DE733464C - In Abhaengigkeit von Zustandsaenderungen physikalischer Groessen selbsttaetig auf Konstanz der Groesse regelnde Vorrichtung - Google Patents

In Abhaengigkeit von Zustandsaenderungen physikalischer Groessen selbsttaetig auf Konstanz der Groesse regelnde Vorrichtung

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DE733464C
DE733464C DEW79833D DEW0079833D DE733464C DE 733464 C DE733464 C DE 733464C DE W79833 D DEW79833 D DE W79833D DE W0079833 D DEW0079833 D DE W0079833D DE 733464 C DE733464 C DE 733464C
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    • G05CONTROLLING; REGULATING
    • G05BCONTROL OR REGULATING SYSTEMS IN GENERAL; FUNCTIONAL ELEMENTS OF SUCH SYSTEMS; MONITORING OR TESTING ARRANGEMENTS FOR SUCH SYSTEMS OR ELEMENTS
    • G05B11/00Automatic controllers
    • G05B11/01Automatic controllers electric
    • G05B11/012Automatic controllers electric details of the transmission means

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  • Measurement Of Resistance Or Impedance (AREA)

Description

  • In Abhängigkeit von Zustandsänderungen physikalischer Größen selbsttätig auf Konstanz der Größe regelnde Vorrichtung Die Erfindung betrifft eine selbsttätige Regelungsvorrichtung, welche dazu dient, physikalische Größen, Druck, Temperatur, Menge des Energiemittels, Stromstärke usw., konstant zu halten, indem bei Abweichungen des lvleßwertes vom Sollwert der normale oder gewünschte Zustand durch Verstellung eines Regelorgans hergestellt und gleichzeitig die Verstellung des Regelorgans in Abhängigkeit von der Größe der Abweichung bewirkt wird.
  • Die bekannten Einrichtungen dieser Art bestehen im wesentlichen aus einem Meßinstrument, durch welches die Abweichungen vom Normalzustande angezeigt und beim Überschreiten desselben ein Stromkreis geschlossen wird, und aus einem Regelorgan, dessen Antrieb in diesen Stromkreis eingeschaltet ist, so daß eine unmittelbare und stetige Beeinflussung des letzteren erfolgt, bis bei Wiederherstellung des Normalzustandes der Stromkreis durch das Meßinstrument wieder unterbrochen wird. Hierbei ist es bereits bekannt, durch das Meßinstrument gleichzeitig eine Änderung der Stromstärke vornehmen zu lassen, z. B. durch Zu- oder Abschalten von Widerständen, so daß die Verstellung des Regelorgans in Abhängigkeit von der Größe der Abweichung erfolgt.
  • Die bisher zur Verwendung gelangten Meßinstrumente, wie z. B. Geschwindigkeitsn@esser, Manometer, Volt-, Ampere-, Wattmeter o. dgl., waren als reine Kontaktapparate ausgebildet und zu diesem Zwecke mit einem Schieber, Zeiger o. dgl. versehen, der bei seiner Berührung mit einem Kontakt einen Stromkreis schloß und dadurch den eingeschalteten Steuerantrieb in Tätigkeit sttzte.
  • Die Verwendung von Kontaktinstrumenten, bei denen zu Regelzwecken meist größere Stromstärken gesteuert werden müssen, hat jedoch den Nachteil, daß die Kontakte verbrennen, wenn der Zeiger lose am Kontakt anliegt. Andererseits wird die Anzeigegenauigkeit beeinflußt, wenn der Zeiger sich fest gegen den Kontakt legt. Hieraus ergibt sich meist eine unerwünschte Überregelung und damit Pendelungserscheinungen, die zu unwirtschaftlicher Arbeitsweise und leicht zu Betriebsstörungen führen. Bei Vorrichtungen mit nur geringer Verstellkraft ist dagegen die Verwendung reiner Kontaktinstrumente ohne Einschaltung einer besonderen Hilfskraft, die den Zeiger zu Kontaktschlüssen veranlaßt, überhaupt nicht möglich.
  • Dieses liegt mit daran, daß bei Kontaktinstrumenten durch die Kontaktgabe am Meßinstrument selbst der Strom in voller erfor--derlicher Höhe aus- und eingeschaltet- werden muß.
