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Zusammenlegbarer Knietisch Die Erfindung bezieht sich auf einen zusammenlegbaren,
in seiner Schräglage einstellbaren Knietisch, der beim Gebrauch auf einer die Oberschenkel
des sitzenden Körpers umfassenden Stütze ruht und zur Benutzung beim Fahren in der
Eisenbahn, im Omnibus, Auto oder jedem sonstigen Beförderungsmittel und auch beim
Sitzen im Freien oder z. B. im Fabrikbetrieb für die verschiedensten Zwecke bestimmt
ist sowohl als Lese- oder Schreib-oder Zeichenpult wie auch als Kartentisch und
als Tisch zum Essen und Trinken.
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Die Erfindung besteht darin, daß die Tischplatte an ihrer Unterseite
mit seitlichen Halteleisten versehen ist, in deren offene, teils senkrecht und teils
schräg zur Tischebene gerichtete Querschlitze eine starre Stütze mittels Randaussparungen
verstellbar eingreift.
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Es ist schon ein Kniepult bekannt, bei dem unter der Platte ein entsprechend
geformter Stützbügel aus Draht angelenkt ist, der die Oberschenkel umfaßt und von
diesen festgehalten wird, während die Innenkante der "Fischplatte sich gegen den
Leib des Benutzenden stützt.
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Die bei dieser,Vorrichtung benutzte Drahtstütze federt, und ihre schwenkbare
Befestigung ist trotz dem Druck der Knie gegen die Schenkel des Drahtbügels zu unsicher,
um den Tisch auch zum Arbeiten, Zeichnen, Schreiben u. dgl. verwendbar zu machen.
Auch ist es beim Gebrauch kaum möglich, die Neigung des Tisches nach dem Körper
zu für verschiedene Zwecke wesentlich zu verändern, weil seine Platte von vornherein
im Schoß aufliegen muß und eine Vergrößerung der Höhe des Drahtbügels, um die z.
B. zum Zeichnen oder Schreiben zweckmäßige Schräglage herzustellen, die für diese
Zwecke ohnehin unerwünschte Federung nur noch erhöhen würde.
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Es ist auch ein Tisch bekannt, der statt der Schenkelstützen mit stativ
ähnlich ausziehbaren, angelenkten Bodenstützen versehen ist. Hier ist die Schräge
der Platte beliebig einstellbar. Aber die Bodenstütze überträgt ohne jede Dämpfung
alle Erschütterungen des
Bodens auf die Platte. Ein Gebrauch in
Fahrzeugen kommt deshalb, wenigstens zum Schreiben und Zeichnen, nicht in Frage.
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Die Anwendung der starren, brettartigen Stütze nach der Erfindung
gestattet dagegen eine größere Höhe der Stütze, und das Einstecken der Stütze in
Kerben in- den Leisten unter dem Tisch hat gegenüber der gelenkigen Einbringung
den erheblichen Vorteil, daß die Tischplatte in jeder einmal eingestellten Neigung
unverändert stehen bleibt.
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Der mit der Erfindung gegebene Fortschritt beruht auf der Verwendung
einer starren Kniestütze mit starrer und doch winkelverstellbarer Verbindung mit
der Tischplatte. Durch sie kann die Tischplatte unter den bei den verschiedenen
Gebrauchsarten praktisch in Frage kommenden verschiedenen Neigungswinkeln fest und
mit der zum Schreiben, Zeichnen u. dgl. erforderlichen Steifheit auf die Oberschenkel
gestützt «-erden.
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Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt.
Es zeigen Ahb. i eine Ansicht von vorn mit der Tischplatte im Schnitt, Abb. 2 eine
Ansicht des Tisches von oben, Abb. 3 einen Querschnitt nach Linie A-B in i Abb.
