DE74263C - Verschlufs für Sterilisirungs- und Auf bewahrungsgefäfse - Google Patents

Verschlufs für Sterilisirungs- und Auf bewahrungsgefäfse

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DE74263C
DE74263C DENDAT74263D DE74263DA DE74263C DE 74263 C DE74263 C DE 74263C DE NDAT74263 D DENDAT74263 D DE NDAT74263D DE 74263D A DE74263D A DE 74263DA DE 74263 C DE74263 C DE 74263C
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DE
Germany
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closure
cotton wool
wadding
germ
cover
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DENDAT74263D
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English (en)
Original Assignee
J. LUSTECK, Apotheker, in Landshut, Bayern
Publication of DE74263C publication Critical patent/DE74263C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B65CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
    • B65DCONTAINERS FOR STORAGE OR TRANSPORT OF ARTICLES OR MATERIALS, e.g. BAGS, BARRELS, BOTTLES, BOXES, CANS, CARTONS, CRATES, DRUMS, JARS, TANKS, HOPPERS, FORWARDING CONTAINERS; ACCESSORIES, CLOSURES, OR FITTINGS THEREFOR; PACKAGING ELEMENTS; PACKAGES
    • B65D51/00Closures not otherwise provided for
    • B65D51/16Closures not otherwise provided for with means for venting air or gas
    • B65D51/1605Closures not otherwise provided for with means for venting air or gas whereby the interior of the container is maintained in permanent gaseous communication with the exterior

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Closures For Containers (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Zur Aufbewahrung sterilisirter Verbandstoffe für aseptische Wundbehandlung fehlte es bisher immer noch an einem wirklich keimdichten Verschlüsse.
Die Glas- oder Metallgefäfse, welche zur Bergung der betreffenden Materialien verwendet werden, müssen diesen entsprechend in der Regel eine weite Oeffnung haben. Diese wird entweder verschraubt, verklebt oder mit Gummi abgedichtet, oder man verlöthet die Gefäfse. Ein durch Verlöthen hergestellter Verschlufs hat jedoch folgende Nachtheile: Er ist nicht leicht auszuführen und ist schwer zn öffnen; wenn einmal aufgerissen, kann er augenblicklich nicht, auch nicht nothdürftig, wieder hergestellt werden, weshalb der Inhalt sofort verbraucht werden mufs. Da jede Büchse also nur einmal zur Verwendung kommen kann, ist er sehr theuer. Endlich erschwert er ein sicheres Sterilisiren. Wasserdampf läfst er über-, haupt nicht zu, und falls dieser bei offenen Büchsen zur Anwendung kommt, verlassen diese meist nicht vollkommen verschlossen den Sterilisirapparat, durch Verdichtung der im Innern sich abkühlenden Dämpfe entsteht ein Vacuum, die äufsere Luft strömt nach, und infolge dessen ist dem Eindringen von Keimen durch das zu spät kommende Verlöthen nicht vorgebeugt.
Nun würde aber der Abschlufs von Luft als solcher an sich gar nicht nöthig sein, wenn der angewendete Verschlufs als Filter wirken würde. Ein solcher wird z. B. in Form von Wattepfropfen für kleine Röhren, wie sie zu den einschlägigen Arbeiten in bacteriologischen Laboratorien (Abschlufs der entsprechenden Nährböden) dienen, mit Erfolg verwendet.
Diese als Filter wirkende j entfettete, reine Baumwolle kann aber, zu einem Pfropfen geballt, eben nur für die genannten engen Röhrchen Verwendung finden.
Darum ist es der Zweck der vorliegenden Erfindung, unter gänzlichem Abgehen von dem früher angestrebten Ziele einer luftundurchlässigen Verschliefsung den Filterverschlufs mit allen seinen Vortheilen auch für gröfsere, der ärztlichen Praxis entsprechende Gefäfse, wie Flaschen und Büchsen, nutzbar zu machen und zwar auf solche Art, dafs er so leicht wie ein gewöhnlicher Pfropfen oder Korken zu handhaben ist.
Der Verschlufs besteht, wie die Zeichnung in Höhenschnitten zeigt, aus Abschnitten zweier am besten aus Blech gefertigter Hohlkegel a b mit je einem Boden am 'engeren Ende, welche so gewissermafsen zwei Schalen bilden. Der Durchmesser dieser Schalen richtet sich nach dem der Gefäfsöffnung. Fig. 1 zeigt z. B. einen Verschlufs, der nur für weithalsige Glasflaschen, deren Hals sich konisch verengt, bestimmt ist, Fig. 2 dagegen einen solchen für grofse Blechbüchsen. Die beiden Schalen werden, nachdem sie zum nachbeschriebenen Zwecke in einander gesteckt worden sind, mittelst Klemmschrauben zusammengeprefst. Bei den kleineren Verschlüssen genügt hierzu eine einzige im Mittel befindliche Schraube c; bei gröfseren verwendet man deren zwei oder mehrere. Der Innentheil b ist mit einem festen oder beweglichen Bügel d als Griff zum Erfassen des ganzen Verschlusses versehen. Die genannten Schalen bilden nun die Basis zur Anbringung des Watteüberzuges e. Dieser besteht

