DE7430262U - Wellenabdichtung für stehende zylindrische Mischbehälter - Google Patents
Wellenabdichtung für stehende zylindrische MischbehälterInfo
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Description
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PK 2752
Wellenabdichtung für stehende zylindrische Mischbehälter
Die Neuerung betrifft eine Wellenabdichtung für stehende zylindrische Mischbehälter für pulverförmiges, körniges,
pastöses oder flüssiges Gut, mit durch den Behälterboden hindurchgeführter senkrechter Antriebswelle für die bodenseitig
angeordneten Mischwerkzeuge und mehreren übereinander angeordneten Radialdichtringen, vor denen sich zum
Behälterinnenraum hin eine Spaltdichtung als Verdichtung befindet.
Derartige Wellenabd:.chtungen sollen sowohl bei laufender als auch bei stillstehender Antriebswelle den Mischbehälter gegenüber
der durch den Behälterboden hindurchgeführten Antriebswelle abdichten. Während bei laufender Antriebswelle die zum
Behälterinnenraum hin gerichtete Vordichtung in Form von Spaltdichtungen die Gefahr des unmittelbaren Kontaktes zwischen dem
Mischgut und der Dichtlippe des oberen Radialdichtringes wesentlich vermindert, läßt sich dieser Kontakt bei stillstehender
Antriebswelle bei bekannten Wellenabdichtungen mit in Bodennähe des Mischbehälters angeordneter- Spaltdichtung als
Vordichtung nicht vermeiden. Die kurzen Spaltlängen reichen bei stehender Antriebswelle nicht aus, um ein Hindurchkriechen von
flüssigem Mischgut oder Reinigungsflüssigkeiten oder ein Eindringen von kleinsten Teilchen, z.B. beim Befüllen des Mischbehälters
mit pulverförmigem Gut zu verhindern. Einmal eingedrungenes Gut gelangt früher oder später zur Dichtlippe des
oberen Radialcicb/Lringes und führt dort zu Beschädigungen.
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Eine Selbstreinigung der Spalte von bei Stillstand der Antriebswelle eingedrungenem Gut findet nicht statt, da die
senkrechten Spalte der Vordichtung bei laufender Antriebswelle keine Förderwirkung nach außen aufweisen.
Von daher liegt der Neuerung die Aufgabe zugrunde, eine Wellenabdichtung der eingangs genannten Art zu gestalten,
daß ein Durchtreten von Mischgut vom Behälterinnenraum zum oberen Radialdichtring bei stehender Antriebswelle verhindert
und eine Reinigung der Dichtspalte der Vordichtung bei laufender Antriebswelle erreicht werden.
Diese Aufgabe wird neuerungsgemäß dadurch gelöst, daß die Radialdichtringe in drei Gruppen übereinander in einem aus
zwei rohrförmigen, mit Flanschen versehenen, ineinander zentrierten und mit der oberen Planschfläche bündig mit der Bodenfläche
abschließend in einer Ausdrehung im Behälterboden mit durch die Flansche hindurchgeführten Schrauben befestigten
Gehäuseteilen bestehenden Gehäuse angeordnet sind, dessen oberer Gehäuseteil den Behälterboden nach oben überragt und dessen
Außenfläche die Mantelfläche eines nach oben zulaufenden Kegelstumpfes aufweist und zusammen mit der Oberfläche der konischen
Freidrehung in der nach oben verlängerten Nabe des bodenseitig angeordneten Mischwerkzeuges einen sich von oben nach unten im
Außendurchmesser und in der Spaltweite vergrößernden Ringspalt bildet, an den sich unten zwischen dem ebenen Behälterboden
und der nach außen leicht ansteigenden Unterseite des bodenseitig angeordneten Mischwerkzeugs ein Dichtspalt anschließt,
dessen Spaltweite von innen nach außen zunimmt.
