DE735964C - Selbsttaetige Regelung der Heizung von Eisenbahnwagen - Google Patents

Selbsttaetige Regelung der Heizung von Eisenbahnwagen

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DE735964C
DE735964C DEP76060D DEP0076060D DE735964C DE 735964 C DE735964 C DE 735964C DE P76060 D DEP76060 D DE P76060D DE P0076060 D DEP0076060 D DE P0076060D DE 735964 C DE735964 C DE 735964C
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steam
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heating
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DEP76060D
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Julius Pintsch AG
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61DBODY DETAILS OR KINDS OF RAILWAY VEHICLES
    • B61D27/00Heating, cooling, ventilating, or air-conditioning
    • B61D27/0036Means for heating only

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Control Of Temperature (AREA)

Description

  • Selbsttätige Regelung der Heizung von Eisenbahnwagen In Patent 709 261 ist eine Einrichtung zur selbsttätigen Regelung der Heizung von Eisenbahnwagen beschrieben, bei der in den einzelnen Abteilen Einzelregler vorhanden sind, die den Zustrom des Heizmittels zum Heizkörper jedes Abteiles in Abhängigkeit von der Raumtemperatur selbsttätig steuern. Dabei ist den Einzelreglern ein gemeinsamer Haupteinlaßregler vorgeschaltet; der gleichzeitig von den gleichen Geberimpulsen, die zur Verstellung der Einzelregler beim Über-oder Unterschreiten',der Grenzen der Raumtemperatur dienen, derart gesteuert wird, daß in Abhängigkeit von der Zu- und Abnahme der Summe der beheizten Abteile die Wärmezufuhr zum Wagen stufenweise vergrößert bzw. verkleinert wird.
  • Eine derartige Heizeinrichtung arbeitet außerordentlich wirtschaftlich, da sie gestattet, die Wärmezufuhr zu dem Wagen bzw. zu den einzelnen Abteilen selbsttätig dem tatsächlichen Bedarf entsprechend zu regeln. Der Haupteinlaßregler und damit die Wärmezufuhr zu dem Wagen kann dabei von der Anzahl der gleichzeitig beheizten Abteile entsprechend statisch oder astatisch abhängig gemacht werden. Bei statischer Abhängigkeit nimmt die relative Anzahl der gleichzeitig beheizten Räume mit abnehmender Außentemperatur, d. h. allgemein mit zunehmendem Bedarf an Heizwert zu. Bei astatischer Abhängigkeit besteht die Möglichkeit, die Anzahl der gleichzeitig beheizten Abteile von dem Bedarf an Heizenergie unabhängig und z. B. stets gleich der Hälfte der gesamten Zahl der Räume zu machen. Bei einer derartigen astatischen Regelung sind also die Abkühlungs- und Erwärmungszeitabschnitte für alle Räume im Mittel gleich lang.
  • Um nun bei einer Heizeinrichtung dieser Art besonders rasche Schwankungen des Bedarfes an Heizenergie, wie sie z. B. durch ein plötzliches und vorübergehendes Öffnen von Fenstern in einzelnen Abteilen vorkommen können, in ihrer Wirkung auf das Haupteinlaßventil auszugleichen und herabzumindern, wird gemäß der Erfindung der Haupteinlaßregler ,von den Geberimpulsen über eine Verzögerungseinrichtung verstellt. Die Verzögerungseinrichtung wird dabei vorteilhaft so eingesetllt, daß eine Verstellung des Haupteinlaßventiles erst dann erfolgt, wenn eine bestimmte Anzahl von Abteilreglern, z. B. ,die Hälfte, in dem einen oder dem anderen Sinne geschaltet hat.
  • Als Verzögerungseinrichtungen kann erfindungsgemäß vorteilhaft ein mit Druckluft oder Dampf betätigter Servomotor dienen, dessen Kolben mit dein Haupteinlalventil gekuppelt ist und dessen Steuerschieber für die Druckluft oder den Steuerdampf durch den Haupteinlaßregler verstellt wird. Ferner kann finit besonderem Vorteil auch eine Uhr als Verzögerungseinrichtung dienen, die die Umschaltungen der Abteilregler auf die eine Temperaturstufe in positivem Sinne, die Umschaltung auf die andere Temperaturstufe dagegen in negativem Sinne auf das Haupteinlaliv entil zur Einwirkung bringt.
