DE650949C - Anordnung zur Erzielung eines sicheren Kontaktschlusses von galvanometrischen Relais - Google Patents
Anordnung zur Erzielung eines sicheren Kontaktschlusses von galvanometrischen RelaisInfo
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01H—ELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
- H01H47/00—Circuit arrangements not adapted to a particular application of the relay and designed to obtain desired operating characteristics or to provide energising current
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- Thermally Actuated Switches (AREA)
- Relay Circuits (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft hochempfindliche Relais, wie die galvanometrischen, bei welchen
ein nur sehr geringer Kontaktdruck entwickelt wird. Man war seit jeher bemüht, diesen Kontaktdruck zum Zwecke der Erhöhung
der Betriebssicherheit möglichst zu steigern. Es wurde z. B. vorgeschlagen, einen
durch die Kontakte des hochempfindlichen Relais schließbaren Hilfsstromkreis zu verwenden
und diesen letzteren durch eine unabhängige Stromquelle zu speisen. Das Schließen
des HilfsStromkreises bewirkt zunächst eine zusätzliche Erregung des Relais, indem
man hierfür gewöhnlich eine zweite Wicklung beiordnet und alsdann die Erregung
eines weiteren Hilfsrelais, was wiederum die Wirkung hat, den Hilfsstromkreis zu öffnen
und unter Umständen in das galvanometrische Relais einen anderen Hilfsstrom in entgegengesetztem
Sinne zu dem vorangegangenen zu schicken, um das Loslösen seiner Eontakte zu erleichtern.
Die Erfindung vermeidet die Benutzung irgendeiner Hilfsstromquelle sowie die An-Ordnung
einer zusätzlichen Wicklung am Galvanometerrelais. Allerdings gibt es bereits eine ähnliche Einrichtung zu diesem Zwecke,
die dadurch gekennzeichnet ist, daß den Erregerspulen des Relais ein Widerstand vorgeschaltet
ist, dem bei Kontaktgebung infolge Spannungserhöhung ein Stromweg parallel
geschaltet wird, wodurch die Spannung an den Erregerspulen weiter erhöht wird, während
bei Kontaktgebung infolge Spannungserniedrigung durch Verringerung des Gesamt-
Widerstandes in Reihe zum Vorschaltwiderstand der Spannungsabfall am letzteren vergrößert
und die Spannung an den Erregerspulen weiter erniedrigt wird. - Diese bekannte Einrichtung bietet nicht die geringste Betriebssicherheit.
In der Tat muß dabei das Schließen der Relaiskontakte einen Widerstand durch einen anderen schwächeren oder
höchstens gleich großen Widerstand in Nebenschluß setzen. Da aber der Kontaktdruck
derart schwach ist, daß der Ohmwiderstand der Kontakte sehr hoch ist, so wird der durch die Kontakte geschaffene Nebenschluß
praktisch unwirksam, so daß die gestellte Aufgabe nicht gelöst ist.
Demgegenüber bezweckt die Erfindung auch bei äußerst geringem Kontaktdruck und
somit bei sehr beträchtlichem Ohmwiderstand des Kontaktes eine wesentliche Steigerung
der Spannung an den Relaisklemmen entstehen zu lassen, was wiederum den Zuwachs des Kontaktdruckes und daher das Sinken
des Ohmwiderstandes nach sich zieht usf., bis der letztere praktisch Null geworden ist. Das
Relais wird so gewissermaßen in einen unstabilen Gleichgewichtszustand versetzt, der
jedesmal beim Schließen der Kontakte zer-
stört wird. Zu diesem Zweck liegt in bekannter Weise die Relaiswicklung in der Diagonale
einer Wheatstoneschen Brücke, deren einer Brückenzweig durch einen veränderlichen
Widerstand gebildet ist, und die Erfindung besteht' darin, daß der bewegliche Relaiskontakt in einem von wenigstens einem der
Brückenzweige abgezweigten Stromkneis derart eingeschaltet ist, daß bei dessen Berührung
mit dem Gegenkontakt eine den Relaisausschlag verstärkende zusätzliche Verschiebung
des Brückengleichgewichtes auftritt.
Die Zeichnung zeigt ein Ausführungsbeispiel der Erfindung.
Die Relaiswicklung 19 des Galvanometers ist in die Diagonale 17-18 einer Wheatstoneschen
Brücke eingeschaltet und bleibt bei normalem Betrieb stromlos. Von den Widerständen
13, 14, 15, 16 wird .angenommen, daß
der Schenkel 13 auf Temperaturänderungen anspricht und daß die Nadel 20 des Galvanometers
den Stromkreis eines Steuerapparates schließt, der die Energieleistung einer Feuerung
zu kontrollieren hat. Die Nadel 20 trägt hierfür einen Kontakt, der in den von dem
veränderlichen Steuerungswiderstand 13 und von dem Schenkel 14 bei 21 und 22 abgezweigten.
