DE738481C - Regeleinrichtung, insbesondere zur UEberwachung von elektrischen Betriebsgroessen - Google Patents

Regeleinrichtung, insbesondere zur UEberwachung von elektrischen Betriebsgroessen

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DE738481C
DE738481C DEP74432D DEP0074432D DE738481C DE 738481 C DE738481 C DE 738481C DE P74432 D DEP74432 D DE P74432D DE P0074432 D DEP0074432 D DE P0074432D DE 738481 C DE738481 C DE 738481C
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    • G05CONTROLLING; REGULATING
    • G05BCONTROL OR REGULATING SYSTEMS IN GENERAL; FUNCTIONAL ELEMENTS OF SUCH SYSTEMS; MONITORING OR TESTING ARRANGEMENTS FOR SUCH SYSTEMS OR ELEMENTS
    • G05B11/00Automatic controllers
    • G05B11/01Automatic controllers electric
    • G05B11/012Automatic controllers electric details of the transmission means
    • G05B11/015Automatic controllers electric details of the transmission means using rotating amplifiers

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  • One-Way And Automatic Clutches, And Combinations Of Different Clutches (AREA)

Description

  • Regeleinrichtung, insbesondere zur überwachung von elektrischen Betriebsgrößen Die Erfindung bezieht sich auf eirie Regeleinrichtung, insbesondere zur Überwachung von elektrischen Betriebsgrößen, welche einen von -der über-wachten Betriebsgröße gesteuerten, Regel- oider Schaltvorrichtungen betätigenden Verstellmotor, insbesondere einen Ferrarismotor, besitzt. Die bekannten Einrichtungen dieser Art arbeiten in der Weise, daß das Antriebssysten# in Abhängigkeit von der zu überwachenden Betriebsgröße (z. B. einer Netzispannung) erregt bzw. seine Kraftwirkung auf den angetriebenen Teil durch diese Betriebsgröße ;derart verändert wird, daß sich der angetriebene Teil in Abhängikkeit von der Abweichung der Betriebsgröße von ihrem Sollwert in Bewegung setzt und die eigentlichen Regel- oder Schaltorgane zur Nachregelung der überwachten Betriebsgröße in dem einen oder dem anderen Sinne betätigt. Hierbei kann nun leicht eine Überregelung auftreten, indem nämlich infolge der Trägheit der gesamten Regelapparatur auch bei Erreichen des Sollwertes der geregelten Betriebsgröße -das Relais nicht sofort zum Stillstand kommt. Diese Überregelung macht sich in einem dauernden, mehr oder weniger otarken Pentdeln der zu regelnden Betriebsgröße um ihren Sollwert bemerkbar. . Gegenstand der Erfindung ist eine Regeleinrichtung, insbesondere zur Überwachung von elektrischen Betriebsgrößen, mit einem von der überwachten Betriebsgröße gesteuerten, die eigentlichen Regel- oder Schaltorgane betätigenden Verstellmotor, insbesondere Ferrarismotor, bei dem dieser Nachteil vermieden ist. Erfindungsgenläß werden zwischen dem Laufwerk des Verstellmotors und dem eigentlichen Regelorgan zwei Kupplungen vorgesehen, die von dem Verstellmotor selbst, und zwar bei Einwirken einer von der überwachten Betriebsgröße unmittelbar gesteuerten Antriebskraft, auf dessen Laufwerk be- tätigt werden und von denen die eine bei Rechts- und,die andere bei Linksdrehung des Motors eine kraftschlüssige Verbindung zwischen dem Laufwerk und dem eigentlichen Regelorgan herstellt und nur so lange aufrechterhält, als die. Antriebskraft. auf ' das Laufwerk einwirkt.
