DE74001C - Gruppenweise Anordnung der Stromschlufsvorrichtungen für elektrische Bahnen mit Haupt- und Streckentheilleitern - Google Patents

Gruppenweise Anordnung der Stromschlufsvorrichtungen für elektrische Bahnen mit Haupt- und Streckentheilleitern

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DE74001C
DE74001C DENDAT74001D DE74001DA DE74001C DE 74001 C DE74001 C DE 74001C DE NDAT74001 D DENDAT74001 D DE NDAT74001D DE 74001D A DE74001D A DE 74001DA DE 74001 C DE74001 C DE 74001C
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gordon ] "fi,*lt£utktc "TRACTTUN 'äTNlHCÄTE 'in "Lonüon, 49 Greenwich Road, Grfsch. Kent, England
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    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60MPOWER SUPPLY LINES, AND DEVICES ALONG RAILS, FOR ELECTRICALLY- PROPELLED VEHICLES
    • B60M1/00Power supply lines for contact with collector on vehicle
    • B60M1/02Details
    • B60M1/10Arrangements for energising and de-energising power line sections using magnetic actuation by the passing vehicle
    • B60M1/106Arrangements for energising and de-energising power line sections using magnetic actuation by the passing vehicle by track-mounted magnets

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Train Traffic Observation, Control, And Security (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 20: Eisenbahnbetrieb.
und Streckentheilleitern.
Die Zuführung des elektrischen Stromes von einer Hauptstelle nach der auf einem elektrischen Eisenbahnwagen befindlichen Treibmaschine erfordert bekanntlich die Anlage von Leitungen, welche entweder mittelst Stangen, Träger und Isolatoren oberirdisch oder in einem mit einem Schlitz versehenen Kanal oder Rohr unterirdisch angeordnet werden. Zur Abnahme des elektrischen Stromes dient ein Stromaüfhehmer oder dergleichen, welcher vom Wagen aus der Leitung entlang geschleift wird. '■'-
Eine derartige Stromabnahme hat mehrfache Unzüträglichkeiten im Gefolge. Dieselben bestehen sowohl für oberirdische, als auch unterirdische Leitungen hauptsächlich in der Gefährdung des menschlichen Lebens und den hieraus sich ergebenden Bedenken, welche dem Bau 'von elektrischen Eisenbahnen entgegengehalten werden.
Bei oberirdischen Leitungen kommt noch der unschöne Anblick hinzu, während, für unterirdische Leitungen der grofse Uebelstand in Betracht zu ziehen ist, dafs durch den offenen Schlitz im unterirdischen Rohr oder Kanal Wasser, Schnee und Schmutz nicht abgehalten werden können, infolge dessen erhebliche und schädlich wirkende Nebenschliefsungen auftreten, welche den glatten Betrieb gefährden.
Um insbesondere auch bei langen Leitungen die Nebenschliefsungen so weit wie möglich zu beseitigen, hat man die Anlage aus einer gut isolirten Hauptleitung und einer aus mehreren Theilen bestehenden Nebenleitung hergestellt und in die Zwischenräume selbstthätige oder von Hand zu stellende Apparate eingeschaltet, so dafs stets nur derjenige Theil der Nebenleitung, welcher in der Nähe des Wagens sich befindet, mit der Hauptleitung in elektrischer Verbindung ist. Diese einzelnen Theile der Nebenleitung, von der Erde wie von einander gut isolirt, sind von sehr kurzer Länge, wodurch die Gefährdung von Menscheri und die schädlichen Nebenschliefsungen auf das geringste Mafs zurückgeführt werden; indessen wird die Anzahl der zur Herstellung der Verbindung zwischen der Hauptleitung und den einzelnen Theilen der Nebenleitung dienenden Apparate ganz erheblich.
Des Weiteren kommt in Betracht, dafs bei jener Zuführung der zum Betrieb dienende elektrische Strom die. Spulen der zur Verbindung der Hauptleitung mit den einzelnen Streckentheilleitern dienenden elektromagnetischen Apparate durchfliefst und.entweder allein' oder in Verbindung mit einem Zweigstrom diese Elektromagnete erregt. Zu diesem Zweck mufs der Strom, da er die Elektromagnete beständig durchfliefsen und erregen mufs, verhältnifsmäfsig stark sein; er wird, wenn er zum Treiben des Wagens nicht gebraucht wird, also beispielsweise wenn letzterer hält bezw. im Gefälle läuft, hinter der Treibmaschihe abgezweigt.