Stromkreis eingeschaltet ist.
Angenommen, daß die Temperatur ansteigt, so steigt auch der Widerstand des Schenkels
13, und es wird in der Diagonale 18-17
Strom entstehen, so daß die Nadel 20 mit dem Gegenkontakt in schwache Berührung
kommt. Dadurch wird der Stromkreis der Wicklung 23 geschlossen, -wobei jedoch infolge
des geringen Kontaktdruckes ein sehr erheblicher Ohmwiderstand zwischen den Kontakten auftritt. Jedoch auch bei größtem
Öhmwiderstand befindet sich dieser im Nebenschluß auf dem Schenkel 14, so daß der
Gesamtwiderstand dieses Schenkels die Neigung hat, sich zu verringern. Diese Wirkung
addiert sich zu dem Ansteigen des Widerstandes im Schenkel 13, wodurch der Strom
in 23 wächst. Demnach, selbst angenommen, daß die ursprüngliche Erregung in der Wicklung23
ganz unzulänglich sei und eine Wirkung überhaupt nicht ausüben kann, ist ersichtlich,
daß die Spannung an den Relaisklemmen und somit der Kontaktdruck in
bestimmtem Maße ansteigen wird. Dadurch wird aber der Ohmwiderstand zwischen den
Kontakten verringert, womit auch der Widerstand im Schenkel 14 zum Sinken gebracht
wird. Diese Vorgänge erfolgen rasch so, daß der Öhmwiderstand auf Null herabgedrückt
wird.
i;-..'Für den bei 21, 22 abgezweigten Stromkreis
von bestimmter Charakteristik kann man den Wert der das Sinken des Ohmwiderstandes
beschleunigenden Wirkung in der Weise regeln, daß man ein entsprechendes Verhältnis
zwischen den Abständen 21-17 und 17-22 herstellt
und auf diese Weise den Sinn wie auch gleichzeitig die Stärke des durch den abgezweigten
Stromkreis fließenden Stromes regelt. Das Öffnen des letzteren wird durch
irgendeine Vorrichtung, z. B. ein Uhrwerk, einen bimetallischen Streifen und ähnliches
bewirkt.
Die Anwendung des Relais gemäß Erfindung für die Steuerung der die Energieleistungen
liefernden Arbeitsteile ermöglicht eine bis jetzt unerreichbare Genauigkeit. Wird
z. B. die Vorrichtung zur Wärmeregelung von Feuerungen, Öfen usw. benutzt, so kann die
Steuervorrichtung für die Temperaturschwankungen von weniger als 1Z10 0 wirksam
gemacht werden. Es ist in der Tat ersichtlich, daß durch die Vorrichtung die hohe
Empfindlichkeit des Galvanometers ausgenutzt werden kann, dessen Nadel auf Ströme
von nur 5o/iooo Milliampere anspricht. Diese
Ströme gehören zu denen, welche in der Wheatstoneschen Brücke mit mit der Temperatur
veränderlichen Widerständen auftreten und selbst dann, wenn die Temperaturänderung
nur etwa Y10 0 beträgt.
Claims (1)
- Patentanspruch:Anordnung zur Erzielung eines sicheren Kontaktschlusses von galvanometrischen Relais, die in der Diagonale einer Wheatstoneschen Brücke liegen, 'deren einer Brückenzweig durch einen veränderlichen Widerstand gebildet ist, dadurch gekemv zeichnet, daß der bewegliche Rielaiskontakt in einen von . wenigstens einem der Brückenzweige abgezweigten Stromkneis . derart eingeschaltet ist, daß bei dessen Berührung mit dem Gegenkontakt eine den Relaisaxisschlag verstärkende zusätzliche Verschiebung des Brückengleichgewichts auftritt.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| FR2057902X | 1932-01-26 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE650949C true DE650949C (de) | 1937-10-04 |
Family
ID=9683379
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEM122623D Expired DE650949C (de) | 1932-01-26 | 1933-01-21 | Anordnung zur Erzielung eines sicheren Kontaktschlusses von galvanometrischen Relais |
Country Status (3)
| Country | Link |
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| US (1) | US2057902A (de) |
| DE (1) | DE650949C (de) |
| FR (1) | FR745593A (de) |
Families Citing this family (7)
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| US3105175A (en) * | 1959-05-26 | 1963-09-24 | Siliani Pier Luigi | Self-adjusting condition responsive relay circuit |
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0
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1933
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Also Published As
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