DE740976C - Reduzierwalzwerk fuer die Herstellung nahtloser Rohre - Google Patents
Reduzierwalzwerk fuer die Herstellung nahtloser RohreInfo
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- DE740976C DE740976C DED78522D DED0078522D DE740976C DE 740976 C DE740976 C DE 740976C DE D78522 D DED78522 D DE D78522D DE D0078522 D DED0078522 D DE D0078522D DE 740976 C DE740976 C DE 740976C
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B21—MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
- B21B—ROLLING OF METAL
- B21B17/00—Tube-rolling by rollers of which the axes are arranged essentially perpendicular to the axis of the work, e.g. "axial" tube-rolling
- B21B17/08—Tube-rolling by rollers of which the axes are arranged essentially perpendicular to the axis of the work, e.g. "axial" tube-rolling with mandrel having one or more protrusions, i.e. only the mandrel plugs contact the rolled tube; Press-piercing mills
- B21B17/10—Tube-rolling by rollers of which the axes are arranged essentially perpendicular to the axis of the work, e.g. "axial" tube-rolling with mandrel having one or more protrusions, i.e. only the mandrel plugs contact the rolled tube; Press-piercing mills in a continuous process
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Reduction Rolling/Reduction Stand/Operation Of Reduction Machine (AREA)
Description
- Reduzierwalzwerk für die Herstellung nahtloser Rohre Die Erfindung betrifft ein Walzwerk für die Herstellung von nahtlosen Rohren mit kleinem Durchmesser und geringer Wandstärke, bestehend aus zwei hintereinander angeordneten Gruppen von Walzensätzen, von denen die erste in Zusammenwirkung mit einer Dornstange die Wandstärke des Ausgangsrohres auf die des Fertigrohres vermindert, während die zweite Gruppe der Kaliber das Rohr auf den Durchmesser des Fertigrohres reduziert.
- Das Wesen der Erfindung wird darin gesehen, daß bei Verwendung von Vielwalzenkalibern die Kaliber der ersten Gruppe zum Herunterwalzen der Wandstärke des Rohres in an sich bekannter Weise mit auf der festgehaltenen Dornstange sitzenden Stopfen zusammenarbeiten und sich das erste Reduzierkaliber in geringem Abstand an das letzte Walzkaliber anschließt, so daß das Rohr gleichzeitig auf geringere Wandstärke ausgestreckt und im Durchmesser reduziert wird. - Es ist ein Walzwerk bekannt für die Herstellung nahtloser Rohre, das aus zwei hintereinander angeordneten Gruppen von Walzensätzen besteht, von denen die erste Gruppe in Zusammenwirkung mit einem Dorn die Wandstärke eines Ausgangsrohres vermindert, während die zweite Gruppe das Rohr im Durchmesser reduziert. -Dieses Walzwerk walzt jedoch die Wandstärke des Rohres bei mit durch die Kaliber laufendem Dorn herunter. Dadurch ist zwischen der ersten und der zweiten Kalibergruppe ein der gestreckten Rohrlänge entsprechender Zwischenraum erforderlich, damit das Rohr aus der ersten Kalibergruppe vollkommen auslaufen und vor dem Eintritt in die zweite Kalibergruppie von dem Dorn abgezogen werden kann. Die dadurch bedingte erhebliche Baulänge des Walzwerkes macht es allein schon unmöglich, lange Rohre in einer einzigen Hitze derart zu strecken und zu reduzieren, wie es das Ziel ,der Erfindung ist.
- Das Herunterwalzen - der Wandstärken von Rohren unter Anwendung von auf einer festgehaltenen Stange sitzendem Stopfen ist wohl bekannt, jedoch nicht in Verbindung mit Vielwalzenkalibern und unmittelbarer Nachschaltung von Reduzierkalibern.
- An sich ist auch die Verwendung von Vielwalzenkalibern bekannt. Die Erfindung besteht aber gerade in der Kombination von Vielwalzenkalibern und einer festgehaltenen Stopfenstange, wodurch einerseits ein besseres allseitiges Auswalzen des Rohreis bei einer geringen Anzahl von Kalibern erzielt wird und andererseits die Möglichkeit offen bleibt, in kürzestem Abstand von der ersten Kaliber-"r0- die zweite zum Reduzieren des Rohres anzuschließen.
