DE7396C - Carbonisir- und Rahm-Maschine - Google Patents

Carbonisir- und Rahm-Maschine

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DE7396C
DE7396C DENDAT7396D DE7396DA DE7396C DE 7396 C DE7396 C DE 7396C DE NDAT7396 D DENDAT7396 D DE NDAT7396D DE 7396D A DE7396D A DE 7396DA DE 7396 C DE7396 C DE 7396C
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Germany
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DENDAT7396D
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Original Assignee
C. H. BEHNISCH in Luckenwalde
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01CCHEMICAL OR BIOLOGICAL TREATMENT OF NATURAL FILAMENTARY OR FIBROUS MATERIAL TO OBTAIN FILAMENTS OR FIBRES FOR SPINNING; CARBONISING RAGS TO RECOVER ANIMAL FIBRES
    • D01C5/00Carbonising rags to recover animal fibres

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
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  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
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  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

PATENTSCHRIFT
Klasse 29.
CARL HERMANN BEHNISCH in LUCKENWALDE. Carbonisir- und Rahmmaschine.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 24. December 1878 ab.
Die durch beiliegende Zeichnungen dargestellte Maschine dient zum Rahmen von Stoffen und Geweben jeder Art und zur Carbonisation (chemische Vernichtung) aller vegetabilischen Beimischungen in wollenen Lumpen, loser Wolle und Wollenstoffen.
Zur Carbonisation werden die Wollenstoffe, losen Wollen und Lumpen vorher mit einer Lösung von Chloralumj.nium^i.Qd6r,.ivhlQr.magnesium von 5 bis 60B. imprägnirt, wozu man sich einer Holzkufe, welche die Lösung enthält, bedient. Nach dem Imprägniren wird das zu carbonisirende Material auf einer Centrifuge lufttrocken ausgeschleudert und dann in die Maschine gebracht und zwar werden Lumpen und lose Wolle in den Innenraum der Cylinder 2?, welche bis auf 1300C. erwärmt werden, dagegen Stoffe auf die äufseren Wandungen der Cylinder B, welche denselben Wärmegrad haben, geführt.
Zum Zusammenhalten der Wärme und zum Schütze der Arbeiter wird die ganze Maschine mit einer Holzgarnitur, welche an den Gestellwänden A angebracht wird, umkleidet.
Die Handhabung der Maschine geht aus den Zeichnungen undnachstehenderBeschreibung derselben hervor.
Nachdem eine vollkommene Trocknung erreicht ist, welche übrigens bei einmaligem Passiren des Stoffes über die Maschine erzielt und für verschieden starke Stoffe durch Stufenscheiben an einem besonderen Vorgelege regulirt wird, unterliegt das carbonisirte Wollmaterial derselben Behandlung wie auf den bisher gebräuchlichen Carbonisireinrichtungen für carbonisirte Wolle und Stoffe. Es wird in Walkenerde ausgewaschen und mit Wasser gespült, wodurch sich der Rückstand des Chloraluminiums und Chlormagnesiums auflöst und mit dem Wasser abfliefst.
Fig. ι Vorderansicht, Fig. 2 Seitenansicht, Fig. 5 Grundrifs.
Zwei Gestellwände ζΑ aus Eisen, durch eiserne Streben verbunden} tragen zwei eiserne Doppelcylinder B, welche (gowohTfür Gas- als/für Dampfheizung eingerichtet werden können (s. Detailzeichnung Fig. 7 und 8). ). Die "keilförmigen Seitenflächen dieser Cylinder sind geschlossen und je eine Ijm oberen und unteren Cylinder1) mit einer ^luftdicht verschliefsbaren, thürähnlichen·, Oeffnung C versehen. Die Hohlräume der Cylinder dienen zur Aufnahme, zum Trocknen und Carbonisiren der vegetabilischen Beimischungen in Lumpen und loser Wolle.
Zwei Zahnkränze D, ,-(welche je einer an jeden Cylinder B mittelst Knaggen geschraubt sind, J) dienen zur Vermittelung einer rotirenden Bewegung der Cylinder.
E sind zwei eiserne Rahmen, welche die Gestalt einer 8 haben;: (s. Detailzeichnung Fig. 6).) Diese Rahmen werden über die eisernen Doppelcylinder B geschoben und von den mit .Rechtsund Linksgewinde versehenen Spindeln L getragen. Durch die Umdrehung der Spindeln L können diese Rahmen E beliebig näher an einander oder weiter von einander entfernt gestellt werden. An diese Rahmen E ist in horizontaler Richtung eine seitliche Verlängerung E1 der Rahmen angebracht, welche bei F in einem Scharnier beweglich und durch eine Spindel G mit Kurbel beliebig und von der Stellung der Rahmen E in gewisser Beziehung unabhängig verstellbar ist.
H sind Wellen, durch konische Räder mit einander verbunden und mit Schnecken J versehen, welche in die Schneckenräder K der fünf Wellen L mit Rechts- und Linksgewinde eingreifen und dieselben gleichzeitig durch die Kurbel H in eine gleichmäfsige Bewegung versetzen.
M ist die Dampfzuleitung. Der Dampf strömt zuerst in den hohlen Zapfen der beiden Doppelcylinder B. (Das Zuleitungsrohr wird mit einer Stopfbüchse gedichtet, damit die rotirende Bewegung der Cylinder B stattfinden kann. Der hohle Zapfen der Cylinder ist auch seitlich dreimal bis auf den hohlen Dampfraum durchbohrt, um durch drei zwischengeschraubte Röhren den Dampf in den Dampfraum der Doppelcylinder zu leiten. Auf der anderen Seite der Cylinder B findet durch die Rohrleitung N der Abzug des condensirten Wassers in derselben Weise statt.)
Von O aus wird der Stoff in die Maschine eingeführt; er passirt zuerst oberhalb den Rahmen Z?', welcher nach der Breite des Stoffes gestellt sein mufs, wird hier verbreitert, geht über die Rolle q oberhalb bei F auf den oberen Cylinder B, umschliefst diesen fast ganz, wird über eine zweite Rolle q, welche zwischen den beiden
