DE74129C - Lokomotive mit Vorspannachse - Google Patents

Lokomotive mit Vorspannachse

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DE74129C
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DE
Germany
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locomotive
axle
machine
cylinders
steam
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT74129D
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English (en)
Original Assignee
Lokomotivfabrik Krauss & Co., Aktiengesellschaft, in München
Publication of DE74129C publication Critical patent/DE74129C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61CLOCOMOTIVES; MOTOR RAILCARS
    • B61C15/00Maintaining or augmenting the starting or braking power by auxiliary devices and measures; Preventing wheel slippage; Controlling distribution of tractive effort between driving wheels
    • B61C15/02Maintaining or augmenting the starting or braking power by auxiliary devices and measures; Preventing wheel slippage; Controlling distribution of tractive effort between driving wheels by auxiliary driving wheels; by temporary coupling or use of fly wheels or booster engines

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Transportation (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Hydraulic Clutches, Magnetic Clutches, Fluid Clutches, And Fluid Joints (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 20: Eisenbahnbetrieb.
in MÜNCHEN.
Lokomotive mit Vorspannachse.
Fatentirt im Deutschen Reiche vom 11. Juli 1893 ab.
Bei einer Lokomotive gewöhnlicher Bauart (für Personen- und Schnellzugdienst) mit zwei gekuppelten Achsen, welche von einem Paar Dampfcylinder angetrieben werden, müssen die Abmessungen der letzteren so gewählt werden, dafs sie die der Gesammtbelastung der gekuppelten Achsen entsprechende Maximalzugkraft zu entwickeln vermögen. Bei Ueberschreitung einer gewissen Geschwindigkeitsgrenze nun wird einerseits die Kuppelung der Achsen überflüssig, indem für die durch die Verdampfungsfähigkeit des Kessels bestimmte Zugkraft von hier an die Adhäsion einer einzelnen Achse vollständig genügen würde, andererseits würden für diese Geschwindigkeiten geringere Abmessungen der Dampfcylinder besser entsprechen als die nach der Maximalzugkraft berechneten. Durch beide Momente, durch das schwere Laufen infolge der Kuppelung der Achsen sowohl als auch durch die zu grofsen Cylinder wird die Wirkung der Maschine ungünstig beeinflufst und sind aus diesen Gründen die gröfsten Leistungen bei grofsen Geschwindigkeiten, sowie die gröfsten absoluten Fahrgeschwindigkeiten überhaupt bisher immer durch ungekuppelte Maschinen mit nur einer Triebachse erreicht worden. Die Anwendung solcher verbietet sich jedoch in den meisten Fällen durch ihre zu geringe Maximalzugkraft.
Die vorliegende Construction hat den Zweck, die Vortheile der ungekuppelten Maschine mit der gröfseren Zugkraft der gekuppelten zu vereinigen. Zu dem Zwecke sind zwei gesonderte Triebachsen angewendet (s. zunächst Fig. 1 bis 5), deren jede durch ein besonderes Cylinderpaar angetrieben wird. Die Hauptmaschine mit innen liegenden Cylindern α und einer Triebachse b mit möglichst grofsen Rädern soll bei allen Fahrgeschwindigkeiten arbeiten. Die Vorspannmaschine mit den aufsen liegenden Cylindern c und einer Triebachse d, deren Raddurchmesser erheblich geringer bemessen werden kann, ist dagegen dazu bestimmt, nur bis zu der Geschwindigkeitsgrenze mitzuarbeiten, bis zu welcher die Adhäsion von zwei Achsen benöthigt wird; darüber hinaus soll sie ausgeschaltet werden und überhaupt still stehen. Dies wird auf folgende Weise erreicht:
Die Vorspannachse d ist zwischen zwei Laufachsen e e, welche am besten zu einem um den Punkt f, Fig. 3, schwingenden Drehgestell bekannter Anordnung vereinigt werden, in den äufseren Hauptrahmen g der Maschine in gewöhnlicher Weise zwischen Gleitbacken h senkrecht verschiebbar gelagert. Die Lager i, Fig. 2, derselben sind mit den Federstützen k fest verbunden. Letztere bilden zugleich die Kolbenstangen der Belastungscylinder /, treten mittels Stopfbüchse durch die oberen Cylinderdeckel und sind an ihrem oberen Ende mit den Federn m verbunden, welche nach oben gespannt sind und deren Spannung etwas gröfser ist als das Gewicht der Achse d nebst Zubehör. So lange demnach die Kolben η -nicht von oben her Druck erhalten, wird die Achse d durch die Spannung der Federn um das Stück 0 bis zum oberen Anschlag ihrer Achslager gehoben, so dafs sie frei in der Luft schwebt