  • Erreicht bei di - eser Einrichtung die geregelte Betriebsgröße, beispielsweise eine Netzspannung, während eines Regelvorganges ihren Sollwert -und wird infolgedessen die auf den Läufer einwirkende Antriebskraft Null, so wird das Laufwerk des Mo#tors sofort von dem eigentlichen Regel-oder Schaltorgan abgekuppelt. Selbst wenn hierbei das träge Laufwerk auch noch weiterhin in Bewegung bleibt, kann also eine weitere Betätigung der Regelvorrichtung und damit eine Cberregelung nicht erfolgen. Der Teil der Kupplung bzw. des Getriebes, der mit den Regel- oder Schaltorganen g Verbindung dauernd in kraftschlüssiger bleibt, wird vorzugsweise mit möglichst geringer Masse und geringer Trägheit ausgebildet.
  • An sich sind Regeleinrichtungen bekannt, bei denen ein als Verstellvorrichtung dienender Servomotor zeitweilig mit dem eigentlichen kegelorgan (z. B. einem Ventil oder einem Regeltransformator) gektippelt wird. Bei den bekannten Anordnungen wird jedoch die Kupplung durch ein zusätzliches, von der überwachten Größe gesteuertes Relais be# wirkt. Demgegenüber besitzt die erfindungsgemäß (X ausgebildet#c Einrichtung den Vorteil, daß der Ferrarismotor sowohl das eigentliche Regelorgän verstellt als auch gleichzeitig zur el e b Betätigung der zwischen seinem Laufwerk und dein Regelorgan angeordneten Kupplung dient. Da der Ferrarismotor dabei unmittelbar von der überwachten Betriebsgröße gesteuert wird, ergibt sich der weitere Vorteil, daß er nicht dauernd läuft, sondern nur dann in Tätigkeit gesetzt wird, wenn leine Verstellung des Regelorgans erforderlicli ist.
  • Die Erfindung wird vorzugsweise in der Weise ausgeführt, daß in dem Zahnradgetriebe zwischen dem angetriebenen Teil des Verstellmotors (Ferrarisläufer) und den zu betätigenden Schalt- oder Regelorganen eines der Zahnräder beweglich gelagert ist, und zwar derart, daß es bei beginnender Drehung nach der einen oder der anderen Seite ausgeschwenkt wird und mit einem oder einem anderen weiteren. Zahnrad, welche ihrerseits beide kraftschlüssig mit den eigentlichen Schalt- oder Regelorganen verbunden sind, in Eingriff kommt. An dem Hebel, an welchem das schwenkbare Zahnrad gelagert ist, ist vorzugsweise eine Feder befestigt, die bei Aufhören des Drehmomentes die sofortige Auskupplung bewirkt.
  • Bei einer anderen Ausführungsform der Erfin#dung wird nicht ein einzelnes Rad des Getriebes schwenkbar gelagert, sondern unmittelbar die Ferrarisscheibe selbst bzw. ein Teil der Achse dieser Scheibe. Bel Auftreten eines Drehmomentes an der Scheibe erfährt diese dann eine Auslenkung nach der einen oder der entgegengesetzten Richtung derart, daß das an ihrer Achse angeordnete Kupplungsrad (Reibrad oder Zahnrad) mit einem oder einem anderen weiteren Kupplungsrad, das mit den zu betätigenden eigentlichen Regelo#rganen fest verbunden ist, in Eingriff kommt. Die vorzugsweise waagerecht angeordnete Läuferscheibe des Ferrarisrelais kann zu diesem Zweck drehbar in einem Rahmen gelagert werden, welcher seinerseits uni eine zur Drehachse des Läufers parallele Achse schwenkbar ist. Das Antriebssystem des Relais (Triebkerne) ist dabei unabhängig von dem schwenkbaren Rahmen fest angeordnet.
  • Um das Drehmoinent züi vergrößern, kann es bei dieser Anordnung mit schwenkbarer Ferrarisscheibe von Vorteil sein, außer dem Hauptantriebssystem weitere, vorzugsweise konstant erregte Hilfsantriebssysteme vorzusehen, die einander entgegengesetzt gerichtete Drehntomente erzeugen und derart angeordnet sind, daß sie erst bei Ausschwenken der Scheibe nach der einen oder der anderen Richtung in Einwirkung auf die Scheibe kommen und das Hauptantriebssystem in der Erzeugung eines entsprechenden Drehmoinentes unterstützen.