  • Es ist ferner möglich, den Haupteinlal-lregler selbst als Verzögerungsregler, z. B. in Form eines tlierinischen Relais, auszubilden, das von den Betätigungsströmen aller Abteilregler durchflossen wird und das Haupteinlaßventil verzögert verstellt.
  • Zur Erläuterung der Erfindung ist in der Zeichnung als Ausführungsbeispiel die kegeleng einer Dampfheizung für Eisenbahnvagen beschrieben.
  • Der Eisenbahnwagen besitzt z. B. acht Abteile. In jedem Abteil befindet sich ein Wärmefühler i bekannter Art, der bei zu geringer Temperatur-über den Kontakt 2 den Stromkreis der- Magnetspule 3 schließt, Wodurch das Ventil a. für den an die Hauptdampfleitung 6 des Wagens angeschlossenen Meizkörper 5 geöffnet wird.. Die Stromkreise sämtlicher Spulen 3 sind beispielsweise parallel geschaltet und in Reihe mit der Spule io des Haupteinlaßreglers an die Zugbeleuchtungsbatterie 9 angeschlossen.
  • Die Hauptleitung 6 des Wagens wird über das Haupteinlaßventil7 aus dein Dampfzuleitungsrohr 8 gespeist. Zur Betätigulig des Drosselventils 7 dient ein durch Druckluft oder Dampf gesteuerter Servomotor 16, dem in diesem Falle gleichzeitig die Aufgabe der Verzögerungseinrichtung erfindungsgemäß zufällt. Mit dein Kolben des Servomotors sind über die Stange i9 die Ventilteller ao des Haupteinlaßventils gekuppelt. Die Steuerung der BewegUng des Konsens 17 geschieht mittels des von der Betätigungsspule io über die Schieberstange 12 bewegten Steuerschiebers 13, der die Druckluft- oder Dampfzufuhr zu dem Zvliiider des Servomotors über die Kanäle 14 und 18 regelt.
  • Die Wirkungsweise der Anordnung ist die folgende: Je mehr Temperaturfühler i zu gleicher Zeit über die Kontakte a den Stromkreis des Relais 3 schließen und je mehr Abteile infolgedessen gleichzeitig beheizt werden und Heizdampf benötigen, desto s t,- rher ist der Strom in der Magnetspule io des Haupteinlaßreglers und desto stärker wird diese Spule entgegen der Kraft der Feder il den Scliiel)er i3 hinaufziehen und dadurch den Kanal 14 für den Eintritt des Steuerdampfes öffnen. Der Steuerdampf oder die Druckluft wird dann von der Zuführung 15 kommend in den Zylinder des Servomotors 16 einströmen und den Kolben 17 nach unten drücken, wobei der Steuerdampf, der sich in der anderen Zvlin<leihälfte schon befand, durch den Kanal 18 eiltweichen kann. Der Kolbenbewegung entsprechend «-erden die Querschnitte, die die Ventilteller 2o im Haupteinlaßvelitil freigeben, vergrößert und es wird dein Wagen mehr Iteiz_lampf zugeführt. 111 den einzelnen Abteilen steigt dadurch die Temperatur. Hat sie in einigen bereits die ob;-re Grenze erreicht, so -werden die Wärmefühler i die Kontakte -2 öffnen und dadurch den Strom in der Spule io vermindern. Durch die Feder i i «-ira dann der Schieber i ; so weit nach unten gedrückt, dalj der Kanal 14. abgeschlossen wird und der Steuerdampf nunmehr durch den Kanal 18 in den Zylinder des Servomotors 16 einströmt und den Kolben 17 so lange nach oben schiebt, bis durch die infolgedessen gedrosselte Wärmezufuhr die Temperatur in verschiedenen Abteilen so weit gesunken ist, daß eine Reihe von Wärmefühlern wieder Stromsclilull gehen usw.
