DE735468C - Verfahren zur Herstellung nahtloser Rohre - Google Patents

Verfahren zur Herstellung nahtloser Rohre

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DE735468C
DE735468C DEM138226D DEM0138226D DE735468C DE 735468 C DE735468 C DE 735468C DE M138226 D DEM138226 D DE M138226D DE M0138226 D DEM0138226 D DE M0138226D DE 735468 C DE735468 C DE 735468C
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DE
Germany
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production
push bench
rolling
seamless tubes
roll
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Expired
Application number
DEM138226D
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English (en)
Inventor
Dr-Ing Georg Bittlinger
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
MITTELDEUTSCHE STAHLWERKE AG
Original Assignee
MITTELDEUTSCHE STAHLWERKE AG
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Publication date
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Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21CMANUFACTURE OF METAL SHEETS, WIRE, RODS, TUBES OR PROFILES, OTHERWISE THAN BY ROLLING; AUXILIARY OPERATIONS USED IN CONNECTION WITH METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL
    • B21C5/00Pointing; Push-pointing
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21CMANUFACTURE OF METAL SHEETS, WIRE, RODS, TUBES OR PROFILES, OTHERWISE THAN BY ROLLING; AUXILIARY OPERATIONS USED IN CONNECTION WITH METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL
    • B21C5/00Pointing; Push-pointing
    • B21C5/003Pointing; Push-pointing of hollow material, e.g. tube

Description

  • Verfahren zur Herstellung nahtloser Rohre Von den zahlreichen zum Herstellen nahtloser Rohre auf warmem Wege geeigneten Verfahren können heute als die wirtschaftlichsten folgende drei Arten angesehen werden: t. Schrägwalzen, gegebenenfalls zweites Schrägwalzen, Auswalzen über Stopfen im Duowal'zwerk, Glätten, auf Maß, Walzen, z. Vorlochen auf Lochpresse oder -walzwerk, Stoßen auf Stoßbank und gegebenenfalls Abrillen, 3. Strangpressen (Spritzen) mit ,anschließendem Reduzieren in einem oder zwei Durchgängen.
  • Alle drei genannten Verfahren haben als gemeinsames Kennzeichen die Eigenheit, daß zu jedem Endprodukt ein bestimmtes Vorprodukt mit ganz bestimmten Abmessungen gehört. Dieser Umstand tritt nachteilig in Erscheinung, wenn mehrere verschiedene Abmessungen bzw. Längen zur Abwalzung kommen. Aus diesem Grunde eignen sich die genannten Verfahren hauptsächlich zum je- weiligen Verwalzen großer Posten gleichartiger Abmessungen.
  • Tritt jedoch die Forderung auf, verschiedene Abmessungen und Längen zu walzen, dann wird sich hierzu besser ,ein Verfahren eignen, welches gestattet, den Walzprozeß ohne wesentliche störende Umbauten zu bewerkstelligen. Für diesen Fall findet heute noch vielfach eine kombinierte Arbeitsweise statt derart, daß Teilarbeitsgänge des einen Verfahrens zusammen mit denen eines anderen Verfahrens Anwendung finden. So sind beispielsweise folgende Verfahren vorgeschlagen worden: A. zweimal schrägwalzen, reduzieren, ohne Zwischenwärme im Duo auswalzen, B. schrägwalzen, pilgern, teilen, nachwarmen, Teilstücke über Stopfen im Duo auswalzen, C. sclirägtvalzen, auswalzen auf Blockstraße und VOrstraße, reduzieren, nachwärmen; und über Stopfen im Duo auswalzen.
  • Weiterhin ist vorgeschlagen worden, das die Stoßbank verlassende Werkstück mit den: darin befindlichen Dorn durch hin kontinuierliches Rohrwalzwerk hindurchzuführen. Tatsächlich handelt es sich hier also um die Verbindung zweier Stoßhänk e insofern, als die erste Stoßbank als Ringstoßbank und die zweite Stoßbank als Rollenstoßbank anzusehen ist; nachteilig ist, daß man an das Gewicht und an die Größe des Ausgangswerkstückes gebunden ist, welche durch das Diagonalmaß des Vierkantknüppels und den Lochdorn gegeben sind. Durch das Diagonalmaß sind auch der Größe des L ochdorndurchmessers verhältnismäßig enge Grenzen gesetzt. Auch bei dem Verfahren gemäß einer Abänderung dieses Vorschlages, wonach das Werkstück nach Verlassen der Stoßbank vom Ziehdorn und Rohrboden befreit und durch ein Schwedenwalzwerk hindurchgeführt wird, liegt eine Beschränkung in der Wahl des Anfangsquerschnittes durch EinhaltQn eines festen Diagonalmaßes und der Lochdorngröße vor.
  • Außerdem ist ein Verfahren zum Herstellen von Rohlingen bekanntgeworden, bei dem diese von einer Schleudergußmaschine gewonnen und auf einer Stolsbank ausgestreckt werden. Es liegt also, abgesehen von der umständlichen; zeitraubenden und unwirtschaftlichen Herstellung, immer ein ganz bestimmtes Vorwerkstück und eine bestimmte Größe des Lochdorndurchmessers vor.
  • Diesem Bekannten gegenüber betrifft die Erfindung eine neue Kombination an sich bekannter Verfahren, die keinerlei Nachteile hat, wie geringe Leistung, vielfache Umbauten, riefiges und unsauberes Rohrinneres, ungleiche .Wandstärke usw., und sich dadurch kennzeichnet, daß ein auf einem Duowalzwerk mit im Durchmesser abgestuften, nebeneinanderliegenden Gebrauchskalibern hergestelltes Teilstück nach Zwischenwärmen eine angel- oder kappenartige Einziehung @erhält und auf der Stoßbank fertiggestellt wird.
  • Die hierdurch erreichten Vorteile bestehen darin, daß für die Rohrstoßbank jedes beliebige Vorprodukt wahlweise ohne wesentlichen Umbau in bezug auf Durchmesser, Wandstärke, Länge oder Gewicht, und zwar auch für Fertigrohre von abnormal starkem Querschnitt hergestellt werden kann, wobei :.'in jedem Fall von einem auf einer Presse :,.o r einem Lochwalzwerk aus einem Rohrck oder Knüppel erzeugten Lochstück E.
  • -.gleicher Abmessung, vorzugsweise von einem Rohling großen Stückgewichtes, ausgegangen werden kann. Außerdem werden die dem Dnowalzcn-erk, welches gegenüber den anderen Verfahren die höchste Leistungsfähigkeit hat, anhaftenden Vorteile mit einem Herstellungsverfahren in Verbindung gebracht, das auf ein qualitativ einwandfreies Fertigprodukt Anspruch erheben kann. Auf der Stoßbank können längere Rohre als bisher gestoßen werden, weil die Abnahme bz«-. der Umformungsgrad geringer wird. indem man mit kleinerem Anstichquerschnitt als bisher in die Stoßbank geht. Es sind weniger Ringe erforderlich, und der Werkzeug- und Kraftverbrauch wird wesentlich geringer.
  • Auf der Zeichnung sind beispielsweise einige Phasen des Herstellungsverfahrens naci der Erfindung veranschaulicht. Es zeigen: :%bb. i eine glatte Luppe bzw. ein Teilstück, Abb. a ein Teilstück, bei dem der Vorgang des Einziehens halb beendet ist, Abb. 3 ein mit einer Einziehung bzw. Kappe versehenes Teilstück, Abb. q. eine Abart der Angelform, zweckmäßig zum Abziehen des Rohres und für Weiterverarbeitung, Abb. j schematisch den Arbeitsvorgang beim Beginn auf der Stoßbank.
  • Das Einziehen bzw. Zuziehen des einen Endes des Teilstückes kann unmittelbar vor oder nach dem Friemeln (Reelen, am besten maschinell mit einer Spitz-, Stauch-, Schmiedemaschine oder Presse erfolgen. Zweckmäßig erhält die Maschine zum Einziehen schnell auswechselbare Gesenke mit entsprechender Durchmesserabstufung für die in Betracht kommende jeweilige Größe der Luppe.

