der Reibring
zwischen zwei benachbarten Ringscheiben vorgesehen, die beidseitig an dem Reibring anliegen.
Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung sind die elastischen
Verbindungsglieder mit Vorspannung versehen, so daß eine Längenänderung
der Kupplung verhindert wird«
Zur Erzielung einer größeren Winkelbeweglichkeit wird gemäß der
Erfindung vorgeschlagen, daß zwischen dem treibenden und getriebenen Teil ein Federkern od.dgl. angeordnet ist, welcher
aus zwei Ringplatten besteht, zwischen denen ein Kern aus elastischem Material vorgesehen ist. Auch bei dieser Ausführung
ist die erfindungsgemäße Reibzone bzw. sind die Reibzonen vorgesehen, so daß die Kupplung eine Winkelstellung einnehmen
kann, ohne die Reibwirkung wesentlich zu behindern. Dies geschieht vorteilhafterweise dadurch, daß zwischen den Außenseiten
der Ringplatten und denen der Ringscheiben sich die Reibzonen befinden, ggf. unter Zwischenschaltung einer Druckplatte.
Zur schnelleren und einfacheren Montage bzw. Demontage
bestehen elastische Verbindungsglieder, Reibzone bzw. Reibzonen, Federkern od.dgl., Druckplatte od.dgl. aus zwei oder mehreren
Segmenten.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist an Hand der Zeichnung
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näher erläutert, und zwar zeigt:
1 die geschnittene Ansicht einer Ausgleichskupplung;
mit zwei elastischen Verbindungsgliedern und Fig. 2 die gleiche Darstellung, jedoch mit Federkernen
für größere Winkelstellungen.
Bei der Ausgleichskupplung gemäß Fig. 1 ist der treibende Teil mit 1 und der getriebene Teil mit 2 bezeichnet. Der treibende
Teil 1, in Form eines Flansches und der getriebene Teil 2, in Form einer Nabe, sind durch die elastischen Verbindungsglieder
3, 4- miteinander gekuppelt.
Die elastischen Verbindungsglieder 3>
4- bestehen aus je zwei Ringscheiben 5, 6 und. 7, 8. Die Ringscheiden 5, 7 sind mittels
der Schraubbolzen 9 an dem treibenden Teil 1 der Kupplung und die Ringscheiben 6, 8 mittels der Schraubbolzen "10 an dem
getriebenen Teil 2 der Kupplung befestigt. Zwischen den Ringscheiben 5>
6 bzw. 7-> 8 eines elastischen Verbindungsgliedes
3, 4- ist ein elastischer Ring 11, 12 angeordnet. Dieser besteht
beispielsweise aus Gummi.
Anstelle der im dargestellten Ausführungsbeispiel gezeigten zwei elastischen Verbindungsglieder 3» 4- ist es auch möglich, nur
eines, oder aber auch noch mehrere anzuordnen.
Zwischen den Ringscheiben 6, 7 der beiden elastischen Verbindungs-
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glieder 3, 4 ist der Reibring 13 angeordnet. Anstelle des Reibringes
13 ist es auch möglich., die benachbarten Flächen der
Ringscheiben 6, 7 mit Reibzonen, beispielsweise durch einen aufgespritzten
Belag od.dgl., zu versehen.
Das Reibmoment wird bestimmt durch den Reibungsfaktor des verwendeten
Materials des Reibringes 13, unter Berücksichtigung der
Reibungsfläche und durch die eingestellte Vorspannung der elastischen
Ringe 11, 12 der elastischen Verbindungsglieder 3j 4, wobei
die'Vorspannung über die Schraubbolzen 10 einstellbar ist. Die
Einstellung erfolgt jeweils nach den entsprechenden Erfordernissen.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 2 gelten praktisch die gleichen Ausführungen wie vor, jedoch ist bei dieser Ausführung auf eine
vergleichsweise große Winkelstellung Wert gelegt. Zu diesem Zwecke ist zwischen den beiden elastischen Verbindungsgliedern 3, 4 ein
Federkern 14 vorgesehen, welcher aus zwei Ringplatten 15 besteht,
zwischen den ein elastischer Kern 16 vorgesehen ist. Sn den Außenseiten der beiden Ringplatten 1Jj liegen die Reibringe 13 an, von
denen sich der eine an der Ringscheibe 6 und der andere an einer Druckplatte 17 abstützt, die hinwiederum an der Ringscheibe 7 des
elastischen Verbindungsgliedes 4 anliegt.
Ansonsten entspricht die Ausführung der der Fig. 1.