  • Man hat daher bereits vorgeschlagen, in dem die Regelaufgabe bewirkenden Stromkreis Relais vorzusehen, durch die zwar "in bestimmten Fällen eine Herabminderung der Störungen erreicht wurde, ohne jedoch dieselben restlos beseitigen zu können. Außerdem sind Einrichtungen bekannt, bei denen ein Meßgerät mit Kontakten vorgesehen ist, und bei denen ein Zusatzapparat mit Kontakten vorgesehen ist, der die Zeit der Kontaktgabe vergrößert, wenn die Ahweichung vom Sollwert groß ist. Bei dieser Einrichtung wird außer den erforderlichen Kontakten für den Steuerstrom je- eine zusätzliche Kontaktanordnung am Meßgerät mit den entsprechenden Kontakten des Zusatzapparates verbunden. Dies erfordert eine sehr große Zahl von Leitungen. Da aber die Zahl der Kontakte am Meßgerät selbst nicht beliebig erhöht werden kann, wenn man nicht auf außerordentliche Schwierigkeiten stoßen will, ist eine Feinregelung, die ja nahezu stetig verlaufen muß, nicht möglich. Deshalb ist bei dieser Anordnung auch nur eine Regelung mit einer einzigen zusätzlichen Stufe vorgesehen. Die große Zahl der Verbindungsleitungen ist besonders hinderlich, wenn das Meßgerät und der Zusatzapparat an verschiedenen Stellen angeordnet werden müssen, besonders wenn an einem Zusatzapparat mehrere Meßgeräte angeschlossen werden sollen, die entfernt voneinander stehen. Die Schaltung würde in einem solchen Fall so umständlich, daß sie eventuell gar nicht durchzuführen wäre, ohne die Betriebssicherheit zu beeinflussen und die Kosten sehr hoch ansteigen zu lassen. Die Schaltung der Steuerströme durch das Meßgerät selbst mittels Kontakte hat auch die bereits obenerwähnte Schwierigkeit mit -der auftretenden Funkenbildung. Eine unstetige Regelung ist aber grob und neigt zu Überregelungen und zu Pendelungen.
  • Alle diese Nachteile werden durch die Erfindung beseitigt, die einen selbsttätigen Regler zum Gegenstand hat, der ein schnelles und sicheres Regeln gewährleistet und infolge seiner besonders zweckmäßigen Ausgestaltung nicht nur eine allgemeine Verwendungsmöglichl<eit besitzt, sondern auch gleichzeitig zum Regeln mehrerer voneinander unabhängiger Vorrichtungen benutzt werden kann.
  • Dies wird :der Erfindung gemäß dadurch erreicht, daß normale Meßinstrumente mit an sich bekannter Kontakt- oder Fernübertragungseinrichtung zurVerwendung kommen und die Regulierung durch eine Zusatzvorrichtung erfolgt. die die vom Meßinstrument unabhängigen Regelaufgaben übernimmt und bei geringer Abweichung des Meßwertes vom Sollwert wenige bzw. kurze oder schwache Steuerimpulse dem Antrieb des Steuerorgans zuführt, dagegen bei größerer Abweichung die Zahl der Impulse bzw. ihre Zeitdäuer oder ihre Stärke entsprechend vergrößert.
  • An Stelle der bisher üblichen Dauerkontakte wird mit Hilfe des den elektrischen Strom ständig ein- und ausschaltenden Zusatzapparates eine stufenweise Regelung bewirkt, und zwar derart, daß sich nach einer kleinen Änderung des Meßwertes durch den Regler erst der neueingeregelte Zustand auswirken kann, bevor eine weitere Regelung stattfindet. Auf diese Weise wird das lästige Pendeln bzw. ein Unter- oder Überregeln mit Sicherheit vermieden.
