DE2605486C2 - Verfahren zum Herstellen längsnahtgeschweißter Rohre - Google Patents
Verfahren zum Herstellen längsnahtgeschweißter RohreInfo
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- B21—MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
- B21B—ROLLING OF METAL
- B21B17/00—Tube-rolling by rollers of which the axes are arranged essentially perpendicular to the axis of the work, e.g. "axial" tube-rolling
- B21B17/14—Tube-rolling by rollers of which the axes are arranged essentially perpendicular to the axis of the work, e.g. "axial" tube-rolling without mandrel, e.g. stretch-reducing mills
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- B21C—MANUFACTURE OF METAL SHEETS, WIRE, RODS, TUBES, PROFILES OR LIKE SEMI-MANUFACTURED PRODUCTS OTHERWISE THAN BY ROLLING; AUXILIARY OPERATIONS USED IN CONNECTION WITH METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL
- B21C37/00—Manufacture of metal sheets, rods, wire, tubes, profiles or like semi-manufactured products, not otherwise provided for; Manufacture of tubes of special shape
- B21C37/06—Manufacture of metal sheets, rods, wire, tubes, profiles or like semi-manufactured products, not otherwise provided for; Manufacture of tubes of special shape of tubes or metal hoses; Combined procedures for making tubes, e.g. for making multi-wall tubes
- B21C37/08—Making tubes with welded or soldered seams
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen ao längsnahtgeschweißter Rohre, bei welchem ein Blechband
auf einer Längsnahtrohrschweißanlage zu einem Schlitzrohr geformt und der Schlitz verschweißt wird
und das längsnahtgeschweißte Rohr anschließend in einem Reduzierwalzwerk gewalzt und dabei im
Durchmesser reduziert und in der Wanddicke vergrößert wird.
Ein solches Verfahren ist durch die DE-OS 19 24 960 bekannt, bei der die Längsnahtrohrschweißanlage aus
einem Formwalzwerk, einer Schweißstation und einem nachgischalteten Reduzierwalzwerk besteht Durch das
Reduzierwalzwerk wird der Außendurchmesser des Rohres verringert, und da kein nennenswerter Zug in
Längsrichtung auf das Rohr ausgeübt wird und das Reauzierwalzwerk im wesentlichen zug- und drucklos
arbeitet, kann bei starker Durchmesserreduktion allenfalls eine geringe Wandverdickung der Rohre
auftreten, die auch beim Reduzieren nahtloser Rohre, z. B. durch »Stahl und Eisen« 71 (1951) Nr. 11, Seite 582
bis 587 bekannt ist.
Außerdem ist es bekannt, nahtlosen und geschweißten Rohren durch Walzen ihre endgültigen Abmessun
gen zu geben und deren Oberflächen dabei zu glätten. Hierzu werden häufig Streckreduzierwalzwerke verwendet,
die den eigentlichen Herstellungsanlagen nachgeordnet sind. In den Streckreduzierwalzwerken
werden die dort einlaufenden Rohre nicht nur im Durchmesser, sondern auch in ihrer Wanddicke
reduziert, indem ein relativ hoher Zug zwischen den Walzgerüsten durch entsprechende Drehzahlwahl bei
den Walzen ausgeübt wird. Bei diesen bekannten Verfahren geht man also von einem Rohr aus, das einen
größeren Außendurchmesser besitzt und meist dick wandiger ist als das Fertigrohr, und man reduziert den
Außendurchmesser und in den meisten Fällen auch die Wanddicke, welche nur in Ausnahmefällen annähernd
konstant gehalten wird. Die DE-OS 16 02 302 und
16 02 321 zeigen beispielsweise Anlagen dieser Art.