(2. Auflage, ausgegeben am 21. April
und nicht mitläuft. Mittels des Dreiweghahnesp, Fig. i, und der Rohrleitungen q kann der Raum über dem Belastungskolben η nach Belieben mit der freien Luft oder mit dem Dampfraum in Verbindung gesetzt werden. Die Zuführung des Betriebsdampfes zu den Cylindern der Vorspannmaschine erfolgt vom Einströmungskreuzrohr r der Hauptmaschine aus. An dieses schliefst einerseits das zu dem gemeinschaftlichen Schieberkasten der Hauptcylinder führende Rohr s, Fig. 2, an, andererseits ein Abschlufsschieber t, durch welchen mittels des Zuges u der Durchgang nach der Rohrleitung ν ν und den Vorspanncylindern geöffnet oder abgeschlossen werden kann. Der Abdampf der Vorspannmaschine wird durch die Rohrleitung w und ein concentrisch um das Blasrohr der Hauptmaschine angeordnetes ringförmiges Blasrohr x, Fig. i, in den Schornstein ausgepufft.
Die Steuerwelle y der Vorspannmaschine ist mittels Hebel und Zugstange \ mit der der Hauptma.schine direct zusammengehängt, und beide werden gemeinschaftlich gehandhabt.
Soll demnach von der Vorspannmaschine Gebrauch gemacht werden, so wird zunächst mittels des Hahnes ρ und der Kolben η der Belastungscylinder / die Vorspannachse an die Schienen angeprefst (wobei die beiden Laufachsen e e jede um die Hälfte der Belastung von d entlastet werden), dann der Abschlufsschieber t geöffnet. Soll die Vorspannmaschine wieder abgestellt werden, so wird zunächst t geschlossen, dann der Dampf aus den Cylindern / ins Freie abgelassen, worauf sich d durch die Kraft der Federn m wieder abhebt. Beides kann selbstverständlich während'der Fahrt geschehen. Im übrigen ist, einerlei, ob beide Maschinen arbeiten oder nur die Hauptmaschine, die Handhabung der Lokomotive mittels Regulator und Steuerungszug genau dieselbe, wie bei einer gewöhnlichen Lokomotive mit nur zwei Cylindern.
Bei Lokomotiven, welche mit Luftdruckbremse ausgerüstet sind, kann die Belastung der Vorspannachse anstatt durch Dampf auch durch Prefsluft geschehen.
Aufser den oben erwähnten sind mit dieser Anordnung noch folgende Vortheile verbunden:
1. Bessere Dampferzeugung, daher höhere Leistungsfähigkeit auch bei langsamer Fahrt auf stärkeren Steigungen, und zwar infolge der gröfseren Tourenzahl der verhältnifsmäfsig kleinen Vorspannräder und der erheblich vermehrten Anzahl der in den Schornstein entweichenden Dampfschläge.
2. Erleichterung der allgemeinen Anordnung der Lokomotive wegen des Vorhandenseins nur einer Achse mit grofsen Rädern; neben bequemer Anordnung des Führerstandes namentlich die Möglichkeit, wie in Fig. 4 und 5 angedeutet, die Feuerbüchse über das Mafs zwischen den Rädern hinaus zu verbreitern.
Hierdurch kann einerseits eine grofse Rostfläche bei geringer Rostlänge untergebracht, andererseits der Cylinderkessel vollständig mit Siederöhren ausgefüllt und daher bei gleicher Rohrlänge eine gröfsere Heizfläche erzielt werden.
Selbstverständlich kann die Vorspannachse auch bei einer Lokomotive mit zwei gekuppelten Achsen angewendet werden, um derselben für geringere Fahrgeschwindigkeiten die Zugkraft eines Dreikupplers zu verleihen (Fig. 6).

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüch:
    Eine Lokomotive mit Vorspannachse, dadurch gekennzeichnet, dafs zwischen zwei Laufachsen (e e) im Hauptrahmen (g) der Lokomotive eine besondere Achse (d) gelagert ist, welche nur im Bedarfsfalle belastet ist und gesondert, z. B,. von zwei Dampfmaschinen (c c), angetrieben wird, im Ruhezustande jedoch von den Schienen abgehoben ist.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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