  • Es besteht aber auch der Vorteil, daß die Steuerung nur bewirkt wird durch Änderung des Widerstandes (Wirk- und Blindwiderstand im Zusatzapparat. Es kann also eine Funkenbildung im allgemeinen nicht eintreten, auch wenn das Meßinstrument mit Kontakteinrichtungen versehen ist. Nur in seltenen Ausnahmefällen kann es einmal vorkommen, daß der Stromschluß am Kontakt des Meßinstrumentes stattfindet, nämlich dann, wenn zufällig das INIeßgerät den Kontakt gerade öffnet oder schließt, wenn die Steuerstromstärke am Zusatzapparat erreicht ist. Da aber die Kontakte im Meßinstrument außerhalb des Sollwertes liegen, kann nur .in ganz seltenen Fällen zufällig dies eintreten. Ganz vermieden wird dies, wenn statt des Meßgerätes mit Kontakten ein solches mit Fernübertragungswiderstand verwendet wird. In diesem I#alle kann nur eine allmähliche Änderung des Stromverlaufes eintreten, und es sind keinerlei Stellen vorhanden, wo Funken auftreten. Es wird damit eine stetige Regelung erreicht. Unter stetig ist zu v erstehen, daß z. B. ein gewickelter Schleifwiderstand verwendet wird, auf dein eine Bürste gleitet. Entsprechend den Betriebsverhältnissen kann die Windungszahl mehr oder weniger groß gemacht «-erden, so daß die Wirkung einer sehr großen Zahl von Kontakten erreicht wird. Eine absolute Stetigkeit wird erreicht, wenn statt des gewickelten Widerstandes ein Draht z. B. vorn hohem Widerstand vorgesehen wird, -auf dein die Bürste des Kontaktapparates schleift.
  • Im allgemeinen wird man bei der Erfindung möglichst nur dann mit Meßgeräten mit Kontakten arbeiten, wenn diese bequem und in genügend großer Anzahl angeordnet werden können. Dies ist der Fall z. B. bei i1leßgeräten mit Kontaktgabe durch eine Flüssigkeitssäule. Es besteht aber auch hier noch der Vorteil gegenüber den bekannten Ausführungen mit Zusatzapparat, da die Zahl der Leitungen, die zu dem Zusatzapparat geführt werden müssen, nur ganz gering ist, da der Zusatzapparat ja nicht mit Kontakten, sondern mit stetiger Änderung eines Widerstandes arbeitet. Im allgemeinen dürften zwei Verbindungsleitungen genügen, auch wenn das Meßgerät eine große Anzahl von Kontakten aufweist. Ein weiterer Vorteil besteht darin, daß die Drehzahl des Zusatzapparates den Betriebsv erhältnissen angepaßt werden kann, so daß man den Regler für die verschiedensten Betriebsverhältnisse auf den günstigsten Wert der Regelgeschwindigkeit einstellen kann.
  • Als Meßinstrumente werden zweckmäßig neben solchen mit angebautem Fernsender mit Quecksilber gefüllte Röhrchen in Stab-, U- oder S-Form verwandt, bei welchen in an sich bekannter Weise durch die Verschiebung der Quecksilbersäule entweder eingebaute Kontakte stromschlüssig miteinander verbunden oder bei Verwendung einer Widerstandsspule oder eines Widerstandsdrahtes in den Röhrchen selbst Widerstand zu bzw. abgeschaltet wird.
  • Bei Verwendung eines Regelthermometers als Meßinstrument lassen sich besonders gute Ergebnisse erzielen, wenn die leitende Flüssigkeit, z. B. Quecksilber, zwischen eine nichtleitende Flüssigkeit, wie z. B. Creosot, welches das Quecksilber nicht anfeuchtet, gelagert wird, so daß bei sich ändernder Temperatur durch die zwischen den Nichtleitern befindliche leitende Flüssigkeit die eingebauten Kontakte geschlossen bzw. geöffnet oder ein vorgesehener Widerstand zu- bzw. abgeschaltet wird.
  • Der Zusatzapparat, an den der Erfindung gemäß eine größere Zahl von Regeleinrichtungen angeschlossen werden können, besteht beispielsweise aus einem Widerstand, welcher durch Berührung mit einem ständig rotierenden oder pendelnden Kontaktstift dem Antriebsorgan, z. B. einem Elektromagneten, in der Zeiteinheit mehr oder weniger zahlreiche bzw. länge Stromstöße zuführt, wobei durch Verstellung der Drehzahl usw. leicht der Betriebszustand berücksichtigt werden kann.
