DE742129C - Rollenschneid- und Wickelmaschine fuer Papier o. dgl. - Google Patents
Rollenschneid- und Wickelmaschine fuer Papier o. dgl.Info
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Description
- Rollenschneid- und Wickelmaschine für Papier o. dgl. Werden schmale Streifen aus Papier o. dgl. in einer Rollenschneid- und Wickelmaschine auf eine einzige Aufwickelwellle unmittelbar nebeneinander aufgewickelt, so lassen sich die einzelnen Scheiben beim Abnehmen von der Aufwickelivellle oft nur schwer voneinander trennen, wenn nicht schon vor dem Aufwickeln besondere Maßnähmen zur leichten Rollentrennung ergriffen worden sind. Zu diesen Maßnahmen zählt in erster Linie das Auseinanderführen der einzelnen Streifen um geripge Beträge zwischen der Schneidvorrichtung und der Aufwickelvorrichtung. Dieses Auseinanderführen wird im allgemeinen durch eine zwischen die Schneidvorrichtung und die Aufwickelvorrichtung eingeschaltete Trennstrecke von mehr oder minder größer Länge erreicht, an deren der Aufwickelstelle zugewendetem Ende ein Stab angeordnet ist, der schmale Scheiben trägt, die zwischen die geschnittenen Streifen eintreten und, sie voneinander trennen.
- Es sind Rollenschneid- ,und Wickelmaschinen, mit Trennvorrichtung bekannt, bei denen die Längsschneidvorrichtung und die Trennvorrichtung ortsfest, die Aufwickelwelle hingegen ortsveränderlich angeordnet ist. Der Antrieb einer ortsveränderlich gelagerten Aufwickelwelle aber ist verwickelt und teuer.
- Bei einer anderen bekannten Bauart von Rollenschneid- und Wickelmaschinen mit Trennvorrichtung ist zwar die Aufwickelwelle ortsfest, dagegen sind Schneidvorrichtung und Trennvorrichtung ortsveränderlich gelagert. Auch das hat Nachteile. Bei dieser Ausführungsform ist die Schneidvorrichtung Erschütterungen ausgesetzt, die sich auf die geschnittenen Streifen übertragen und das Aufwickeln der einzelnen Streifen mit genauer Kantendeckung ebenfalls verhindern oder zum mindesten erschweren. Außerdem gestaltet sich der Antrieb der Schneidvorrichtung umständlich und ist damit teuer.
- Es ist auch nicht neu, Rollenschneidmas'chinen finit ortsfest gelagerter Schneidwalzengruppe, einer ortsfest gelagerten Aufwickelwelle, aber pendelnd angeordneter Trennvorrichtung, auszurüsten. Bei den bekanntgewordenen Maschinen dieser Art wird die Trennvorrichtung in annähernd waagerechter mit derjenigen Ebene ungefähr zusammenfallender Richtung geschwenkt, in der die geschnittenen Streifen der Aufwickelrolle zulaufen. Es hat dies den-Nachteil, daß die Trennstrecke mit zunehmendem Durchmesser der sich aufwickelnden Rolle kürzer wird. Daraus folgt, daß die geschnittenen Streifen bei großem Aufwickeldurchmesser durch einen ungünstig großen Winkel von ihrer Ausgangslage abgelenkt werden, wenn die Trennstrecke nicht unnatürlich lang bemessen ist. Ein großer Ab$enkungswinkel stört aber das einwandfreie Aufwickeln der Streifen, während eine besonders lange Trennstrecke wegen der in diesem Falle erforderlichen großen Maschinentiefe ebenfalls unerwünscht ist.
- Die Erfindung beseitigt den geschilderten Mangel. Ihr Gegenstand ist :eine Rollenschneid- und Wickelmaschine;für Papier o. dgl., bei der die Schneidvorrichtung und die Aufwickelvorrichtung ortsfest gelagert sind und eine pendelnd gelagerte Trennvorrichtung für die geschnittenen Streifen vorhanden ist, die die sich aufwickelnde Rolle mit einer Walze berührt, und zeichnet sich dadurch aus, daß die Trennvorrichtung als Rahmen ausgebildet ist, der von zwei die geschnittenen Streifen führenden Walzen begrenzt wird, deren :eine in der Nähe der Schneidvorrichtung ortsfest gelagert ist, während die andere, in deren Nähe der Trennstab angeordnet ist, als Druckwalze pendelnd auf der Oberseite der sich aufwickelnden Rollen aufliegt.
- Eine Rollenschneidmaschine dieser Art hat verschiedene wertvolle Vorzüge.
