DE73463C - Tariervorrichtung mit durch Stiftenwalze bewegtem Taktirstock - Google Patents
Tariervorrichtung mit durch Stiftenwalze bewegtem TaktirstockInfo
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- DE73463C DE73463C DENDAT73463D DE73463DA DE73463C DE 73463 C DE73463 C DE 73463C DE NDAT73463 D DENDAT73463 D DE NDAT73463D DE 73463D A DE73463D A DE 73463DA DE 73463 C DE73463 C DE 73463C
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- G—PHYSICS
- G04—HOROLOGY
- G04F—TIME-INTERVAL MEASURING
- G04F5/00—Apparatus for producing preselected time intervals for use as timing standards
- G04F5/02—Metronomes
- G04F5/022—Mechanic metronomes
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- General Physics & Mathematics (AREA)
- Transmission Devices (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Bei vorliegender Taktirvorrichtung erhält ein Taktirstock durch mechanische Mittel die Bewegung
zum Schlagen des Taktes. Hierbei dient eine Hülse, die auf einem Kugelgelenk
oder an einem anderen Universalgelenk angeordnet ist, dazu, den Stock in jeder beliebigen
Richtung schwingen zu können.
Zu diesem Zweck ist die Hülse zweckmäfsig mit einer Scheibe versehen, die an verschiedenen
Stellen durch Stangen oder Ketten und passende Winkelhebel und Stangen mit einer
Reihe von Tastenhebeln verbunden sind, welche durch die Zähne eines sich drehenden
Cylinders oder einer Trommel bewegt werden, die dem zu schlagenden Takt entsprechend
angeordnet sind. Die Trommel wird in Längsrichtung derart bewegt, dafs jede Zahngruppe
den betreffenden Tastenhebeln entsprechend liegt.
Der Cylinder oder die Trommel wird zweckmäfsig durch ein Uhrwerk getrieben. Um die
Geschwindigkeit zu ändern, mit welcher der Taktirstock sich bewegt bezw. den Takt
schlägt, werden vorzugsweise kegelförmige Trommeln oder Walzen mit parallelen Achsen
angeordnet, derart, dafs das dickere Ende der einen Trommel dem dünneren Ende der
anderen gegenüber liegt. Eine dieser Trommeln wird durch Uhrwerk in Bewegung versetzt
und überträgt diese Bewegung auf die den gezahnten Cylinder tragende andere· Trommel
mittelst einer Reibungsrolle, die längs der Trommel verschoben werden kann, um verschiedene Theile ihrer Flächen erfassen zu
können. Das Wechselgetriebe könnte aber auch anderer Art sein.
Fig. ι zeigt die Seitenansicht eines solchen Taktirapparates nach Wegnahme eines Theiles
des Gehäuses, Fig. 2 einen Schnitt durch den hinteren Theil des Gehäuses , Fig. 3 eine
Einzelansicht, Fig. 4 die Abwickelung des Mantels des gezahnten Cylinders bezw. der
Trommel und Fig. 5 bis 8 zeigen schematisch die Bewegung des Stockes bei verschiedenen
Takten.
Die mit der den Stock α tragenden Hülse c versehene Scheibe b ist so belastet, dafs sie
den Stock für gewöhnlich in der in Fig. 1 punktirt angedeuteten Lage hält. Die Scheibe b
ist an einem Kugelgelenk d angeordnet, so dafs sie in . jeder beliebigen Richtung schwingen
kann, und die Kugel des Gelenks wird von einem Arm e, der an dem Rahmen f des
Apparates angebracht ist, getragen. An der Scheibe b sind in gleichen Abständen von der
Mitte der Scheibe b und von einander vier Stangen oder Ketten g angeordnet, wie aus
der Hinteransicht der Scheibe (Fig. 3) ersichtlich ist, und mit diesen Stangen oder Ketten g,
die durch Löcher des Gestelles / führen, sind die Winkelhebel h verbunden, mit welchen
durch Stangen j die Tastenhebel ii^i'2iz in
Verbindung stehen.
Der Cylinder (oder die Trommel) k drücken bei ihrer Drehung mittelst Zähne k ' die
Tastenhebel nieder und setzen den Taktirstock
in Bewegung. In Fig. 2 sind die Zähne k1
der besseren Uebersichtlichkeit halber weggelassen.