Cyl'indem B "liegt, auf den unteren Cylinder B hinübergeleitet, umschliefst auch diesen beinahe ganz und wird über eine dritte Rolle q unterhalb bei F in die untere Seite des Rahmens E' zurückgeführt, welchen er bei IP verläfst, um von dem Faltenleger Z auf einen Holzschieber P getafelt zu werden.
( Q ist eine Antriebsscheibe mit der Schneckenwelle R, welche in das Schneckenrad S zur Bewegung der Cylinder B mittelst der Zahnkränze D eingreift.
T ist eine Scheibe auf der Welle S T zur Uebertragung der Bewegung auf die Scheibe U, welche die Zugwalze CP bewegt, die den Stoff aus der Maschine herausholt.
V ist eine Scheibe auf dem Zapfen der Walze IP, welche die Bewegung auf die Scheibe W1 zur Bewegung des Faltenlegers Z überträgt. )
In dem Rahmen E und E', Fig. 4, läuft ein Riemen ohne Ende (β,) [oder für Gasheizung ein Band aus Stahlblech. J In diesem Riemen sind (die/ kleinen Rahmenstiftei/S: befestigt, auf welche die Leisten des Stoffes mittelst der kleinen stellbaren Bürsten g aufgedrückt werden. (Kn dem Riemen α sind ferner in kleinen Zwischenräumen die Rollen'£ mittelst der Stahlbügel c befestigt.)
(^Der Rahmen EE' nimmt die Rollen b,.des Riemens α auf, so dafs sie hinter der vorderen Backe des Rahmens rollen und den Riemen mit dem angehakten Stoffe festhalten, j delf sind Theile, welche zum Niederdrücken der kleinen Bürste g auf die Stoffleiste dienen.
Fig. /3; stellt eine kleine Carbonisirmaschine mit Gasheizung dar. Dieselbe ist mit fünf Walzen U' U" oder mehr versehen, um welche der Stoff, wie aus der Zeichnung ersichtlich, herumgeführt wird. Diese Walzen können ebensowohl durch Dampf und freies Feuer, als durch Gas geheizt werden, doch ist Gasheizung am bequemsten und hat stets einen sicheren Erfolg.
', Bei Gasheizung liegt in jeder Walze ein Rohr mit vielen feinen Löchern, welches durch den Zapfen der Walze eingeführt wird.'
Die Rohrleitung / steht mit einem Ventilator V, welcher mit einer Drosselklappe versehen ist, in Verbindung. Es kann daher sowohl die Gasais die Luftzuführung ganz nach Bedarf geregelt werden. Durch die Zuführung der Luft verbrennt das Gas rufsfrei.
inn' sind hölzerne Leitwalzen, zur Führung des Stoffes bestimmt.
m sind drei Latten, welche den eintretenden Stoff straff halten und ausbreiten.
ο o' sind zwei Bürsten, an welche der Stoff über je eine scharfe Kante vorüber geführt wird. Dieselben dienen zur Entfernung der verkohlten Pflanzenreste, welche im Stoff sitzen.
η " ist die mit Drahtbeschlag überzogene Zugwalze.
IVist eine Antriebswelle mit Scheiben für den Betrieb der Bürsten und des Ventilators, sowie mit Räderübersetzung für die Durchzugswalze n". C Diese Carbonisirtrockenmaschine, Fig. 3, findet da Anwendung, wo die Einrichtung zum Rahmen und Trocknen in ausreichender Weise vorhanden ist und nur das Carbonisiren der schon vorgetrockneten Waare ausgeführt werden soll. ^
Bei Anwendung einer Rahm- und Carbonisirmaschine mit Dampfheizung, F'ig. i,;2 und ζ,) können die gasgeheizten Röhren IP U" und die Bürsten O O' fder Fig. 4 auch)gleich an der grofsen Maschine angebracht werden und zwar an den Gestellwänden A unter dem Rahmen £', so dafs die Stoffe aus der Maschine, Fig. 1,'V2 und 5,j gleich getrocknet und fertig carbonisirt heraustreten.
Der Uebersichtlichkeit halber sind die Röhren l/i l/!' (der Fig. 4 ^ bei Fig. 1,(2 und s)nicht mit gezeichnet worden.
' Fig. 6 zeigt den zur Aufnahme des Riemens a (Rahmkette) bestimmten Rahmen EE' mit den drei Rollen q und den fünf Spindeln L. Derselbe wird mittelst der Kurbel H, Fig 1, so weit aus einander gestellt, als die zu trocknende Waare breit werden soll.
Fig. 7 zeigt die Construction der Cylinder B für die Dampfheizung.
B ist ein Doppelcylinder aus Eisenblech, C sind kreisförmige Seitenflächen der Cylinder B mit Hohlzapfen für die Zuleitung des Dampfes und den Abzug des condensirten Wassers. D ist ein Zahnkranz für den Betrieb.
M sind Zuleitungsröhren für den Dampf und Ableitungsröhren für das Condensationswasser.
Die kreisförmigen Seitenflächen der Cylinder B enthalten eine verschliefsbare, thürähnliche Oeffnung zum Einbringen von Wolle und Lumpen in den inneren Hohlraum der Cylinder B.
Fig. 8 zeigt die Construction der Cylinder B für Gasheizung. Der Hohlraum zwischen dem Doppelcylinder B bleibt an den Seiten offen und nur die kreisförmigen Flächen des inneren Cylinders B sind geschlossen, jedoch ebenfalls mit einer verschliefsbaren, thürähnlichen Oeffnung zum Einbringen von Lumpen und loser Wolle versehen.
D ist derselbe Zahnkranz der Cylinder B wie in Fig. 7.
M sind drei Zuleitungsröhren für Gas mit Luft gemischt. Die Zuleitung erfolgt wie bei Fig. i, 2, 5 und 7 durch den Hohlzapfen der Cylinderdeckel C und zwar von der Gasleitung aus durch einen Hahn, von dem Ventilator aus durch eine Drosselklappe regulirbar, wie in Fig· 3·
Zwischen den Wandungen der Doppelcylinder B laufen die Leitungsröhren des Gemisches von Luft und Gas hin; letzteres strömt aus vielen feinen und eng an einander liegenden Löchern dieser Röhren aus und verbrennt zwischen den Cylinderwandungen mit rufsfreier Flamme. Es wird daher sowohl der für lose Wolle und Lumpen bestimmte Innenraum, als

