DE738437C - Haltevorrichtung fuer abnehmbare Verkleidungsbleche von Flugzeugen - Google Patents
Haltevorrichtung fuer abnehmbare Verkleidungsbleche von FlugzeugenInfo
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Description
Vorliegende Erfindung betrifft eine Haltevorrichtung
für abnehmbare Verkleidungs-■bleche von Flugzeugen.
Es ist bereits eine Vorrichtung dieser Art bekanntgeworden, bei der. der feste.Teil ein
rohrartiges Stück aufnimmt, in das ein durch Axialdruck radial ausdehnbarer, zum abnehmbaren
Blech gehöriger Gummiring eingeführt wird; der Axialdruck wird mittels
eines Nockens erhalten, der sich unter der Wirkung eines Betätigungshebels auf einem
Bolzen dreht, welcher quer durch eine durch den Gummiring hindurchgeführte Stange geht,
die mit einem am Gummiringende anliegenden Innenkopf versehen ist.
Die Erfindung betrifft nun eine solche Vorrichtung und hat zum Ziel, den Vorsprung
herabzusetzen, der bei der obenerwähnten Einrichtung nach außen hin dadurch hervor-
ao gerufen wird, daß ein Nocken zur Verwendung gelangt, welcher auf einer zur Gummiringachse
senkrechten Achse drehbar gelagert ist, um das axiale Zusammenpressen dieses
Gummiringes zu bewirken.
Zu diesem Zweck soll erfindungsgemäß der as
Axialdruck durch zwei zum Gurnimiring gleich-, achsig drehbar gelagerte Teile, wie zum Beispiel
eine Schraube und eine Mutter, in an sich seit langem bekannter Weise erzielt werden.
Da der Vorsprung nach außen hin so stark als möglich herabgesetzt werden soll, darf der Außenteil der Befestigungsvorrichtung
nicht von der Mutter, sondern nur vom Schraubenkopf gebildet werden, zumal der1
Schraubenkopf eine geringere Höhe erhalten kann als die Mutter und auch in der Form
den Stromlinienverhältnissen günstiger angepaßt werden kann. Wird nun der Schraubenkopf
gedreht, um den Gummiring axial zusammenzupressen, dann muß verständlicherweise
die Mutter gehindert werden, sich mit der Schraube zu drehen. ■ Nun ist aber die
Mutter in diesem Augenblick in die Bohrung des festen Teils eingeführt und daher unzugänglich
gemacht.
Um die Mutter bzw. das Innenteil am Mitdrehen zu hindern, könnte man daran denken,
am festen Teil einen Bügel o. dgl. Haltemittel vorzusehen, mit dem die genannte Mutter
bei Einführung der Vorrichtung in die entsprechende Bohrung des festen Teils derart
in ^Berührung kommt, daß sie sich in diesem Bügel verschieben, aber nicht drehen
kann. Einer solchen Lösung haftet der Übelstand an, daß an der Innenfläche des festen
Teils über dem Durchgangsloch für den Gummiring ein Bügel o. dgl. angebracht werden
muß, an den sich die Mutter derart anlegt, daß ihre Drehung unmöglich gemacht wird. Durch ein solches zusätzliches Glied
und seine Anbringung am festen Teil werden ao die Kosten erheblich heraufgesetzt da im
Flugzeugbau eine große Anzahl solcher Vorrichtungen notwendig ist, würde diese Lösung
verhältnismäßig kostspielig sein. Außerdem erfordert das Einführen der Mutter in die entsprechende Ausnehmung des Bügels
ein Herümprobieren, das den Einbau zeitraubend und umständlich macht. Schließlich
können sich die Bügel leicht - verbiegen und den Zusammenbau hierauf unmöglich machen.
. Die Erfindung hat sidh zum Ziel gesetzt, alle diese Übelstände zu vermeiden, und erreicht
dieses Ziel dadurch, daß jede Abstützung am festen Teil vermieden wird, um die Schraubenmutter o. dgl. Innenteil am Mitdrehen
zu hindern. Zu diesem Zweck kennzeichnet sich die Erfindung dadurch, daß das Innenteil verschiebbar, aber undrehbar
auf einem konzentrisch zwischen den beiden anderen Teilen angeordneten Zwischenteil angebracht
ist, das sich auf das abnehmbare Blech, derart abstützt, daß seine Drehung
durch das letztere verhindert wird.
Die beiliegenden Zeichnungen stellen beispielsweise zwei Ausführungsmöglichkeiten
einer erfindungsgemäßen Haltevorrichtung dar.
Die Abb. 1 bis 5 beziehen sich auf eine
erste Ausführungsform.
Abb. ι stellt in vergrößertem Maßstab einen Axialschnitt durch die Zusammenstellung der
Vorrichtung dar.
Abb. 2, 3 und 4 zeigen in zwei Anwendungsfällen die Vorrichtung in Seitenansicht.
Abb. S ist eine vordere Endansicht der Vorrichtung.
Die Abb. 6 bis 8 beziehen sich auf eine zweite Ausführungsform.