Es kann ferner der Fall eintreten, dafs durch die elektrischen Verbindungen auf dem Wagen der Strom unterbrochen, die Elektromagnete nicht erregt und dadurch der Stromschlufs
zwischen Hauptleitung und Streckentheilleitern verhindert wird. Dies führte zu der Anordnung, dafs gewisse Hülfsmittel, z. B. eine elektrische Batterie, auf dem Wagen vorgesehen werden mufsten, um die elektrische Verbindung wieder herzustellen.
Endlich ist noch zu erwähnen, dafs die Elektromagnete mit einer solchen Anzahl von Windungen versehen werden müssen, dafs eine Erregung auf eine bestimmte Stromstärke stattfindet. Wenn nun bei einer zufälligen Unterbrechung der Strom mit seiner vollen Stärke fliefst, so wird durch den Inductionsstrom an den Unterbrechungsstellen eine starke Funkenbildung veranlafst.
Diese Mängel sollen nun durch den Gegenstand vorliegender Erfindung beseitigt bezw. auf ein ganz geringes Mafs zurückgeführt werden, so dafs dadurch der Bau und die elektrischen Einrichtungen billiger ausfallen, sowie eine gröfsere Wirkung und Sicherheit im Betrieb erzielt wird.
Der elektrische Strom wird der Treibmaschine des Wagens unter Zuhülfenahme von auf letzterem angeordneten Stromaufnehmern von Streckentheilleitern zugeführt, welche vorübergehend durch elektromagnetische Stromschlufsvorrichtungen mit der Hauptleitung verbunden werden. Diese elektromagnetischen Stromschlufsvorrichtungen werden gruppenweise vorzugsweise unterirdisch in verschlossenen, jedoch leicht zugänglichen Behältern untergebracht, welche in weiten Zwischenräumen an der Bahnstrecke entlang angeordnet sind. Jeder elektromagnetische Stromschliefser ist mit einem Streckentheilleiter durch einen Zweigleiter verbunden.
Hierdurch werden bewegliche Apparate in zu grofser Anzahl vermieden. Die Construction der Verbindungstheile ist gegenüber den bisher bekannten Anlagen wesentlich einfacher. Die Ueberwachung der Apparate ist eine sehr leichte und bequeme, und die etwa erforderlich werdenden Ausbesserungen können ohne Mühe vorgenommen werden.
Ein sehr wichtiges Merkmal der vorliegenden Erfindung besteht darin, dafs niemals weniger als zwei und niemals mehr als drei Streckentheilleiter von den Stromaufnehmern gleichzeitig berührt werden, während jeder Streckentheilleiter mit einem Elektromagneten in leitender Verbindung steht, welcher drei Stromschlufsvorrichtungen beeinflufst. Hierbei ist die elektrische Verbindung derart eingerichtet, dafs, ehe der Strom durch einen bestimmten Theilleiter der Treibmaschine zugeführt werden kann, der Elektromagnet, welcher diesem Theilleiter entspricht, erregt wird, während der Elektromagnet des zweiten vorwärts gelegenen Theilleiters, sowie der des zweiten rückwärts gelegenen Theilleiters vollkommen stromlos bleibt bezw. wird.
Hierdurch wird erreicht, dafs die Funkenbildung durch die Unterbrechung des Schaltungsstromes in der Spule des Elektromagneten nicht an elektromagnetischen Stro/mschlufsvorrichtungen, sondern zwischen^dem Stromaufnehmer auf dem Wagen und dem zugehörigen Streckentheilleiter auftritt.
Auch diejenige Funkenbildung, welche beim Ausschalten eines Streckentheilleiters infolge der Unterbrechungen derNebenschliefsungen, welche unter Umständen je nach Beschaffenheit des Weges erheblich sein können, tritt zwischen dem Theilleiter und dem Stromaufnehmer des Wagens auf, da, nachdem der Strom durch den elektromagnetischen Stromschliefser ausgeschaltet ist, der betreffende Streckentheilleiter noch auf eine kurze Zeit mittelst des übergreifenden Stromaufnehmers und des nächstfolgenden Theilleiters mit der Hauptleitung in Verbindung steht.