  • Bei gleiclimäßigein. Betriebszustand, also bei gleicher Länge von Abkühlungs- und Erwärmuligszeitabschnitten und dementsprechend in jedem Augenblick gleicher "Zahl von offenen und geschlossenen Bontakten wird sich der Schieber 13 auf seiner Mittelstellung halten und beide Kanäle 1.1 und 18 schließen. Dadurch wird der Kolben 17 jeweils in der Stellung festgehalten, die die Zufuhr der gewünschten Wärmemenge gewährleistet.
  • Die Kanäle 14 und 18, die den Raum des Sehfebers 13 mit dein Zylinder des Servomotors 16 verbinden, sind zweckmäßig. wie in Abb. a dargestellt, an der Scliiel>erfl:iclie so ausgebildet, daß mit zunehmender Air weicheng des Schiebers aus seiner 1littelstellung der Steuerdampfdurchgan- und infolgedessen auch die den Abteilen zugefiilirte Heizleistung fortschreitend zunimmt. 1:s vergrößert sich also steigend niit der Anzahl der gleichzeitig geschlossenen Kontakte 2 die Schnelligkeit der Regelung und damit die je Zeiteinheit zugeführte Heizenergie und unigekehrt (astatische Regelung.
  • Bei kleiner Ausweicheng des Schiehers aus seiner :Mittellage strömt nur so wenig Steuerdampf in den Zylinder, daß er erst bei langem Stillstand des Schiebers in derselben Stellung oder aber bei häufiger Wiederholung derselben Auslenkung den Kolben in Bewegung setzen kann, wogegen bei starken Schieberauslenkungen, z. B. beim Anheizen des Wagens, -wenn alle Wärmefühler die Kontakte :2 .geschlossen halten, ein großer bzw. der volle -Querschnitt des Kanals 14 Steuerdampf, aufnimmt und dadurch den Kolben sofort zu einem -weiteren bzw. vollständigen Öffnen des Eaupteinlaßventils 7 v eranlaßt.
  • Der Servomotor ist ferner so ausgebildet, daß er eine Verstellung des Haupteinlaßventils 7 in dem einen oder dem anderen Sinn nur dann vornimmt, wenn insbesondere die Hälfte oder mehr als die Hälfte. der Wärmefühler i den Kontakt 2 geschlossen bzw. geöffnet haben. Das ergibt sich insbesondere aus den Betrachtungen der folgenden beiden möglichen Grenzfälle der Beheizung.
  • In dein Grenzfall hoher Außentemperatur kann u. L?. die Hauptleitung 6 dem Wagen bereits mehr Wärme zuführen als zur ordnungsmäßigen Beheizung notwendig ist. In allen Abteilen werden die Wärmefühler i infolgedessen den Stromkreis des Relais 3 öffnen und demgemäß den Heizkörper 5 mittels des Ventils ,I abschalten. Dadurch -wird die Spule io des Haupteinlaßreglers völlig stromlos und die Feder ii führt den Schieber 13 nach unten, so daß das Einlaßventil 7. völlig abgeschlossen wird. Dieser Zustand bleibt erhalten, bis im abkühlenden Wagen mehr als die Hälfte der Wärmefühler i ihren Stromkreis wieder geschlossen haben i denn erst dann wird der Schieber 13 über seine Mittellage hinausgehoben und öffnet "den Kanal 1q. für die Zufuhr des Steuerdampfes in den Zylinder des Servomotors, so,daß eine Verstellung des Kolbens 17 stattfinden kann.