Um die Dichtspalte von verfestigtem Mischgut reinigen zu können
ist in weiterer Ausgestaltung der Neuerungen vorgesehen, daß zwischen der oberen und der mittleren Gruppe der Radialdichtringe,
deren Dichtlippen alle nach oben gerichtet sind, im oberen Gehäuseteil eine Öffnung zur Zuführung einer Spülflüssigkeit
angeordnet ist. .
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Um ein Austreten der Spülflüssigkeit nach unten zu verhindern und um zugleich die Wellenabdichtung für Vakuumbetrieb im
Mischbehälter geeignet zu machen ist weiterhin vorgesehen, daß zwischen der mittleren Gruppe der Radialdichtringe, deren
Dichtlippen nach oben gerichtet sind, und der unteren Gruppe der Radialdichtringe, deren Dichtlippen nach unten gerichtet
sind, eine Fettkammer angeordnet ist.
Um ein Austreten von Spülflüssigkeit entlang der senkrechten Antriebswelle zu verhindern ist ferner vorgesehen, daß die im
Bereich der Radialdichtringe auf der senkrechten Antriebswelle befestigten Laufbüchsen mit elastischen Dichtungen gegen die
Antriebswelle abgedichtet sind.
Zum Schutz der Lagerung der senkrechten Antriebswelle gegen das Eindringen von Mischgut oder Spülflüssigkeit beim Undichtwerden
der Wellenabdichtung infolge von Verschleiß ist schließlich noch vorgesehen, daß unterhalb der Laufbüchsen auf der senkrechten
Antriebswelle ein Schleudertellei befestigt ist, der von einer
nach oben offenen Rinne mit einem bodenseitigen Rohranschluß umgeben ist.
Ein Ausführungsbeispiel der Neuerung ist in der Zeichnung dargestellt
und wird im folgenden näher beschrieben.
In einer Ausdrehung im Behälterboden 1 sind die rohrförmigen Gehäuseteile 2 und 3 mit ihren Flanschen durch Schrauben k
befestigt. Die Flansche der Gehäuseteile 2 und 3 sind durch eine Zentrierung 5 in ihrer Lage zueinander gesichert. Im
oberen Gehäuseteil 3 sind die obere Gruppe A und die mittlere Gruppe B, im unteren Gehäuseteil 2 die untere Gruppe C von
Radialdichtringen angeordnet, deren Dichtlippen in den Gruppen
A und B nach oben, in der Gruppe C nach unten weisen und auf den auf der senkrechten Antriebswelle 10 fest aufgezogenen
Laufbüchsen 6a und 6b laufen.
k -
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In der oberen Gruppe A befinden sich drei, in der mittleren Gruppe B und der unteren Gruppe C je zwei Radialdichtringe.
Das obere Gehäuseteil 3 mit den Gruppen A und S der Radialdichtringe
schließt mit der Oberseite seines Flansches mit der Oberseite des Behältertodens 1 bündig ab und überragt mit
seinem freien Ende den Behälterboden J nach oben. Die Außenfläche des den Behälterboden 1 überragenden oberen Gehäuseteils
3 hat die Foι.η der Mantelfläche eines nach oben zulaufenden
Kegelstumpfes. Die nach oben verlängerte Nabe 11a des bodenseitig angeordneten Mischwerkzeuges 11 weist innen
eine konische Freidrehung auf. Die Neigungen des nach oben
kegelig zulaufenden Gehäuseteils und der konischen Freidrehung in der hochgezogenen Nabe 11a sind so gewählt, daß sich die
Spaltweite S des sich von oben nach unten im Außendurchmesser vergrößernder Ringspaltes von oben nach unten vergrößert.