Fig. ί der Zeichnung zeigt in schematischer Darstellung einen Theil einer elektrischen Bahn. Die Stromaufnehmer stehen in Mitte zweier Streckentheilleiter; Fig. ia zeigt einen -: Vertheiler in gröfserem Mafsstabe. Die Leitungen und Elektromagnete, welche zufolge der in Fig. ι gezeigten Stellung des Wagens vom Strom durchflossen werden, sind in vollen Linien dargestellt, während diejenigen Leitungen und Elektromagnete, welche vollkommen stromlos sind, in dieser Figur, sowie in allen übrigen Figuren nur in punktirten Linien angedeutet sind.
Diejenigen Leitungen, welche den Strom der Treibmaschine des. Wagens zuführen, sind in starken Linien gezeichnet, während diejenigen Leitungen, welche einen Theil des Stromes von einem Streckentheilleiter nach der Spule eines Elektromagneten führen, in schwachen Linien angedeutet sind. In Fig. 2 ist eine Stellung des Wagens gezeigt, in Welcher die Stromaufnehmer gleichzeitig drei Theilleiter berühren, und Fig. 2a zeigt die zugehörige Stellung der Stromschlufsvorrichtungen im Vertheiler. In Fig. 3 steht der Wagen über den zwei letzten Streckentheilleitern einer Abtheilung , während die zugehörige Stellung der Stromschlufsvorrichtungen in den entsprechenden Vertheilern in Fig. 3 a und 3 b gezeigt ist. In Fig. 4 steht der Wagen über dem letzten Theilleiter einer Abtheilung und dem ersten Theilleiter der nächsten Abtheilung. Die Stellung der Stromschlufsvorrichtungen ist aus den Fig. 4 a und 4b ersichtlich.
Das Geleise besteht aus den beiden gewöhnlichen Eisenbahnschienen, auf welchen die Räder des Wagens laufen, und einer in Abschnitte zerlegten, also einzelne Streckentheilleiter bildenden Hülfsschiene A, welche zweck-
mä'fsig zwischen den gewöhnlichen Schienen liegt und dazu bestimmt ist, durch die am Gestell des Wagens C isolirt befestigten Stromaufnehmer B und B 1 den Strom von den Streckentheilleitern abzunehmen und auf die Treibmaschine des Wagens überzuleiten, von welcher der Strom durch das Gestell, die Räder und die mit einander in elektrischer Verbindung stehenden Schienen in die Rückleitung fliefst, welche an Erde angeschlossen ist.
Die Hülfsschiene A besteht aus lauter kurzen Streckentheilleitern i, 2, 3 . . ., welche gruppenweise zu Abtheilungen m η ο u. s. w. zusammengefafst werden. Nach den Zeichnungen bilden je 12 Streckentheilleiter eine Abtheilung; in der praktischen Ausführung werden indessen 20 bis 30 oder mehr Theilleiter zu einer Abtheilung vereinigt. Die Länge eines jeden Theilleiters 1, 2, 3 wird zweckmäfsig ungefähr auf ein Drittel der Länge des Wagens bemessen. Der Zwischenraum χ zwischen je zwei Streckentheilleitern beträgt etwa 7 bis 10 cm; derselbe wird mit Holz oder Asphalt oder mit dem Bettungsmaterial des Geleises oder mit einem Gemenge von-diesem und isolirenden Stoffen ausgefüllt.
Die Länge jedes Stromaufnehmers B bezw. B1 muls gröfser sein als diejenige eines Zwischenraumes χ oder einer Vertiefung in der Oberfläche der Streckentheilleiter, um eine Unterbrechung des Stromlaufes zwischen den Stromaufnehmern und Streckentheilleitern zu verhüten. Der Abstand der beiden Stromaufnehmer B und B1 entspricht ungefähr der Länge eines Theilleiters. Jedenfalls ist aber dieser Abstand, vermehrt um die Länge der beiden Stromaufnehmer, gröfser als die Gesammtlänge eines Theilleiters mit zwei Zwischenräumen x, wodurch erreicht wird, dafs die beiden Stromaufnehmer nie gleichzeitig nur auf einem Streckentheilleiter stehen können und beim Uebergang über die Zwischenräume gleichzeitig auf drei Theilleitern aufliegen (Fig. 1,2, 3 und 4).