- Schließlich ist noch ein Walzwerk bekannt, bei welchem eine kohrluppe mit dem Dorn kontinuierlich arbeitend durch Duogerüste geschickt wird. Bei diesem Walzwerk wird aber nur die Wandstärke des Rohres auf das Fertigmaß heruntergewalzt, ohne daß der lichte Durchmesser reduziert wird. Ein sich an die erste Kalibergruppe anschließendes, um die Rohrachse kreisendes Schrägwalzenpaar dient zum Lösen des Rohres von dem Dorn und eine weitere Maßkalibergrupp2 zum Nachrunden des beim Lösen vom Dorn unrund gewordenen Rohres.
- Gegenüber den bekannten Walzwerken zeichnet sich die Erfindung dadurch aus, daß durch eine neuartige Vereinigung von zum Teil bekannten Mitteln ein Walzwerk von geringer Baulänge .entsteht, dessen besonderer Vorteil darin liegt, daß darauf Rohre von großer Länse auf einem besonders kleinen Durchmesser bei sehr dünner Wandstärke in einer einzigen Hitze hergestellt werden können. Es können mit dem erfindungsgemäßen Walzwerk z. B. Rohre von 6 m Länge und einem Durchmesser von etwa 6o mm lichter Weite, wie sie nach üblichen Verfahren, z. B. durch Auswalzen über einen Dorn, auf der Rohrstoßbank, durch Pilgern oder auf der Stopfenstraße aus Rohrluppen gerade noch wirtschaftlich hergestellt werden können, in einer -einzigen Hitze in wenigen Sekunden zu einem Rohr von 16 mm Durchmesser und i mm Wandstärke ausgestreckt werden, wobei sich ein Fertigrohr in einer Länge von etwa 75 m ergibt. Dieser aus dem Walzwerk austretende lange Rohrstrang kann fortlaufend durch Sägen in handelsübliche Längen unterteilt werden. In .dieser .erzielten Wirtschaftlichkeit lieb der technische Fortschritt der Erfindung.
- In der Zeichnung ist die Erfindung an Hand von drei schematischen Figuren dargestellt. Abb. i zeigt die Anordnung gemäß der Erfindung vor dem Eintritt des aus dem Ofen kommenden Rohres in das Walzwerk, Abb. z während des Walzprozesses.
- Abb.3 zeigt die Anordnung der Walzen eines Kalibers. Das Walzwerk besteht aus einer Anzahl von hintereinander angeordneten und zueinander versetzt liegenden Vielwalzenkalibern i, 2, 3, 4, 5, 6 usw. mit angetriebenen Walzen. Im vorliegenden Beispiel sind Dreiwalzenkaliber vorgesehen (s. Abb.3). Die Walzen i" iL und i,. werden vorzugsweise doppelt gelagert, und jede Walze ist angetrieben.
- Erfindungsgemäß sind nun die ersten Kaliber des Walzwerkes, beispielsweise die Kaliber 1, 3 und 3, dazu vorgesehen, das Rohr in der Wandstärke zu reduzieren. Das Reduzieren des Rohres erfolg über Stopfen 7, S, 9. Die Stopfen sitzen auf einer von der Eintrittsseite des Walzwerkes her zwischen die Walzen der ersten drei Kaliber greifenden Stange io. Dieselbe ist am freien. Ende vor dem Ofen mit einem beispielsweise als Schraubkappe ausgebildeten Bind i i versehen, der mit ansrückbaren Widerlagern 12 zusammenwirkt. Vor dem Walzwerk ist ein weiteres zweiteiliges Klemmlager 13 vorgesehen. Die Stopfen 7, S, 9 stützen sich beim Walzen über Distanzstücke 14 gegen einen am Ende der Stange 15 vorgesehenen Bund 15 ab.
