DE739765C - Verfahren zum Pruefen von Spulen bzw. Messung von Windungsschluss - Google Patents

Verfahren zum Pruefen von Spulen bzw. Messung von Windungsschluss

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DE739765C
DE739765C DEL105393D DEL0105393D DE739765C DE 739765 C DE739765 C DE 739765C DE L105393 D DEL105393 D DE L105393D DE L0105393 D DEL0105393 D DE L0105393D DE 739765 C DE739765 C DE 739765C
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DEL105393D
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Dr-Ing Peter-Konrad Hermann
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AEG AG
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AEG AG
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01RMEASURING ELECTRIC VARIABLES; MEASURING MAGNETIC VARIABLES
    • G01R31/00Arrangements for testing electric properties; Arrangements for locating electric faults; Arrangements for electrical testing characterised by what is being tested not provided for elsewhere
    • G01R31/50Testing of electric apparatus, lines, cables or components for short-circuits, continuity, leakage current or incorrect line connections
    • G01R31/62Testing of transformers

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  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Measurement Of Resistance Or Impedance (AREA)

Description

  • Verfahren zum Prüfen von Spulen bzw. Messung von Windungsschluß Es sind Einrichtungen zur Prüfung von Spulen auf Windungsschluß bekannt, die im wesentlichen eine Strom- oder Spannungsmessung bzw. teine Widerstandsmessung ergehen. In dem einen Fall benutzt man einen eisengeschlossenen Transformator, auf dessen abnehmbares Joch die Prüfspule aufgesetzt wird. Im anderen Falle sind neben den Anzeigeinstrumenten noch Meßbrücken erforderlich. Die bekannten Anordnungen sind einerseits nicht empfindlich genug, um allgemein, besonders auch für dünndrähtige Spulen angewendet zu werden, andererseits erfordern sie recht umfangreiche Meßarbeiten und unter Umständen Rechenoperationen. Diese Nachteile werden durch das erfindungsgemäße 9+erfahren dadurch beseitigt, daß die zu prüfende Spule und eine in Reihe gegen sie gescha.ltete Vergleichsspule mittels veränderlicher Kopplung lein resultierendes Feld in einer Meßspule erzeugen, das eine Spannung induziert, die nach ihren Komponenten ausgemessen wird, wobei die Kopplung so eingestellt wird, daß die in der Meßspule induzierte Gesamtspannung, die als Maß für die kurzgeschlossenen Windungen dient, eine Phasenverschiebung von 900 gegenüber derjenigen Meßspulenspannung hat, die bei gleichem Strom durch die Vergleichsspule allein induziert wird oder bei gleichem Strom in Prüf- und Vergleichsspule und nur loser Ankopplung einer dieser Spulen entsteht. Die Ausmessung der interessierenden Spannungen erfolgt erfindungsgemäß durch ein von der Meßspule über einen an sich bekannten Schwingkontaktgleichrichter mit einstellbarer Schaltphase gespeisten Gleichstromeßinstrument hoher Empfindlichkeit. Auf diese Weise wird erreicht, daß der ganze Meßvorgang weitgehend mechanisiert wird, da im wesentlichen nur drei Spannungen und damit drei Ausschläge des Meßinstrumentes zu beobachten sind. Dies geschieht im allgemeinen so, daß bei in das zur Ausübung des Verfahrens bestimmte Gerät eingebrachter und mit der Vergleichsspule in Reihe geschalteter Prüfspule zunächst bei äußerst loser Kopplung zwischen der Vergleichsspuie und der Meßspule eine Spannung in der Meßspule erzeugt wird und daß durch Änderung der Schaltphase eines Schwingkontaktgleichrichters, der diese Spannung gleichzurichten hat, ein maximaler Ausschlag an dem zur Verwendung gelangenden Meßinstrudient eingestellt wird. Alsdann wird durch Veränderung der Kopplung zwischen der Vergleichsspule und der Meßspule der Ausschlag am Meßinstrument auf den Wert Null gebracht, d. h. bewirkt, daß die Wirkung der Prüfspule und der Vergleichsspule in bezug auf die Meßspule sich bei der eingestellten Schaltphase gegenseitig aufheben. Für den Fall, daß in der Prüfspule Windungsschluß vorhanden ist, d. h. daß sie eine oder mehrere Kurzschlußwicklungen enthält, verbleibt dann in der Meßspule eine Restspannung, die von den in den Kurzschlußwindungen induzierten Kurzschlußströmen induziert wird und nur deshalb nicht angezeigt wird, weil die Kurzschlußströme etwa 90° phasenverschoben sind gegenüber dem Primärstrom.
