-
Platten u. dgl. brauchbar zu' erhalten Die Xylite sind holzige, tertiären
Waldungen entatammende Stoffe, die von einer vollständigen Verkohlung - verschont
geblieben sind und in Braumkohlesif:özen und Mooren vorkommen. Ihre wirtschaftliche
Verwertung stößt auf Schwierigkeiten. Die Xylite kommen in kürzeren,` aber auch
bis zu mehreren Metern langen. Fasern und in Stücken vor. Die faserigen Xylite sind
vorwiegeind holzig, während die stückigen Xylite zwar auch holzig, aber doch schon
mehr oder weniger inkohlt sind. Die aus der Grube geförderten Xylite haben einen
Wassemgehalt bis etwa 50 %. Die Xylitfasern haben im bergfeuchten Zustande zunächst
elastische Eigenschaften, die sie aber bei zu starker Trocknung verlieren. So zeige
es sich, daß die Xylite, die weder quellen ,noch schrtunpfen, in faseriger Form
und in noch stärkerem Maße die mechanisch aufgeschlos.senen_ Xylite bei seiner Übertrocknung
bis auf einen Wassergebalt vorn weniger als Io bis 12% brüchig und mürbe werden,
wodurch sie nicht mehr brauchbar verwertet, sondern nur noch als Abfallstoffe zu
solchen Zwecken verbraucht werden können, bei denen die eingetretene Brüchiglkeit
und Mürbigkeit der Fasern ohne Bedeutung sind. Durch nachträglichen Wasserzusatz,
z. B. bei der Einlagerung oder Wirarbeitung der- übertrockneten Xylitfasern in Wasser
oder wäßrigen Medien, erlangen die Fasstern ihre urspiTngliche Elastizität nicht
mehr zurück. Eine solche Austrocknung findet z. B. beim Versand und Lagern statt.
-
Die zum Versand kommenden Xylite fasleriger Art hat man, bisher dadurch
gegen eine Übertrocknung zu schützen gesucht, daß man ,sie mit einem Feuchtigkeitsigehalt
von tetwa 5o % versandte bzw. lagerte. Diese Maßnabme war jedoch nicht ausreichend.
Abg@sehen davon, daß der Versand seines Stoffes vorn solch hohem Wastsiergehalt
wegen
der hohen Beförderungskosten unwirtschaftlich ist, erwies
sieh diese Maßnahme außerdem auch nach als unzureichend. De inneren Teile z. B.
beim Versand in Ballen b.ehielten zwar einen -mehr als, ausreichenden Wassiergehalt
jedoch wurden die äußeren Schichten zu weit ausgetrocknet. Dies trat insbesondere
dann ein., wenn die Beförderung zu lange dauerte öder unter ungünstigen Witterungsverhältnissen
.erfolgte; so daß durch starken Wind oder Sonnenbestra hlung o,. dgl. eine zu starke
Austrocknung des Xylits erfolgte. Ebenso kann bei zu langer Lagerung oder bei der
Lagerung des Xylits unter ungünstigen Umständen, z. B. durch Lagern in warmen Räumen,
seine schädliche übertrocknung eintreten. Wird aber ein derartiger, in seinen äußeren
Schichten zu weitgehend ausgetrockneter Xylit bei der späteren Verarbeitung als
Ganzes, z. B. in eimen.Holländer, eingebracht, so wiwd der im Innern des Ballens
vorhandene wertvolle faselige Xylit zwangsläufig mit den durch Übertrocknung brüchig
und mürbe und somit wertlos gewcordenen Anteilen, der Außenschicht des Ballens vermengt,
woldurch die daraus gefertigten _Endpoodukte unbrauchbar, zumindest aber minderwertig
werden.
