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Anordnung einer als Antriebsmittel zur Verstellung von Flugzeugbauteilen
vorgesehenen Druckflüssigkeitspumpe. Die Erfindung bezieht sich auf eine Anordnung
von Druckflüssigkeitspumpen, welche als Antriebsmittel zur Verstellung von Flugzeugbauteilen,
z. B. Fahrgestellen, Schwanzspornen, Steuerrudern, Klappen, Antennen, Kühlern, vorgesehen
sind.
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Dieser Antrieb erfordert im allgemeinen sehr hohe Drücke, die beispielsweise
von der Größenordnung von zoo kg pro cm' sind, und wird gewöhnlich durch Pumpen-
mit Tauchkolben von sehr kleinem Hub bewirkt. Unter diesen Bedingungen ist es unbedingt
erforderlich, daß diese Pumpen mit Öl gespeist werden, :das keine Luft enthält,
selbst nicht in Form feiner Bläschen. Die Luft, welche in die Zylinder hat hineingelangen
können, muß also unbedingt selbsttätig entfernt werden.
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F all -s die Speisung dieser Pumpen durch Rohre von kleinem Durchmesser
erfolgt, kommt es häufig vor, daß die Pumpe sich infolge der Anwesenheit von Luft
in den Rohren entleert oder die Förderung ganz unterbrochen wird. So kehrt beispielsweise,
wenn ein Flugzeug auf dem Rücken fliegt, der Ölbehälter sich um, und die im oberen
Teil des Behälters befindliche Luft dringt in die Pumpensaugrohre ein, so daß die
Pumpen entleert werden.
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Wollte man diesen Nachteil dadurch vermeiden, daß man im Flugzeug
in an sich bekannter Weise Pumpen verwendet, die in dem Boden eines Flüssigkeitsbehälters
versenkt angeordnet sind, so würde man einer weiteren Schwierigkeit begegnen, da
in dem Falle, in dem das Flugzeug mit einer gewissen Neigung oder sogar auf dem
Rücken fliegen müßte, die normalerweise im oberen Teil dieses Behälters befindliche
Luft in den unteren Behälterteil oder auf die Seiten gelangen würde und dadurch
in die Einströmöffnungen der Pumpe eindringen würde, wodurch ebenfalls eine Entleerung
der Pumpe und ein Abreißen- der Förderung eintreten würde.
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Die geschilderten Nachteile werden nun bei einer Anordnung einer als
Antriebsmittel zur Verstellung von Flugzeugbauteilen, z. B. Fahrgestellen, Schwanzspornen,
Steuerrudern, Klappen, Antennen, Kühlern, vorgesehenen Druckflüssigkeitspumpe, unmittelbar
in. dem
Flüssigkeitsbehälter der Druckflüssigkeitsanlage, welcher
zum größten Teil mit Flüssigkeit und zii einem geringen Teil mit Luft gefüllt ist,
gemäß der Erfindung dadurch vermieden, daß die Ansaugöffnungen der Pumpe in einem
in allen Lagen des Flugzeuges unterhalb des Flüssigkeitsspiegels bleibenden Bereich
des Flüssigkeitsbehälters liegen. Der Erfindungsgegenstand gewährleistet somit ein
einwandfreies Arbeiten der Pumpe in allen Fluglagen, z. B. auch bei Kunstflügen.
Die Grenze cles mittleren Bereiches des Flüssigkeitsbehälters, in dein die Ansaugöffnungen
der Pumpe bei allen Fluglagen liegen, kann man sich durch eine L inhüllungskurve
gebildet denken, die z. B. bei der Bewegung des Flugzeuges aus der 'Normallage in
die Rückenlage und dariib2r hinaus wieder in die Normallage von dem im Behälter
in Wandungsnähe ringsherum wandernden Flüssigkeitsspiegel erzeugt wird.