Abb. 6 ist eine Seitenansicht der Zusammenstellung der Vorrichtung in vergrößertem
Maßstab, worin der Gummiblock aus- ι gedehnt und die Zentrierhaube im Schnitt
dargestellt ist.
Abb. 7 ist ein Axialschnitt durch die Vorrichtung mit zusammengequetschtem Gummiblock.
Abb. 8 stellt in kleinerem Maßstab eine Stirnansicht des Ankerbügels für den festen
Teil der Vorrichtung dar.
Wie aus Abb. 1 hervorgeht, besteht die
Vorrichtung gemäß einer ersten Ausführungsform aus einem festen Teil 1, einem beweglichen
Mutterstück 2, einem Schraubenbolzen 3 und einem rohrförmigen Gummiblock 4, der
dauernd auf einen zylindrischen Teil des Stückes ι aufgezogen ist und sich mit einem
Ende auf einen Bund i" stützt. Dieser Bund ragt über den Gummiblock 4 hinaus und
weist auf seiner Stirnfläche Aufrauhungen zur Verankerung auf der Außenfläche der ersten zu befestigenden Platte bzw.
Bleches 5 auf. Im vorliegenden Beispiel bestehen diese Aufrauhungen aus den
vorstehenden Spitzen von in den Umfang des Bundes ia eingearbeiteten Zähnen 6 (Abb. 1
und 5J. Der Bolzen 3 ist in der Bohrung des Teils 1 geführt und stützt sich in axialer
Richtung auf diesen Teil durch Aufliegen des Schraubenkopfes auf eine kegelförmige
Versenkung 7. Sein Gewindeschaft 3« ist in ein Innengewinde des Mutterstückes 2 eingeschraubt,
und sein Ende, das immer über die Stirnfläche des Teils 2 hervorragt, auch wenn der Gummiblock ausgedehnt ist, besitzt erfindungsgemäß
Haltemittel. Diese Mittel sind vorteilhaft die in der Zeichnung dargestellten und bestehen aus radialen Auskerbungen
8, die nach außen umgebogen werden, indem man das Ende eines geeigneten Werkzeugs
in den Rand der Bolzenstirnfläche eintreibt. Die durch das Werkzeug hervorgerufenen
Kerben sind in Abb. 5 bei 9 angedeutet.
Das Mutterstück 2 ist mit dem festen Teil durch eine Anordnung wie Nut und Feder
o. dgl. verbunden, welche im vorliegenden Ausführungsbeispiel in einfacher Weise dadurch
verwirklicht ist, daß auf dem äußersten Rand des rohrförmigen Teils des Stückes ι eine ausgestanzte und nach außen
umgebogene Nase 10 in einen Längsschlitz 11
des Mutterstückes 2 eingreift. Wie ersichtlich, besitzt das letztere eine Bohrung I23 in
die sich der rohrförmige Teil 1 um so mehr
einschiebt, als der Gummiblock 4 zusammengequetscht wird.
Der Querschnitt der Mantelfläche des Mutterstückes wächst vom Vorderende angefangen.
Dies Stück kann z. B. die dargestellte Olivenform aufweisen.
Bei Gebrauch wird die Vorrichtung zunächst bei ausgedehntem Gummiblock durch
die Bohrungen 14 der zu befestigenden Platten
5 (Abb. 2) gedrückt, wobei die Olivenform des Mutterstückes 2 selbsttätig die Zentrierung
der Bohrungen 14 bewirkt, wofern S diese nicht schon genau übereinanderliegen.
Wenn' die Vorrichtung vollständig eingeschoben ist, liegen die Spitzen 6 auf der zunächstliegenden
Platte auf, in die sie sich um so mehr eindrücken, als der zur Betätigung des BoI-zens
3 dienende Schraubenzieher sie fortwährend anpreßt. Der Bolzen dreht sich frei gegenüber den Teilen 1 und 2, deren Drehung
verhindert ist, und der axial zusammengedrückte Gummiblock 4 quillt bei 15 in be-
!5 kannter Weise auseinander, wobei er entweder
nur die Befestigung (anliegende Platten nach Abb. 2 und 3) oder gleichzeitig die Befestigung
und Verspreizung (abstehende Platten 5 nach Abb. 4) bewirkt.
In gleicher Weise wie bei der soeben beschriebenen Ausführung enthält die Ausführungsform
nach Abb. 6 bis 8 einen rohrförmigen Gumimiblock 4, der auf den Zylinderkörper des festen Teils 1 aufgezwängt ist und
zwischen dem Bund ifl des letzteren und dem
beweglichen Teil 2 zusammengedrückt werden kann.
Der bewegliche Teil 2 kann sich auf einer Verlängerung des Körpers 1 verschieben, während
eine gegenseitige Drehung durch eine Verbindung wie Nut und Feder o. dgl. verhindert
ist. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel werden die Federn von Längsvor-sprüngen
oder nach außen gedrückten Teilen ioa der rohrförmigen Wand ι gebildet.