  • Es wird daher nach Herstellung des Spannungswertes Null die Schaltphase des Schwingkontaktgleichrichters um 90 gedreht. Bleibt der Ausschlag des Meßinstrumentes Null, so ist dies ein Zeichen dafür, daß die Prüfspule in Ordnung ist. Ergibt sich ein Ausschlag, so ist in der Prüfspule Windungsschluß vorhanden, der die durch das Meßinstrument angezeigte Spannungskomponente zur Folge hat, die den Kurzschlußamperewindungen proportional ist. Der besondere Vorteil der Erfindung besteht darin, daß die Prüfspule und die Vergleichsspule nicht notwenig gleiche Windungszahl und gleichen Querschnitt haben müssen und daß dennoch ohne weiteres sowohl eine qualitative als auch eine quantitative Feststellung möglich ist.
  • Das Verfahren wird erläutert für den Fall, daß die Kurzschlußamperewindungen gegenüber den Primäramperewindungen eine Phasenverschiebung von etwa 90° haben. Diese Bedingung ist im allgemeinen erfüllt, nämlich dann, wenn der Widerstand des Kurzschlußstromkreises rein Ohmsch ist. In manchen Fällen trifft das jedoch nur angenähert oder gar nicht zu. wenn nämlich in den KurzschluB-windungen auch der induktive Widerstand einen im Verhältnis zum Ohmschen Widerstand merklichen Betrag hat. Auch in diesem Falle führt das angegebene Verfahren zum Ziel, indem es nur die Wirkkomponente der Kurzschlußamp erewindungen zur Anzeige bringt, die gegen die Primärainperewindungen 900 phasenverschoben sind.
  • Es ist natürlich möglich, die Prüfungen von vornherein darauf abzustellen, daß die von der Prüfspule in einer Meßspule induzierte Spannung in zwei Komponenten zerlegt wird, und zwar in eine Komponente, die 90 phasenverschoben ist gegenüber dem Pri märstrom und in eine zweite, die mit dem Primärstrom in Phase ist. Diese zweite Komponente muß bei eisenkernloser Prüfspule ohne Windungsschluß zu Null werden, da die induzierte Spannung u = M # di1, die von dt dem Primärstrom i1 induziert wird, nach der angeschriebenen Gleichung um genau 90 -gegen diesen Strom verschoben sein muß.
  • Findet man daher eine Restkomponente, so ist das ein Zeichen dafür, daß die gesamten Amperewindungen außer von dem Primärstromi, auch noch von einem durch Kurz schlußwindungen erzeugten Kurzschlußstrom ik gebildet werden, der sich also auf diese Weise nachweisen läßt. Dieses an sich mög lichte Verfahren ist jedoch nur anwendbar, wenn die Kurzschlußamperewindungen zum mindesten einige Prozent der Primäramperewindungen ausmachen, da sonst die zu messende Spannungskomponente zu klein ist gegenüber der gegen den Primärstrom um 90° phasenverschobenen Komponente und daher nicht genau erfaßt werden kann. Beträgt z. B. die Einstellgenauigkeit der Phasenlage des Meßgleichrichters + 1°, was schon als sehr gut bezeichnet werden muß, so würde bei einer Spule, bei der die Kurzschlußamperewindungen 20/0 von den Primärwindungen ausmachen, der gemessene Wert a in dem Bereich von 0,02 - #/180 α 0,02 + #/180 < < 0,02 αm 0,02 streuen, wobei αm der mittlere Anzeigewert ist, d. h. der Ausschlag würde zwar stets das bei Kurzschlußwindungen zu erwartende Vorzeichen haben, aber in seiner Größe im Verhältnis 1:15 unsicher sein. Man könnte also hier bereits nur noch gerade eben nachweisen, daß Kurzschlußwindungen vorhanden sind, aber man könnte keine brauchbare Aussage mehr über die Zahl der kurzgeschlossenen Windungen machen.