Der Cylinder k ist mit vier Zahnreihen versehen, die den vier verschiedenen Arten der
durch den Stock zu schlagenden Takte entsprechen. Jede dieser Zahnreihen kann auf
die richtigen Tastenhebel dadurch eingestellt werden, dafs der Cylinder k mittelst Knopfes I
auf der Verlängerung /' nach Längsrichtung in seinen Lagern k2 verschoben wird. In der
Verlängerung I1 sind vier Rillen m angebracht,
in welche ein federnder Anschlag ml greift, damit der Cylinder k sich nicht in Längsrichtung
verschieben kann, wenn eine bestimmte Zahnreihe kl den Tastenhebeln gegenüberliegt.
Von den kegelförmigen Walzen (oder Trommeln) η η1 des die Drehung des gezähnten
Cylinders vermittelnden Wechselgetriebes ist die erstere mit einem Zahnrad ο versehen,
welches in ein ähnliches Rad ρ auf dem Cylinder k eingreift, während die Walze n1 mit
einem Zahnrad q versehen ist, das von dem Zahnrad r eines in einem Gehäuse s enthaltenen
geeigneten Uhrwerks oder auf andere passende Weise in Drehung versetzt wird.
Die zweckmäfsig mit Gummi überzogene Reibungsrolle t ist auf einer mit einem Knopf f2
versehenen Stange i1 lose angeordnet, so dafs
sie von Hand in Längsrichtung verschoben werden kann, um an verschiedenen Theilen
der Oberfläche der Reibungskegel η η1 Anlage zu erhalten und mit der Schnelligkeit des Cylinders
k und des Taktirstockes wechseln zu können. Für diesen Zweck sind die Reibungskegel η re1, deren Achsen parallel sind, so angeordnet,
dafs das dickere Ende des einen am dünneren Ende des anderen anliegt. Damit die Rolle t von den Flächen der Kegel η re1
wegbewegt werden kann, wenn dieselbe in Längsrichtung verschoben werden soll, ist
Stange t1 in excentrischen Scheiben u angeordnet,
die an Platten ul gelagert sind. Letztere sind mit Schlitzen w2 versehen, in welche
Stifte u3 der Arme ν eintreten. Die Schlitze u1
ermöglichen es, die Platten u1 gegen die Arme ν
zu verschieben, um sich den verschiedenen Stellungen der Rolle t anzupassen.
Die Stange t1 hat zweckmäfsig viereckigen
Querschnitt, um die Excenterscheiben in jeder Stellung mitzudrehen. Am vorderen Ende der
Stellschrauben w1, die durch Muttern w*1 am
Rahmen f gehalten werden, sind Federn n> angebracht, deren anderes Ende mit den Platten
u1 Verbindung hat, so dafs auf Rolle t ein
Federdruck ausgeübt wird. Die Stangen ll
und if1 sind mit Mafseintheilung versehen, um schnell richtig eingestellt werden zu können.
Fig. 4 zeigt die Abwickelung der Oberfläche des gezahnten Cylinders mit den vier Zahnreihen
1,2,3 und 4 5 während die Fig. 5
bis 8 schematisch die Bewegungen des Stockes zeigen, welche den vier Zahngruppen entsprechen.
Diese Zahngruppen und Bewegungen entsprechen den vier Takten -|, -f-, -f und -|.
Die vier Zahngruppen bestehen aus vier Zahnreihen (eine für jeden Tastenhebel).
Die Wirkung des Apparates, um die angegebenen verschiedenen Taktarten zu schlagen,
soll an einigen Beispielen erläutert werden, wobei als Anfangsstellung des Stockes seine
Normalstellung angenommen ist.
Damit der Stock den ~ Takt schlägt, mufs der Cylinder k in Längsrichtung so verschoben
werden, dafs die mit 1 bezeichnete Zahnreihe bei Drehung des Cylinders die
Tastenhebel bewegt. Dreht sich nun der Cylinder, so bewegen die beiden Zähne 5 und 6,
Fig. 4,. gleichzeitig die Tastenhebel ti3 und
heben den Stock aus seiner Normalstellung in seine höchste Mittelstellung. Bei fortgesetzter
Drehung des Cylinders bewegen die Zähne 7 und 8 die Tastenhebel ζ1 ζ2 und senken den
Stock in seine tiefste Stellung, worauf die nachfolgenden Zähne der Reihe 1, die ähnlich wie
die Zähne 5,6, 7 und 8 angeordnet sind, diese Auf- und Abwärtsbewegung des Stockes
fortsetzen.
