DE732729C - Verfahren zur Reinigung von Gelatineloesungen fuer photographische Zwecke - Google Patents

Verfahren zur Reinigung von Gelatineloesungen fuer photographische Zwecke

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DE732729C
DE732729C DEK156100D DEK0156100D DE732729C DE 732729 C DE732729 C DE 732729C DE K156100 D DEK156100 D DE K156100D DE K0156100 D DEK0156100 D DE K0156100D DE 732729 C DE732729 C DE 732729C
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gelatin
purification
gelatin solutions
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photographic
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Expired
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DEK156100D
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English (en)
Inventor
Edwin Ernest Jelley
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Kodak GmbH
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Kodak GmbH
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09HPREPARATION OF GLUE OR GELATINE
    • C09H3/00Isolation of glue or gelatine from raw materials, e.g. by extracting, by heating
    • C09H3/02Purification of solutions of gelatine

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Compositions Of Macromolecular Compounds (AREA)

Description

  • Verfahren zur Reinigung von Gela.tinelösungen für photographische Zwecke Die Erfindung betrifft Bein Verfahren zur Reinigung von Gelatine für photographische Zwecke.
  • Es ist bekannt, daß Gelatine hei der Herstellung photographischer Emulsionen Anwendung findet. Die Gelatine ist jedoch als Narurprodukt in ihrer Zusammensetzung und in ihren Eigenschaften in. vieler Hinsicht verschieden.
  • Die für photographische Zwecke dienende Gelatine muß daher besonders gereinigt werden, insbesondere müssen. alle mineralischen Einschlüsse entfernt werden. Besonders die mit sauren Farbstoffen, z. B. sulfonierten Farbstoffen, einzufärbende Gelatine muß von Kalksalzen befreit werden, um ein Auskristallisieren oder eine Ausfällung der Farbstoffe zu verhindern. Die Entfernung der Kalksalze muß so durchgeführt werden, daß merkbare Änderungen derjenigen Eigenschaften der Gelatine vermieden werden, die bei Herstellung photographischer Erzeugnisse erwünscht sind. So ist es wesentlich, daß größere Änderungen des PH-Wertes nicht reintreten und daß bestimmte Beimengungen, insbesondere Gelatineabbauprodukte, nicht entfernt werden, welche zur Empfindlichkeit der lichtempfindlichen Materialien beitragen, die später in die Gelatine eingebracht werden.
  • Es ist nun bekannt, d,aß man Kalksalze aus. Gelatine zum größten Teil dadurch entfernen kann, d:aß man sie in einer etwa r o %ig@en wäßrigen Lösung von Kechsalz, die mit Salzsäure angesäuert ist, behandelt. Es ist jedoch ein mehrfaches Waschen der Gelatine mit einer solchen Lösung nötig, um die Kalksalze vollständig zu entfernen. Die letzten Waschungen werden dabei mit einer neutralen, etwa i oJoigen Kochsalzlösung ausgeführt. Zum Scliluß wird mit destilliertem Wasser gewaschen, um das während der Behandlung in die Gelatine hineingebrachte Salz endgültig daraus zu ent= fernen. Ein solches Verfahren ist aber zeitraubend und eignet sich wenig für die Ausführung im Großbetrieb. Weiterhin hat das bekannte Verfahren den Nachteil, daß der PH-Wert der Gelatine dabei beträchtlich geändert wird. Diese Änderungen können bis zu i 5 % des pH-Wertes vor der Behandlung der Gelatine ausmachen, so daß beispielsweise ein pH-Wert von etwa ;,oo, wie er vielen modernen Emulsionen entspricht, nach der Behandlung der Gelatine auf 6 bis 6,2 abgesunken ,ist. : Eine solche Änderung .des PH-Wertes muß vor allem dann vermieden werden, wenn die Gelatine als Bindemittel für Farbstoffe verwendet werden soll, wie sie bei den üblichen photographischen Farbverfahren, bei Lichtfiltern u. dgl., verwendet werden. Weiterhin tritt bei dem bekannten Verfahren eine beträchtliche Quellung der Gelatine ein, wodurch Substanzverluste während der verschieden:e:n Waschungen nur schwer verhindert werden können.
  • Erfindungsgemäß wird die Gelatine vorzugsweise in wäßi-iger Lösung mit einer Lösung eines Alkalimetall- oder Ammoniumceolites behandelt, wobei ein Basenaustausch erfolgt. Ass hasenaustauschende Ceolite werden erfindungsgemäß synthetische Ceolite verwendet. Diese basenaustaus-chenden Ceolite stellen bekanntlich komplexe Silicate dar, die sich durch folgende allgemeine Strukturformel zusammenfassen lassen: Met O . R2 03 . x Si 02 n H2 O.
  • In dieser Formel stellt Me2O ein basisches Oxyd dar, beispielsweise Natriumoxyd oder K.aliumoxyd. R203 stellt ein amphoteres Metalloxyd, beispielsweise Aluminiumoxyd oder Ferrioxyd, dar, x Si 0., bedeutet zwei oder mehr Moleküle Siliciu:moxyd, und n H20 kann -verschiedene Mengen Kristallwass.erdarstellen. -I?as Verfahren der Erfindung soll aber durch die angegebene Formel in keiner Weise eingeschränkt werden, sondern es können vielmehr beliebige basenaustauschende Alkalimetall- oder Ammoniumceolite verwendet werden.
  • Bei der Ausführung des Verfahrens arbeitet man zweckmäßig so, daß man die Gelatinelösung durch einen mit Ceoliten beschickten Behälter im Kreislauf hindurchführt, und zwar so lange, bis mit einer Lösung von Natriumoxalat keine Fällung mehr entsteht.
  • Je kleiner die Ceolitköi-iier sind, um so größer ist die Oberfläche, die mit der Gelatinelösun g in Berührung kommt. Sind die Körner jedoch allzu klein, so backen sie leicht zusammen, so :daß die Strömung der Gelatinelösung dann verhindert wird. Zur Durchführung des Verfahrens sind Körner von einem mittleren Durchmesser zwischen etwa i und 5 mm geeignet.
  • Zurr Ausführung des, Verfahrens gemäß der Erfindung verwendet man etwa 2oo11aige Gelatinelösungen; jedoch lassen sich auch ioo/oige Lösungen noch gut verarbeiten. Zum Lösen der Gelatine kann destilliertes Wasser oder auch Leitungswasser verwendet werden, da der hasenaustauschende Ceolit die Kalk- und 11agnesiumsalze aus dem Wasser entfernt.

Claims (1)

  1. PA@rrNTANsrttucii: Verfahren zur Reinigung von Gelatinelösungen für photographische Zwecke, dadurch gekennzeichnet, daß Gelatinelösungen über Alkali- oder Ammoniumceolite zweckmäßig im Kreislauf geleitet «-erden.
DEK156100D 1938-11-23 1939-11-28 Verfahren zur Reinigung von Gelatineloesungen fuer photographische Zwecke Expired DE732729C (de)

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