  • Insbesondere in den Fällen, in denen eine Ausschwenkung der Ferrarisscheibe zwecks Kupplung, nicht unmittelbar möglich ist, wie beispielsweise bei den Anordnungen, bei denen die Kraftwirkung zwischen Antriebssystem und Läuferscheibe dadurch geändert wird, daß die: Lage von Antriebssystern und Läuferschei,be relativ zueinander in Abhängigkeit von der überwachten Betriebsgröße verändert wird, kann- es vorteilhaft sein, nur einen Teil der Läuferachse bei Auftreten eines Drehrnomentes in der Läuferscheibe auszuschwenken, die Läuferscheibe selbst bzw. deren Mittelpunkt dagegen fest angeordnet zu lassen. Die Achse des Läufers erhält dann zweckmäßig ,einen Fortsatz, der mit der eigentlichen Achse über eine verhältnismäßig starre Feder (oder eine Gelenkkupplung) verbunden ist. Der Fortsatz kann dann so geneigt werden-, da13 er mit dem'Hauptteil der Achse einen Winkel einschließt. Die Feder bewirkt jedoch, daß Hauptachse und Fortsatz in der Ruhelage zusammen eine Gerade bilden. An dem oberen Ende des absch-,venkbaren Teiles der Achse ist über eine Rutschkupplung ein Zahnrad angeordnet, -das mit einer Zahnstange in Eingriff steht. Beginnt sich die Läuferscheibe zu drehen, so rollt das Zahnrad an der Zahnst-ange ab, und der Fortsatz der Achse neigt sich uni einen kleinen Betrag, welcher jedoch genügt, um das ebenfalls an den Fortsatz der Achse befestigte Kupplungsrad mit den mit dem eigentlichen Regelorgan verbundenen Kupplungsrädern in Eingriff zu bringen. Bei Nachlassen des Drehmomentes bewirkt die zwischen der Hauptachse und dein Fortsatz befindliche Feder eine sofortige Entkupplung. Damit das Relais und die Regelorgane nicht schon bei kurzen stoßweisen Änderungen der -überwachten Betriebsgröße ansprechen, kann es von Vorteil sein, ein Zeitverzögerungsorgan vorzusehen.- Dieses wird erfindungsgemäß zwischender Kupplung und ,dem -eigentlichen Schalt- oder Regelorgan eingeschaltet und einstellbar gemacht. Es kann somit die Zeit eingestellt werden, die zwischen dem Kupplungsvorgang und dem Beginn der Betätigung des Schalt- oder Regelorgans verstreicht.
  • Zur näheren Erläuterung der Erfindung sei auf die Zeichnungen verwiesen, in denen die Abb. 1, 3 und 4 drei verschiedene Ausführungsformen der Erfindung darstellen.
  • Die, Abb.:2 zeigt eine- Abart der Anordnung gemäß Abb. i und die Abb. 6 eine Ab- art dek Anordnung nach Abb. 4.
  • In Abb. 5 ist eine Vorrichtung zur Einstellung der Zeitverzögerung dargestellt.
  • In Abb. i bedeutet i den scheibenförmigen Kurzschlußläufer eines Ferrarisrelais, welcher über Zahnräder 3, 3 und 5 bzw. 5' eine Schaltvorrichtung antreibt. Die eigentlichen Schalt- oder Regelorgane können beispielsweise aus Quecksilberröhrchen bestehen, die die Einschaltung eines Motors etwa zur Betätigung einesStufentransformators- odereines sonstigen Spannungsreglers, falls es sich um die Überwachung etwa, einer Netzspannung handelt, bewirken. Die Ferrarisscheibe selbst wird durch die beiden Triebkerne2 angetrieben. Die Triebkerne sind durch die WicklungeliZ vorzugsweise konstant erregt und erzeugen gegensinniggerichteteDrehmomente. Die beiden Wicklungen 2-' können gegebenenfalls auch zu einer einzigen, beide Kerne ?.- umfassenden Wicklung, die auch feststehend angeordnet sein kann, zusammengefaßt werden. In Abhängigkeit von der überwachten -Netzspannung -,verden die Kerne ?- uni einen gewiss - en Betrag über die Scheibe geschweiikt, so daß die Kr#Lftwirkung entweder des einen oder des anderen Triebkernes auf die Scheibe überwiegt und,die Scheibe somit in dem einen oderdem andern Drehsinne# angetriebenwird. Zu diesem Zweck sind die Kerne an einem gabelförmigen Hebel 8, 8 angeordnet. Der Hebel wird durch das Elektromagnetsystem 6, 7, welches in Abhängigkeit von der überwachten Netzspannung mittels der Wicklung 7' erregt wird, geschwenkt.