Claims (1)

  1. aus mehreren (je circa ι cm dicken) Scheiben, welche eben auf einander gelegt werden. Zwisphen diese Wattescheiben werden solche aus jenem sehr feinen elastischen Gewebe, das unter dem Namen. »Marceline« bekannt ist, eingelegt. Der Durchmesser der Scheiben mui's in der Regel etwas über doppelt so grofs als der des Bodens von α sein.
    Der Verschlufs wird folgendermafsen zusammengestellt. Die äufsere Schale wird mit dem Boden und der eingesteckten Schraube mitten auf die Wattescheiben gestellt. Diese werden dann empor- und über den Rand der Schale in das Innere derselben eingeschlagen, so dafs sie mit ihren Rändern theilweise noch unten auf den Boden zu liegen kommen. Der Watteüberzug wird hierbei möglichst faltenlos angestreift. Hierauf wird die kleinere Schale b eingesteckt und durch Anziehen der Schraube festgeprefst. Dadurch wird der Watteüberzug mit den Gewebeeinlagen am ganzen Umfange gleichmäfsig angezogen und festgehalten. Die Stoffeinlagen verhindern hierbei ein Verschieben und zu leichtes Nachgeben der Watte.
    Ein solcher Verschlufs, wie ihn Fig. 3 noch in vergrößertem Malsstabe zeigt, bildet ein höchst elastisches Polster. Bei kleineren Glasflaschen sitzt er infolge Reibung fest genug; für grofse Gefäfse können, wie Fig. 2 zeigt, zwei Stifte gg angebracht werden, welche in Schlitze der Gefäfswand eingreifen und damit einen sogen. Bajonnetverschlufs bilden. Damit der obere, freiliegende Watterand dem Beschmutztwerden weniger ausgesetzt ist, kann man den Innentheil b auch mit einem horizontalen Rande versehen. Ferner kann derselbe, statt schalenförmig, auch massiv sein; jedoch wird hierdurch das Gewicht des Verschlusses unnöthig erhöht.
    Da bei dem beschriebenen Verschlüsse die Luft gezwungen ist) die mehrere Centimeter hohe Watteschicht zu passiren, mufs sie alle Keime in sich absetzen. Mit diesem Verschlüsse, der durch einen einzigen Handgriff zu schliefsen und zu öffnen ist, kann nach jedesmaliger Materialienentnahme der Inhalt des Gefäfses sofort wieder keimdicht abgeschlossen werden. Gänzlich entleert, kann dieses von neuem gefüllt und der neue Inhalt sterilisirt werden. Hierbei kann der Behälter geschlossen in den Sterilisirapparat kommen; trotzdem aber können heifse Luft und Wasserdämpfe durch die poröse Watte hindurch zum Inhalte gelangen. Der Arzt ist sogar im Stande, mittelst eines einfachen Koch'sehen Dampfkochtopfes sich die Instrumente und Verbandstoffe in kurzer Zeit selbst zu sterilisiren und keimdicht aufzubewahren. Ein durch längeren Gebrauch abgenutzter Watteüberzug kann schnell und leicht durch einen neuen ersetzt werden.
    Patenτ-Ansρrüch:
    Ein keimdichter Verschlufs für Sterilisirungs- und Auf bewahrungsgefäfse sowie fürConservenbüchsen, bestehend aus zwei in einander gesteckten Körpern α und b mit einem durch Zusammenpressen derselben an ihnen festgehaltenen Watteüberzuge e über dem äufseren Theile a.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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