Der bewegliche Teil 2 weist auf der Stirnseite eine Nockenfläche 2° auf, auf der ein
oder mehrere mit dem drehbaren oder Betätigungsteils
starr verbundene Vorsprünge gleiten. In der vorliegenden Ausführung werden
diese Vorsprünge von den Enden eines in ein Querloch des Schaftes 3 eingeschobenen
Stiftes 16 gebildet. Der Kopf sb des Betätigungsteils
liegt auf dem Bund ia auf und besitzt einen Schlitz 17 für ein schraubenzieherartiges
Werkzeug. Die Nockenfläche 2a ist zweckmäßig durchlaufend und weist z. B.
je zwei paarweise diametral gegenüberliegende Tiefpunkte 18 und Hochpunkte 19 auf. Wenn
der Stift 16 auf der Nockenflächo ia in den
Tiefpunkten 18 aufliegt, ist der Gummiblock 4 ausgedehnt (Abb. 6); er ist zusammengedrückt,
wenn (Abb. 7) der Stift 16 in den Hochpunkten 19 aufliegt. Man kann in diesen
Hochpunkten Rillen einarbeiten, um den Stift 16 festzuhalten und ungewollte Drehungen
zu vermeiden.
Eine blechgepreßte Haube 20, welche einen oliven-, granaten- oder eicheiförmigen Vorderteil
aufweist, steckt auf dem beweglichen Teil 2, auf dem sie z. B. mittels in eine Rille
eingepreßter Einkerbungen 21 befestigt ist. Wenn die Haltevorrichtung durch die zu verbindenden
Platten oder Bleche 5 gedrückt wird, bewirkt diese Form die selbsttätige Zentrierung
der in diese Platten gebohrten Durchgangslöcher.
Die Verankerung des festen Teils 1 auf der
ersten zu verbindenden- Platte 5 geschieht mittels eines Bügels 23 (Abb. 8), dessen Sehenkel
in zwei gegenüberliegende Schlitze 24 des Bundes ia eingreifen. Die Lage der Mittelebene
der Schlitze 24 ist derart gewählt, daß sich der Bügel 23 bei Anbringung auf die
Rückwand der ersten Platte 5 legt und so die Verankerung der Haltevorrichtung in
Längsrichtung auf dieser ersten Platte bewirkt. Andererseits ist der Bügel 23 auf der
ersten Platte 5 durch Einbiegung einer Zunge in. eine Ausstanzung 26 dieser Platte befestigt,
um die Drehung des Bundes i" oder des festen Teils der Haltevorrichtung gegenüber
den zu verbindenden Platten zu verhindern.
Es ist ersichtlich, daß im vorliegenden Ausführungsbeispiel eine Vierteldrehung des
Betätigungsteils 3 genügt, um von Verriegelung zur Lockerung oder umgekehrt zu gelangen.
Claims (6)
1. Haltevorrichtung für abnehmbare Verkleidungsbleche
von Flugzeugen mit- einem Gummiring, der in axialer Richtung zwischen
einem unzugänglichen Innenteil und einem Außenteil durch Drehung des letzteren um die gemeinsame Achse zusammengepreßt
wird, dadurch gekennzeichnet, daß das Innen teil (2) verschiebbar, aber undrehbar auf einem konzentrisch zwisehen
den beiden anderen Teilen (2 und 3) angeordneten Zwischenteil (1) angebracht
ist, das sich auf das abnehmbare Blech (5) derart abstützt, daß seine Drehung bei einer Drehung des Außenteils (3) ver- ιορ
hindert wird.
2. Haltevorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Zwischenteil
(1) einen auf der Außenseite angeordneten Bund(ia) besitzt, der sich mit
einer aufgerauhten Fläche auf das abnehmbare Blech (5) abstützt (Abb. 1 bis 5)."
3. Haltevorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Zwischenteil
(1) einen unrunden Abschnitt (24) aufweist, der zwischen die Schenkel
eines Bügels (23) zu liegen kommt, der mit einem Zapfen (25) in eine entsprechende
Ausnehmung (26) des abnehmbaren Blechs (5) ragt (Aibb. 6 bis 8).
4. Haltevorrichtung nach den Ansprüchen ι tmd 3, dadurch gekennzeichnet,
daß der unrunde Abschnitt (24) des Zwischenteils (1) durch in diesem Teil angebrachte
parallele Nuten erzielt wird, während der Bügel (23) auf der Innenfläche des abnehmbaren Blechs (5) angeordnet ist.
5. Haltevorrichtung nach den Ansprüchen i, 3 und 4, dadurch gekennzeichnet,
daß das Außenteil (3) in einem Bolzen besteht, der einen Kopf ( 36) und einen
Querstift (16) besitzt, der mit am-Innenteil (2) vorgesehenen Nockenflächen (19)
zusammenwirkt.
6. Haltevorrichtung nach den Ansprüchen ι und 3 bis 5, gekennzeichnet durch
eine eicheiförmige o. dgl. Haube (20), die das Innenklemmteil (2) bedeckt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
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