- Sie arbeitet vor allem mit dauernd unverändert bleibender Trennstrecke und hat ferner den Vorteil, daß sie als ,Mittel zur Beeinflussung der Wickelhärte der sich aufwickelnden Rolle verwendet werden kann.
- Bei .einer bekannten Rollenschneidmaschine mit ortsfest gelagerter Schneidwalzengruppe, ortsfest gelagerter Aufwickelwelle und pendelnd angeordneter Trennvorrichtung liegt die Trennvorrichtung zwar ebenfalls mit einer dem Trennstab unmittelbar nachgeschalteten Walze an der sich aufwickelnden Rolle an. Dabei handelt es sich aber um eine Trennvorrichtung der eingangs beschriebenen Art, bei der also der Schwenkpunkt der Trennvorrichtung etwa senkrecht unterhalb des Trennstabes und der beschriebenen Walze angeordnet ist. Die Maschine hat somit den bereits geschilderten Nachteil, daß die Länge der Trennstrecke sich mit dem Durchmesser der sich aufwickelnden Rolle ändert. Ferner stellt bei ihr, wie übrigens auch bei anderen bekannten Rollenschneidmaschinen, die Streifenspannung eine Kraft dar, die im Sinne des Abhebens der Trennvorrichtung von der sich aufwickelnden Rolle wirkt, so daß ein Gegengewicht erforderlich ist.
- Beim Erfindungsgegenstand hingegen ist die Spannung der die Trennvorrichtung durchlaufenden Papierstreifen bestrebt, den Druck des Trennrahmens auf die sich aufwickelnde Rolle zu vermehren und dadurch die beabsichtigte Schaffung harter und damit transportfähiger Scheiben aus aufgewickelten Streifen zu unterstützen.
- Es ist ein weiterer Nachteil der bekannten Rollenschneidmaschinen der vorerwähnten Art, daß der Trennstab und gegebenenfalls die ihm nachgeschaltete, an der sich aufwickelnden Rolle anliegende, in den gleichen Hebeln gelagerte Walze und das der Bewegung von Trennstab und Druckwalze entgegenwirkende Gegengewicht den in waagerechter Richtung gemessenen Abstand von der Schwenkachse ständig ändern. Damit Wechselt nämlich der Druck, unter dem die Trennvorrichtung an der sich aufwickelnden Rolle anliegt, dauernd. Das Ergebnis dieses Verhältnisses ist eine ungleichmäßige Wickelhärte.
- Bei der Vorrichtung nach der Erfindung liegt der Trennrahmen auf der Oberseite der sich aufwickelnden Rolle auf, d. h. es bleibt der Druck, den er auf die sich auf-«ickelnde Rolle ausübt, während des ganzen Aufwickelvorganges annähernd gleich. Für die Erzielung einer gleichmäßigen Wickelhärte ist das besonders wertvoll.
- Schließlich ist die beschriebene bekannte Rollenschneidmaschinenausbildung, bei der die Trennvorrichtung mit einer besonderen Walze an der sich aufwickelnden Rolle anliegt, mit dem Nachteil behaftet, daß die Trennscheiben bei verschiedenen Auf«-ickeldurchmessern verschieden tief zwischen die geschnittenen Streifen eintreten und diese bei großem Aufwickeldurchmesserüberhaupt nicht mehr erreichen. Die Maschine läßt somit nur einen beschränkten Aufwickeldurchmesser zti.
- Bei dem Gegenstand der Erfindung treten die Trennscheiben unabhängig vom jeweiligcri Durchmesser der sich aufwickelnden Rolle immer um den gleichen Betrag zwischen diu geschnittenen Streifen hindurch.
- In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Gegenstandes der Erfindung wiedergegeben, und zwar stellen dar Abb. t einen Querschnitt durch eine Rollenschneid- und Wickelmaschine, Abb.2 eine Draufsicht auf die gleich(-Maschine.
- Die von der in der Zeichnung nicht dargestellten Vorratsrolle kommende Werkstoltbahn z wird den in den beiden Maschinenwangen 2 und 3 gelagerten S#rhneidwalzen 4 und 5 zugeführt und durch diese in 'schmale Streifen zerteilt. Die geschnittenen Streifen werden nach dem Verlassen der Schneidwalze ¢ der Trennvorrichtung zugeleitet, die sich aus folgenden Teilen zusammensetzt: Einer der Schneidwalze ¢ benachbarten, von der ortsfest gelagerten Achse 6 getragenen Leitwalze 7, zwei mit je einem Ende mit der Achse 6 fest verbundenen Laschen 8 und 9, einer die beiden anderen Enden der Laschen 8 und 9 verbindenden, eine Walze i o tragenden Achse I I und einem zwischen den beiden Walzen 7 und i o in unmittelbarer Nachbarschaft der Walze io .mit ihr gleichlaufend angeordneten, mit den Laschen 8 und 9 fest verbundenen Stab 12, der mit Trennscheiben 13 besetzt ist.
