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Flächenleuchte für Flugzeug-Instrumentenbeleuchtung Die Flugsicherheit
bei Nachtflug macht eine blendungsfreie, unaufdringliche und gleichmäßige Beleuchtung
der Flug- und Triebwerksüberwachungsinstrumente erforderlich, Die bisher üblichen
Gerätebrettleuchten mit Licht aus dem .sichtbaren und unsichtbaren Spektrum haben
den Nachteil einer ungleichmäßigen und mit Schatten behafteten Beleuchtung: Die
Soffitten mit Lampen aus Kunstglasstäben haben eine bedeutend bessere Gleichmäßigkeit
der Lichtverteilung, können jedoch Schattenbildung nicht beheben. Geräteeinzelbeleuchtungen
innerhalb oder außerhalb der Geräte erfordern untragbar viele Leuchtkörper. Im -letzteren
Falle ist bei der Üblicherweise verwendeten reflektierenden Doppelwand der Verlust
an Lichtleistung erheblich. Bekannt ist auch,die Anordnung selbstleuchtender Massepunkte
im Instrumentengehäuse, welche gegendirekte Sicht abgedeckt sind und deren Strahlen
von den auszuleuchtenden Teilen reflektiert werden. Derartige Leuchtmassen sind
wegen ihrer schnell abnehmenden Leuchtkraft nicht brauchbar.
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Der Erfindungsgegenstand vermeidet die oben aufgezählten Mängel. Er
geht von .der an sich bekannten Tatsache aus, daß optisch reine hochlichtdurchlässige
Kunstharzpreßmassen sehr brauchbare Lichtleiter sind, was bei den Soffitten aus
Kunstglasstäben bereits ausgenutzt wird. Beim Erfindungsgegenstand werden Platten
aus derartigen hochlichtdurchlässi,gen Stoffen und nach außen abgedeckte Leuchtkörper
verwendet. Der Erfindungsgedanke besteht darin:, daß die nach außen und seitlich
abgedeckte Platte in ihrer Mittelebene in Durchbrüchen einige Leuchtkörper und über
den Instrumentenskalen durchsichtige Leuchtfenster oder weitere Durchbrüche enthält.
Das von einem solchen Leuchtkörper ausgesendete Licht breitet sich allseitig in
der Kunstglasplatte aus und wird än deren Wandungen reflektiert, wenn diese poliert
und mit einem weißen Anstrich versehen sind. Dadurch erzielt man an Stelle der sonst
räumlichen Lichtausbreitung eine nahezu flächenmäßige Ausbreitung bei sehr geringen
Verlusten an Lichtenergie und bat die Möglichkeit, durch Fenster in die reflektierenden
Deckschicht auf der Plattenoberfläche bzw. an den: schmalen Seitenwänden .das erforderliche
Licht in; wählbaren Mengen zu entnehmen.
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Eine weitere Möglichkeit besteht darin, die Platte unversehrt zu lassen
und an den gegenüberliegenden
Stellen der beiden Flächen beliebig
.geformte Fenster anzubringen. plan kann aber auch Löcher mit zylindrischer oder
konischer Mantelfläche in die Platte schneiden und,denLichtaustritt an, diesen inneren
polierten Wandstellen der Platte für die Ausleuchtung einer darunter befindlichen
Instrumentenskala heranziehen. Die Erfahrung lehrt, daß man mit solchen Platten
bzw. Flächenleuchten ausgezeichnete Beleuchtungswirkungen bei, geringsten Lichtleistung
enerzielenkann.
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Das Ausschneiden runder Fenster mit kegeli:g geschliffenem Rande hat
die günstige Wirkung, daß auch bei stark seitlicher Betrachtung des darunterliegenden
Gerätezifferblattes keine Blendung durch den reflektierenden Rand des Ausschnittes
auftritt. Auch reflektiert -der k egelige Rand einen Teil der auffallenden Strahlen
zum. Zifferblatt hin, wodurch @veitere Aufhellung geschaffen wird. Die Gleichmäßigkeit
der Helligkeit wird,durch mehr oder weniger dichte Farbanstriche in den polierten
Mantelflächen der Plattendurchbrüche über den Instrumenten und bei den Leuchtkörpern
erzielt. Schließlich besteht die Möglichkeit, Aufschriften für die Instrumente unter
Beseitigung der optisch dichten Schichten in das Kunstglas einzugravieren und mit
durchscheinender weißer Farbe zu unterlegen, wodurch eine gleich gute Ab,lesbarkeit
bei Tag und Nacht gewährleistet ist.
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Abb. i zeigt die bereits bekannte Anwendung eines Kunstglasstabes
i als Soffittenlampe. Die Wirkungsweise ist folgende: Wird der Stab i an einer Stirnseite
:durch eine Leuchte 2 angestrahlt und ist die übrige Länge ,des Stabes gegen die
direkte Beleuchtung durch eine Blende 3 abgedeckt, so herrscht am anderen Ende eine
größere -Helligkeit als in der gleichen Entfernung von der Lampe ohne den Stab herrschen
würde. Zudem strahlt der Stab ;auf seiner Länge ein gleichmäßiges, blendfreies diffuses
Licht aus.
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Für den betrachteten Zweck der Beleuchtung von Gerätebrettern wird
erfindungsgemäß die in Abb. 2 skizzierte Anordnung getroffen. Das ganze Gerätebrett
wird mit einer Kunstglasplatte ¢ überdeckt, die an passenden Stellen Ausschnitte
5 besitzt, in denen eine Leuchte untergebracht ist. Die Platte ist an ihren Rändern
7 und an der Vorderseite mit einer lichtundurchlässigen und reflektieren-,den, Farbschicht
bedeckt. An den Stellen 6, an denen sich Geräte befinden, weist die reflektierende
Schicht runde Ausschnitte auf. Die punktierten Linien zeigen den Strahlengang innerhalb
der Platte. In Abb. 3 ist eine solche Platte mit Leuchte im Schnitt .dargestellt.
Die Abb. q. und 5 zeigen zwei Formen von Ausschnitten. In Abb. q. ist die Farbschicht
kreisförmig über dem zu beleuchtenden Zifferblatt entfernt, welches mit dem von
der Platte ausgehenden diffusen Licht angeleuchtet wird. In Abb. 5 ist ebenfalls
eine Beleuchtungsscheibe mit einem kreisförmigen Ausschnitt dargestellt, dessen
Ränder jedoch kegelig bearbeitet sind. Diese Anordnung läßt wenig Licht nach vorn
zum Beobachter dringen, reflektiert aber einen Teil der in der Platte ankommenden
Strahlen nach innen auf das Zifferblatt.
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Der Aufbau einer Flächenbeleuchtung geht aus Abb. 6 und 7 hervor.
In dem Gerätebrett i i sind die Instrumente 12 und die Leuchtkörper 14 angebracht.
Letztere ragen in entsprechende Aussparungen bzw. Bohrungen darüber angebrachten
Kunstglasplatte 13, die mittels Distanzstücke 15 auf denf Gerätebrett befestigt
ist und an :den Seitenflächen -durch Abdeckbleche 16 bzw. an der Vorderfläche durch
.eine Blechplatte 17 gegen mechanische Beschädigungen des lichtundurchlässigen bzw.
reflektierenden Plattenanstriches geschützt ist. An den Stellen, an denen sich die
Instrumentenskalen befinden, ist der Anstrich fensterartig entfernt oder die Platte,
wie oben beschrieben, durchbohrt.