Die Unterseite des bodenseitig angeordneten Werkzeuges 11 a steigt nach außen hin leicht an und bildet zusammen mit dem
ebenen Behälterboden bzw. mit der Oberseite des mit dem Behälterboden bündig abschließenden Flansches des oberen
Gehäuseteils 3 einen Dichtspalt, dessen Spaltweite T sich von innen nach außen vergrößert. Vom Behälterinnenraum zur oberen
Radialdichtung der oberen Gi-uppe A werden somit zwei hintereinanderliegende
und sich jeweils verengende Dichtspalte gebildet, deren Spaltlänge wesentlich größer ist als die Spaltlänge bei
bekannten Spaltdichtungen mit senkrechten und waagerechten Dicht
spalten. Das beim Befüllen des Mischbehälters bei stillstehender Antriebswelle in die Dichtspalten einströmende Gut staut sich
infolge der Spaltverengung bereits nach geringer Eindringtiefe, -wobei auch von. dem im noch freien Dicht spalt verbleibenden
Luftpolster eine zusätzliche Stauwirkung ausgeht. Bei laufender Antriebswelle wird das bis in den sich nach oben verjüngenden
Ringspalt vorgedrungene Mischgut nach unten und anschließend nach außen gefördert, da derartige konische Spalte zwischen
einem stillstehenden und ein.m rotierenden Teil in Richtung
deS Durchmesserzunahme eine ausgeprägte Föräerwirkung aufweisen.
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Zwischen der oberen Gruppe A und der mittleren Gruppe B der Radia!dichtringe ist im oberen Gehäuseteil 3 eine Öffnung
angebracht, durch die über eine Längsbohrung 13 und einen Rohranschluß
lk Spülflüssigkeit zum Spülen der Radialdichtringe in
der oberen Gruppe A und weiter zum Durchspülen der als Vordichtung
dienenden Ringspalte zugeführt werden kann. Der Zwischenraum zwischen der Gruppe D und der Gruppe C der
Radialdichtringe ist als Kettkammer 19 ndt Fett gefüllt.
Die im Bereich der Radialdichtringe auf der senkrechten Antriebswelle
10 befestigten Laufbüchsen 6a und 6b dienen zum Schutz der Antriebswelle gegen Verschleiß. Die untere Laufbüchse 6b ist mit
elastischen Dichtungen 15 z.B. Rundschnurringen, gegen die Antriebswelle 10 abgedichtet, um ein Austreten von Spülflüssigkeit,
die entlang der Antriebswelle nach unten sickern kann, zu verhindern.
Da die Spülflüssigkeiten zum Spülen der oberen Radialdichtringe
und der beiden Ringspalte auch beim Verschleiß der Radialdichtringe von der Lagerung der Antriebswelle 10 mit Sicherheit ferngehalten
werden sollen, ist zwischen der unteren Laufbuchse 6b und einer Schulter der Antriebswelle ein Schleuderteller
angebracht, die von einer nach oben offenen Rinne umgeben ist. Diese Rinne 17 ist mit einem nach unten wegführenden Rohranschluß
l8 versehen.
Die mit der Neuerung erzielten Vorteile bestehen darin, daß die Gefahr des tiefen Eindringens von pulverförmigen, körnigen,
pastösen oder flüssigem Mischgut in die Dichtspalten der Verdichtung
bei stillstehender Antriebswelle; wesentlich vermindert wird und das in die Dichtspalte eingedrungenes Mischgut bei
laufender Antriebswelle zuverlässig aus den Dichtspalten herausgefördert
wird. Hierdurch wird die Standzeit der. Radialdichtringe vergrößert.