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Auf den andeutungsweise dargestellten Ober- 1 schenkelna. ruht ein
Stützbrett b mit brillenartigen, der Form der Oberschenkel angepaßten Ausschnitten
c an seiner Unterkante, die die Oberschenkel von oben umfassen. Zur bequemen 'Verteilung
des Druckes sind in die Ausschnitte c breitere Tragleisten d eingelegt, die mit
einem Filzbelag e o. dgl. versehen sind.
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Zwischen den tiefen Ausschnitten c für die Oberschenkel ist ein flacherer,
f, angeordnet, in dem die Stütze b bei gekreuzten Oberschenkeln aufsitzen kann und
der ebenfalls mit Tragleiste d und Polsterstreifen e ausgekleidet ist.
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Die Tischplatte g von rechteckigem Quer-;chnitt ist auf der Innenseite
mit einem gewölbten Ausschnitt 1z mit Polstereinlage i v er-;ehen, mit der sie sich
gegen den Brustkorb ;tützen kann. Auf der Unterseite trägt sie ;enkrecht zu den
Längskanten zwei Trag- und Führungsleisten h, die mit von der Unterseite iusgehenden
Querschlitzen versehen sind, in iie die Stütze b mit ihrem oberen Rand einge-,teckt
wird. Diese Querschlitze liegen teils enkrecht zur Tischfläche 1, teils so schräg
zu hr, in, daß beim Aufsetzen die Platte g eine Neigung nach dem Körper zu erhält.
, Die Stütze b ist an ihrem oberen Längsrand nitAussparungenn, versehen, deren Breite
und riefe dem die Querschlitze 1, in, oben abschlie-@eilden Steg der Leisten
k entspricht, der von ihnen umfaßt wird. Die Querschlitze 1, in ermöglichen
es, die Tischplatte von der Stützhlatte b aus mehr oder weniger gegen den Körl@er
vorspringen zu lassen.
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An der Unterseite der Platte g sind an beiden inneren Ecken knopfartige
Stifte o angei)racht, mit deren Hilfe die Platte gegen den Körper mittels eines
um die Kreuzgegend greifenden Gurtes p gehalten werden kann, der mit entsprechenden
Einhängevorrichtungen ver-@elien ist. Dies ist zweckmäßig, z. B. wenn ein schweres
Gewicht, z. B. eine Schreibmaschine, auf den Tisch gesetzt werden soll.
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Als Anschlag für Bücher, Schreib- oder Zeichenpapier oder auch Eß-
und Trinkgeräte u. dgl. dient auf der Platte g eine Leite q, die mittels durch ihre
Enden gesteckter Stifte r in Löchern s an den Plattenduerrändern rechtwinklig oder
schräg eingestellt «-erden kann. Diese Leiste kann auch mit einer Maßeinteilung-versehen
werden, um beim Zeichnen und Entwerfen zugleich als Lineal und Maßstal) dienen zu
können.
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An der .#,ußenseite der Stütze sind Rasten t. t1, t= zur Aufnahme
eines Zeichendreieck. ii vorgesehen, das etwa mit einem Winkelinesser v vereinigt
sein kann. Ferner ist an der gleichen Seite ein zusammenklappbare.. aus-und einschwenkbares
Flaschenkörbchen zc, angebracht.
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Stütze und Tischplatte können au: Holz. z. B. Sperrholz, oder auch
Ersatzstoffen, wie httnstharzpreßstoff, oder auch aus Leichtmetall bestehen. Die
Stütze kann auch einteilig oder mehrteilig als gitterartiger Rahmen ausgebildet
sein.
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Das Kniepult ist leicht auseinander zu nehmen und wieder zusammenzusetzen
und nimmt in zerlegtem Zustand wenig Raum ein, ist als" im 1\'eisegepäck leicht
unterzubringen.
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Gute Verlagerung des Gewichts für jede» Benutzungszweck und bei jeder
Körpergrölac ist stets möglich durch zweckmäßiges Einstellen der Platte auf der
Stütze unter Benutzung der verschiedenen Querschlitze.