Mit Hilfe der erfindungsgemäßen Vorrichtung wird erreicht, daß
Il Il I
bei Übertragung des maximalen Drehmomentes das Reibmoment
auf ein Minimum absinkt, so daß keine Axialkräfte in der Kupplung erzeugt werden. Hierdurch, wird vermieden, daß sich
bei Drehmomentübertragung eine Längenänderung der Kupplung einstellt, was bisher bei gleichsinniger Anordnung der Übertragungselemente
bei bekannten Kupplungen der !"all ist.
Wie bereite gesagt, ist der erfindungsgemäße Vorschlag auf die
darggstellten und beschriebenen Aasführungsformen nicht beschränkt,
sondern vorteilhaft auch bei Ausgleichskupplungen mit nur einem elastischen Verbindungsglied oder aber auch
mehreren zu verwenden. Außerdem ist die Ausbildung der Reibzonen nich+: auf die körperliche Gestaltung durch Reibringe
beschränkt, sondern kann auch durch gespritzte Auflagen od.dgl.
verwirklicht werden.
1(11 I»
Claims (7)
1.) Ausgleichskupplung, zwischen deren "treibenden und getriebenen
Teil sich mindestens ein elastisches Verbindungsglied befindet, welches aus einem Ring bestehu, welcher zwei
Ringscheiben besitzt, von denen die eine am treibenden und
die andere am getriebenen Teil der Kupplung befestigt ist
und zwischen denen ein elastischer Ring angeordnet ist,
dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem treibenden (1) und dem getriebenen Teil (2) der Kupplung eine oder mehrere
Reibzonen vorgesehen sind.
die andere am getriebenen Teil der Kupplung befestigt ist
und zwischen denen ein elastischer Ring angeordnet ist,
dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem treibenden (1) und dem getriebenen Teil (2) der Kupplung eine oder mehrere
Reibzonen vorgesehen sind.
2.) Ausgleichskup^lung nach Anspruch 1, dadurch κ ekennz e ichnet,
daß die Reibzone bsi. Reibzonen von einem Reibring (13) gebildet ist bzw. von mehreren Reibringen (13) gebildet sind.
3.) Ausgleichskupplung nach Anspruch 1 und/oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Reibzone bzw. Reibzonen sich auf der
bzw. den Ringscheiben (5-8) der elastischen Verbindungsglieder (3»40 befinden.
4·.) Ausgleichskupplung nach Ansp?.uch 1 und/oder einem oder mehreren der folgenden mit zwei elastischen Verbindungsgliedern,
dadurch gekennzeichnet, daß der Reibring (13) zwischen zwei benachbarten Ringscheiben (6,7) vorgesehen ist.
Dipl.-Ing. A. Spalthoff, Patentanwalt, 43 Essen
5.) Ausgleichskupplung nach. Anspruch. 1 und/oder einem oder
mehreren der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß die elastischen Verbindungsglieder (3,4-) mit Vorspannung versehen sind.
6.) Ausgleichskupplung nach Anspruch 1 und/oder einem cder mehreren der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen
dem treibenden (1) und getriebenen Teil (2) der Kupplung ein Federkern (14) od.dgl. angeordnet ist.
7.) Ausgleichskupplung nach Anspruch 1 und/oder einem oder mehreren der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß der Federkern
(14) od.dgl. aus zwei Ringscheiben (I5) besteht, zwischen
denen ein elastischer Kern (16) vorgesehen ist.
6.) Ausgleichskupplung nach Anspruch 6 und/oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den Außenseiten der Ringplatten
(15) und denen der Ringscheiben (6,7) sich die Reibzone bzw. Reibzooen befinden, ggf. unter Zwischenschaltung einer Druckplatte
(17) od.dgl.
9·) Ausgleiohskupplung nach Anspruch 1 und/oder einem oder
mehreren der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß elastische Verbindungsglieder (3,4) Reibzone Dzw. Reibzonen, Federkern (14)
od.dgl., Druckplatte (I7) od.dgl. aus zwei oder mehreren
Segmenten bestehen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19747430833 DE7430833U (de) | 1974-09-13 | 1974-09-13 | Ausgleichskupplung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19747430833 DE7430833U (de) | 1974-09-13 | 1974-09-13 | Ausgleichskupplung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE7430833U true DE7430833U (de) | 1979-02-22 |
Family
ID=31957844
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19747430833 Expired DE7430833U (de) | 1974-09-13 | 1974-09-13 | Ausgleichskupplung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE7430833U (de) |
-
1974
- 1974-09-13 DE DE19747430833 patent/DE7430833U/de not_active Expired
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