Die bekannten Längsnahtrohrschweißanlagen. bei denen ein Blechband zunächst zu einem Schlitzrohr
geformt und anschließend dessen Schlitz verschweißt wird, können nur Rohre mit einer verhältnismäßig
niedrigen Wanddicke herstellen, die außerdem noch von dem Rohrdurchmesser abhängig ist. Vor allem dickwandige
Rohre mit relativ kleinen Durchmessern können auf derartigen Anlagen nicht hergestellt werden. Wegen
der fortschreitenden Technik auf zahlreichen Gebieten benötigt man jedoch in zunehmendem Maße im
Verhältnis zu ihren Durchmessern relativ dickwandige Rohre. In solchen Fällen ist man bislang auf die
Verwendung von nahtlosen Rohren angewiesen, deren Herstellung teurer ist und die auf erheblich aufwendigeren
Anlagen hergestellt werden müssen, als dies bei längsnahtgeschweißten Rohren der Fall ist. Wegen der
hohen Investitionskosten solcher Anlagen für nahtlose Rohre werden diese nur von wenigen Herstellern
gefertigt, so daß die vorhandene Kapazität begrenzt ist Außerdem können nahtlose Rohre nicht in beliebigen
Längen hergestellt werden, was insbesondere für solche mit großem Außendurchmesser und dicker Wand gilt
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zum Herstellen längsnahtgeschweißter Rohre
zu schaffen, mit dem Rohre erzeugt werden, die im Verhältnis zu ihren Durchmessern eine besonders große
Wanddicke besitzen, so daß sie auf Längsnahtrohrschweißanlagen nicht mehr direkt hergestellt werden
können.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das Reduzierwalzen des Rohres unter Ausübung
von axialem Druck erfolgt. Hierdurch wird erreicht, daß ein längsnahtgeschweißtes Rohr, das sich mit verhältnismäßig
geringem Aufwand herstellen läßt, auch mit einer im Vergleich zum Rohrdurchmefser sehr großen
Wanddicke gefertigt werden kann, die bislang nur bei nahtlosen Rohren erzeugt werden konnte. Nach dem
erfindungsgemäßen Verfahren wird zunächst ein Ausgangsrohr erzeugt, dessen Wanddicke nur so groß ist,
daß ein Verformen und Verschweißen innerhalb der Längsnahtrohrschweißanlage ohne Schwierigkeiten
und in guter Qualität durchführbar ist Dieses Ausgangsrohr erhält cdnn anschließend im Reduzierwalzwerk
seine große Wanddicke, die über das hinausgeht, was
man bislang bei geschweißten Rohren erzeugen konnte. Bei dem Reduzierwalzwerk handelt es sich um ein
solches an sich bekannter Bauart, bei dem aber die Walzendrehzahlen erfindungsgemäß so eingestellt sind,
daß zwischen den einzelnen Gerüsten ein mehr oder weniger großer axialer Druck auf das Rohr ausgeübt
wird. Durch das gleichzeitig stattfindende Reduzieren des Außendurchmessers in den Walzkalibern entsteht
eine erhebliche Wandverdickung, so daß das Fertigrohr zwar einen kleineren Außendurchmesser, aber eine
bedeutend größere Wanddicke als das Ausgangsrohr bcsit/t. Es lassen sich so Wanddickenzunahmen
erreichen, die wesentlich größer sind als die Hälfte der
Durchmesserabnahme und Werte erreichen, die z. B. bei
40 Prozent der geschweißten Wanddicken und darüber liegen.
Wenn es auch an sich bekannt ist, hinter Längsnahtrohrschweißanlagen
ein Reduzierwalzwerk anzuordnen, so handelt es sich doch im allgemeinen um
Streckreduzierwalzwerke, die mit Zug in Längsrichtung zwischen den Gerüsten arbeiten und die damit allenfalls
erreichen, daß die Wanddicke des Ausgangsrohres erhalten bleibt. Sollten sie auf zug- und druckloses
Walzen eingestellt sein, so ist bei einer ausreichend starken Reduzierung des Außendurchmessers allenfalls
eine geringe Wanddickenzunahme erreichbar. Die erhebliche Steigerung der Wanddicke, welche mit dem
erfindungsgemäßen Verfahren demgegenüber erzielbar istj bewirkt der Lärigsdruck auf das Rohn Dieser wird
bei entsprechender Einstellung der Walzendrehzahlen durch die Reibkraft der Walzen ausgeübt. Je höher der
axiale Drück auf das Rohr ist, desto dicker wird die
Wand bei gleicher Durchmesserreduktion.
