DE732555C - Verfahren zur Herstellung von Duplikatnegativen - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von DuplikatnegativenInfo
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Classifications
-
- G—PHYSICS
- G03—PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
- G03C—PHOTOSENSITIVE MATERIALS FOR PHOTOGRAPHIC PURPOSES; PHOTOGRAPHIC PROCESSES, e.g. CINE, X-RAY, COLOUR, STEREO-PHOTOGRAPHIC PROCESSES; AUXILIARY PROCESSES IN PHOTOGRAPHY
- G03C7/00—Multicolour photographic processes or agents therefor; Regeneration of such processing agents; Photosensitive materials for multicolour processes
- G03C7/28—Silver dye bleach processes; Materials therefor; Preparing or processing such materials
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Description
- Verfahren zur Herstellung von Duplikatnegativen Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung praktisch kornlosier Duplikatnegative unter Auslassung des Zwischen-Positivs.
- Nach dem hewte fast durchweg üblichen Verfahren wird ein Duplikat dadurch hergestellt, daß von dem Original auf einem möglichst feia-lzörnigen Material eine Zwischenkopie hergestellt wird, vorn ,dem dann das Duplikat auf ein, geeignetes Material kopiert wird. Die Kopien: der nach diesem Verfahren hergestellten Duplikate enthalten die Fehler von drei Koipiervorgängen, die sich additiv zusammensetzen. Das Ergebnis ist Beine erhebliche Qualitätsverminderung,- die durch Verringerung des Auflösungsvermögens, vermehrte Kornabbildung, Abbildung von Staubablagerungen und erhöhte Bildunruhe durch Streifigkeit rund Flackern hervorgerufen ist.
- Zur Verhütung dieser Fehler ist bereits vorgeschlagen worden, von .dem Original direkt das Duplikat ohne eine Zwischenkopie, z. B. durch ,ein Umkehrverfahren, herzustellen. Das Silberuwmkehrverfahnen hat sich je- doch wegen: der Schwierigkeit der Leitung des Prozesses (Zweitbelichtung, zweimalige Entwicklung usw.) nur vereinzelt für Positivfilme, dagegen gar nicht für Dupl:ikatnegative durchgesetzt. Dazu kommt, @daß nach dem Silbierumkehrverfahren hergestellte Duplikate wie übrigens alle aus Silberbildern, bestehmden Duplikate gerade ,an den Stellern, die in der von diesem. Duplikat hergestellten Kopie hell erscheinen, und dadurch für das Auge hinsichtlich der Körnung besonders kritisch sind, hohe Komdichten aufweisen und zu groben Kornbildungen in der Kopie Anlaß geben.
- Es ist daher auch bereits vorgeschlagen worden, das Duiplikatnegativ nach dem Chromatg elatiineverfähren herzustellen. Bei diesem Verfahren ist eine Zwischenkopie iebienfalls nichterforderlich, und das Duplikatnegativ :enthält ein praktisch -ko!rnlo,ses Farbstoffbild. Die' Durchführung des Verfahren stößt aber auf große Schwierigkeiten, da bei dem Kopiexen die Belichtung nicht zut photographischen. Keimbildung, sondern zu x unterschiedlichen Gerbung der Gelatine allen zum. Bild gehörenden Details auf-. wendet werden muß, so daß praktisch nicht zu verwirklichende Lichtmengen aufgebracht werden müssen.
- Die Aufgabe, die durch die vorliegende Erfindung gelöst wird, bestand also darin, Duplikatnegative in technisch leicht durchführbaren-Weise unter Umgehung eines Zwischenpositivs dadurch, daß vorn dem Originalnegativ .eine Kopie mit positivem Silberbild hergestellt und in ein negatives Farbstofbild überführt wird, so@ herzustellen, :daß sie- in denjenigen Bildteilen, in denen grobe Kornabbildungen im Positiv für das Auge störend wirken, ein praktisch kornloses Bildgefüge aufweisen, ohne daß dazu .hö@h@er,e als hei den bisherigen in der Praxis ausgeübten Verfahren gebräuchliche Lichtmengen beim Kopieren nötig wären.