- Die Wirkungsweise ist folgende: Bei außer Wirkungslage gebrachten Widerlagern 12 und in Wirkungslage gebrachten Klemmplatten 13 (s. Abb. i) wird das aus dem Ofen kommende Rohr mittels der üblichen Fördereinrichtung über die Stange io geschoben, bis .es .an den Klemmplatten 13 einen Anschlag findet. Die Stange ist vor den-Klemmplatten 13 so lang bemessen, daß das Rohr zwischen die Lager 12 und 13 7i1 liegen kommt. Alsdann wird das Lager 12 geschlossen und daran anschließend das Klemmlager 13 geöffnet. Das Rohr kann jetzt in das Walzwerk eingeführt werden.
- Das Rohr wird nunmehr- in kontinuierlichem Durchgang durch das Walzwerk zunächst in den drei ersten Kalibern über die Stopfen 7, S, 9 in der Wandstärke reduziert und daran anschließend in den Kalibern 4, 5@ 6 u. ff. ohne weitere Wandstärkenverminderung bis auf die gewünschten Durchmesser reduziert. Die Walzendurchmesser werden so klein wie überhaupt möglich gewählt, um kleine Walzdrücke und kleine Zugkomponente zu erhalten. Letzteres ist insbesondere deswegen erforderlich, um die Zugbeanspruchung der Stange io in den zulässigen Grenzen zu halten. Ferner ist es zweckmäßig, die einzelnen Kaliber so nahe wie möglich aneinanderzurüeken.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Reduzierwalzwerk für die Herstellung nahtloser Rohre von kleinem Durchmesser und geringer Wandstärke, bestehend aus zwei hintereinander angeordneten Gruppen von Walzensätzen, von denen die erste in Zusammenwirkung mit einer Dornstange die Wandstärke des Ausgangsrohres auf die des Fertigrohres vermindert, während die zweite Gruppe der Kaliber das Rohr auf den Durchmesser des Fertigrohres reduziert, dadurch gekennzeichnet, daß bei Verwendung von Vielwalzenkalibern die Kaliber der ersten Gruppe zum Herunterwalzen der Wandstärke des Rohres in an sich bekannter Weise mit auf der festgehaltenen Dornstange sitzenden Stopfen zusammenarbeiten und das erste Reduzierkaliber 'm geringem Abstand an das letzte der Walzkaliber anschließt, so daß das Rohr gleichzeitig auf geringere Wandstärke ausgestreckt und im Durchmesser reduziert wird. Zur Abgrenzung des Anmeldungsgegenstandes vom Stand der Technik sind im Erteilungsverfahren in Betracht gezogen worden:
französische Patentschrift Nr. 419 568; amerikanische - - 2 025 439; französische - - 783 354; amerikanische 1040569.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DED78522D DE740976C (de) | 1938-07-24 | 1938-07-24 | Reduzierwalzwerk fuer die Herstellung nahtloser Rohre |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DED78522D DE740976C (de) | 1938-07-24 | 1938-07-24 | Reduzierwalzwerk fuer die Herstellung nahtloser Rohre |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE740976C true DE740976C (de) | 1943-11-01 |
Family
ID=7062758
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DED78522D Expired DE740976C (de) | 1938-07-24 | 1938-07-24 | Reduzierwalzwerk fuer die Herstellung nahtloser Rohre |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE740976C (de) |
Citations (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR419568A (fr) * | 1910-08-20 | 1911-01-10 | Escaut Et Meuse D | Dispositif de démandrinage pour laminoirs de corps creux |
| US1040569A (en) * | 1910-09-28 | 1912-10-08 | Shelby Steel Tube Company | Method of making seamless tubes. |
| FR783354A (fr) * | 1933-12-28 | 1935-07-11 | Schloemann Ag | Procédé et dispositif pour rétreindre les tubes |
| US2025439A (en) * | 1933-05-20 | 1935-12-24 | Brownstein Benjamin | Mandrel bar for continuous tube rolling mills |
-
1938
- 1938-07-24 DE DED78522D patent/DE740976C/de not_active Expired
Patent Citations (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR419568A (fr) * | 1910-08-20 | 1911-01-10 | Escaut Et Meuse D | Dispositif de démandrinage pour laminoirs de corps creux |
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| US2025439A (en) * | 1933-05-20 | 1935-12-24 | Brownstein Benjamin | Mandrel bar for continuous tube rolling mills |
| FR783354A (fr) * | 1933-12-28 | 1935-07-11 | Schloemann Ag | Procédé et dispositif pour rétreindre les tubes |
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