Claims (1)

  1. PATß\TA1SPRUCFi: Verfahren zur Herstellung nahtloser Rohre, dadurch gekennzeichnet, daß ein auf einem Duowalzcverk mit im Durchmesser abgestuften, nebeneinanderliegenden Gebrauchskalibern hergestelltes Teilstück nach Zwischenwärmen eine angel-oder kappenartige Einziehung erhält und auf der Stoßbank fertiggestellt wird.
DEM138226D 1937-06-02 1937-06-02 Verfahren zur Herstellung nahtloser Rohre Expired DE735468C (de)

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DE (1) DE735468C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE959637C (de) * 1954-04-24 1957-03-07 Phoenix Rheinrohr Ag Vereinigt Anlage zum Herstellen besonders langer und schwerer Rohre
DE1045342B (de) * 1957-06-05 1958-12-04 Demag Ag Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen ueberschwerer, beispielsweise zum Stossen dickwandiger Rohre bestimmter Luppen sowie nach diesem Verfahren hergestellte Luppe

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE959637C (de) * 1954-04-24 1957-03-07 Phoenix Rheinrohr Ag Vereinigt Anlage zum Herstellen besonders langer und schwerer Rohre
DE1045342B (de) * 1957-06-05 1958-12-04 Demag Ag Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen ueberschwerer, beispielsweise zum Stossen dickwandiger Rohre bestimmter Luppen sowie nach diesem Verfahren hergestellte Luppe

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