Die beiden Stromaufnehmer B und B1 werden, wie bereits erwähnt, isolirt am Wagengestell, und zwar je etwa um die Länge eines Streckentheilleiters vom Ende des Wagens C entfernt angebracht; sie stehen unter einander und mit der einen Zuleitungsklemme der Treibmaschine des Wagens in leitender Verbindung, während die andere Klemme der Treibmaschine über Reglervorrichtungen, Umschalter, Wagengestell und Wagenräder an Rückleitung bezw. an Erde liegt.
Ist das Geleise uneben oder nicht dauerhaft gebaut, so wird zweckmäfsig noch ein dritter Stromaufnehmer in der Mitte zwischen den beiden Stromaufnehmern B und B1 angebracht und mit diesen elektrisch verbunden. Die drei Stromaufnehmer können auch durch einen biegsamen Stromaufnehmer von einer Gesammtlänge gleich der Länge von . zwei Stromaufnehmern B und B\ vermehrt um den Abstand derselben, ersetzt werden. Ein solcher biegsamer Stromaufnehmer kann zweckmäfsig die Form einer passend am Boden des Wagens aufgehängten Kette erhalten, deren Glieder elektrisch unter einander verbunden sind.
Zu jeder Abtheilung m η ο u. s. w. von Streckentheilleitern gehört ein Vertheiler D, welcher unter der Oberfläche des Geleises angebracht werden kann und dazu dient, den Strom den Theilleitern 1, 2, 3 u. s. w. in der weiter zu beschreibenden Weise zuzuführen. Zu diesem Zweck wird von der Elektricitätsquelle ein gut isolirter Hauptleiter E, zweckmäfsig in einem geschlossenen Rohr oder Kanal, beispielsweise einem Gasrohr F, verlegt, mit welchem durch Zweigleitungen E1 die Vertheiler D der verschiedenen Abtheilungen mn 0 u. s. w. (Fig. 1 und 2) verbunden werden. Die Streckentheilleiter 1, 2 und 3 u. s. w. einer jeden Abtheilung mn ο u. s. w. werden mittelst der Zuleitungen e1 e2 e3 u. s. w. mit den Vertheilern D verbunden.
Die bauliche Anordnung der Leitungen und Vertheiler D kann je nach den örtlichen Verhältnissen getroffen werden.
Das Verbindungsrohr F1 wird an einem Ende in passender Weise mit dem Rohr F und am anderen Ende mit dem Gehäuse d des Vertheilers D verbunden. Die von den Theilleitern 1, 2, .3 u.. s. w. kommenden Zuleitungen .e1 e2e3 u. s. w. werden von dem Rohr F durch das Rohr F1 in das Gehäuse d geführt. Von oben wird alsdann das Rohri71 mit einem abnehmbaren Deckel abgeschlossen, so dafs in etwaigen Störungsfällen der Zutritt zu den Leitern und Vertheilern jeder Zeit leicht und bequem möglich ist und dadurch die Störungsdauer auf eine möglichst kurze Zeit beschränkt wird.
Der Vertheiler D wird nun durch die Zuleitungen und Streckentheilleiter mit den Stromaufnehmern B und B1 derart verbunden, dafs bei der Bewegung des Wagens die Theilleiter ι oder 2 oder 3 u. s. w nach einander mit dem Hauptleiter E verbunden und nach und nach wieder von diesem getrennt werden, sowie dafs jedesmal nur diejenigen Streckentheilleiter, auf welchen sich der Wagen bewegt, in den Hauptstromkreis geschaltet werden. Dabei ist die Anordnung so getroffen, dafs die Theilleiter eingeschaltet bleiben, mag nun die Treibmaschine auf dem Wagen mit Strom gespeist werden oder nicht.
Die Streckentheilleiter, über denen der Wagen sich hinwegbewegt, bleiben also stets in dem Hauptstromkreis eingeschaltet, mag nun der Wagen ruhig stehen, stromlos abwärts laufen oder durch den Strom getrieben werden.
Zu diesem Zweck enthält der Vertheiler D die Elektromagnete ι bis 12 von verhältnifsmäfsig hohem Widerstände, welche auf der Platte D1 angebracht sind. Das eine Ende der Spulen kl dieser Elektromagnete ist mit dem zugehörigen Streckentheilleiter, das andere Ende mit Erde verbunden. Der Kern k der Elektromagnete ist beweglich und derartig angeordnet, dafs er aufwärts bewegt wird, wenn der elektrische Strom durch die Spule fliefst.