  • Die erfind:ungsgemäß ausgebildete Kupplungsvorrichtung zwischen der Läuferscheibe i und den hier nicht näher mit dargestellten eigentlichen Regelorganen besteht aus den Zahnrädern 3, 5 und 5. Das Zahnrad 3 ist an einem Hebel 4 gelagert, dessen Drehpunk-t mit dem Drehpunkt des vorangehenden Zahnrades'3' zusammenfällt. Überträgt nun dieses Zahnrad 3' ein Drehmoment auf das Zahnrad 3, so beginnt dieses auszuschwenken, und zwar entsprechend dem Drehmoment nach der einen oder der anderen Richtung. Es kommt auf diese Weise bei Drehung im Uhrzeigersinn mit dem, Zahnrad 5 und bei Drehungen entgegen,dem Uhrzeiger mit dem Zahnrad 5' in Eingriff. Es wird somit beispielsweise entweder eine mit dem Zahnrad 5 oder eine mit dem Zahnrad 5' gekuppelte Schaltröhre betätigt und der Motor für das eigentliche Regelorgan damit im Sinne einer Aufwärtsregelung oder aber einer Abwärtsregelung in Tätigkeit gesetzt. Hat dann die Netzspannung ihren Sollwert erreicht, so wird das Drehmonient der Scheibe i und damit auch des Zahnrades 3 geringer und dadurch das Zahnrad beispielsweise mittels Felderkraft plötzlich in seine Nullage gerückt. Die Quecksüberschaltröhrchen fallen ab, und der Motor wird sofort stillgelegt.
  • Albb. 2 zeigt eine ähnliche Kupplungseinrichtung wie Abb. i. Als Kupplungsräder sind hier jedoch an Stelle von Zahnrädern Reibräder verwendet. Für diesen Fall ist es ,vichtig, um eine genügende Antriebskraft für die Kupplungsräder 35 und 35" zu erhalten, daß die Bewegung von Zahnrad 3' auf das bewegliche Kupplungsrad 33 ins Schnelle ülbersetzt wird. Zu diesem Zweck treibt das Zahnrad 3', dessen Mittelpunkt wie bei Abb. i mit dem Drehpunkt des Hebels 4 zusammenfällt, ein mit dem Reibrad fest verbundenes kleines Zahnra:d 33' an. Urn einen Antrieb der Reibräder 35 bz,v. 35' zu ermöglichen, muß dann die-Beziehungu > l'ss erfüllt sein ([i, ist Rei!bungskoeffizient"r33 und r33' sind -die Radien der entsprechenden Räder).