- Die geschnittenen Streifen laufen von der Unterseite der Walze 7 zur Oberseite der Walze i o, werden auf ihrem Wege dorthin durch die in entsprechenden Abständen angeordneten Trennscheiben 13 um einen ge ringen Betrag strahlenförmig auseinandergeführt und nach dem Hinweglaufen über die Walze i o auf der unterhalb dieser in den Maschinenwangen ortsfest gelagerten Aufwickelwelle 14 zu Scheiben 15 aufgewickelt. .
- Mit wachsendem Durchmesser der sich aufwickelnden Rollen 15 hebt sich die Walze i o. Die Trennvorrichtung pendelt daher um die Achse 6 der Leitwalze 7. Der -größte Durchmesser der sich aufwickelnden Rollen Lind die zugehörige Stellung des Pendelrahmens sind auf der Zeichnung in strichpunktierten Linien wiedergegeben. .
- Der Druck, mit dem die Walze io auf den sich aufwickelnden Scheiben aufliegt, bestimmt deren Härte -und .damit ihre Güte zu einem wesentlichen Teil mit. Der Auflagedruck kann durch Verschieben des Gewichtes 16 geregelt werden, das auf einer Stange 17 angeordnet ist, die mit der Achse 6 der Walze 7 und damit mit dem, gesamten Pendelranzen. fest verbunden ist.
- Die ortsfeste Lägerung sowohl der Schneidwalzen q. und 5 als auch der Aufwickelwelle 14 gewährleistet nicht nur ein störungsfreies Schneiden und ein einwandfreies Aufwickeln, sondern ermöglicht die Erzielung dieser beiden Vorteile mit einer besonders einfachen und billigen Maschine.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Rollenschneid- und Wickelmaschine für Papier o. dgl., bei der die Schneidvorrichtung und die Aufvickelvorrichtung ortsfest gelagert sind und eine pendelnd gelagerte Trennvorrichtung für die geschnittenen Streifen vorhanden ist, die die sich aufwickelnde Rolle mit einer Walze berührt,' dadurch gekennzeichnet, daß die Trennvorrichtung (6 bis 13) als Rahmen ausgebildet ist, der von zwei die geschnittenen Streifen führenden. Walzen (7, io) begrenzt wird, deren eine (7) in der Nähe der Sr-hneidvorrichtung (q., 5) ortsfest gelagert ist, während die andere (i o), in deren Nähe der Trennstab (12) angeordnet ist, als Druckwalze pendelnd auf der Oberseite der sich aufwickelnden Rollen (15) aufliegt. Zur Abgrenzung des Anmeldungsgegenstandes vom Stand der Technik sind im Erteilungsverfahren folgende Druckschriften in Betracht gezogen worden: deutsche Patentschrift Nr.-3oo 683, 310218, 311 653.-
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEG101812D DE742129C (de) | 1940-06-06 | 1940-06-06 | Rollenschneid- und Wickelmaschine fuer Papier o. dgl. |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEG101812D DE742129C (de) | 1940-06-06 | 1940-06-06 | Rollenschneid- und Wickelmaschine fuer Papier o. dgl. |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE742129C true DE742129C (de) | 1943-11-22 |
Family
ID=7141481
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEG101812D Expired DE742129C (de) | 1940-06-06 | 1940-06-06 | Rollenschneid- und Wickelmaschine fuer Papier o. dgl. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE742129C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4004747A (en) * | 1972-07-01 | 1977-01-25 | Maschinenbau Greene Gmbh & Co., Kg | Winding apparatus |
| WO2001014232A1 (de) * | 1999-08-24 | 2001-03-01 | Kampf Gmbh & Co. | Rollenschneid- und wickelmaschine |
Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE300683C (de) * | ||||
| DE310218C (de) * | ||||
| DE311653C (de) * |
-
1940
- 1940-06-06 DE DEG101812D patent/DE742129C/de not_active Expired
Patent Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE300683C (de) * | ||||
| DE310218C (de) * | ||||
| DE311653C (de) * |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4004747A (en) * | 1972-07-01 | 1977-01-25 | Maschinenbau Greene Gmbh & Co., Kg | Winding apparatus |
| WO2001014232A1 (de) * | 1999-08-24 | 2001-03-01 | Kampf Gmbh & Co. | Rollenschneid- und wickelmaschine |
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