  • In dem anderen Grenzfall, nämlich bei besonders niedriger Außentemperatur, kann es vorkommen, .daß die Querschnitte der Dampfzufuhr u. U. nicht mehr ausreichen, um für die Beheizung der Abteile genügend Dampf zu liefern. Es -werden dann also alle Wärmefühler i ihre zugehörigen Stromkreise schließen und der Magnet io des Hauptreglers wird den Schieber 13 in die höchste Stellung ziehen, wodurch das Haupteinlaßventi17 voll geöffnet wird. Da in diesem Falle auch alle Abteilventile q. geöffnet sind, wird die Be. beizung - der Abteile nicht mehr absatzweise, sondern stetig sein, :so dar also i, Heizkörpern in derselben Zeit die doppelte Dampfmenge zugeführt werden bann. Wenn in einzelnen Abteilen dann die obere Temperaturgrenze erreicht wird, werden die Abteilregler i die Temperaturregelung allein übernehmen. Erst dann, wenn mehr als die Hälfte aller Wärmefühler i ihren Stromkreis wieder geöffnet haben, ist der Schieber 13 so weit wieder nach unten bewegt, dar nunmehr auch wieder der Steuerdampf durch den Kanal i8 unter den Kolben 17 strömen kann und infolgedessen wieder das Haupteinlaßventil 7 in Tätigkeit gesetzt -wird. Die Einwirkung der Abteilregler i auf die Verstellung .des Haupteinlaßventils 7 ist also in gewisser Weise beschränkt und verzögert.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Selbsttätige Regelung der Heizung von Eisenbahnwagen mit Einzelreglern, die den Zustrom des Heizmittels zum Heizkörper jedes Abteiles in Abhängigkeit von der Raumtemperatur selbsttätig steuern, und einem gemeinsamen, den Einzelreglern vorgeschalteten Haupteinlaßregler, .der von den zur Verstellung der Einzelregler bei über- oder Unterschreiten der Grenzen der Raumtemperatur dienenden Geberimpulsen gesteuert wird, nach Patent 709 261, dadurch gekennzeichnet, daß der Haupteinlaßregler von .den Geberimpulsen über eine Verzögerungseinrichtung verstellt wird. Selbsttätige Regelung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Verzögerungseinrichtung so eingestellt ist, daß eine Verstellung des Haupteinlaßverftiles erst dann erfolgt, wenn eine bestimmte Anzahl von Abteilreglern, z. B. die Hälfte, in dem einen oder dem anderen Sinn geschaltet hat. 3. Selbsttätige Regelung nach Anspruch i oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß als Verzögerungseinrichtung ein mit Druckluft oder Dampf" betriebener Servomotor (i6) dient, dessen Kolben (i7) mit dein 'Haupteitilaßventil (7) gekuppelt ist und dessen Steuerschieber (i3) für die Druckluft oder den Steuerdampf durch den. Haupteinlaßregler (io bis 12) verstellt wird. ¢. Selbsttätige Regelung nach Anspruch i bis 3, dadurch gelcennzeiclniet, daß die Kanäle (1d. bzw. 18) für die Zufuhr des Steuerdampfes oder der Druckluft zum Zylinder des Servomotors (i6) einen solchen Oberschnitt besitzen, daß .der bei Bewegen des Steuerschiebers (i3) für den Durchtritt des Steuerdampfes freigegebene Querschnitt mit der Abweichung des Steuerschiebers von seiner Sollstellung fortschreitend zunimmt. 5. Selbsttätige Regelung nach Anspruch i oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß als Verzögerungseinrichtung eine Uhr o. dgl. .dient, die die Umschaltungen der Abteilregler (i) auf die eine Teniperaturstufe in positivem Sinn, die Unischaltungen auf die andere Temperaturstufe dagegen in negativem Sinn auf das Fiaupteinlaßveiitil (;) zur Einwirkung bringt. 6. Selbsttätige Regelung nach Anspruch 1 oder -2, dadurch gekennzeichnet, daß der EI.aupteinlaßregler (to bis 12) selbst als z. B. in Form eines thermischen Relais, ausgebildet ist, das von den Betätigungsströmen aller Abteilregler (1) durchflossen wird und das Haupteinlal3ventil (7) verzögert verstellt.
DEP76060D 1933-05-25 1933-06-21 Selbsttaetige Regelung der Heizung von Eisenbahnwagen Expired DE735964C (de)

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