DE739739C - Verfahren zum Entpechen von Wolle - Google Patents

Verfahren zum Entpechen von Wolle

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DE739739C
DE739739C DEI64881D DEI0064881D DE739739C DE 739739 C DE739739 C DE 739739C DE I64881 D DEI64881 D DE I64881D DE I0064881 D DEI0064881 D DE I0064881D DE 739739 C DE739739 C DE 739739C
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DE
Germany
Prior art keywords
wool
weight
parts
pitch
tips
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Expired
Application number
DEI64881D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Richard Gutensohn
Dr Hermann Haakh
Dr Joseph Nuesslein
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
IG Farbenindustrie AG
Original Assignee
IG Farbenindustrie AG
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Publication date
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Expired legal-status Critical Current

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    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01CCHEMICAL OR BIOLOGICAL TREATMENT OF NATURAL FILAMENTARY OR FIBROUS MATERIAL TO OBTAIN FILAMENTS OR FIBRES FOR SPINNING; CARBONISING RAGS TO RECOVER ANIMAL FIBRES
    • D01C3/00Treatment of animal material, e.g. chemical scouring of wool

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Animal Husbandry (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Molecular Biology (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Zoology (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Treatments For Attaching Organic Compounds To Fibrous Goods (AREA)

Description

  • Verfahren zum Entpechen von Wolle Zur Entfernung von Pechspitzen aus Wolle verwendet man organische Lösungsmittel für sich oder in Form von wäßrigen Emulsionen. Die Nachteile des Arbeitens mit Lösungsmitteln sind bekannt.
  • Es wurde nun gefunden, daß die Pechspitzen auch ohne Verwendung organischer Lösungsmittel entfernt werden können, wenn als Entpechungsmittel die wäßrigen Lösungen derSalzehöhermolekularer, organischer Säuren mit organischen Basen, gegebenenfalls unter Zugabe eines Überschusses der Basen, in einer Konzentration benutzt werden, die höher gehalten wird als die der üblichen Waschflotten. Die in Frage kommenden Salze lösen sich zuweilen in Wasser nicht klar auf. Etwa vorhandene Trübungen wirken aber beim Entpechen nicht nachteilig. Um jedoch das\spätere Auswaschen zu erleichtern, ist es oft vorteilhaft, einen Überschuß an organischen Basen zu verwenden. Als Säuren kommen höhermolekulare, seifenbildende, organische Säuren in Frage, beispielsweise gesättigte oder ungesättigte Fettsäuren oder cyclische Säuren, wie Naphthensäuren-und Harzsäuren.
  • Als Basen seien beispielsweise genannt Amine, wie Methylamin und Äthylamin, Oxyamine, wie Äthanolamin@und Triäthanolamin, und mehrsäurige Basen, wie Guanidin.
  • Die Salze dieser Basen mit den organischen Säuren besitzen ein hervorragendes Lösevermögen für Pechspitzen jeder Art und weisen dabei gleichzeitig eine gute Waschwirkung auf, ohne die Nachteile der Alkalien zu besitzen. Zweckmäßig werden die Salze in Konzentrationen angewendet, die einem Gehalt von 8 bis 5o g und darüber, auf Säure berechnet, im Liter Wasser entsprechen.
  • Es können auch mehrere Amine und mehrere Säuren gleichzeitig verwendet werden; auch können den Lösungen noch andere kapillaraktive Stoffe, wie Türkischrotöle und butylnaphthalinsulfonsaures Natrium, zugesetzt werden.
  • Beispiele i. Lose, pechspitzenhaltigeWolle wird hei etwa 5o bis 6o° 15 Minuten geweicht in einer wäßrigen Lösung, die i Gewichtsteil Ölsäure und 1,25 Gewichtsteile Methylamin in ioo Gewichtsteilen enthält. Dann wird gut abgequetscht und gespült. Die Wolle ist pechspitzenfrei.
  • -. Pechspitzenhaltige Filze werden i Stunde bei 55° geweicht in einer wäßrigen Lösung, die i o Gewichtsteile N aplithensäure und 2 Gewichtsteile Äthylamin in ioo Gewichtsteilen enthält. Dann wird in der gleichen Lösung gehämmert und gut gespült. Die Filze sind pechspitzenfrei.
  • 3. Pechspitzenhaltige Fachen werden über acht geweicht in einer wäßrigen Lösung, die in ioo Gewichtsteilen 2,i5 Gewichtsteile Ölsäure, o,85 Gewichtsteile Triäthanolamin und -2 Gewichtsteile Türkischrotöl von etwa 5o °/o Fettgehalt enthält. Nach dem Ein-«-eichen wird mit der Lösung auf dem Multiroller angestoßen und schließlich nach gutem Spülen, wieüblich, weitergearbeitet. Die Fachen
    sind>pechspitzenfrei und rein gewaschen.
    4,'%-ose, pechspitzenhaltige Wolle wird bei
    50" 'unter mehrfachem Abquetschen geweicht
    in einer wäßrigen Lösung, die in ioo Gewichtsteilen 5 Gewichtsteile Kolophonium und 1,5 Gewichtsteile Methylamin enthält. Die entpechte Wolle wird mit schwach ammoniakalischem Wasser gespült, bis die Harzseife entfernt ist.
  • 5. Pechspitzenhaltige Wolle wird bei 5o° geweicht in einer Lösung, die in ioo Gewichtsteilen 5 Gewichtsteile Ölsäureund 1,2 Gewichtsteile Guanidin enthält. Nach mehrfachem Abquetschen ist die Wolle pechspitzenfrei.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Entpechen von Wolle und wollhaltigen Faserstoffen, dadurch gekennzeichnet, daß als Entpechungsmittel die wäßrigen Lösungen der Salze höhermolekularer, organischer Säuren mit organischen Basen, gegebenenfalls unter Zugabe eines Überschusses der Basen, in einer Konzentration benutzt «-erden, die höher gehalten wird als die der üblichen Waschflotten.
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