- Gemäß der Erfindung wird das dadurch erreicht, daß die Gelatineschicht des Kopiermaterials außer dem Silbersalz ,einten hinreichend kornlosen und Licht absorbierenden Farbstoff enthält, der nach dem, Belichten, Entwickeln und Fixieren ,des Silberbildes in an sich bekannter Weise @entspreichend dem Silberbild ausgebleicht wird, worauf die Reste des Silberbildes bzw. die Repro,duktionsprodukte aus der Schicht entfernt werden. Ein ähnliches Vexfahren wird in der Farbenphotographie benutzt, um das Negativ unmittelbar in ein Positiv überzuführen. Dort handelt es sich allerdings .entsprechend der Zusam.menset7ung des Farbbildes aus verschiedenen Farbkomponenten um Mehrs.cbichtenmaterial und keineswegs um. die Herstellung von Duplkatnegativen. Im einzelnen spielt sich das Verfahren derart ab, ,daß nach dem: Originalnegativ zunächst durch, einen Kopiervorgang, nachfolgender Entwicklung und Fixierung in gewöhnlicher Weise :ein positives Silberbild auf einem Silberhalogenidgelatinefilm erzeugt wird. Das positive Silberbild wird dann nach .einem der unten beschriebenen Verfahren in ein negatives Farbstoffbild überführt. Zu diesem Zweck kann man den Silberhalogenidgelatinefilm so wählen, daß er einen praktisch kornlosen. und Licht absorbierenden Farbstoff außer dem Silb.erhalogenid bereits vor dem Kopierprozeß !enthält. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, diesen Farbstoff nach. der Belichtung oder :erst nach der Entwicklung in die Gelatine hinein-oder auf diese aufzubringen. Der Film mit dem entwickelten Silberbild und dem Farbstoff wird dann in an sich bekannter Weise derart mit Chemikalien zur Reaktion gebracht, daß der genannte Farbstoff entsprechend dem Silberbild ausgebleicht ..wird, so daß nach dem Entfernen der Reste des Silberbildes bzw. der Reduktionsprodukte ein negatives Farbstoffbild übrigbleibt.
- Eine weitere Aüsführungsmöglichkeit besteht darin, einen Farbstoff zunächst überhaupt nicht in die Gelatine einzubringen, sondern den Film mit dem @entwickelten Silberbild einem Gerbungsprozeß zu unterwerfen, in dem .die Gelatine -entsprechend dem Silberbild verschieden stark gegerbt wird. Darauf wird der Film meiner Farbstofflösung be-:h,andelt, die von der Gelatineschicht je' nach der Gerbung verschieden stark aufgenommen wird, so daß nach dem Entfernen des positiven Silberbildes ein negatives Farbstoff bild erhalten wird.
- Nach dem Trocknen stellt der so behandelte Film ein Duplkatnegativ dar, das Silberkorn überhaupt nicht enthält. Ungleichmäßigkeiten der Ausbleichung, die durch das ursprünglich vorhandene Silberkorn entstanden sind, treten nur in geringem Maße auf, und zwar am wenigsten an den Stellen, an denen im Duplikatnegativ die ganze Farbstoffschicht erhalten ist. Das sind jedoch gerade .die Stellen, die im Positiv hell erscheinen, also diejenigen, an denen eine Koirnbildung besonders ,auffällig ist. Das Material für das Duplikatverfahren kann natürlich ebenso feinkörnig gewählt werden wie das Material für das Zwischenpositiv, das für die heute üblichen Verfahren benutzt wird.
Claims (1)
- hATENTANSYRUCIi: Verfahren zur Herstellung, von Duplikatnegativen. ohne Zwischenkopie,' bei dem von dem Originalnegativ eine Kopie mit positivem Silberbild hergestellt wird, das in :ein negatives Farbstoffbild überführt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Gelatineschicht des Kopiermaterials außer dem Silbersalz einen hinreichend kornlosen und Licht absorbierenden. Farbstoff enthält, der nach :dem. Belichten, Entwic1kdln und Fixieren des Silberbildes in an sich bekannter Weise entsprechend dem Silberbild ausgebleicht wird, worauf die Reste des Silberbildes bzw. die Reduktionspmodukte aus der Schicht entfernt werden.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DEU14623D DE732555C (de) | 1939-02-01 | 1939-02-02 | Verfahren zur Herstellung von Duplikatnegativen |
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| DEU0014623 | 1939-02-01 | ||
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1939
- 1939-02-02 DE DEU14623D patent/DE732555C/de not_active Expired
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