Der Steigerung des Druckes sind aber mit Rücksicht
Der Steigerung des Druckes sind aber mit Rücksicht
quf die begrenzte Steifigkeit des Rohres zwischen den Walzgerüsten Grenzen gesetzt. Es empfiehlt sich daher,
das Reduzierwalzen über einen Dorn oder eine Dornstange durchzuführen. Dies kann in jedem Gerüst,
vor allem aber in dem in Walzrichtung letzten Gerüst des Reduzierwalzwerkes, geschehen. Es hat nicht nur
den Vorteil, daß die Rohre gegen Ausknicken weitgehend gesichert sind, sondern auch, daß die
Fertigrohre einen einwandfreien Querschnitt erhalten. Bei relativ dicker Wand enthält der Innenquerschnitt
eine polygonale Form, wenn man — was durchaus möglich ist — ohne Dorn oder Dornstange arbeitet.
Auch andere Ungleichförmigkeiten des Innenquerschnittes werden bei Anwendung eines Domes bzw.
einer Dornstange vermieden bzw. ausgeglichen. Wie beim normalen Streckreduzierwalzen, so läßt sich auch
bei dem erfindungsgemäßen Verfahren in vorteilhafter Weise die Polygonbildung durch eine spezielle Kaliberform
vermeiden, indem man die Kaliberöffnung im Bereich der Walzenspalte verringert Übersteigt das
Verhältnis von Wanddicke zu Rohrdurchmesser jedoch ein gewisses Maß. so iäßt sich die Polygonbildung ohne
Innenwerkzeug nicht mehr vermeiden. Γη solchen Fällen empfiehlt sich die Anwendung eines Domes oder einer
Dornstange besonders. Ferner ist es empfehlenswert, die Walzgerüste mit möglichst geringem Abstand
voneinander anzuordnen.
Bei Verwendung einer Dornstange kann einmal das Rohr nach dem Schweißen in Längenabschnitte
unterteilt werden, dann läßt sich eine Dornstange einschieben und anschließend kann das Rohr mit
innenliegender Dornstange durch das Reduzierwalzwerk geführt und dort gewalzt werden. Eine andere
Möglichkeit besteht darin, daß das Rohr nach dem Schweißen in Längenabschnitte unterteilt, dann eine
Dornstange eingeschoben und anschließend mit diesor in das Reduzierwalzwerk eingelührt und dort von dieser
heruntergewalzt wird. Durch geeignete Querschnittsabmessungen der Dornstange treten dabei keine nennenswerten
Verringerungen der Wanddicke auf.
Bei dem letztgenannten Verfahren besteht einmal die Möglichkeit, das Rohr von der in axialer Richtung
stillstehenden Dornstange abzuwälzen. Auch kann das Rohr von der in axialer Richtung mit geringerer
Geschwindigkeit als der Walzgeschwindigkeit des Rohres sich durch das Walzwerk langsam hindurchbewegenden
Dornstange abgewalzt werden.
Bei der Vei Wendung einer Dornstange oder eines
Domes werden die Abmessungen desselben so gewählt, daß auch beim Einführen desselben in das Rohr keine
nennenswerte Verminderung der Wanddicke auftritt, sondern allenfalls ein Glättvorgang erfolgt
Claims (2)
1. Verfahren zum Herstellen längsnahtgeschweißter Rohre, bei welchem ein Blechband auf einer
Längsnahtrohrschweißanlage zu einem Schlitzrohr
geformt und der Schlitz verschweißt wird und das längsnahtgeschweißte Rohr anschließend in einem
Reduzierwerk gewalzt und dabei im Durchmesser reduziert und in der Wanddicke vergrößert wird,
dadurch gekennzeichnet, daß das Reduzierwalzen des Rohres unter Ausübung von axialem
Druck erfolgt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Reduzierwalzen über einen Dorn
oder eine Dornstange erfolgt.
Priority Applications (8)
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| DE2605486A DE2605486C2 (de) | 1976-02-12 | 1976-02-12 | Verfahren zum Herstellen längsnahtgeschweißter Rohre |
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