  • Es kommt noch hinzu, daß das über den MeI?gleichrichter angeschlossene Gleichstrominstrument bei der Messung der kleinen Spannungskomponenten einen zusätzlichen Wechselstrom führt von der Größenordnung des MNePJinstrumentenstromes bei der Messung der großen Spannungskomponente. Da eine aber lastung des Meßinstrumentes und ein Vibrieren des Zeigers vermieden werden muß. ist es daher nicht möglich, die Empfindlichkeit dieses Verfahrens dadurch zu erhöhen, daß man die Meßinstrumentenempfindlichkeit den zu messenden kleinen Spannungskomponenten anpaßt. Man muß vielmehr dafür sorgen, daß auch bei der Messung der großen Spannungskomponente das Anzeigeinstrument nicht mehr Strom enthält, als etwa dem doppelten Vollausschlag entspricht. Im obigen Beispiel hätte dann der Anzeigewert a zwischen 0,2s und 4% vom Vollausschlag gestreut und wäre denniach nur eben nachweisbar gewesen.
  • Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren dagegen wird die vom Primärstrom der Prüfspule in der Meßspule induzierte Spannung gegen die von der Vergleichsspule induzierte Spannung kompensiert. Die gesamte verbleibende Restspannung in der Meßspule ist daher ein Maß für die Kurzschlußamperewindungen. Die Meßinstrumentenempfindlichkeit kann also an die zu messenden kleinen Spannungswerte angepaßt werden, und ein Phasenfehler von mehreren Winkelgraden ruft bei der Messung nur Anzeigefehler hervor, die weit unter 1% bleiben. Die Flußverkettung für die Kurzschlußwindungen ist dagegen durch die Vergleichsspule nicht kompensiert, da die Kurzschlußwindungen mit der Prüfspüle ungleich viel enger gekoppelt sind als mit der Vergleichsspule. Die Kurzschlußamperewindungen werden durch die Vergieichsspule somit kaum geschwächt. Sehr vorteilhaft ist es weiterhin, daß durch die Vergleichsspule, insbesondere bei der Prüfung von großen Rahmenspulen die Streufelder kompensiert werden. Bereits im Innern von Rahmenspuien wird das Spulenfeld im wesentlichen kompensiert, wenn der Spulenabstand von Prüf- und Vergleichsspule klein ist gegenüber dem Durchmesser oder den Kantenabmessungen der Spulen. Ein in der Nähe befindliches Blech oder sonstiger Metall- oder Eisenteil kann daher bereits keine Störwirr kung durch Wirbelströme verursachen.
  • Der durch die Erfindung erreichte Fortschritt wird an folgen dem Beispiel deutlich: Zu prüfen sei eine quadratische Boulenger-Rahmenspule von n = 400 Wdg, R = 200 #, mit 1 m Kantenlänge, wie sie z. B. für v0-Meszungen in der Ballistik verwendet wird. Der Durchmesser des Drahtbündels beträgt etwa 1 cm, der zulässige Primärstrom i1 = 1 too-mA.
  • Als Frequenz wird die Netzfrequenz von 50 Hz gewählt, um die üblichen Schwingkontaktmeßgleichrichter verwenden zu können. Als V;ergleichs- und Meßspule werden Spulen gleicher Art wie die Prüfspule verwendet. Der Abstand zwischen den Spulenebenen beträgt 5 cm, wobei die Meßspule in der Mitte liegt.
  • Angenommen sei, daß eine einzige Windung der Prüfspule Windungsschluß hat, was bereits nachgewiesen werden soll. Die in der Kurzschlußwindung induzierte Spannung berechnet sich dann zu uk=4,44#50#1#0,6#40#400#10-8V=21,3mV unter Berücksichtigung der Gegenamperewindungen der Vergleichsspule. Der Ohmsche Widerstand r= R = 0,5 #, die Kurzschlußn amperewindungen ik zu ik = u/r = 42 mA, das sind im Verhältnis zu den primären Amperewindungen i,. n = 400 @ 100 mA= 40 A rund nur 1%, also nur 1/20 von dem Grenzwert, der sich nach dem vorstehenden mit dem bekannten @ Verfahren bereits nur noch eben nachweisen läßt. Dieser Kurzschlußstrom induzilert in der Meßspule eine Spannung von ux=4,44#50#400#112#0,042#10-8V=0,4mV eff.
  • Dler Meßgleichrichter liefert dann eine mittleere Gleichspannung von 11= 0,18 mV. Mit einem Meßinstrument von 50X10-6 A Vollausschlag und 200 Q, wie es als tragbares Zeigergalvanometer ausgeführt wird, ergibt sich dann ein Ausschlag von etwa 1 % des Vollausschlages, der also noch gut nachweis bar ist. Das Meßverfahren ist also für Bedingungen brauchbar, die nur t/20 des Meßeffektes liefern, wie der geschilderte Grenzwert bei dem bekannten Verfahren.