  • Die Erfindung ist in den Abbildungen in mehreren Ausführungsbeispielen schematisch dargestellt, und zwar zeigt Ab b. i -bis 3 je ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes, Abb. q. und 5 je ein Anwendungsbeispiel mit weiteren Abänderungen, Abb.6 einen senkrechten Querschnitt durch ein mit dem "Antrieb verbundenes Steuerorgan, Abb.7 einen senkrechten Querschnitt durch das Steuerventil nach Abb.6. Abb.8 eine Ausführung des Regelthermometers.
  • In Abb. i ist als Meßinstrument ein U-Rohr mit Quecksilberfüllung vorgesehen, welches als Druckmesser dient. Dieses U-Rohr i ist mit Kontakten 2 bis 7 versehen. Zwischen den Kontakten 2, 3 und 3, ,4 bzw. 5, 6 und 6, 7 sind noch Widerstände 29 und 3o angeordnet. Die äußersten Kontakte 2 und 5 sind mit einem Zusatzapparat 8 elektrisch verbunden. Auf dem Widerstand 9 des Zusatzapparates 8 schleift der mit obigen Kontakten 2 und 5 verbundene Kontaktarm 1-2, der durch eine Antriebsvorrichtung in schwingende oder drehende Bewegung versetzt wird. Im Meßinstrument i sind noch zwei Kontakte 13 und 14 so eingebaut, d-aß sie bei der Nullstellung des Meßinstrumentes, d. h. wenn die Kontaktflüssigkeit in den kommunizierenden Schenkeln gleich hoch steht, von dieser Flüssigkeit gerade noch unberührt bleiben. Diese zwei Kontakte sind mit den Magnetspulen 15 und 16 verbunden, die dazu dienen, mit Hilfe des Kernes 17 eine Steuervorrichtung i9 für das Regelorgan 22, 23 anzutreiben. Mit 18 ist ein hydraulischer Steuerkolben bezeichnet, durch den der Kraftkolben 22 und damit das Regelorgan gesteuert wird.
  • Die Wirkungsweise ist nun folgende: Hat der einzuregelnde Druck die gewünschte Größe, so tritt keine Bewegung des Kolbens 2z ein; da der Strom zwischen .4 und 13 und 7 und 1:I unterbrochen ist. Bei Anwachsen des Druckes steigt die Flüssigkeit im linken Schenkel des U-Rohres; und es tritt dann eine elektrische Verbindung zwischen ¢ und 13 ein, wodurch eine Stromverbindung vom Apparat 8 zum Elektromagnet i5 geschaffen ist. v4renn nun der Kontaktarm 12 bei seiner dauernden Bewegung einen bestimmten Teil des Widerstandes q abgeschaltet hat, und dadurch einen gewissen Anstieg des Stromes im durch die Verbindung von d. und 13 eingeschalteten Teil 15 des Magnetsystems 15, 16 bewirkt, so wird der Magnet 15 den Kern 17 mit dem Steuerkolben 18 nach links ziehen und dadurch das Druckmittel auf die linke Seite des Kraftkolbens 22 zusteuern, der sich dadurch nach rechts bewegt. Der Kontaktarm 12 dreht sich nun weiter und schaltet schließlich den Gesamtwiderstand 9 wieder ein. Eine nochmalige Bewegung des Kraftkolbens tritt erst wieder ein, wenn der Kontaktarm den bestimmten obigen Widerstand wieder abgeschaltet hat.
  • Bei weiter ansteigendem Druck wird auch der Kontakt 3 durch die Flüssigkeit mit Kontakt 13 verbunden. Eine Bewegung des Kraftkolbens findet jetzt schon statt, wenn der Kontaktarm 12 einen geringeren Widerstand als oben ausgeschaltet hat, da ja jetzt der Widerstand 3o kurzgeschlossen ist, also nicht wirken kann. Bei noch weiter steigendem Druck treten schließlich die Kontakte 2 und 13 in Verbindung, wodurch die Geschwindigkeit und die Wirkungszeit des Kraftkolbens noch weiter erhöht wird.
  • Das Spiel findet bei zu niedrigem Druck entsprechend statt. Es treten dann die Kontakte 5 bis 7 mit 14 in Verbindung. Der ;Magnet 16 bewegt in diesem Falle den Steuerkolben i8 in entgegengesetztem Sinne.