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Die Pumpe kann auch in einem Hilfsbehälter untergebracht werden, der
mit . einem Hauptbehälter durch ein Rohr von sehr großen Abmessungen in Verbindung
steht. Das Pumpeninnere steht auch hierbei mit dem im Behälter befindlichen Öl durch
Öffnungen in Verbindung, die unmittelbar in die Ölmasse münden. Auf diese Weise
hat selbst die kleinste Luftmenge, welche sich im Innern des Zylinders befinden
kann, das Bestreben, durch das Öl nach dem von der Luft eingenommenen Teil des Behälters
aufzusteigen, und man vermeidet jegliche Gefahr einer Behinderung der Speisung der
Pumpe und ihrer Arbeitsweise durch diese Luft.
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Es ist außerdem ersichtlich, daß unabhängig von der Lage des Haupt-
und Hilfsbehälters-das Öl immer die Einströmöffnungen der Pumpe bedeckt.
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Praktisch sind natürlich verschiedene Ausffihrungsformen der Erfindung
möglich. Zur Veranschaulichung sind auf der beiliegenden Zeichnung beispielshalber
drei verschiedene :1,usführungsarten der Erfindung dargestellt. Wohlbeinerkt ist
dabei die Erfindung keines-%vegs auf eine bestimmte Bauart der Pumpe, noch auf eine
besondere Art ihres Antriebs oder auf eine bestimmte Form des Behälters und die
genaue Lage der Pumpe in dem Ölbehälter, noch schließlich auf irgendeine Ausführungseinzelheit
beschränkt.
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Fig. i zeigt im Schnitt einen Ölbehälter und eine in deren Boden angeordnete
Pumpe. Fig. a zeigt entsprechend eine andere Antriebsart der Pumpe.
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Fig. 3 -zeigt entsprechend. eine Pumpe, die in einem Hilfsbehälter
angeordnet ist, der durch ein weites Rohr mit (lern Hauptbehälter in Verbindung
steht.
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An Hand der Zeichnungen sieht man bei i einen mit Öl gefüllten Behälter,
bei 2 eine in diesen Behälter eingesetzte Pumpe. Gemäß der Zeichnung enthält diese
Pumpe mehrere Tauchkolben, die längs eines Kreisumfanges angeordnet sind und von
einer Taumelscheibe .I gesteuert werden, die ihrerseits durch eine Welle 5 angetrieben
wird. Das Innere, des Zylinders steht durch Öffnungen 6 mit dem Inneren des mit
Öl gefüllten Behälters in Verbindung. j sind die in den Ölspeiseleitungen angeordneten
Ventile, S als Ventilkörper vorgesehene Kugeln der Leitungen, durch welche das Öl
unter Druck in die Leitung g getrieben wird, aus der es in das Verteilungssystem
weitergeleitet wird.
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Die Anordnung gemäß Fig. 2 unterscheidet sich von derjenigen nach
Fig. i durch eine andere Anordnung der Pumpe, welche in diesem Falle senkrecht statt
waagerecht angebracht ist, sowie durch die Art des Antriebes, der mittels einer
Welle io erfolgt, die durch den Behälter hindurchführt und über ein Kegelradgetriebe
i i von einer zweiten Welle 12 angetrieben wird.
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Bei dem Beispiel gemäß Fig. 3 ist schließlich die Pumpe nicht im Boden
des Ölbehälters i selbst, sondern in einem Hilfsbehälter 13 angeordnet, der
durch ein Rohr 1d. von großem Querschnitt mit dem Hauptbehälter in Verbindung steht.
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Bei allen dargestellten Beispielen tritt das 0I unmittelbar in das
Innere des Zylinders der Pumpe, ohne durch eine Leitung von engem Querschnitt zu
fließen, in der die Luft sich ansammeln könnte. Die Luftbläschen steigen also bei
allen drei Ausführungsbeispielen frei durch die Ölmasse nach oben und können den
Betrieb der Pumpe in keiner Weise stören.