  • In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung schematisch dargestellt.
  • Gemäß Fig. I ist in einem Gestell I an einem Rahmen 2 eine Vergleichsspule 3 befestigt.
  • Der Rahmen 2 gleitet in Führungen 4 und ist mit dem Handgriff 5 verstellbar. An einer in dem Rahmen I sitzenden, aus nicht magnatischem Material hergestellten Platte 6 ist eine Meßspule 7 befestigt. Gegen die Platte 6 kann sich die Prüfspule 8 legen, die lose in das Gestellt eingefügt wird und sich einerseits an leinen Ansatz 9 anlegt, andererseits durch die Lasche o.dgl. 10 festgelegt wird. Das Gestell ist vorzugsweise aus Holz gefertigt, der Rahmen 2 sowie die Platte 6 werden zweckmäßig aus Preßzell o.dgl. hergestellt.
  • Fig. 2 zeigt die Schaltung der Prüfeinrichtung. 3 ist die Vergleichsspule, 8 die zu prüfende Spule. 7 ist die Meßspule. Die Spulen 3 und 8 sind gegeneinander geschaltet an die Wechselspannungsquelle 11 angeschlossen.
  • Der die Spulen durchfließende Strom kann durch ein Amperemeter 12 angezeigt und durch einen Regelwiderstand I3 eingeregelt werden. Ein besonderer Schutzwiderstand 14, der bei richtig eingestelltem Strom kurzgeschlossen ist, dient dazu, den die Spulen 3 und 8 durchfließenden Strom zu begrenzen.
  • An die Meßspule 7 ist über den Schwingkontaktgleichrichter 15 bekannter Bauart, wie er z. B.in den deutschen Patentschriften 646 357 bzw. 685 800 beschrieben ist, das empfindliche Gleichstrominstrument 16 angeschlossen.
  • Die Meßinstrumente bzw. Scbalterbedienungsbandgriffe sind zweckmäßig in einem Meßkoffer untergebracht, von dessen Frontseite die Instrumente abzulesen bzw. die Bedienungshandgriffe, Schalter usw. zu betätigen sind.
  • Die Wirkungsweise der Einrichtung ergibt sich aus dem Diagramm Fig. 3. Hier bedeuten JN und Jx die in der Vergleichsspule 3 bzw. in der zu prüfenden Spule 8 -fließenden Ströme. Dler Vektor eo stellt die in der Meßspule seitens des Stromes 1N induzierte sekundäre Spannung dar bei der zunächst gewählten losen Ankopplung der Vergleichsspule. Der Vektor Esx stellt die in der Meßspule seitens des in der Prüfspule 8 fließenden Stromes JX induzierte Spannung dar. Dieser Strom setzt sich zusammen aus dem eigentlichten Primärstrom JX und dem Strom der Kurzschlußwindungen JK. Dementsprechend setzt sich Esx zusammen aus Esx o und ER.
  • Ist die Kopplung zwischen der Vergleichsspule 3 und der Meßspule 7 so lose, daß im wesentlichen nur das Feld der Spule 8 auf die Spule 7 einwirkt, so hat die in dieser Spule induzierte Spannung ihren Höchstwert.
  • Dies ist indessen im allgemeinen nicht notwendig; es genügt eine mehr oder weniger große Verstellung der Spule 3, z. B. eine halb so enge Ankopplung der Vergleichsspule als der Prüfspule, um einen bestimmten resultierenden Spannungsbetrag ER = ES0 # ESK zu erzeugen. Dabei soll durch diese Darstel lungsweise der Vektorcharakter der Gleichung ausgedrückt werden. Durch die Einstellung der Schaltphase des Schwingkontaktgleichtrichters, d. h. durch Drehen an einem Abstimmknopf, der z. B. das Drehfeld des Meßgleichrichters verstellt, in dem dessen Schaltmagnet schwingt, wird die Schaltphase des Schwingkontaktgleichrichters auf die Phase der in der Spule 7 resultierenden Spannung ER so weit eingestellt, daß an dem Meßinstrument 16 ein maximaler Ausschlag folgt. Die Schaltphase liegt dann in der strichpunktierten Richtung 1...1. Alsdann wird die Kopplung zwischen der Spule 3 und der Spule 7 durch Annäherung der Spule 3 an die Spule 7 fester gemacht und so lange verändert, bis der Ausschlag des Meßinstrumentes den Wert Null hat. Die von JN induzierte Spannung ist dann Esl und die in der Meßspule resultierende Gesamtspannung ER = ES1 # ESX.