  • Auf diese Weise wird erreicht, daß entsprechend der Abweichung des Druckes vom Sollwert eine verschieden schnelle Bewegung des Kraftkolbens stattfindet, so daß ein Pendeln vermieden wird.
  • Werden an den Zusatzapparat mehrere Meßgeräte angeschlossen, wie es in Abb. i angedeutet ist, so ist das Spiel bei jedem Meßgerät dasselbe.
  • Abb. 2 unterscheidet sich von den vorliergehenden Ausführungsbeispielen dadurch, daß das Meßgerät aus einem teilweise mit Quecksilber 31 gefüllten Rohraa mit eingebauter Widerstandsspule oder Draht 33 besteht. Hierbei wird entsprechend der Bewegung des Quecksilbers, also der Abweichung des Meßwertes vom Sollwert, Widerstand zu- bzw. abgeschaltet. Die Enden des Widerstandes 33 stehen mit den Magneten 15 und 16 in Verbindung, während die leitende Flüssigkeit mit dem Kontaktarm 12 verbunden ist.
  • Hat der Meßwert die gewünschte Größe, steht also 31 in der Mittellage, so werden beide Magnete 15 und. 16 gleichmäßig erregt, so daß eine Bewegung des Kernes 17 nicht stattfindet. Sobald aber eine Abweichung des Meßwertes eintritt, wird der eine Magnet mehr erregt als der andere, und es tritt eine Bewegung des Kernes 17 ein, also auch des Kraftkolbens 22. Die Magnetspulen und der Widerstand 33 sind nun so bemessen, daß der Kontaktarm 12 bei geringer Abweichung des Quecksilbers 31 erst einen größeren Widerstand abgeschaltet haben muß, um den Kern zu bewegen. Ist dagegen die Abweichung von 31 groß, so ist der Widerstandsunterschied auf beiden Seiten des Widerstandes 33 größer, und es genügt eine geringere Abschaltung von dem Widerstand 9,-um eine Bewegung zu bewirken. Die Regelung findet also länger statt, das Regelorgan wird also länger und schneller verstellt.
  • Gemäß der Ausführung nach Abb.3 besteht der Zusatzapparat aus einem Ringrohr 37, in welches eine Widerstandsdrahtschleife 38 eingebaut ist. Das Ringrohr 37 ist teilweise mit leitender Flüssigkeit gefüllt und wird in schwingende Bewegung gesetzt, wodurch der Widerstand der Drahtschleife periodisch geändert wird. Auf diese Weise wird die Spannung noch stetiger geändert als bei einem gewickelten Widerstand und' dadurch eine sehr feine Regelung ermöglicht.
  • Eine weitete Abänderung gegenüber den vorerwähnten Ausführungsbeispielen zeigt Abb.3 insofern, als das Mefiinstrument durch eine an sich bekannte Fernmeßeinrichtung ersetzt wird, welche aus einem Widerstandsdraht 34. besteht, auf welchem eine oder mehrere Bürsten 35 schleifen, die von der Meßinstrum:entenv1611e 36 verstellt «erden.
  • Abb.4 zeigt eine weitere Ausgestaltung des Erfindungsgegenstandes durch die es ermöglicht wird, gleichzeitig mehrere voneinander unabhängig arbeitende Regler zu verwenden, ohne daß hierzu eine größere Menge des Energiemittels benötigt wird als zum Betrieb nur eines Reglers erforderlich ist.
  • Zu diesem Zwecke ist der Kontaktarm 12 mit einem Mitnehmerstift 39 versehen, durch welchen ein Kontaktrad 4o bewegt wird. Dieses hat so viele Kontakte 40a, wie Regler bzw. Reglergruppen gemeinsam betätigt werden sollen. Bei jeder Umdrehung des Kontaktarmes 12 wird das Kontaktrad .4o um ein Stück weiter gedreht und dadurch der nächste Regler bzw. die nächste Reglergrupp:e eingeschaltet. Die Leitungen 40b führen zu den einzelnen Meßinstrumenten.