-
Es ist bekannt, dem zerfaserten und in einem Holländer mit Wasser
aufgeschn;vemm-._ ten Xylit Zellstoffasern., wie Altpapier, zuzu--_ setzen. Der
Zusatz der Papierfasern hat den Zweck, einerseits als Träger für die _ Xylitfasern
zu dienten, so- daß die mit P;apiei-£as,exa versetzten Xylitfasern - auch auf Rindsieben
zu Pappen verarbeitet werden können. Durch den Zusatz der Papierfasern soll ferner
erreicht werden; daß sie die Feuchtigkeit in dem Xylitfasererzeugnis, z. B. der
Pappe, zurückhalben, so ,daß sie auch nach mehrmonatiger Lagerung der Pappe an.
der Luft nicht brüchig wird. Kommt aber bei der Herstelluuug von Pappe ein Xylit
zur Verrven dung, dessen Fasern durch zu weitgehende Austrocknung bereits brüchig
und mürbe geworden sind, so kann die eingetretene Schädigunb des Fasermaterials
nicht nachträglich dadurch wieder behoben werden, daß der Xylitfaseraufschwemmiung
zer£a.sertes Altpapier zugemischt wird, wie es überhaupt unmöglich ist, den einfinal
äbertrockneten Xylit durch nachträglichen Wasserzusatz wieder 'in einen verarb@eitimgsfälig@en
Zustand iberzufuhren.
-
Die Erfindung will diesem Übelstand abhelfen, und zwar dadurch, daß
die Xylitmassen, die z. B. in Form von Ballen Moder Aufschüttungen vorliegen, während
ihres Vorsanden un@d ihrer Lagerung durch Mischen, Überziehen oder - Abdecken mit
das Austrocknen verhindernden Mitteln auf einem Mindestwassergehalt von etwa 15
bis -r8 o,p g 'halten werde. In dieseni Zustande könfien die Xylite an Stelle von
bzw. mit frischem Holz oder anderen üblicherweise angewandten Faserstoffen zu Pappen,
Platten, Formstücken u.,dgl. verarbeitet werden.
-
Die Xylitmassen werden also schon während ihrer Aufbereitung oder
vor ihrer Verarbeitung auf faserstoffhaltige Eizeugnisse, wie z. B. Platten, Pappen,
Massen oder sonstigen Formkörpern, mit Stoffen versetzt bzw. gemischt, die das:
Austrocknen der Xylitfasern verhindern, wie z. B. Leim, Wasserglas oder anderen
anorganischen Gelen, Gellutosred-eTivaten, Harzen, Erdpechen, Bitumen, Kunstharzen
oder synthetischem Kautschuk, die entwedrer allein, oder in beliebigen Mischungen,
gegebenenfalls in Verbindung mit Bindemitteln, verwendet werden können. Diel Zusatz
dieser Stoffe erfolgt z. B. während der Aufschließung der Xylite oder in einem besonderen
Arbeitsgang. Es ist auch zweckmäßig, während der, Beförderung . oder der Lagerung
die Gesamtheit der =Xyllte, z. B. das zu Ballen verpreßte oder das aufgeschüttete
Material mit den das Austrocknen verbindernden Mitteln zu überziehen oder abzudecken.
Naturgemäß werden die zum Verhindern des Übertrockenens des Xylits verwendeten Stoffe
derart ausgewählt, daß sie bei der weiteren Verarbeitung der Xylite zu bestimmten
Erzeugnissen nicht störend sind, z. B. durch ihre Farbtee bzw. ihren Geruch.
-
Der in der vorbeschuriebenen Welse gegen Übertrocknen geschützte Xylit
kann z. B. zu Pappen, Platten, Formstücken, Massen wie Steinholzfußböden ui. dgl.
verarbeitet werden, wobei gegebenenfalls hydraulische Bindemittel, wie Zement, Gips,
Kalk, Chlormagnesium- i laugen u. dgl., zugesetzt werden können. Die Erzeugnnssie
können außerdem in üblicher -Art beliebig gefärbt oder ;gebleicht werden.