Der Kern fällt dann durch sein eigenes Gewicht wieder herab, oder es wird durch ein am unteren Ende angebrachtes Gewicht A:2 die Abwärtsbewegung des Kernes befördert, sobald der Strom die Spule nicht mehr durchläuft. An Stelle des beweglichen Kernes kann auch ein entsprechend angeordneter Anker verwendet werden.
Von den 12 Elektromagneten sind die Kerne der Elekfromagnete 3 bis 10 mit drei von einander isolirten Stromschlufsvorrichtungen k3 k* und Ar5 versehen. In der Ruhestellung sind die Stromschlufsvorrichtungen k 3 und k 5 geschlossen und A:4 ist offen, wie an den Elektromagneten 4 und 5 ersichtlich. Wenn indessen der Kern k von einem die Spule k' des Elektromagneten durchfliefsenden Strom nach aufwärts bewegt wird, so werden die Stromschlufsvorrichtungen ka und k5 geöffnet, dagegen k* geschlossen, wie an den Elektromagneten 6 und 7 dargestellt ist. In Fig. 1 befindet sich der Wagen auf den Streckentheilleitern 6 und 7 der Abtheilung η; dementsprechend ist der Stromkreis für die Elektromagnete 6 und 7 durch Vermittelung der Anschlufsleitungen k6 k1 geschlossen (Fig. 1 a). Die Kerne k dieser Elektromagnete 6 und 7 sind angehoben, wodurch die Verbindungen A:3 und k5 aufgehoben, dagegen die Verbindungen k 4 hergestellt werden. Der vom Leiter Ey kommende Strom findet daher, wie in Fig. ι a in vollen, kräftigen Linien angedeutet ist, seinen Weg über die Anschlufsleitung A:8 der Stromschlufsstelle ka des Elektromagneten 4; die Verbindungsleitung ks zwischen den Elektromagneten 4 und 8, die Stromschlufsstelle A:5 des Elektromagneten 8, die Leitung A:10, die durch Anziehen des Kernes k des Elektromagneten 6 geschlossene Stromschlufsstelle A:4 dieses Elektromagneten 6 zur Zuleitung ee des Theilleiters 6 und zum Stromaufnehmer B. Unmittelbar von der Zuleitung e β zweigt sich für die Spule des Elektromagneten 6 durch Draht Ar6 die Nebenleitung, wie bereits angegeben, ab. In gleicher Weise ist ein Stromweg über die Stromschlufsstelle des Elektromagneten 5, 7 und 9 vorhanden , wie gleichfalls in Fig. 1 a in vollen, kräftigen Linien angedeutet ist, nämlich von E1 ausgehend über die Anschlufsleitung ka, die Stromschlufsstelle A:3 des Elektromagneten 5, die Verbindungsleitung k9 zwischen den Elektromagneten 5 und 9, die Stromschlufsstelle Ar5 des Elektromagneten 9, die Leitung A:10, die durch Anziehen des Kernes k des Elektromagneten 7 geschlossene Stromschlufsstelle A:4 dieses Elektromagneten 7 zur Zuleitung des Theilleiters 7 und zum Stromaufnehmer B1. Auch hier zweigt sich die Nebenleitung von e"' über k1 nach der Spule des Elektromagneten 7 zur Erde ab. Es sind also, wie vorher angegeben, die beiden Elektromagnete 6 und 7 mittelst der von der Hauptleitung abgezweigten Nebenleitungen erregt.
Wie sich aus dem beschriebenen Verlauf des Stromweges ergiebt, besteht diese Erregung ganz unabhängig von der Bewegung des Wagens, wenn nur die Kerne der Elektromagnete 6 und 7 angezogen sind. Man hat daher beim Beginn des Betriebes dafür zu sorgen, dafs vom Wagen aus ein Strom nach dem Vertheiler gesandt wird, was zur Folge hat, dafs sofort die Elektromagnete, welche den Streckentheilleitern entsprechen, über welchen der Wagen steht, erregt werden.. Ist dann die Elektricitätsquelle im Betriebe, so bleiben stets die betreffenden Elektromagnete erregt, mag nun der Wagen stillstehen, vorwärts oder rückwärts laufen, durch die Treibmaschine getrieben werden oder auf geneigten Stellen der Bahn ohne Benutzung des Stromes sich bewegen.