  • Nunmehr wird durch Drehen des Abstimmknopfes des Schwingkontaktgleichrichters dessen Schaltphase um 90c in die Richtung 2... 2 geändert. Erfolgt nach dieser Einstellung ein Ausschlag des Meßinstrumentes 16 entsprechend ER1, SO hat die Prüfspule 8 Windungsschluß. Aus dem Betrag der vom Instrument 16 angezeigten Spannung geht die Anzahl der kurzgeschlossenen Windungen hervor, da ER1, wie man sieht, nahezu mit EK übereinstimmt. Das Vorhandensein dieser Spannungskomponente ist also ein Zeichen dafür, daß Windungsschluß vorliegt; ihr Betrag ist der Anzahl der kurzgeschlossenen Windungen proportional. Man kann sich leicht überzeugen, daß das Verfahren auch dann zum Ziel führt, wenn JK nicht genau in Phase ist mit Esxo. Eine genaue Übereinstimmung zwischen ER1, und EK findet man bei Phasengleichheit zwischen JK und ESX0, wenn man die Schaltphase 1... 1 abgleicht bei abgeschaltetem Strom. Durch hohe Vorwiderstände muß man dann aber dafür sorgen, daß die Phasenlage des Primärstromes bei dem Hinzuschalten der Prüfspule JX gegenüber der Schaltphase des Meßgleichrichters erhalten bleibt.
  • Dler Meßfehler, der dadurch entstehen kann. daß bei dem zuerst beschriebenen Verfahren keine genaue Reproduzierbarkeit der zunächst eingestellten losen Ankopplung der Vergleichs spule vorliegt, ist sehr gering. Er ist höchstens dem Unterschied der Beträge von ER und ER1 entsprechend, da der Betrag von ER1 als Maß für ER gilt. Dieser Unterschied ist im allgemeinen noch viel kleiner als aus Fig. 3 ersichtlich, wo er bei JK o, I 7 bereits nur 5% ausmacht, da das Verfahren insbesondere für solche Fälle vorteilhaft angewendet wird, in denen die Kurzschlußamperewindungen JK sehr klein gegen die Primäramperewindungen JX sind. Den Proportionalitätsfaktor zwischen Meßinstrumentausschlag und der gesuchten Zahl n der Kurzschlußwindungen findet man vorzugsweise empirisch, indem man den Ausschlag für eine bestimmte Zahl n0 zusätzlich dicht neben der Prüfspule angebrachter kurzgeschlossener Windungen gleichen leitungsdrahtes ermittelt.

Claims (3)

  1. P A T E N T A N S P R Ü C H E : 1. Verfahren zur Prüfung vön Spulen bzw. Messung von Windungsschluß, dadurch gekennzeichnet, daß die zu prüfende Spule (8) und eine gegen sie geschaltete Vergleichsspule (3) mittels veränderlicher Kopplung ein resultierendes Feld in einer Meßspule (7) erzeugt, durch das eine Spannung induziert wird, die nach ihren Komponenten ausgemessen wird, wobei die Kopplung so eingestellt wird, daß die in der Meßspule (7) induzierte Gesamtspannung, die als Maß für die kurzgeschlossenen Windungen dient, eine Phasenverschiebung von 900 gegenüber derjenigen Meßspulenspannung hat, die bei gleichem Strom durch die Vergleichsspule (3) allein induziert wird oder bei gleichem Strom in Prüf- (8) und Vergleichsspule (3) und nur loser Ankopplung leiner dieser Spulen entsteht (Fig. 2).
  2. 2. Einrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in einem vorzugsweise transportablen Gestell (i) beiderseits der Maßspule (7) eine an reinem verstellbaren Rahmen sitzende Vergleichsspule (3) und die mittels lösbarer Verbindung, z.B. durch Klemmenlaschen (10) o.dgl., befestigte Prüfspule (8) angeordnet sind (Fig. I).
  3. 3. Einrichtung nach Anspruch I und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Prüf- (8) und Vergleichsspule (3) in Gegenschaltung an eine Wechselspannungsquelle (11) angeschlossen sind und daß die Meßspule (7) üb!er einen Schwingkontaktgleichrichter (15) mit einstellbarer Schaltphase mit einem Gleichstrommeßinstrument (16) verbunden ist (Fig. 2).
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