Soll der Stock den -f. Takt angeben, so mufs die Zahnreihe 2 so eingestellt werden, dafs
sie die Tastenhebel bewegt, in welchem Falle die auf die Tastenhebel i1 z'2 wirkenden Zähne
9, 10 den Stock senken, während der auf Tastenhebel i wirkende Zahn 11 in Gemeinschaft
mit dem noch auf Tastenhebel ζ'1 wirkenden Zahn 9 den Stock auf die linke Seite des
Apparates bewegt, und der auf Tastenhebel ζ'3 wirkende Zahn 12 wird gemeinschaftlich mit
dem noch auf Tastenhebel i wirkenden Zahn 1 r den Stock in seine höchste Mittelstellung heben
u. s. f.
Bei Anschlagen des -i oder ganzen Taktes
ergiebt sich hinsichtlich der Zahnreihe 3, dafs die beiden erstbeschriebenen Bewegungen bei
dem -f Takt, nämlich die Abwärtsbewegung und die Bewegung nach links, durch eine der
beschriebenen ähnliche Anordnung von Zähnen erzielt werden. Nur behufs Bewegung des
Stockes nach rechts bewegen die Zähne 13 und 14 die Tastenhebel z'2 z'3, und zum Hochheben
des Stockes endlich wirkt ein Zahn 15 auf den Tastenhebel i gemeinschaftlich mit dem
noch auf Tastenhebel ζ'3 wirkenden Zahn 14.
Bei Anschlagen des -| Taktes wirken, um
den Stock zu senken, die Zähne 16 und 1.7,
der Reihe 4 auf die Tastenhebel i 1Z2, wobei
der Zahn 17 etwas höher ist als Zahn 16, um den Stock, wenn er gesenkt ist, ein wenig
nach rechts bewegen zu können. Die Zähne 18 und 19, welche gleiche Höhe haben, wirken
auf die Tastenhebel ζ'1 ζ'2 und bringen den Stock
in seine tiefste Mittelstellung, während die ebenfalls auf diese Tastenhebel wirkenden Zähne 20
und 21, von denen Zahn 20 höher .ist als Zahn 21, den Stock ein wenig nach links bewegen.
Nun wirkt eine Anzahl von Zähnen 22, 23, 24, 25, 26 und 27 auf den Tastenhebel
z'z3, um den Stock zu heben und eine ähnliche Reihe von Bewegungen herbeizuführen,
wie die von den Zähnen 16 bis 21 hervorgebrachten,
wenn der Stock in seiner tiefsten Lage, jedoch nach rechts zu, sich befindet. Die Zähne 22 und 27 sind höher als die
Zähne 23 bezw. 26, während die Zähne 24 und 25 gleich hoch sind.
Im vorliegenden Ausführungsbeispiel wurde die Scheibe b als an vier Punkten mit den
Tastenhebeln verbunden dargestellt. Dieselbe kann auch an mehreren Punkten, beispielsweise
an acht, mit einer entsprechenden Anzahl von Tastenhebeln verbunden werden, die durch
passende Zähne auf Cylinder k bewegt werden.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Ein Taktirapparat mit einem an einem Universalgelenk oder dergleichen angebrachten Taktirstock (a), welch' letzterer mit Tastenhebeln (i i' . . .) verbunden ist, die durch Zähne (kl) einer mittelst Uhrwerks in Drehung versetzten Trommel (k) bewegt werden, welche, dem zu schlagenden Takt entsprechend, in Gruppen derart angeordnet sind , dafs bei Längsverschiebung der Trommel irgend eine Zahngruppe zur Wirkung- auf die Tastenhebel (i.i1. . .) gebracht werden kann, welche die Bewegung durch Stangen oder Ketten und Winkelhebel (h) auf eine am Taktirstock sitzende Scheibe (b) übertragen.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE73463C true DE73463C (de) |
Family
ID=346591
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT73463D Expired - Lifetime DE73463C (de) | Tariervorrichtung mit durch Stiftenwalze bewegtem Taktirstock |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE73463C (de) |
-
0
- DE DENDAT73463D patent/DE73463C/de not_active Expired - Lifetime
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