Rückt der Wagen in Richtung des Pfeilesj/" vor und kommt er in die Stellung Fig. 2, in der also der Stromaufnehmer B über den Zwischenraum zwischen den Streckentheilleitern 6 und 7 und B1 über denjenigen zwischen 7 und 8 zu stehen kommt, so wird durch Vermittelung des Stromaufnehmers B1 von der Leitung e7 über den Theilleiter 7, Stromaufnehmer B1, Theilleiter 8, Leitung e8, wie in Fig. 2a in schwachen, vollen Linien angedeutet ist, ein Zweigstrom durch die Spule des Elektromagneten 8 fliefsen und denselben erregen. Infolge dessen wird die Stromschlufsstelle ka dieses Elektromagneten 8 unterbrochen und dadurch die unmittelbare Verbindung der Leitung ee mit der Hauptleitung E1 aufgehoben. Indessen bleibt der zugehörige Elektromagnet 6 immer noch erregt, da durch Vermittelung des Stromaufnehmers B ein Stromweg, wie gleichfalls durch schwache, volle Linien gezeigt ist, von Leitung e7 über Streckentheilleiter 7, Stromaufnehmer B, Streckentheilleiter 6, Leitung e6, Abzweigung A·6 nach der ' Spule des Elektromagneten 6 zur Erde bleibt. Es kann daher auch noch kein Strom von der Leitung i1 nach e8 gelangen, denn die Stromschlufsstelle Ar3 des Elektromagneten 6 ist noch geöffnet. Erst wenn der Stromaufnehmer B den Streckentheilleiter 6 verläfst, die Spule des Elektromagneten 6 also stromlos wird, der
Kern desselben herabfällt und bei A3 Stromschlufs bildet, entsteht von E1 aus ein Strom-. weg über die Stromschlufsstelle A5 des Elektromagneten ίο und die Stromschlufsstelle A4 des erregten Elektromagneten 8 nach der Zuleitung e8.
So lange also der Wagen über drei Streckentheilleitern steht (Fig. 2), kann die Kraftmaschine nur von dem mittleren Theilleiter Strom erhalten, steht er aber nur über zwei Theilleitern, so vermitteln beide Theilleiter die Stromzuführung. Die Stromzuführung durch den rückwärts liegenden Streckentheilleiter wird sofort unterbrochen, wenn der vordere Stromaufnehmer B1 einen neuen Streckentheilleiter berührt, und der vorwärts liegende Theilleiter wird erst zur Stromzuführung befähigt, wenn der hintere Stromaufnehmer B den rückwärts liegenden Theilleiter verläfst.
Beim Rückwärtsfahren des Wagens treten die entsprechenden, Vorgänge in umgekehrter Richtung ein. Sobald der Stromaufnehmer B den Theilleiter 5 berührt, wird der Kern des entsprechenden Elektromagneten 5 hochgezogen und dadurch an der Stromschlufsstelle A3 dieses. Elektromagneten 5 der Stromweg zur Zuleitung e1 unterbrochen und an der Stromschlufsstelle A4 der Stromweg zur Zuleitung e5 vorbereitet, so dafs derselbe vollständig wird, sobald der Elektromagnet 7 aufhört, erregt zu sein, und. die Stromschlufsstelle A5 desselben geschlossen ist.