  • Im praktischen Betrieb ist es häufig erwünscht, die durch das Meßinstrument eingeleitete Regelung von Hand oder durch ein weiteres Meßinstrument beeinflussen zu können. Wie Abb.5 zeigt, ist dies in einfacher Weise dadurch ermöglicht, daß auf den Magnetspulen 15 und 16 noch Wicklungen 4.9 und 5o angebracht werden. Durch die Magnete 15 und 16 sei z. B. die Dampfmenge in einer Leitung eingeregelt, die Spulen 49 und 5o stehen mit einem Druck- oder Temperaturmesser, dessen Meßwiderstand mit 51 bezeichnet ist, in Verbindung. Dieser Widerstand ist so bemessen, daß der Einfluß der Druckhöhe bzw. der Temperatur auf die Dampfmenge berücksichtigt wird.
  • Es empfiehlt sich, an der Regelklappe 52 bzw. am Kraftkolben noch einen besonderen Kontaktapparat oder einen verstellbaren Widerstand anzuordnen. Bekanntlich ändert sich der Durchgangsquerschnitt bei fast geschlossener Klappe oder Ventil viel schneller als bei fast geöffneter. Es wird daher auf der Regelklappenwelle 52 der Widerstand 53 aufgebracht, durch den der dem Kontaktapparat 12 zufließende Strom bei fast geschlossener Klappe verringert wird, so daß die ' Regelgeschwindigkeit kleiner wird.
  • Abb.6 zeigt eine neue Ausbildung des hy draulichen Steuerorgans, die eine Vereinfachung und Verbesserung des Reglers ermöglicht. Der Anker 55 des Magneten 54. ist an einem zweiarmigen Hebel angebracht, dessen freies Ende als Abschlußorgan 58 ausgebildet ist, das zum Abschließen einer seitlichen Öffnung 57 des Kolbengehäuses dient. Auf der entgegengesetzten Seite des Gehäuses ist eine gleiche Vorrichtung angebracht, die vom Magneten 5-' gesteuert wird. Wird der Magnet 54 vom Strom durchflossen, so zieht er den Kern 55 an und bewegt den Hebel 56, der dadurch die Bohrung 57 im Kolbengehäuse öffnet, und zwar entgegen einer Feder 59, die die Bohrung 57 geschlossen hält, wenn der Magnet nicht vom Strom durchflossen wird. Es kann noch eine Verbindungsstange zwischen den beiden Hebeln 56 vorgesehen werden, wenn es erforderlich ist, die Differenz der magnetischen Kraft wirken zu lassen. Diese Einrichtung ermöglicht es, mit einer sehr geringen Kraft auszukommen, da die Reibung und die Gefahr des Festsitzens des üblichen Steuerkolbens wegfällt.
  • Es ist vorteilhaft, in die DruckmittelzufühiungsleitungzumKolbengehäuse ein selbsttätiges Steuerventil anzuordnen, um die Kraftwirkung der Regelvorrichtung zu erhöhen.
  • Nach Abb.7 besteht dieses Steuerventil aus einer Kugel 82, welche auf einem Ring 83 ruht. Dieser Ring schließt nicht dicht ab, sondern .läßt Druckmittel an der Kugel vorbeifließen. Sobald auf der linken Seite der Druck infolge Öffnung der Bohrung 57 nachläßt, wird durch die auftretende Strömung die Kugel 82# mitgenommen und auf die Dichtung85 gedrückt. Sobald die Bohrung 57 auf der linken Seite wieder geschlossen ist, so daß auf der linken Seite des Kraftkolbens wieder normaler Druck herrscht, fällt die Kugel 82 wieder auf den Ring 83 zurück. Falls die rechte Öffnung 57 im Kraftkolbengehäuse geöffnet wird, wird die Kugel auf die Dichtung 84 bewegt. Die Druckmittelzufuhr zur rechten Seite des Kolbens wird daher unterbrochen, und das Druckmittel tritt nur nach links zum Kraftkolben, den es mit voller Energie bewegt. Um das Zurückfallen der Kugel bei Druckausgleich zu ermöglichen, wird die Dichtung zwischen Kugel 82 und Dichtungsring 84 b@zw. 85 so ausgeführt, daß eine kleine Undichtigkeit vorhanden ist.
