-
Elektrisches Doppelpunkt- oder Doppelrollennahtschweißen Die Erfindung
betrifft die bekannte @ elektrische Doppelpunkt- oder Doppelrollenschweißung, bei
der -die beiden Elektroden auf einer Seite der beiden miteinander zu verschweißenden
Werkstückteile angeordnet sind und bei der auf die Anordnung. v an Gegenelektroden
verzichtet wird. Bei dieser Schweißung besteht die Aufgabe, Vorkehrungen zu treffen,
daß der Schweißstrom von der einen Elektrode in das den Elektroden abgewandte Werkstückteil
übergeht und in letzterem bis zur anderen Elektrode fließt, um von dort aus wieder
über das den Elektroden zugewandte Werkstückteil in diese letztere Elektrode überzugehen.
Mit anderen Worten, es soll vermieden werden, daß der Schweißstrom in dem den Elektroden
zugewandten Werkstückteil von der einen zur anderen Elektrode fließt, da in diesem
Falle eine Verschweißung der beiden Werkstückteile nicht oder nur ungenügend erfolgt.
Es ist bereits vorgeschlagen worden, auf der Seite der Elektroden elektromagnetisch-induktiv
wirkende Stromverdrängungsmittel anzuwenden, durch die der Schweißstrom aus dem
den Elektroden zugewandten Werkstückteil verdrängt wird. Mit Rücksicht darauf, daß
man bestrebt ist, den Abstand der Elektroden auf ein beliebiges Mindestmaß verringern
zu können und die Zugänglichkeit zum Werkstück nicht zu beeinträchtigen und daß
es in vielen Fällen erforderlich ist, die Elektrodenform der jeweiligen Gestaltung
des Werkstückes anzupassen, ist die Anordnung der Stromverdrängungsmittel, wie Spanten
o. dgl., unerwünscht. In manchen Fällen steht genügend Raum für die Unterbringung
von hinreichend wirksamen Stromverdrängungsmitteln gar nicht zur Verfügung.
-
Durch die Erfindung wird nun die Anwendung der Doppelpunktschweißung
ermöglicht, ohne daß es hierzu der Anordnung von Stromverdrängungsmitteln
bedarf.
Nach der Erfindung werden bei Werkstücken, hauptsächlich Blechen, die ungleich große
Aufwölbungen besitzen oder von denen nur der eine der beiden zu verschweißenden
Teile eine Aufwölbung besitzt, die beiden Schweißelektroden auf den die größere
Aufwölbung besitzenden Werkstückteil zu beiden Seiten der Aufwölbung aufgesetzt.
Hierdurch wird der-Stromweg in dem den Elektroden zuge= wandten Werkstückteil länger
und damit der Widerstand größer als in dem gegenüberliegenden Werkstückteil zuzüglich
-des Übergangswiderstandes zwischen den beiden Werkstückteilen, so daß die Gewähr
für eine einwandfreie Verschweißung der beiden Werkstückteile gegeben ist. Der Erfindungsgegenstand
eignet sich besonders zur Ausführung von Doppelpunktschweißungen im Innern von Hohlkörpern
mit verhältnismäßig geringer lichter Weite.
-
Die Erfindung ist in erster Linie anwendbar bei dünnwandigen Werkstücken,
vorwiegend aus Leichtmetallblechen, da bei diesen die Vorbedingungen besonders günstig
sind und da bei Leichtmetall infolge der guten Leitfähigkeit dieses Werkstoffes
die Möglichkeit eines Stromflusses in dem den Elektroden zugewandten Werkstückteil
besonders groß ist.
-
Gegen den von den Elektroden abgewandten Werkstückteil liegt, wie
bei der an sich bekannten Doppelpunktschweißung, ein Körper von gutem elektrischem
Leitvermögen an, um die Leitfähigkeit des genannten Werkstückteils zu verbessern.
Dieser Körper, der zweckmäßig der jeweiligen Bauteilform angepaßt ist, dient beim
Schweißvorgang als Anlage und erhält die Werkstückteile in der erwünschten Form.
-
Der Erfindungsgegenstand ist in der Zeichnung an Hand dreier Ausführungsbeispiele
näher erläutert. Es zeigen Abb. i die miteinander zu verschweißenden Werkstückteile
mit den Doppelelektroden und dem anliegenden Leitungskörper, Abb.2 und 3 weitere
Ausführungsformen der Werkstückteile.
-
Bei allen Ausführungsbeispielen liegen die Verbindungen auf einer
Linie x und y. Die Verbindungen werden durch Punktschweißung hergestellt unter Anwendung
der bekannten Doppelpunktschweißung mit Hilfe der Elektroden i und 2 ohne Gegenelektrode.
Die miteinander zu verschweißenden Werkstückteile sind mit 3, 3' und 4 bezeichnet.
Von diesen weisen die den Elektroden zugewandten Werkstückteile 3 und 3' gegenüber
den Werkstückteilen ,4 eine an den zwischen den Verbindungslinien x, y sich erstreckenden
Teilen Auf-,völbungen 5 auf. Beim Ausführungsbeispiel gemäß Abb. 2 hat der den Elektroden
abgewandte Werkstückteil d zwar . auch eine Durchwölbung 6 zwischen den Linien
x, y, jedoch ist die Wölbungshöhe geringer als beim Werkstückteil3. Die Rufwölbung
5 bedingt einen längeren Stromweg und höheren Widerstand von der Elektrode i zur
Elektrode 2, so daß der Stromübergang von Elektrode i zu Elektrode 2 auf dem kurzen
Weg über den Werkstückteil 4 erfolgt.
-
Um den Stromübergang zum Werkstückteil 4 noch zu verbessern, liegt
in an sich bekannter Weise gegen letzteren ein Körper 7 aus einem Werkstoff mit
gutem elektrischem Leitvermögen, z. B. Silber oder Kupfer, an, der im Widerlager
8 gehalten ist und von einem Teil des Stromes durchflossen wird. Bei gekrümmten
Bauteilen ist er dem Krümmungsverlauf des Werkstückteils d. angepaßt. Zur Kühlung
des Körpers 7 sind die Kühlmittelzu- und -abflußstutzen g und io angeordnet.
-
Die Rufwölbung 5 bildet zusammen mit dem Werkstückteil d. ein. Hohlprofil,
welches das aus den Teilen 3, .a. sich zusammensetzende Werkstück versteift.