Um ' eine schädlich auftretende Funkenbildung im. Vertheiler D zu verhüten, wenn der Strom beim Uebergehen von einem Streckentheilleiter auf den anderen, z. B. beim Uebergehen auf den Streckentheilleiter 8 in der Zuleitung ee bei der Stromschlufsstelle A5 des Elektromagneten 8 unterbrochen wird, mufs der Widerstand der Zuleitungen wesentlich geringer sein als der Gesammtwiderstand der Treibmaschine. Aus der beschriebenen Reihenfolge der Erregungen der Elektromagnete ergiebt sich, dafs beim Uebergang des Wagens von einer Abtheilung, z. B. η auf die folgende ο, Fig. 3 , gewisse Stromschlufsstellen der Elektromagnete in dem zur Abtheilung η gehörigen Vertheilungskasten (Fig. 3 a) und andere in dem zur Abtheilung 0 gehörigen Vertheilungskasten o, Fig. 3b, beeinflufst werden müssen. Aus diesem Grunde führen Hülfszuleitungen r1 und r2 von den Streckentheilleitern 11 und 12 der Abtheilung η, Fig. 3, nach den Elektromagneten 11 η und 12 κ des Vertheilers (Fig. 3 b), für die Abtheilung 0 und Hülfszuleitung r3 r* von den Theilleitern 1 und 2 der Abtheilung 0 nach den Elektromagneten I0 und 20 des Vertheilers (Fig. 3 a) für die Abtheilung n. Die Kerne der Elektromagnete 11 η und 12 η besitzen nur eine Stromschlufsvorrichtung A3, Fig. 3 b, und diejenigen der Elektromagnete i0 und 20 nur eine Stromschlufsvorrichtung A5, Fig. 3 a. Dafür sind die Kerne der Elektromagnete 1 und 2 des Vertheilers (Fig. 3 b) nur mit den Stromschlufsvorrichtungen A8 und A4 und die Kerne , der Elektromagnete 11 und 12 des Vertheilers (Fig. 3 a) nur mit den Stromschlufsvorrichtungen A4 A5 versehen, d. h. es ergänzen sich die Elektromagnete 11 bezw. 12 und 11/1 bezw. 12 η derart, dafs die Kerne zu zwei Elektromagneten zusammen drei Stromschlufsvorrichtungen A3 A4 und A5 besitzen, und dasselbe gilt für die Elektromagnete 1 bezw. 2 und 1 q bezw. 2 0, wie ein Vergleich der beiden Fig. 3a und 3 b zeigt. Jeder Vertheiler D erhält also im Ganzen so viel Elektromagnete, als Streckentheilleiter zu einer Abtheilung gehören, vermehrt um vier Hülfselektromagnete, in vorliegendem Beispiel also deren 16. Die Elektromagnete 11 m und 12 m des Vertheilers (Fig. 3a) spielen für die Abtheilung m des Geleises die gleiche Rolle wie die Elektromagnete 11 η und 12 η des Vertheilers (Fig. 3 b) für die Abtheilung n. Sind die Elektromagnete 11 η und 12«, Fig. 3b, erregt, so kann der Strom von E1 nicht aus e1 bezw. e2 übergehen, selbst wenn die Elektromagnete ι und 2, Fig. 3b, erregt, also die Stromschlufsstelle A:4 dieser Elektromagnete 1 und 2 geschlossen sind. Ebensowenig geht von E1 Strom in die Zuleitungen e11 und e12, Fig. 3a, wenn die Elektromagnete i0 und 20 erregt sind. Um in der Bezeichnung eine Uebersichtlichkeit zu gewinnen, soll die Ziffer des Elektromagneten im Folgenden hinter der Stromschlufsstelle in Klammer gesetzt werden, so dafs also z. B. A4 (11) die Stromschlufs-, stelle k 4 des Elektromagneten 11 kurz bezeichnet.
Sobald der Wagen in der r Richtung des Pfeiles^" fahrend auf den Theilleitern 11 und 12 der Abtheilung n, Fig. 3, sich befindet, sind die Elektromagnete 11 und 12 des Vertheilers (Fig. 3 a) erregt, und die Zuleitungen e11 und e12 empfangen Strom von E1 über die Stromschlufsstellen A3 (9), /c5 (i0), A4 (11) und (A3 (10), A5 (20), A* (12), wie in vollen, kräftigen Linien gezeigt ist. Aufser den Elektromagneten 11 und 12 des Vertheilers der Abtheilung n, Fig. 3a, sind auch die Elektromagnete iiw und i2)i des Vertheilers der Abtheilung 0, Fig. 3b, erregt, wie mit vollen, schwachen Linien angedeutet ist.
Berührt nun der Stromaufnehmer B ! den Streckentheilleiter 1 der Abtheilung 0, so wird dieser Theilleiter vom Theilleiter 12 Strom erhalten und daher wird sowohl der Elektromagnet ι des Vertheilers der Abtheilung 0 als auch der Elektromagnet I0 des Vertheilers der Abtheilung η erregt. Infolge dessen wird die Stromschlufsstelle A5(i0) unterbrochen und damit auch der Stromweg von E1 nach e11.