  • Abb. 8 zeigt ein Beispiel zur Regelung von Temperaturen. Hier ist ein Quecksilberthermometer mit Quecksnlberfüllung 73 vorgesehen. Auf dieser Füllung ist eine isolierende Flüssigkeit 74, darauf wieder ein Quecksilberfaden 75 und hierüber wieder eine isolierende Flüssigkeit oder Luft vorgesehen. Ferner ist ein Widerstandsdraht im Thermometer eingebaut, dem der Strom bei 78 und 8o zugeführt wird. Dem Quecksilberfaden 75 wird der Strom durch die Leitung 79 zugeführt.
  • Durch die Erwärmung des Thermometers wird nun z. B. der Quecksilberfaden 75 verschoben und dadurch die Widerstandsverteilung zwischen 78 und 79 bzw. 79 und 8o verändert. Die Wirkung ist nun die gleiche wie die des mit Quecksilber gefüllten ()-Rohres 32 der Abb. 2. Durch Verschiebung der Quecksilbersäule 75 wird also die Stromverteilung geändert, der Regler tritt in Tätigkeit durch die Wirkung des Zusatzapparates 8, und zwar so lange, bis wieder die richtige Temperatur erreicht ist.
  • Die Erfindung ist nicht auf die beschriebenen Ausführungsbeispiele beschränkt, es ist vielmehr noch eine Reihe Abänderungen möglich.
  • So können an Stelle feststehender Meßinstrumente auch bewegliche, z. B. kippbare angeordnet werden, wie dies in Abb. i bei dem rechten Meßinstrument durch einen eingezeichneten Dreharm angedeutet ist.
  • Es kann ferner die als Beispiel gezeigte elektrohydraulische Regelung durch eine rein elektrische ersetzt werden, und es könnten z. B. die gezeichneten Magnetspulen i5 und 16 als Wicklungen eines Elektromotors aufgefaßt werden, der direkt das Steuerorgan (Klappe oder Ventil) verstellt.

Claims (5)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. In Abhängigkeit von Zustandsänderungen physikalischer Größen selbsttätig auf Konstanz der Größe regelnde Vorrichtung, bei der mit steigender Abweichung der Größe vom Sollwert eine vergrößerte oder verstärkte Regelwirkung eintritt, mit einer den jeweiligen Zustand anzeigenden Meßvorrichtung in Verbindung mit einer den Steuerstrom für das Regelorgan beeinflussenden Zusatzeinrichtung, dadurch gekennzeichnet, daß die Meßvorrichtung den Steuerstrom durch Zu- und Abschalten voxl Widerständen ändert und die Zusatzeinrichtung als Widerstand ausgebildet ist, die impulsartig eine periodisch wiederholte allmähliche Stromstärkung gegebenenfalls mit folgender Stromminderung oder umgekehrt erzeugt.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Regelorgan (52) bei seiner Verstellung einen in den Stromkreis eingeschalteten Widerstand (53) derart verändert, daß der Regelorganantrieb unter gleichen Verhältnissen eine annähernd gleiche oder genau gleiche Querschnittsänderung,des Regelorgans bewirkt, unabhängig davon, ob das Regelorgan mehr oder weniger geöffnet ist.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß elektromagnetisch eine oder mehrere Öffnungen (57) am Kraftorgan oder in der angeschlossenen Druckmittelleitung periodisch geöffnet werden und gleichzeitig durch ein in die Druckmittelzuführungsleitung eingeschaltetes Ventil (82 bis 85) selbsttätig das Nachströmen des Druckmittels auf der Seite des Kraftorgans; auf der jeweils die Öffnung stattfindet, erschwert oder verhindert wird. d..
  4. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß bei Verwendung eines Regelthermometers als Meßinstrurnent in Stab-, (J- oder S-Forin dasselbe teils finit leitender (75", teils mit nichtleitender (74, 76) Flüssigkeit oder einem nichtleitenden Gas gefüllt ist, derart, daß bei sich ändernden Temperaturen durch die zwischen den Nichtleitern befindliche leitende Flüssigkeit ein vorgesehener Widerstand (77) zu- bz«-. abgeschaltet wird.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Zusatzvorrichtung mit einer Umschaltvorrichtung verbunden wird welche z. B. durch einen an einem rotierenden Kontaktarm (i2) vorgesehenen Mitnehmer (39) bei jeder Umdrehung des Kontaktarmes uni ein Stück weiter geschaltet wird und dabei jedesmal eine oder mehrere andere Meßinstrumente in den Stromkreis einschaltet.
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