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Claims (5)
1. Wellenabdichtung für stehende zylindrische Wischbehälter
für pulverförmiges, körniges, pastöses oder flüssiges Gut, mit durch den Behälterboden hindurchgeführter senkrechter
Antriebswelle für die bodenseitig angeordneten Mischwerkzeuge
und mehreren übereinander angeordneten Radialdichtringen, vor denen sich zum Behälterinnenraum hin eine Spaltdichtung als
Vordichtung befindet, dadurch gekennzeichnet, daß die Rad aldichtringe in drei Gruppen (A, B und C) übereinander
in einem aus zwei rohrförmigen, mit Flanschen versehenen, ineinander zentrierten und mit der oberen Flanschfläche bündig
mit der Bodenfläche abschließend in einer Ausdrehung im Behälterboden (l) mit durch die Flansche hindurchgeführten
Schrauben (4) befestigten Gehäuseteilen (2 und 3) bestehenden Gehäuse angeordnet sind, dessen oberes Gehäuseteil (3) den
Behälterboden (l) nach oben überragt und dessen Außenfläche die Mantelfläche eines nach oben zulaufenden Kegelstumpfes
aufweist und zusammen mit der Oberfläche der konischen Freidrehung in der nach oben verlängerten Nabe (lla) des bodenseitig
angeordneten Mischwerkzeuges (ll) einen sich von oben
nach unten im Außendurchmesser und in der Spaltweite (S) vergrößernden Ringspalt bildet, an den sich unten zwischen dem
ebenen Behälterboden (l) und der nach außen leicht ansteigenden Unterseite des bodenseitig angeordneten Mischwerkzeugs (ll)
ein Dichtspalt anschließt, dessen Spaltweite (T) von innen nach außen zunimmt.
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2. Wellenabdichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der oberen Gruppe (A) und der mittleren
Gruppe (B) der Radialdichtringe deren Dichtlippen alle nach oben gerichtet sind, im oberen Gehäuseteil (3) eine
Öffnung '.12) zur Zuführung einer Spülflüssigkeit angeordnet ist.
3· Wellenabdichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch
gekennzeichnet, daß zwischen der mittleren Gruppe (B) der Radialdichtringe, deren Dichtlippen nach oben gerichtet
sind, und der fieren Gruppe (C) der Radialdichtringe,
deren Dichtlippen nach unten gerichtet sind, eine Fettkanuner (19) angeordnet ist.
k. Wellenabdichtung nach den Ansprüchen 1 bis 3i
dadurch gekennzeichnet, daß die im Bereich der Radialdichtringe auf der senkrechten Antriebswelle befestigten
Laufbüchsen (6b) mit elastischen Dichtungen (15) gegen die Antriebswelle (lO) abgedichtet sind.
5. Wellenabdichtung nach den. vorhergehenden Ansprüchen,
dadurch gekennzeichnet, daß unterhalb der Laufbüchsen
(6a, 6b) auf der senkrechten Antriebswelle (JO) ein Schleuderteller (l6) befestigt ist, der von einer nach
oben offenen Rinne (l7) mit einem bodenseitigem F.ohranschluß
{18) umgeben ist.
743026219,1174
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE7430262U DE7430262U (de) | 1974-09-07 | 1974-09-07 | Wellenabdichtung für stehende zylindrische Mischbehälter |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE7430262U DE7430262U (de) | 1974-09-07 | 1974-09-07 | Wellenabdichtung für stehende zylindrische Mischbehälter |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE7430262U true DE7430262U (de) | 1974-12-19 |
Family
ID=1308598
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE7430262U Expired DE7430262U (de) | 1974-09-07 | 1974-09-07 | Wellenabdichtung für stehende zylindrische Mischbehälter |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE7430262U (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2725028A1 (de) * | 1977-06-03 | 1978-12-07 | Hartmann Kg | Mischgefaess, insbesondere fuer fluessigkeiten |
| WO2003032736A1 (fr) * | 2001-10-19 | 2003-04-24 | VMI (Société anomyme) | Procede de petrissage sous vide avec introduction d'oxygene et dispositif pour la mise en oeuvre dudit procede |
-
1974
- 1974-09-07 DE DE7430262U patent/DE7430262U/de not_active Expired
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2725028A1 (de) * | 1977-06-03 | 1978-12-07 | Hartmann Kg | Mischgefaess, insbesondere fuer fluessigkeiten |
| WO2003032736A1 (fr) * | 2001-10-19 | 2003-04-24 | VMI (Société anomyme) | Procede de petrissage sous vide avec introduction d'oxygene et dispositif pour la mise en oeuvre dudit procede |
| FR2831023A1 (fr) * | 2001-10-19 | 2003-04-25 | Vmi | Procede de petrissage sous vide avec introduction d'oxygene et dispositif pour la mise en oeuvre dudit procede |
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