Verläfst der Stromaufnehmer B den Theilleiter 11, Fig. 4, so wird die Stromschlufsstelle Ä3(iiw) geschlossen (Fig. 4b), und es empfängt der Streckentheilleiter 1 Strom von E1 über F(im), Ar5 (3), A:10, A·4 (1), e1, wie in Fig. 4b in vollen, kräftigen Linien gezeigt ist, während der Stromweg E1, ks (10), A:5 (20), A:4 (12), e12, Fig. 4a, bestehen bleibt, der Streckentheilleiter 12 also beständig weiter Strom von El erhält. Berührt der Stromaufnehmer B1 den Streckentheilleiter .2 der Abtheilung 0, so werden wiederum die Elektromagnete 2 und 20 erregt. Es wird also der Stromweg von E1 nach e12 bei k5 (20) unterbrochen. Verläfst B aber den Streckentheilleiter 12, so fällt der Kern des Elektromagneten 12 η herab und die Stromschlufsstelle F(i2h) wird geschlossen. Somit kann die Treibmaschine durch die Zuleitungen e1 e1 der Abtheilung 0 über k3(im), k5 (3), Ar* (1) und A:3(i2)2), A:5 (4), Ar4(2) von ι"1 Strom erhalten. Die Elektromagnete I0 und 20 verlieren erst Strom, wenn der Wagen die Theilleiter 1 und 2 der Abtheilung 0 verlassen hat. Die Abzweigung der zur Erregung der Elektromagnete mit nur einer Stromschlufsstelle, z. B. 11 n, 12«, I0, 20, dienenden Ströme erfolgt an den betreifenden Streckentheilleitern. Die gleichen Vorgänge vollziehen sich in umgekehrter Reihenfolge, wenn der Wagen von der Abtheilung 0 auf η übergeht. Diese Rückwärtsbewegung wird in bekannter Weise von der Treibmaschine durch Umschaltevorrichtungen hervorgebracht.

Claims (3)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Bei elektrischen Bahnen mit Streckentheilleitern, die vorübergehend mit der Hauptleitung durch von Elektromagneten bewegte Stromschlufsvorrichtungen verbunden werden und der Treibmaschine des Wagens mit Hülfe von auf letzterem angeordneten Stromaufnehmern den Strom zuführen, die gruppenweise Anordnung einer gröfseren Anzahl solcher elektromagnetischen Stromschlufsvorrichtungen in leicht zugänglichen, in entsprechend weiten Zwischenräumen längs der Strecke angebrachten Behältern, zu denen die von jedem Theilleiter abzweigenden Verbindangsleiter geführt sind, zum Zweck der Erleichterung der Ueberwachung und Instandhaltung der Stromschliefser.
  2. 2. Bei elektrischen Bahnen mit der im Patent-Anspruch i. gekennzeichneten Anordnung der Stromschliefser, bei welchen Bahnen die Stromaufnehmer von solcher Länge sind, dafs sie nie weniger als zwei und nie mehr als drei Streckentheilleiter berühren, die elektrische Verbindung der Elektromagnete, von denen jeder Elektromagnet drei Stromschlufsvorrichtungen beeinflufst, derart, dafs die Stromzuführung durch diejenigen Theilleiter bewirkt wird, bei denen der zugehörige Elektromagnet erregt, die Elektromagnete der zweiten vorwärts und rückwärts gelegenen Theilleiter dagegen nicht erregt sind, also bei Berührung zweier Theilleiter von den Stromaufnehmern durch diese beiden und bei Berührung dreier Theilleiter von den Stromaufnehmern durch den mittleren Theilleiter.
  3. 3. Bei der im Anspruch 1. angegebenen Anordnung der elektromagnetischen Stromschliefser die Spaltung derselben für die beiden Endleiterpaare jeder Gruppe in der Weise, dafs jedes Endleiterpaar mit zwei Elektromagneten im Behälter der eigenen Gruppe, welche je zwei Stromschlufsvorrichtungen beeinflussen, und mit zwei Elektromagneten im Behälter der Nachbargruppe, welche je eine Stromschlufsvorrichtung beeinflussen, verbunden ist, so dafs die Endtheilleiter unter denselben Bedingungen arbeiten, welche der Anspruchs, für die mittleren Theilleiter hervorhebt.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
DENDAT74001D Gruppenweise Anordnung der Stromschlufsvorrichtungen für elektrische Bahnen mit Haupt- und Streckentheilleitern Expired - Lifetime DE74001C (de)

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