  • Bei der Anordnung nach Abb. 3 bleibt die relative Lage der Läuferscheibe i und des Antriebssystems 2 des Ferrarisrelais dauernd erhalten. Beide Teile sind fest gelagert. Die Achse 25 der Läuferscheibe besitzt ejinen Fortsatz 25', der an ihr mittels einer starren Feder 24 befestigt ist. Der Teil 25** ist also gegen 25 neigbar. Er trägt ein Kupplungsrad 3 und ferner ein Zahnrad 28, das über eine Rutschkupplung 27 befestigt ist und mit einer Zahnstange:29 in Eingriff steht. Bei Drehun 'g der Scheibe i rollt das Zahnrad 28 an der Zahnstange 2-9 in der einen oder -der anderen Richtung ab und drückt auf diese Weise das Kupplungsrad 3 gegen das mit dem eigentlichen Regel- o;der Schaltorgan verbundene Kupplungsraid 5 bzw. 5'. Die Kupplungsräder sind hier vorteilhaft als Reibräder ausgebildet. Bei Nachlassen des Drehmomentes der Scheibe i schnellt der Teil 25" infolge der Kraft der Feder 24 sofort wieder in seine Nullage- und entkuppelt also Relais und Regelorgan. Bei der hier dargestellten Anordnung wirken die Kupplungsräder 5 und 5' üaber Kegelräder 8 und 8' (Zahnräder) auf ein und dasselbe Rad9 ein. Das Ra;dg wird also bei Eingriff des RadOs3 in das Rad 5 bzw'. in das Rad 5' in dem einen oder dem anderen Sinne angetrieben. Das Zahnrad 9 kann unmittelbar mit dem zu betätigenden eigentlichen Regelorgan verbunden sein, so daß das Ferrarisrelais 1, 2 also u.nmittelbar als Motor zur Betätigung -,des Reglers dient.
  • Eine besonders bevorzugte Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes ist in Abb. 4 dargestellt. Abb. 4a zeigt eine Seitenansicht und Abb. 4b eine Vorderansicht. Die Läuferscheibe i des Ferrarissystems, die von dem hier z. B. aus zwei Kernen 42 und 42' bestehenden Trie-bsystem angetrieben wird, ist in einem schwenkbaren Rahmen io gelagert.
  • Das Relais soll beispielsweise zur Konstanthaltung der Netzspannung etwa eines Dreiphasennetzes dienen, und zwar soll hierbei die verkettete Spannung ST geregelt werden. An diese Spannung ist demgemäß das Erregersystem 42 angeschlossen. Das System 42' liegt an einer dazu phasenverschobenen Spannung, und zwar der Spannung RS. Die Kerne 42 und 42' erzeugen somit ein Drehfel,d, welches die Scheibe i antreibt. Um hierbei die Drehrichtung ändern zu können, trägt der Kern 42 zwei verschiedene ineinanderliegende Wicklungen, die gegeneinander geschaltet sind. Die eine Wicklung ist über die Eisendrosselspule 32 und die andere, entgegengeschaltete Wicklung über die Luftdrosselspule bzw. eine schwach gesättigte EisensPule 33 an die konstant zu haltende Spannung angeschlossen. Die beiden Erregerstromkreise besitzen somit verschiedene Charakteristiken. Die von den Erregerströmen erzeugten Flüsse heben sich bei einem bestimmten einstellbaren Sollwert der Spannung ST auf. Es wird dann kein Drehmoment erzeugt. Bei Abweichen der Spannung vom Sollwert nach oben oder unten entsteht zufolge der verschiedenen Charakteristik der Erregerstro:mkreise ein magnetischer Kraftfluß in der einen oder der -anderen Richtung, welcher dann mit dem vorzugsweise praktisch konstanten Fluß des Kernes 42' ein Drehmoment der einen oder ,der anderen Richtung erzeugt. Die Anordnu#ng zeichnet sich durch außerordentlich große Ansprechempfindlichkeit, wie sie für Spannungswächter gefordert werden 'muß, aus. Es kann zweckmäßig sein, das Trieb-System 42 in Zwei Systeme aufzuteilen, die dann vorteilhaft symmetrisch zum Hilfstrieb-System 32' angeordnet werden.