Claims (1)

  1. der äufsere Umfang der Cylinder B stärk erwärmt, so dafs die Maschine sowohl für die Carbonisirung von Lumpen und loser Wolle, als von Wollenstoffen geeignet ist, und zwar können Stoffe und lose Wolle oder Lumpen gleichzeitig getrocknet bezw. carbonisirt werden.
    Die Einrichtung der Maschine zum Rahmen der Gewebe und Stoffe sichert derselben den Vorzug vor jeder anderen Carbonisirvorrichtung, weil durch dieselbe die Stoffe ganz glatt über die Trockencylinder laufen, was für das Gelingen einer gleichmäfsigen und guten Carbonisation von wesentlicher Bedeutung ist.
    In kleineren Appreturen kann durch diese Rahmeneinrichtung die Maschine auch zu dem gewöhnlichen Rahmen der Stoffe ohne Carbonisation mitbenutzt werden. Ί
    Patent-A ν Sprüche:
    Die Construction der Maschine nach Mafsgabe der Zeichnungen und der Beschreibung. Die aus der Construction der Maschine hervorgehende Combination des Rahmens der Stoffe zum Vortrocknen und des schärferen Nachtrocknens zum Carbonisiren der Stoffe durch Benutzung der mittelst Gas oder Dampf geheizten Röhren U' U". Da bei allen früher existirenden Carbonisirmaschinen die Stoffe vorgetrocknet auf die Carbonisirmaschine genommen werden mufsten.
    Die aus der Construction der Maschine resultirende gleichzeitige Benutzung derselben für Gewebe und für lose Wollen, Lumpen oder Abfälle, wobei also die beiden Doppelcylinder in Betracht kommen.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
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