  • Wird die Scheibe i nun durch eine Kraft, welche zumindest mit einer Komponente senkrecht zur Ebene des Rahmens io wirkt, in Drehung versetzt, so wird außer der Drehung auch noch eine Auslenkung der Scheibe aus der Ruhelage nach links oder rechts erfolgen. Zu diesem Zweck ist der Rahmen io an Torsion#sfäden 12 aufgehängt, so daß er um die zur Achse 13 der Läuferscheibe parallele Achse 12 schwenkbar ist. Die Achse 12 bzw. ihre Verlängerung geht zweckmäßig durch den Schwerpunkt des aus der Scheibe und dem Rahmen io bestehenden Systems. Die Torsionsfäden bewirken, daß der Rahmen, sobald keine Kraft mehr auf ihn ausgeübt wird, sofort in seine Nullstellung zurückgeht. Ura dabei den Rahmen gegen andere Bewegungen festzumachen, ist es vorteilhaft, die Torsionsdrähte 12, wie aus Abb. 4a ersichtlich, unmittelbar in der Nähe der Befestigungsstelle am Rahmen io bei ig' nochmals zu lagern.
  • Auf der Achse 13 der Läuferscheibe i sitzt das Kupplungsrad 14, welches mit den Kupplungsrädern 15 bzw. 15' bei Ausschwenken des Rahmens io in Eingriff kommen kann (Abb. 4b). Über diese Kupplungsräder 15 bzw. 15' und weitere Kegelräder werden bei dem hier dargestellten Ausführungsbeispiel Quecksilberschaltröhrchen gekippt. Zwischen Kupplungsrad 15 bzw. 15' und Quecksilberschaltröhrchen 17 bzw. 17' sindVorrichtungen 16, 16' zur Einstellung der Zeitverzögerung und ferner Rückstellfedern 18, 18' angeordnet. Die Rückstellfedern bewirken bei der Entkupplung der Räder 14, 15 bzw. 15' ein sofortiges Zurückgehen der Quecksilberschaltröhrchen in ihre Ausgangslage. Dabei wird auch das Rad 16 bzw. 16' zurückgedreht, bis eine an diesem Rad angeordnete 2\Tocke 29 (29') mit einem Anschlag 30 (30') in Berührung kommt. Der Weg, den diese Nocke :29 vom Anschlag 30 an bis zum erfolgten Kippeil des Quecksilberschaltröhrchens durchlaufen muß, kann einstellbar gemacht werden, indem die Nocke:29 längs des Umfanges des Rades 16 beliebig verschoben wird.
  • In Abb. 5 ist eine derartige Verzögerungseinrichtung, die gleichzeitig zum Betätigen des Kippschalters 17 dient, näher dargestellt. Das Rad 16 trägt eine Nocke 2 1, die bei Drehung des Rades in einen um den Punkt 32 drehbaren Hebel 31 eingreift und diesen neigt. Mit dem Hebel ist das Quecksilberschaltröhrchen 17 verbunden. Es ist ferner eine zweite einstellbare Nocke 26 vorgesehen, die in der Nullstellung an dem Anschlag 30 anliegt. Die Nocke :26 ist ein um den Drehpunkt des Rades 16,drebbarer Hebel, dessen Lage relativ zur Nocke 21 verändert werden kann, indem beispielsweise ein mit diesem Hebel verbundener Stift in voneinander verschiedene Löcher 22, eingeführt wird.' Wird das Rad 16 in Richtung des Pfeiles angetrieben, so greift die Nocke :21 in den ffebelarm 31 ein und schwenkt das Schaltröhrchen 17. Es ist aus der Abbildung ohne weiteres zu ersehen, daß die Zeitdauer, die* zwischen der Ankupplungder Räder 14 und 15, d.h. also zwischen dem Beginn des Anl#aufes des Rades !6 und dem Eingreifen der Nocke2i in den Hebe134 verstreicht, durch Veränderung der Relativlage des Hebels :26 zur Nocke 21 verändert wird. iS ist die Rückstellfeder.
  • An der Scheibe i ist bei dem in Abb. 4a dargestellten Ausführungsheispiel noch eine Wirbelstromb#einse 2o vorgesehen, welche so bemessen ist, daß ein Kuppeln der Räder 14 und 15 bzw. 15' erst dann stattfindet, wenn die Antriebskraft der Kerne423 und 42' auch tatsächlich genügend groß ist, um die Kqpplung auch mit Sicherheit durchzuführen.
  • Abb.'6 zeigt eine abgeänderte Ausführungstorm der Anordnung nach Abb.4, bei welcher,das Ausschwenken der Scheibe i zur Erzeugung eines zusätzlichen Drehmomentes benutzt wird. Mit io ist hier wieder der um die Achse 12 schwenkbare Rahmen bezeichnet, in welchem sich die Scheibe i um die Achse 13 drehen kann. Außer dem Haupttriehsystem 2, das in Abhängigkeit von der überwachten Betriebsgröße, beispielsweise einer Netzspannung *erregt wird, sind weitere Hilfstriebsysteme223 und-23"vorgese#hen, die vorzugsweise konstant erregt sind und voneinander unabhängig, entgegengesetzt geric> tete Drehmomente erzeugen. Die Triebkerne sind dabei derart angeordnet, daß sie praktisch erst bei Ausschwenken der Scheibe i in Kraftwirkung mit der Scheibe kommen. Wird die Scheibe beispielsweise von dem Erregersystem 2 in Richtung des angezeichneten Pfeiles angetdeben,- so erfolgt eine Ausschwenkung der -Scheibe nach rechts. Da,-durch tritt die Scheibe aber mehr in den Luft-spalt fdes ` Triebkernes :23 ein, während sie etwas aus dem Luftspalt des Kernes:23" hinaustritt. Es wird also von den Kernen 23 und 23' ein re-sultierendes Drehmoment erzeugt, -welches das vom Triebsystem ?, erzeugte Drehmoment unterstützt. Derselbe Vorgang im umgekehrten Sinne findet statt, wenn das Haupttriebsystem ein Drehrnoment erzeugt, welches, die 'entgegengesetzte Richtung des eingezeichneten Pfeiles besitzt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Regeleinrichtung, insbesondere zur Überwachung von elektrischen Betriebsgrößen, mit einem von der überwachten Betriebsgröße gesteuerten, die eigentlichen Regel - oder Schaltorgane betätigenden Verstellmotor, insbesondere Ferrarismotor, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Laufwerk des Verstellmotors und dem eigentlichen Regelorgan zwei Kupplungen vorgesehen sind, die von dem Verstellmotor selbst, und zwar bei Einwirken einer. von der überwachten Betri,ebsgröße unmittelbar gesteuerten Antriebskraft, auf dessen Laufwerk betätigt werden und von denen die eine bei Rechts- und,die andere bei Linksdrehung des Motors eine kraftschlüssige Verbindung zwischen dem Laufwerk und dem eigentlichen Regelorgan herstellt und nur so lange aufrechterhält, als die Antriebskraft auf das Laufwerk einwirkt. 2,. Regeleinrichtunü nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß eine Gegenkraft (Federkraft) vorgesehen ist, die bei Geringerwierden oder bei Verschwinden der Antriebskraft eine sofortige Entkupplung des Läufers des Verstellmotors und dem von diesem angetriebenen eigentlichen Regel- oder Schaltorgan bewirkt. 3. Regeleinrichtung nach Anspruch i und :z, dadurch gekennzeichnet, daß die Ferrarisscheibe die eigentlichen Regelorgane über ein Zahnradgetriebe antreibt und daß eines dieser Räder schwenkbar derart gelagert ist, daß dieses Rad bei Auftreten des Drehmomentes in der einen oderanderen Richtung verschwenkt wird und dadurch mit einem weiteren, mit dem zu betätigenden eigentlichen Regelorgan fest-verbundenen Rad in Eingriff kommt und dieses Organ in dem einen oder anderen Sinne antreibt. 4. Regeleinrichtung nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Läuferachse bzw. der ein Kupplungsrad tragende Teil dieser Achse bei Auftreten eines Drehmomentes nach ;der einen oder -der entgegehgesetzten Richtung derart verschwenkt wird, daß das Kapplungsrad. mit einem weiteren 'kraftschlüssig mit .dem zu betätigenden eigentlichen Regelorgan verbundenen Kupplungsrad in Eingriff kommt. 5. Regeleinrichtung nach Ansprach i bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Achse der Läuferscheibe einen an der Achse über eine Feder verbundenen Fortsatz besitzt, an welchem das Kupplungsrad und ein weiteres mit einer Zahnstange in Eingriff stehendes Rad derart angeordnet ist, daß je nach der Drehrichtung der Läuferachse der über die Feder verbundene Achsteil durch Abrollen des Zahnrades an der Zahnstange um einen geringen Betrag nach der einen oder anderen Z> Richtung seitlich verschoben wird und das Kupplungsrad der Läuferachse infolgedessen mit dem Kupplungsrad des eigentlichen Regelorganes in Eingriff kommt. 6. Regeleinrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem mit der Zahnstange zusammenarbeitenden Zahnrad und der Läuferachse eine Rutschkupplung angeordnet ist. 7. Regeleinrichtung nach Anspruch i bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Läuferscheibe des Ferrarisrelais drehbar .in einem Il'ahmen gelagert ist, der seinerseits uni eine zur Drehachse des Läufers parallele Achse schwenkbar ist, und daß das Antriebssystem der eigentlichen Schalt- oder Regelorgane unabhängig von diesem Rahmen vorzugsweise fest angeordnet ist. 8. Regeleinrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß auf der Achse der Läuferscheibe als Kupplungsrad ein Zahnrad, vorzugsweise ein Schn:eckenrad, angeordnet ist, das bei Ausschwenken des Rahmens entsprechend der Richtung des erzeugten Drehmomentes nach der einen oder der entgegengesetzten Seite mit einem anderen Zahnrad in Eingriff koliiiiit und dadurch die eigentlichen Schalt- oder Regelorgane in dem einen oder anderen Sinne antreibt. g. Regeleinrichtung nach Anspruch 7 und 8, dadurch gekennzeichnet, daß der schwenkbare Rahmen an To#rsionsfäden aufgehängt ist. i o. Regeleinrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Torsionsfäden mehrfach gelagert sind. i i. Regeleinrichtung nach Anspruch i bis io mit schwenkbarer Läuferscheibe, dadurch gekennzeichnet, daß außer dem Hauptantriebssystem zwei weitere, vorzugsweise konstant erregte und gegeneinander wirkende Antriebskerne vorgesehen sind, von denen je einer bei Ausschwenken der Läuferscheibe mit dieser in Kraftwirkung kommt und dadurch ein zusätzliches Drchnionient erzeugt. 12. Regeleinrichtung nach Anspruch i bis i i, dadurch gekennzeichnet, daß an der Ferrarisscheibe eine Wirbelstrombremse angeordnet ist. 13. Regeleinrichtung nach Anspruch i bis 12, gekennzeichnet durch die Verwendung von Reibrädern als Kupplungsräder. i-t. Regeleinrichtung nach Anspruch i bis 13, gekennzeichnet durch eine Vorrichtung zur Einstellung der Zeitverzögerung zwischen erfolgtem Kupplungsvorgang und Ansprechen der eigentlichen Regelorgane. 15. Regeleinrichtung nach Anspruch i bis 4, insbesondere zur Betätigung von Quecksilberkippschaltröhrchen als- eigent-Fiche Regelorgane, dadurch gekennzeichnet, daß,der Kippschalter an einem Hebel gelagert ist, an dem eine auf einem angetriebenen Rad sitzende Nocke eingreift. 16. Regeleinrichtung nach Anspruch 14 oder 15, dadurch gekennzeichnet, daß der Drehwinkel, den die Nocke von ihrer Kullstelle, in der sie vorzugsweise durch Federkraft gehalten wird, bis zum Ein-(f -siilberliI)p-"riff in den Hebel des Queck schaltröhrchens durchläuft, einstellbar ist, vorzugsweise dadurch, daß eine zweite, mit einem festen Anschlag (in der Nullstellung) zusainmenübeitende Nocke vorgesehen ist, deren Lage relativ zur ersten Nocke verändert werden kann.
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